Zwanzig Jahre hat Hendrik Simons nichts von seinem Vater in Südafrika gehört, da steht eines Tages dessen Anwalt aus Pretoria vor ihm. Van Relger berichtet, d Simons senior in Schwierigkeiten Der Geschäftsmann Terheugen, der zur Neo-Szene gehört, hat unbemerkt große Summen in die Goldminengesellschaft der Simons investiert. Durch eine Heirat mit Hendriks Halbschwester will er noch mehr Anteile unter seine Kontrolle bringen. Van Relger fordert Hendrik auf, seine Kenntnisse als Börsenmakler zu nutzen, um Terheugen aufzuhalten - vergeblich. Erst als der Anwalt unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, begreift Hendrik, d es Terheugen um mehr geht als um Geld. Der junge Makler setzt alles auf eine Karte - und beginnt ein Spiel, das zur tödlichen Falle für ihn werden kann ...
Rebecca Gablé wurde am 25. September 1964 in einer Kleinstadt am Niederrhein geboren. Nach dem Abitur 1984 machte sie eine Lehre als Bankkauffrau. In diesem Beruf hat sie anschließend auch vier Jahre gearbeitet, meistens auf einem Stützpunkt der Royal Air Force, wo sie viel über England, seine Sprache und seine Menschen gelernt hat. Aber die Lust am Erzählen hatte Rebecca Gablé immer schon, und 1990, nachdem sie ihren ersten Roman geschrieben hatte, gab sie ihren erlernten Broterwerb auf, um aus der Lust einen Beruf zu machen. Sie begann ein Literaturstudium in Düsseldorf, dessen Schwerpunkt sich mehr und mehr zur Mediävistik - der Lehre vom Mittelalter - verlagerte.
Nach mehrjähriger, frustrationsreicher Verlagssuche erschien 1995 bei Bastei Lübbe ihr erster Kriminalroman „Jagdfieber“, der im Jahr darauf für den Friedrich-Glauser-Krimipreis nominiert wurde, und sie trat der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur - dem Syndikat - bei, dessen Sprecherin sie drei Jahre lang war.
Seit Beendigung ihres Studiums 1996 arbeitet sie als freie Schriftstellerin. Zwischenzeitlich hat sie auch zwei Semester lang altenglische Literatur an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf gelehrt, was sie zu ihrem Bedauern aus Zeitgründen wieder aufgeben musste. Seit mit ihrem ersten historischen Roman „Das Lächeln der Fortuna“ 1997 der Durchbruch kam, hat sie etwa alle zwei Jahre einen Mittelalterroman veröffentlicht, die alle Beststeller geworden und in viele Sprachen übersetzt sind. 2006 erhielt sie für ihren Roman „Die Hüter der Rose“ den Sir Walter Scott-Preis.
Rebecca Gablé lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca.
Werde wohl nie der große Krimileser. Gut geschriebenes Buch, dass ich locker an einem Tag durchgelesen habe. Wieder geht es um ein weitgespanntes, weitführendes Problem (Waffenschieberei und Aufbau einer neuen SS) und persönliche Verwicklungen des Protagonisten. Das ist spannend, aber zum Schluss hin etwas banal. Auch nicht ganz logisch. (Woher kannte der Vater die Adresse seines Sohnes?) Auch einige Rechtschreibfehler (in der 4. Auflage) zeugen von der nicht sehr sorgfältigen Lektorenarbeit. Gefiel mir besser als "Floriansprinzip", aber halte mich weiterhin lieber an die wirklich komplexeren Historien-Romane. Für einen Nachmittag auf dem Balkon oder am Strand ist dieser Krimi aber schon geeignet.