Milena möchte wenigstens einmal in ihrem Leben das Mittelmeer sehen. Doch zwischen ihr und ihrem Traum steht die Berliner Mauer. Im Sommer 1989 ist in Ostberlin eine Reise in den Süden wie eine Reise zum Mars: unvorstellbar. Aber als sie den Westberliner Claudius kennenlernt, mit dem sie die Begeisterung für Musik verbindet, scheint plötzlich alles möglich eine Liebe, eine Flucht, eine Reise ans Meer.
Corina Bomann, 1974 in Parchim geboren, entdeckte die Welt der Bücher schon recht früh für sich. Als Kind verzierte sie die Exemplare der heimischen Bibliothek mit eigenen "Wachsstift-Illustrationen", später, als sie das Schreiben erlernt hatte, begann sie, eigene kleine Geschichten zu verfassen. Langeweile in Schule und Bus füllte sie mit viel Fantasie aus, sodass aus kleinen Geschichten bald ganze Romane wurden, die zunächst mehrere Kladdehefte füllten. Die Hefte und eine alte Schreibmaschine wichen nach und nach dem Computer; ihre Geschichten entstiegen den Schubladen und fanden ihre Heimat bei Verlagen. Noch heute lebt Corina Bomann in Mecklenburg und nutzt die traumhafte Ruhe und wunderbare Landschaft, um ihre Romane zu spinnen. In ihrer zweiten Heimat Berlin lässt sie sich dagegen vom Puls der lebendigen Stadt inspirieren. Ihre große Liebe gilt der Geschichte, und so finden sich auch in ihrem neuen Roman "Die Schmetterlingsinsel" historische Elemente, die geschickt mit dem Heute verwoben werden.
I usually LOVE Corina Bomann. This book started slow, but got better as it progressed, but was not her usual past/present story. It's the story of a young couple who meet by accident when Berlin was still separated up until the time the wall comes down. Boy falls in love with girl, tracks her down to return a cassette he found on the subway because she's so beautiful. The girl thinks her mother has died and only has a surprise after she is questioned by the Stasi for meeting with an "enemy from the West."
Grenzenlose Liebe 1989: Soundtrack eines Sommers. Milena wächst im Osten Berlins auf und verbringt ihre Zeit damit, verbotene Westmusik aus dem Radio aufzunehmen, wenn sie nicht gerade abenteuerliche Wandzeitungen für ihre Staatsbürgerkundelehrerin anfertigen muss. Claudius lebt im Westen Berlins und hat alle Hände voll damit zu tun, seinen Vater zu überzeugen, dass er nicht seine Rechtsanwaltskanzlei übernehmen wird. Er will nur eins: Musik machen und die Welt sehen. Als Claudius bei einem Tagesausflug nach Ostberlin zufällig Milena begegnet, ist seine Welt nicht mehr die alte. Mit einer Kassette, die Milena in der U-Bahn vergisst, beginnt eine zarte Liebe, die nicht sein darf. Die Mauer steht zwischen ihnen und ihrem gemeinsamen Traum, aber Milena und Claudius sind verrückt genug, alles für ihn zu wagen.
Im Sommer 1989 begegnen sie sich zufällig: Milena aus Ostberlin und Claudius aus Westberlin. Sie verlieben sich, doch Kontakt mit dem Klassenfeind darf nicht sein und die Stasi setzt Milena entsprechend unter Druck. Da wagen die beiden jungen Menschen die eigentlich unmögliche Flucht nach Ungarn, um dort über die inzwischen schon „offene“ Grenze nach Österreich zu gelanden. Ihr Ziel ist Italien, das Meer. Dieser Roman ist sowohl für Jugendliche, als auch für Erwachsene lesenswert. Neben der spannenden Geschichte der Flucht wird gezeigt, wie sehr die Jugend in Ost und West durch die Klischees, die ihnen die Erwachsenen vom Leben auf der jeweils anderen Seite der Mauer erzählen, geprägt ist, bis klar wird, wie ähnlich gleichzeitig ihre persönlichen Probleme und Sorgen sind. Sehr guter Schreibstil, fünf Sterne.
