Im Jahre 1921 verfilmte Friedrich Wilhelm Murnau erstmals Bram Stokers 24 Jahre zuvor veröffentlichte Erzählung "Dracula". Er erwarb jedoch nicht die Filmrechte, sondern verlegte einen Teil der Handlung von London nach Bremen und tauschte die Namen der handelnden Figuren aus: Aus Dracula wurde Nosferatu. Trotzdem kam Murnaus völlig illegales Plagiat von allen Filmen, die das Dracula-Motiv verarbeiteten, Stokers Roman am nächsten. Druillet wahrt diese Tradition und interpretiert den Vampir-Mythos mit größter Leidenschaft und Genialität.
Druillets Nosferatu ist ein Bewohner einer postapokalyptischen Welt, in dem es keine Menschen mehr gibt, außer seinen "Artgenossen" nur noch Monster und Mutanten. Nosferatu ist einsam, und im Verlauf der Handlung wird er immer einsamer. Er verliert seine Gefährtin, die Puppe Lilit und seine Artgenossen werden auch von einem Monster angegriffen und dezimiert. Schließlich wird Nosferatu zum Überwesen, das die verwüstete Erde verlässt. Mit dem Nosferatu, das im informativen Vorwort von Rodolphe beschrieben wird, hat dieser "Vampir" (Nosferatu lehnt diese Bezeichnung ab) kaum noch etwas gemeinsam, weswegen es sich nur als Bindeglied der Kulturgeschichte zu Druillets morbider Phantasie erklären lässt, damit der Comic nicht ganz im Nirgendwo hängt. Von Druillets schwarzweißem Zukunftsalptraum geht eine eigentümliche Faszination aus. Der expressionistische Stil, die Düsterkeit, die von absurdem Humor ein bisschen aufgehellt wird. Beim ersten Mal war die Morbität schwer erträglich. Beim zweiten Lesen goutierte ich den Stil, Druillets Kunst, der Nihilismus wurde erträglicher. Insgesamt ein sehr sperriges Kunstwerk, und daher sehr gut aufgehoben in der Reihe Carlsen Lux.
Une histoire de vampire à la sauce post-apocalyptique un peu dans la veine de Vuzz.
Une sorte d’anti-héros violent, cynique et névrosé perdu dans un monde violent et dans lequel quelques traits d’humours violents viennent égayer toute cette violence.
Un album au rendu noir-blanc-argent des plus réussi
I gave a four for mostly the art. As for story, it’s not really there, as it’s basically the art telling the tale more. Which is fine. I mean, it is a comic book. But, I think if you’re looking to kill boredom while stuck in a apocalyptic setting, this book will do it for you.
Druillet foi um génio visual que enchia pranchas com um estilo barroco e psicadélico sobrecarregado de pormenores. A sua iconografia única é inconfundível. No entanto neste álbum a genialidade do autor é pouco visível. Num argumento desinspirado que mistura o mito dos vampiros com um futurismo pós-apocalíptico o traço de Druillet num registo a preto e branco não atinge os elevados níveis de Salammbô ou Lone Sloane.