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Yalla, Feminismus!

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Reyhan Şahin verkörpert eine ebenso einzigartige wie aufregende Position im feministischen Diskurs: Als promovierte Linguistin, politische Aktivistin, Sex-Rapperin und alevitische Muslimin spricht sie über Sexualität, Islam und Antirassismus wie keine andere. Dieses Buch sagt dem Unrecht den Kampf an.

Reyhan Şahin kennt sich mit Diskriminierung aus: als Frau of Color im wissenschaftlichen Universitätsbetrieb, als Bildungsaufsteigerin, als Alevitin, als Rapperin in der männlich dominierten Hip-Hop-Szene. Sie steht für einen Feminismus, der sich der eindimensionalen Fixierung auf die weiße westliche Frau entgegenstellt und sich für Selbstermächtigung und Entscheidungsfreiheit für alle Menschen einsetzt.

In einer Sprache, in der sich Ghettoslang und wissenschaftliche Analyse unverschämt nahekommen, zeigt sie, wo in Sachen Gleichberechtigung die großen Diskrepanzen liegen. Lady Bitch Ray engagiert sich für Frauen- und Queersolidarität, bricht mit Sex-Tabus und macht deutlich, dass sich Kopftuch, Modebewusstsein und Feminismus keineswegs ausschließen.

368 pages, Paperback

First published January 1, 2019

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About the author

Reyhan Şahin

32 books7 followers

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Community Reviews

5 stars
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139 (46%)
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2 stars
24 (8%)
1 star
2 (<1%)
Displaying 1 - 15 of 15 reviews
178 reviews5 followers
December 3, 2024
Super spannendes Buch, das wichtige Themen feministisch beleuchtet, die oft nicht im Fokus stehen und es dadurch auch schafft, sich von anderen Feminismus-Büchern abzugrenzen.
Das Deutschrap-Kapitel fand ich extrem spannend, weil ich mich da überhaupt nicht gut auskenne, war aber doch auch sehr froh über mein Deutschrapseminar vor zwei Jahren, sonst wär ich wohl oft nicht mitgekommen. Ich fand den persönlichen Aspekt sehr anschaulich, teilweise wars mir aber fast zu persönlich bzw. auch bisschen zu viele Rechtfertigungen und Vorwürfe zur eigenen Rezeptionsgeschichte.
Das Kapitel zum Kopftuch war für mich am stärksten, man hat echt gemerkt, dass sie dazu geforscht hat, ich fands aber trotzdem sehr verständlich und eine extrem wichtige Perspektive zum Thema.
Das Akademiekapitel war wieder sehr persönlich, was irgendwie gut war, aber auch teilweise bisschen too much? Finds irgendwie schwierig zu differenzieren zwischen Fakten und sehr persönlichen Empfindungen.
Aber alles in allem eine spannende Lektüre mit wichtigen neuen Perspektiven, die sich auch echt gut liest.
Profile Image for Katrina.
148 reviews5 followers
April 7, 2022
Eine wichtige Lektüre im Feminismus, die Bereiche behandelt, die oft ausgespart werden: Rap, Islam und Wissenschaft.
Wunderbare Denkanstöße und auch viele gute und wahre Beobachtungen.
Leider reproduziert auch Şahin ab und an toxische Männlichkeit. Außerdem fordert sie Solidarität unter Frauen, wettert aber selber viel gegen das eigene Geschlecht und zeigt sich zumindest im Text selber nicht immer Unterstützend.
Profile Image for Luna.
20 reviews
January 13, 2026
Dieses Buch hat mich mehr zum Nachdenken angeregt als ich dachte. Leider nicht nur im guten Sinne.

Die 3 Themen des Buches sind Deutschrap, das muslimische Kopftuch und das deutsche Universitätsmilieu, wobei jedes Folgethema weniger Platz im Buch kriegt als das vorherige. Weil ich eine feministische Auseinandersetzung mit dem Hijab wollte, hatte mir das Internet das Buch empfohlen, und mein dopaminarmes gaming brain ist erst glücklich wenn irgendwo "100% completion" dransteht, also hab ich den Rest halt auch gelesen.

Aus dem Kapitel über das Kopftuch habe ich das gekriegt, was ich wollte. Beide Seiten wurden beleuchtet, meine Argumente wurden bisschen ausgefüllt, ich verstehe jetzt besser, wieso Muslimas das Kopftuch freiwillig tragen, und wann das evtl nicht der Fall ist. Super. Top. Gefällt mir. Das letzte Kapitel über die "Fuckademia", wie Ray es nennt, ist auch ganz gut, aber nicht unique, Unis sind scheinbar überall im Westen auf ne ähnliche Weise kacke.

