Die große Liebe, Intrigen und Verrat, verbotener Sex, versuchter Selbstmord und den sicheren Tod vor Augen. Mit solchen Dramen muss sich der Filmstudent Lukas als neuer Autor der legendären Fernsehserie „Schöneberg“ beschäftigen. Bei der Arbeit? Nein! In seinem eigenen Leben. Denn das wird plötzlich zur Seifenoper. Ausgerechnet unter den neuen Kollegen findet er seine Traumfrau – die Freundin des Chefautors. Doch damit fangen Lukas' Probleme erst an …
Michael Meisheit – seit 15 Jahren Drehbuchautor bei der „Lindenstraße“ – gibt mit seinem Debütroman „Soap“ spannende und witzige Einblicke in die Leiden eines jungen Serienautors. Während sich das Leben seines Helden rasant zum mustergültigen Drama entwickelt, kann der Leser ungeniert hinter die Kulissen einer Fernsehproduktion blicken.
Michael Meisheit – Jahrgang 1972 – hat an der Filmakademie Baden-Württemberg Film studiert – mit dem Schwerpunkt „Drehbuch“. Sozusagen vom Studium weg wurde er 1997 als Drehbuchautor für die Fernsehserie „Lindenstraße“ engagiert, für die er in den folgenden zwanzig Jahren knapp 400 Folgen geschrieben hat. Seit 2012 veröffentlicht er – vor allem unter dem Pseudonym Vanessa Mansini – humorvolle Liebesromane. Für "Nicht von dieser Welt" gewann er 2014 den Indie-Autoren-Award der Leipziger Buchmesse. Insgesamt hat er fast 200.000 Bücher und Hörbücher im Selfpublishing an die Leser*innen gebracht. Im Oktober 2019 erscheint sein erster Thriller "Wir sehen Dich sterben" bei Heyne. Meisheit lebt mit seinen zwei Kindern in Berlin-Kreuzberg.
Ich muss gestehen, dass ich wirklich positiv überrascht wurde von diesem Buch! Es liest sich sehr flüssig, ist oftmals lustig, spannend, hat auch immer wieder ernste Momente. Die Figuren sind sehr realistisch und wirken lebendig, und auch wenn ich mit Lukas` Handlungen wirklich nicht immer einverstanden war, so war er mir doch sympathisch. Die einzelnen Kapitel sind lesefreundlich kurz und enden mit einem Cliffhanger, der natürlich dafür sorgt, dass man doch noch schnell ein Kapitel mehr liest. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass man als Leser hier ein paar Hintergrundinformationen erhält über den Dreh einer Fernsehserie. Das war für mich sehr interessant und hat Spaß gemacht. Insgesamt ein wirklich tolles Buch, das ich sehr gerne gelesen habe!
Lukas Witek bekommt die Chance, bei der wöchentlichen Soap "Schöneberg" als Drehbuchautor einzusteigen. Doch nicht nur beruflich wird sein Leben fortan von Intrigen, verbotener Liebe, Drogen, Tod und Leidenschaft bestimmt, auch sein Privatleben gleicht immer mehr einer Soap. Denn er verliebt sich ausgerechnet in Maria, die hübsche Freundin des Chefautors...
Das Buch ist in 26 Kapitel gegliedert, was, wie der Leser im Buch erfährt, der Anzahl der Folgen einer Staffel entspricht. Jedes dieser Kapitel endet auch wie in einer Soap mit einem Cliffhanger, woraufhin das folgende mit einer allgemeinen Einleitung beginnt, bevor es wieder an die Handlung anknüpft. Besonders diese Einleitungen beleuchten die Hintergründe einer Soap und die Arbeit der Autoren. Hier schöpft Michael Meisheit aus seinem Erfahrungsschatz als langjähriger Autor der "Lindenstraße".
"Soap" ist sehr humorvoll und flüssig geschrieben und lässt sich gut mal zwischendurch lesen. Auch bei Unterbrechungen kommt man immer wieder gut in die Handlung hinein. Allerdings habe ich mich nicht so häufig unterbrechen lassen, denn das Buch hat durchaus eine gewisse Sogwirkung und besonders in der ersten Hälfte liest man Seite um Seite weiter, begierig, den Fortgang der Geschichte zu erfahren.
Da Michael Meisheit versucht, sämtliche große Themen einer Soap abzudecken (Liebe, verbotene Küsse, Sex, Verführung, Intrigen, Selbstmord, Drogenabhängigkeit, Krankheit und Tod), wurde es mir allerdings spätestens im letzten Drittel zu viel und ich war schon fast gelangweilt, weil es mir wie ein Abarbeiten der Themen vorkam, nur um die 26 "Folgen" zu füllen. Ein wenig störte ich mich auch daran, wie schnell die Probleme immer wieder beiseite gewischt wurden. Der große, allwissende Produzent der Serie zieht dann schnell im Hintergrund an ein paar Fäden und schon ist alles wieder entwirrt und die Drogen schlagartig kein Problem mehr. Neues Kapitel, neues Thema. Das Ende hat dem Ganzen dann noch die Krone aufgesetzt, was sicher im wörtlichen Sinne so beabsichtigt war, mir aber dann nachträglich den Spaß am Buch gemindert hat. Keine Frage, das Thema gehört bestimmt in jede Soap irgendwie mit hinein, aber mir war das dann endgültig zu viel an Drama und ich war mir nicht mal mehr sicher, ob ich noch ein Happy End wollte und ob es das überhaupt geben konnte.
