Ein Volkslauf ist wie das Leben. Anstrengend, komisch, durchsetzt mit seltsamen Leuten und manchmal schlecht riechend. Und da nun das Leben bekanntlich die besten Geschichten schreibt, tun es Läufe allemal. Besonders, wenn sie in der Provinz statt finden. Dort, wo ein Lauf noch ein Lauf ist und kein Event. Wo das Mikro pfeift und der Bürgermeister rasch vierhundert Jahre Ortschronik Revue passieren lässt, bevor er den Startschuss gibt. Wo Bonnie Tyler den morschen Lautsprecher sprengt. Hier entstehen Geschichten, die von den Kuriositäten am Streckenrand künden. Und davon, worauf es am Ende wirklich Auf den Streuselkuchen danach. "Niemand hat je den Mikrokosmos eines Volkslaufs oder die Eigenheiten des Läuferlebens so genau, so komisch und so liebevoll zugleich seziert. Ein Muss für alle Nicht-Läufer, die Läufer verstehen wollen - und für alle Läufer, die zur Abwechslung mal ihre Lachmuskeln trainieren wollen." Frank Hofmann, Chefredakteur RUNNER'S WORLD
Frau Schmitt schrieb ihren ersten »Laufbericht« in 2004, im Laufforum »laufen-aktuell.de«. Ich lief damals auch regelmäßig, las und schrieb dort auch. Dass sie dort als »Frau Schmitt« angemeldet war, eben nicht als SchlankeWade oder RunningGirl84, inspirierte mich damals zu »Herr Wieland«, als der ich heute noch manchmal in Foren oder Social Networks zu finden bin.
Ich war also Frau Schmitts Leser erster Stunde, Fan ihrer Texte, die schöne Geschichten von Volksläufen erzählten. Dieses Taschenbuch ist eine Sammlung dieser Geschichten. Für heutige Verhältnisse vielleicht ein wenig zu langsam erzählt, vielleicht ein bisschen zu lange her.
Für mich trotzdem noch immer dann nett zu lesen, wenn ich einmal im Jahr meinen Koller kriege, wenn ich meine ich könnte mal wieder, ich müsste mal wieder; wenn ich nach meinen Laufklamotten suche. Vor dem Start erst noch eine Geschichte.