Mein Problem ist echt mit dem ersten und größten Teil des Buches: Rays Aufarbeitung der Probleme im Deutschrap. Oder, eigentlich nicht mal ihre Aufarbeitung dieser. Die ist nämlich ziemlich kompetent dargelegt, verschönt nix. Ray weiß eindeutig, wie man ein Buch schreibt. Mein Problem ist hier zweierlei: erstens, und eindeutig kleiner, ist übertriebene Fokussierung auf binäre Genitalien. Sie positioniert sich eindeutig als intersektionell, spricht von "Queerfeminismus", aber dass sie Rap nicht nur ein paar mal, sondern konsequent und nahezu jedes Mal als "Schwanzindustrie" bezeichnet, um die männliche Dominanz dort zu schildern, ist in dem Kontext bisschen komisch. Das fällt ihr gegen Ende auch auf und sie fängt plötzlich an, von "Cis-Schwänzen" zu reden, das wirkt aber eher wie ein Einfall in letzter Sekunde. Auch wie sie ständig von "Votzensekret" oder der "Spitze der Klitoris" anstelle der Spitze des Eisbergs spricht kann erstmal ganz gut als Enttabuisierung laufen, aber weil sie die gleichen Sprüche konstant wiederholt, immer und immer wieder, wirkt das einfach edgy as fuck auf mich. Lady Bitch Ray ist offensichtlich gern polemisch, und im emanzipatorischen Kontext hat das definitiv seine Daseinsberechtigung. Deswegen will ich auch nicht über ihre veröffentlichte Musik sprechen, das ist halt Geschmackssache und ich bin halt nicht die Zielgruppe für Image-Pornorap, das ist auch voll okay. Eine Übermenge an sexistischen Schimpfworten mehrfach als "Tourettesyndromartig" zu betiteln ist aber halt einfach bisschen icky, wenn man sich sonst schon so ne Mühe gibt, gesamtgesellschaftlich zu sprechen. Das fühlt sich im Kontext dieser Passagen leider etwas wie lip service an, was verdammt schade ist, weil ich Ray wirklich glaube, dass sie solche unnuancierten Scheißmeinungen eigentlich gar nicht hat.

Zweitens habe ich ein ganz großes Problem mit Rays Selbstdarstellung. Sie hält offensichtlich sehr viel von sich selbst, das ist ja auch nice, sie soll stolz auf sich sein und was sie alles hingekriegt hat, sie nimmt ihre eigene Überlegenheit gegenüber dem restlichen Rap game aber scheinbar für selbstverständlich, und dem stimme ich einfach nicht zu. Again, nicht musikalisch, darum geht es mir nicht, sondern inhaltlich. Ein großes Thema für sie sind beispielsweise die Vergewaltigungsfantasien männlicher Rapper, und das ist halt real. Das ist ein extremes Problem, und ich finde total gut, wie sie das textgebunden aufarbeitet und klar als strukturelles Problem benennt. Als Ray dann aber über positivere Beispiele männlicher Rapper spricht und darin aufzeigt, wie diese auch oft problematisch sind, nur halt viel softer, sagt sie danach so "und jetzt hier guck mal, wie ich das mache" und klatscht einen Raptext hin, in dem sie einen dieser etwas positiveren Rapper disst, dass er nicht für Frauen sprechen sollte etc. Das framing positioniert ihren Text also klar als die "positive Gegenthese", sie kommentiert ihren Text nicht einmal, stattdessen soll das wohl ganz offensichtlich sein, dass ihr Beispiel einfach besser ist. Das ist bis hierher alles schön und gut, nur hat sie leider das beschissenste Beispiel dafür gewählt, das sie wohl im Reportoir hat. Im Liedtext erstellt sie nämlich selbst mehrfach eine Szene, in der sie den gefronteten Rapper gegen seinen Willen zu sexuellen Akten zwingt, um ihn für seine Aussagen zu bestrafen. Dass die Intensität dieser Zeilen nicht mit den expliziten Vergewaltigungsbildern anderer Rapper direkt vergleichbar ist, sollte beim Lesen offensichtlich sein, nur fantasiert Ray hier trotzdem sexualisierte Gewalt, nur ist die jetzt ja gut weil wenns ne Frau macht isses feministisch nh. Das ist viel, viel weiter unten auf dem Spektrum von rapey rap lines, aber es ist immer noch auf dem gleichen Spektrum. Wenn Ray sehr kompetent darlegt, dass diese extreme Trennung zwischen Rapper und Kunstfigur halt bullshit ist, dann wirken solche Zeilen nur noch viel skurriler. Wenn sie mehrfach den meisten anderen weiblichen Rappern vorwirft, sie würden nur den Duktus männlicher Rapper reproduzieren, nur um dann selbst auch so zu sprechen, relativiert das rape culture ganz übel. Zum Glück ist der Liedtext nie als Track veröffentlicht worden, hier im Buch steht er jetzt trotzdem.

