Zu allererst muss ich sagen, dass ich an Bücher, die in Deutschland spielen, immer sehr skeptisch heran gehe. Ich kann nicht einmal sagen, wieso das so ist, aber vielleicht geht es dem ein oder anderen unter euch ja ganz ähnlich. Bei diesem Buch allerdings, hat es mir überhaupt nichts ausgemacht, dass das Buch in Deutschland spielte. Gleich von Anfang an war ich gefangen in dieser wundervollen Geschichte. Nach dem ersten Kapitel wusste ich bereits: "Das wird ein tolles Buch." Und es war so. Isabel Abedi verwandelt sich immer mehr in eine meiner Lieblingsautoren, und das nicht ohne Grund. Ihr Schreibstil ist einfach grandios. Sie hat einen total jugendlichen Schreibstil, allerdings nicht zu jugendlich. Es wirkt nicht kindisch, und doch sehr frisch und aufgeweckt. Ihr Schreibstil passt super in die heutige Zeit; in meine Generation. Er ist nicht zu schwierig und auch nicht zu einfach. Er hat genau das richtige Mittelmaß und lässt sich daher auch unglaublich flüssig lesen. Die Seiten fliegen nur so an einem vorbei, während vor dem eigenen geistigen Auge ein kleiner Film entsteht. Man hat alles ganz genau vor Augen, und das obwohl Isabel Abedi bei Weitem nicht alles im Detail beschreibt. Sie konzentriert sich nicht so sehr darauf, alles auf den Punkt genau zu beschreiben. Sie hat einfach das Gefühl dafür, was zu viel ist und was zu wenig. Wie gesagt, sie hat das perfekte Mittelmaß gefunden.
Auch ihre Charaktere sind wie eh und je toll. Sie wirken richtig lebendig. Sie wirken nicht zu aufgesetzt oder oberflächlich. Jede ihrer Charaktere hat etwas ganz besonderes; jede Person in diesem Buch wirkt so echt wie jeder einzelne von uns, selbst wenn er nicht so häufig in der Geschichte auftaucht. Ich weiß nicht, wie sie das macht, aber sie kriegt es hin, dass man sich an jeden Charakter der auftaucht, erinnert und genau weiß, wer es ist, wenn man nur den Namen hört. Besonders gut hat mir Suse gefallen. Sie ist eine unglaublich gute Freundin, hat ihre eigenen kleinen Macken und ist - wie Rebecca auch - ein ganz normales Mädchen mit Problemen. Sie sind nicht perfekt, was in Büchern ganz häufig vor kommt. Auch sie meckern mal über ihr Aussehen, finden sich zu dick, zu unattraktiv oder haben einfach einen Bad Hair Day. Genauso, wie es uns allen manchmal geht und ich glaube genau deshalb, kann man sich auch so gut mit ihren Charakteren identifizieren.
Die Story an sich fand ich richtig klasse. Sie war traurig, romantisch, spannend, aufregend ...sie hat einfach all das, was ein gutes Jugendbuch braucht, um von den Lesern geliebt zu werden. Es war in keinem Fall vorhersehbar, was ich sehr gut fand. Isabel Abedi hat ihre Leser richtig auf die Folter gespannt, bis sie endlich das Geheimnis gelüftet hat. Es war so unglaublich traurig, richtig dramatisch und hat mir die ein oder andere Träne in meine Augen getrieben. Die Idee finde ich einfach grandios, weshalb ich euch auch hier nicht zu viel verraten möchte. Ein Buch, dass in eine solche Richtung geht, habe ich bisher noch nicht gelesen. Ich hatte Spaß bei jeder einzelnen Seite und war kein einziges Mal gelangweilt.
Das Buch hat hin und wieder wirklich an meinen Nerven gerissen und ich wusste nicht, was ich an Rebeccas Stelle getan hätte. Das Buch ist einfach himmlisch und macht unglaublich viel Spaß. Außerdem lernt man auch noch etwas dabei, wie ich finde. Man lernt aus dem Buch, dass man seine Liebe gehen lassen muss, wenn es notwendig ist. Man darf sich auf nichts versteifen und darf nicht egoistisch werden, schon gar nicht in der Liebe. Denn Egoismus hat rein gar nichts mit Liebe zu tun. Liebe bedeutet Selbstlosigkeit; es bedeutet Glück und Freude. Und genau das ist es, was dieses Buch so toll macht.
Was mir ebenfalls super toll gefallen hat und mein Herz hat immer mal wieder aufhüpfen lassen war, dass das Buch letztendlich auch an Orten gespielt hat, die ich selber bereits kennen und lieben lernen durfte. Nicht nur war ich bereits in Los Angeles und Santa Monica, sondern auch in Venice Beach. Rebecca beschreibt diesen Ort als verrückt und aufregend, mit unglaublich vielen Menschen, verschiedenen Kaufständen, kleinen Geschäften und Restaurants und einem wunderschönen Strand. Und da habe ich mir gedacht, zeige ich euch doch ein paar Fotos, die ich damals in Venice Beach geschossen habe. Ich fand es dort richtig toll und Rebecca hat Recht mit dem was sie sagt: Die Menschen dort sind alle total verrückt, alles schreit nach Sommer, Party, Liebe, Lust und Leidenschaft und der Strand ist einfach atemberaubend schön.
Fazit:
Ein ganz klares: KAUFEN IST PFLICHT! Dieses Buch ist wunderbar herzzerreißend, lustig, romantisch und unglaublich spannend. Alles das, was ein gutes Jugendbuch braucht. Von mir gibt es eine 1+ für diese unglaublich tolle Leistung. Vielen Dank Isabel Abedi für so ein tolles Jugendbuch.