Großen Spaß beim Lesen hatte ich jedoch bei Szenen wie jener im Karibikurlaub - natürlich gesponsert vom großen Strippenzieher - als Lukas feststellt, wie vieldeutig doch die Kommunikation zwischen Leuten ablaufen kann, die miteinander Geheimnisse und Erlebnisse teilen bzw. davon nichts ahnen.
"Soap" ist besonders für Fans von Seifenopern (zu denen ich allerdings nicht zähle) unbedingt lesenswert. Mir haben vor allem der Humor und die genauen Betrachtungen zwischenmenschlicher Beziehungen gefallen. Ich habe während des Lesens oft laut gelacht, wirklich mitgelitten habe ich aber bei keinem der Protagonisten. Trotz aller Kritikpunkte, die genauer betrachtet eher dem dramaturgischen Aufbau des Buches als "Seifenoper" geschuldet sind, habe ich mich mit "Soap" bestens unterhalten gefühlt und würde gern mehr von Michael Meisheit lesen.
Schönes Buch aus dem Fernseserien-Milieu mit einigen Längen und Langatmigkeiten. Hat mir insgesamt gut gefallen!
Wenn ein Drehbuchautor der Lindenstraße ein Buch geschrieben hat, dann muss ich das lesen. Auch wenn ich seit Jahren über die immer schlechter werdenden Drehbücher motze. Lindenstraße gucke ich seit der ersten Folge, das ist für mich eine Institution. Auf Facebook erzählte der Lindenstraßendarsteller Erkan Gündüz von dem Buch, und so wurde ich überhaupt erst darauf aufmerksam. Der Autor von “Soap” schreibt seit Jahren mit an den Drehbüchern der Lindenstraße. Und so hat dieses Buch zu mir gefunden!
Worum gehts?
"Die große Liebe, Intrigen und Verrat, verbotener Sex, versuchter Selbstmord und den sicheren Tod vor Augen."
So verspricht es zumindest der Klappentext, und so gehört sich das ja auch für eine anständige Soap. Zentrum all dieser dramatischen Verwicklungen ist der Filmstudent Lukas, der quasi fast aus Versehen Autor der legendären Fernsehserie „Schöneberg“ wird. Dort verliebt er sich dann direkt in die Frau des Ober-Drehbuchschreibers, was natürlich nicht so günstig ist und bester Seifenserienstoff wäre. Nicht genug damit, auch sonst wird in Lukas’ Leben kein Klischee ausgelassen: Hochdramatisch geht es zu, die Palette reicht von Drogenmissbrauch bis hin zum Inzest, aber selbst das schockt einen erfahrenen Seifenseriengucker ja nicht mehr so wirklich. Auch der Aufbau des Buches ist an die Lindenstraße angelehnt, auch hier endet nämlich jedes Kapitel (respektive Folge) mit einem Cliffhanger.
Herr Meisheit lässt viel Insiderwissen einfließen und beschreibt die Arbeit an den Drehbüchern einer solchen Endlosserie, was ich als wie gesagt langjähriger Fan einer solchen Sendung sehr interessant und spannend fand. Weniger interessant fand ich den eigentlichen Inhalt. In weiten Teilen so vorhersehbar wie belanglos, aber dennoch irgendwie nett – typisch Seifenoper eben. Manche Episoden fand ich spannend, andere wiederum haben mich regelrecht gelangweilt. Ich muss sagen, dass ich auch zu keiner der Figuren einen besonderen Draht gefunden hätte, mir sind alle ein wenig fremd geblieben.
Das Buch ist durchgehend sehr flüssig geschrieben, die Geschichten wirken durchdacht und routiniert geschrieben, aber mich hat es auch nicht so richtig vom Hocker gerissen. Das wirklich Interessante an diesem Roman ist eigentlich vor allem der Blick in der die Kulissen einer Seifenoper und das fundierte Wissen über die Drehbucharbeit, über die es hier einiges zu erfahren gibt. Für Fans der Lindenstraße insofern durchauslohnend!
Wenn man nicht wüsste, dass Michael Meisheit Drehbuchautor bei der "Lindenstraße" ist, könnte man meinen, dass er für "Verbotene Liebe" schreibt. Man muss keine "Lindenstraße" schauen, obwohl es die älteste und Beste deutsche Serie ist, und auch keine anderen Soaps kennen um dieses Buch zu lesen und sich von der von vielen Cliffhangern gespickten Geschichte unterhalten zu lassen. Ich habe die Entstehung von "Soap" über Twitter und den Blog von Michael Mesheit verfolgt und "musste" daher das Buch lesen. Ich wurde nicht enttäuscht und kann es nur weiter empfehlen!
Der Autor weiß, wie man eine Geschichte konstruiert. Mit viel Drama, gekonnten Cliffhangern am Ende jedes Kapitels und einer Prise Humor. Unterhaltsame, leichte Lektüre für die Badewanne.