Vor allem heterosexueller Sex, worüber Ray zu 98% hier spricht, scheint in Rays Augen eine inhärente Machtdynamik zu haben, so beschreibt sie im letzten Absatz über die Unis, dass sie von "Istanbul-Türkisch sprechenden Rich-Kid-Akademikern" ihre Pussy geleckt gekriegt habe (ihre Worte), und das ein Racheakt für deren Ausnutzung der eigenen Privilegstellung gewesen sei. Sie praktiziere Sex also auch selbst als einen gewissen Machtakt, und für mich klingt das halt patriarchal as fuck. Again, genau diese Aneignung toxischer Dynamiken wirft sie ihren Rapkolleginnen vor. Das ist ein wenig enttäuschend, weil Lady Bitch Ray eigentlich ganz smart und auch ziemlich sympathisch wirkt, ich spreche ja auch total viel in Obszönitäten und Schimpfwörtern und klar einem rutscht mal was raus das unsensibel ist, das ist dieses bekannte Fettnäpfchen, aber das hier ist ein publiziertes Buch. Sobald ich Texte gefunden habe zum darauf zeigen, die ähnlich poignant das Thema um das Leben muslimischer Frauen in Deutschland beschreiben, ohne dabei einfach kind of cringe zu sein, wird das Buch zu ner 2/5, dann würde ich es nämlich nicht mehr weiterempfehlen. Was verdammt schade ist, weil eigentlich gibt es viel Gutes hier.
Profile Image for Michael Reiter.
209 reviews20 followers
April 25, 2021
Eine spannende Reise durch die Lebenswelt einer Frau, die sowohl als Hip-Hop-Musikerin, als auch als Muslimin, als auch als Akademikerin auf der Suche nach Gleichberechtigung ist und die sehr scharf mit der intersektionalen Diskriminierung ins Gericht geht.

Diese Diskriminierung geht, wie wir alle wissen, grundsätzlich vom Patriachat aus. Wie sehr gerade im akademischen Bereich mal wieder die alten, weißen Männer es sich so richten, wie sie es brauchen und auch Machtverhältnisse missbrauchen, schildert sie anhand eigener Erlebnisse. Wobei sie hier nicht nur als Frau, die sich nicht unterordnen und "dankbar zeigen" wollte, diskriminiert wurde, sondern auch aufgrund ihrer musikalischen Vorgeschichte.

Sehr spannend ist die Aufbereitung ihrer wissenschaftlichen Erkenntnis zum Kopftuch als religiöses Zeichen. Je nach Anlass, Farbe, Bindetechnik, Kombination kann das Kopftuch eine Vielzahl von Bedeutungen haben. Und was machen die mitteleuropäischen alten, weißen Männer? Eine Debatte über Kopfverbote führen, offenbar ohne eine Hauch von Ahnung von der Sache zu haben.

Der Teil über die Frauenfeindlichkeit im Deutschrap hat mich nur mäßig überrascht. Das war ja wohl anzunehmen. Interessant aber auch hier wieder die Diskussion darüber, wie sehr man den Künstler von der Kunst trennen kann/darf/soll.

Die im Buch gewählte Sprache ist nicht blumig. Sie ist der Situation angemessen. Und so wird halt die Akademie zur Fuckademie, die Spitze des Eisbergs zur jener der Klitoris und es gibt nur wenige Seiten, die ohne "Votzensaft" auskommen. Gut so. Das trägt zur Aufmerksamkeit bei. Und die ist wichtig.
Profile Image for Anna.
160 reviews
December 20, 2020
Ein Paukenschlag von einem Feminismus-Buch, laut und durchdringend. Die feministisch-theoretische und gleichzeitig sehr persönliche Bearbeitung der Themen Hip-Hop/Rap, Kopftuch-Debatte und Wissenschaft-Elite werden lose miteinander verknüpft, aber stehen als unabhängige Teile. Für meinen Geschmack hätte es noch einen Tick kompakter sein können; unstrittig ist, dass das Buch eine große Leistung ist und ein Geschenk für alle, die sich schwer tun, (den Bedarf für) Feminismus in den genannten Kontexten zu sehen.
Profile Image for Anna.
162 reviews4 followers
Read
September 22, 2023
This covers three topics, Hip Hop, the Hijab and Academia, from a feminist perspective. The author relies on her research and her own experiences.
Sometimes the writing is a bit redundant, but all in all very interesting. The Alevi Muslim perspective is especially valuable since we don‘t see it often in the public discourse.
The last chapter in academia is a bit shorter than the others and relies more on experience which is probably due to the fact that there isn‘t nearly enough research done on systemic injustices in academia.
Profile Image for Eli.
6 reviews
November 19, 2025
einerseits brilliant! gut geschrieben, wortgewandt, pointen bewusst gesetzt und insbesondere die persönlichen erfahrungen, sowie die kapitel welche sich mit deutschrap, der in deutschland von rassismus durchzogenen debatte um's kopftuch, als auch die benennung des immensen sexismus/rassismus in der akademie sind wahnsinnig spannend.

dennoch gibt es auch viel kritik: immer wieder wird queerness hinten angestellt und so erwähnt, dass es sich mehr quoten-haft als intendiert anfühlt. beginnend mit dem oft komisch gesetzten gendersternchen und ended mit der erwähnung von queeren gruppen, auf die dann im anschluss genau gar nicht eingegangen wird. natürlich wirft das, im hinblick auf die früheren homophoben eklate, kein besonders positives bild ab.

darüber hinaus wird hier sehr stark der eindruck vermittelt, dass es nur einen einzig richtigen feminismus gäbe, mehr solidarität mit flinta* gefordert und zugleich so stark gegen flinta*-acts geschossen (bspw. sixtn) und der persönliche konflikt in die öffentlichkeit getragen, dass ich mich frage, ob "mehr solidarität" hier wirklich gelebt wird.

auch, dass das buch den anspruch hat, "erste bausteine" auf ein fundament zu legen ist mit einem riesengroßen fragezeichen versehen, denn ob bewusst oder nicht: durch solch selbstüberhöhende aussagen, insbesondere gekoppelt an eine masse fehlender selbstreflektion, werden hier mal eben 40+ jahre migra-feministischer arbeit zunichte erklärt.

lesenswert ist es dennoch, solange man sich der lücken des buches bewusst ist.
Profile Image for Lona.
240 reviews18 followers
March 2, 2023
Ich höre gar keine Deutsche Rapmusik und kannte Reyhan Şahin / Dr. Bitch Ray noch nicht, aber da ich aktuell ein paar Bücher über Sexismus in der Musik lese, wollte ich das Genre nicht auslassen - hat sich gelohnt!

Şahin ist selber Rapperin und Wissenschaftlerin und dieses Buch wendet sich sowohl an Hörer, Musiker und sämtliche Menschen die in der Industrie arbeiten, als auch an die akademische Welt in einem späteren Kapitel und beleuchtet sowohl Sexismus als auch Rassismus und LGBTQ+-Feindlichkeit.

Mit am interessantesten fand ich aber das Umfassende Kapitel zu Kopftüchern und der damit verbundenen ständigen Debatte, die sowohl gern von Rechten als auch von Feministinnen die Trägerinnen die Entscheidungsfreiheit absprechen und tatsächlichen konservativen bis radikalen Vertretern der Religion ausgeschlachtet wird. Şahin hat recht damit, wenn sie darauf hinweist, dass man bevor man etwas zu diesem Thema beiträgt sich umfassend damit auseinandersetzen sollte - und dafür liefert sie in dem Buch Informationen zu allen Beteiligten Stimmen, Perspektiven und auch Gründen und Arten des Tragens plus der eventuellen (Nicht-)Träger. Ich hab mich teils umfassender informiert gefühlt, als zu Büchern zum Thema. Außerdem gibt es ein weiteres Kapitel über Aleviten, zur Sichtbarmachung und Aufräumung von Vorurteilen.

Profile Image for L..
229 reviews6 followers
April 2, 2021
Dr. Bitch Rays Rapkarriere war ein bisschen vor meiner Zeit, etwa 2008 auf ihrem Höhepunkt, daher hatte ich bis vor einigen Monaten tatsächlich noch nie was von ihr gehört, fand sie aber sofort cool, als ich es dann doch tat: eine feministische Rapperin und Akademikerin - gleichzeitig! Das ist einfach sexy. Yalla, Feminismus ist eine kritische Sammlung von Dr. Şahins sich überschneidenden Rassismus- und Sexismuserfahrungen in der Rapwelt und als Künstlerin in der deutschen Öffentlichkeit und in der Welt der "Fuckademia", wie sie es nennt. Zusätzlich erklärt sie intersektionalen Feminismus kurz und knackig (und dabei tatsächlich besser, als ich es vorher im deutschen Sprachraum gelesen hatte) und geht auf die in Deutschland geführte "Kopftuch-Debatte" ein, indem sie Ergebnisse ihrer Forschung und damit verschiedene muslimische und feministische Perspektiven auf das Kopftuch vorstellt. Insgesamt wirklich lesenswert!
Profile Image for Burçin Schurian.
6 reviews4 followers
March 18, 2023
Șahins Yalla, Feminismus! ist lesenswert und sie schreibt so flüssig und wortgewandt zugleich, sodass mensch es in ein paar Tagen fertig lesen kann. Mir haben besonders die Kapitel über Kopftuchvielfalt in Deutschland und Academia getaugt. Der feministische Zugang zum Islam war für mich relativ neu, obwohl ich in einem Land mit einer großen islamischen Mehrheit sozialisiert war, dazu lese ich sicher noch ein paar von den angeführten Werken.

Leider besteht sie aber zugleich drauf, dass ihr Feminismus der einzig Richtige sei und die anderen feministischen Zugänge Gleichberechtigung eher schaden als zu dieser beizutragen, eine Einstellung, die ich nur teilweise teile und sogar problematisch finde... Durch ihre Sprache und Songtexts möchte sie auf den bestehenden Sexismus im Deutschrap aufmerksam machen, indem sie die Genderrollen verkehrt , aber vielmehr (mmN) reproduziert sie dadurch jenen Sexismus.

Zudem kann ich mich erinnern, dass sie während ihrer Fernsehauftritte auch sehr homophobe Ausdrücke verwendet hat. Den anschließenden Shit storm und Schikane hat sie selbstverständlich nicht verdient, aber ein bisschen Selbsreflexion bzw. -kritik wären an diese Stelle notwendig.
51 reviews
July 14, 2023
Ich mochte das Buch echt gerne. Es behandelt Feminismus aus einer anderen Perspektive, die häufig fehlt. Es geht viel um Rap, das fand ich super interessant, nur hat mir da leider manchmal der Zugang etwas gefehlt. (Autorin ist Rapperin)
Auch fand ich die Biographie von Reyhan Sahin super interessant als Rapperin Doktorin und muslimisch, vor allem weil sie im Buch beschreibt wie die verschiedenen Bereiche sie beeinflussen und wie sie dadurch Nachteile erfährt. Bsp. feministische Rapperin im Wissenschaftsbetrieb.

Konnte durch das Buch viel lernen, popfeministisch als auch über das Unisystem und Alevit*innen.
27 reviews
September 8, 2024
Spannend fand ich den Fokus auf die Bereiche Rap und den Islam (darauf wird sonst nicht eingegangen)
Allerdings fand ich, dass relativ viel wiederholt wird, vor allem hebt die Autorin sich immer wieder von anderen ab, das ging mir irgendwann auf den Keks
Profile Image for Prisca.
19 reviews1 follower
October 6, 2020
It changed my view on Hip hop, on Hijab and on how to be a more inclusive and attentive feminist. And also easy and funny to read, Rey sort of invents her own language.
Profile Image for ➸ Gwen de Sade.
1,226 reviews112 followers
April 15, 2022
Wahnsinnsbuch. Der Spagat zwischen der derben Sprache (Stichwort "Fuckademische Zustände"), ihren Songtexten und der absoluten Wissenschaftlichkeit ist wirklich einzigartig. Sehr on point, sehr durchdacht, sehr "mitten in die Fresse rein".

Ich konnte mir sehr viel aus dem Buch mitnehmen, das Thema "Deutschrapmetoo" hat mich auch sehr gefesselt und interessiert, dazu findet man andererorts wirklich wenig. Absolute Empfehlung!
Displaying 1 - 15 of 15 reviews

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