"Ich fühlte mich der Wahrheit so nahe - wenn nur nicht all diese Mauern gewesen wären, die mir die Sicht verstellten. Mauern, die mir von der Stasi vor die Nase gesetzt wurden - aber auch von meiner eigenen Familie"(S.180)
Zum Buchinhalt
Eigentlich sollte es für Claudius und seinen Freunden nur ein kurzer Ausflug nach Ostberlin werden, um sich das Leben in der DDR einfach mal von Nahem anzusehen. Doch dann läuft ihm dieses Mädchen mit den karamellfarbenen Haaren über den Weg. Claudius ist sofort hin und weg von Milena und möchte sie unbedingt näher kennenlernen. Allerdings erscheint ein Wiedersehen kaum möglich, denn Milena wohnt im Osten und Claudius kommt aus dem Westen – dazwischen die Mauer, die unüberwindbar scheint. Aber so schnell gibt Claudius nicht auf… Milena staunt nicht schlecht, als sie ihre verlorene Kassette wieder in den Händen hält, gefunden von einem Jungen, der ganz offensichtlich nicht aus der DDR stammt. Im Gegenteil! Claudius sieht stark nach Westen aus, was Milena eine Menge Ärger mit der Stasi einbringen könnte. Das ist ihr jedoch egal, da sie unbedingt weiter Zeit mit Claudius verbringen möchte. Doch den Frischverliebten wird es nicht leicht gemacht. Und so planen die beiden gemeinsam über die Grenze zu flüchten, um Milenas sehnlichsten Wunsch wahr werden zu lassen: Einmal das Meer sehen.
Meine Meinung
Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr mir dieses Buch gefallen hat^^Corina Boman hat mit „Und morgen am Meer“ wirklich ein wunderbare und berührende Geschichte erzählt, die mich auch lange nach dem Lesen nicht losgelassen konnte.
Zu allererst ist mir natürlich die tolle Aufmachung des Buchs aufgefallen. Das Cover ist einfach wunderschön gestaltet und wie sich später herausstellt, nicht nur zufällig gewählt worden. Schon allein diese Kleinigkeit macht diese Geschichte zu etwas besonderem, da es zeigt wie viel Mühe und Gedanken sich im Vorfeld gemacht wurden.
Von der ersten Seite an, nahm mich „Und morgen am Meer“ auf eine Reise zurück in das Jahr 1989. Berlin ist eine geteilte Stadt. Die Mauer trennt den Westen und Osten voneinander. Genau hier lässt die Autorin zwei junge Menschen aufeinander treffen, die aus scheinbar vollkommen anderen Welten stammen, sich dennoch sofort voneinander angezogen fühlen. Allerdings erhält man im Prolog bereits einen kleinen Vorausblick, der zeigt, dass diese Liebe unter keinem guten Stern steht und im Laufe der Geschichte wahrscheinlich viele Hindernisse auf die beiden Verliebten warten werden.
Zunächst einmal lernt man Milena und Claudius kennen und bekommt einen lebhaften Einblick in das damalige so unterschiedliche Leben im Osten und Westen Berlins. Für mich als Kind der 90er, das von der DDR nur durch Erzählungen weiß, waren diese Eindrücke sehr interessant zu lesen. Die ganzen Details und Fakten, die der Leser vor allem durch die Protagonistin Milena erfährt, sind wirklich sehr schockierend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass dieser Teil der Deutschen Geschichte noch gar nicht so lange zurückliegt.
Am meisten überrascht hat mich allerdings, dass Claudius als Westberliner von all dem fast gar nichts wusste. Ich meine, wie kann das sein?
"Manchmal gibt´s eben Tage, da kommen nicht mal Funkwellen über die Mauer." (Ich finde ein Spruch aus dem Buch triff es ganz passend)
Und gerade aus diesem Grund, hätte sich Frau Bomann keinen besseren Schauplatz für ihre Liebesgeschichte aussuchen können. Es war einfach wunderschön zu lesen, wie sich die Claudius und Milena trotz der scheinbaren Unmöglichkeit ineinander verlieben und immer wieder Wege finden Zeit miteinander zu verbringen. Liebe kennt nun mal keine Grenzen. Und das begreifen auch Claudius und Milena im Laufe der Geschichte, sodass ihre anfängliche Verzweiflung langsam in Hoffnung umschwingt, bis nur noch ihr unbezwingbarer Wille nach Freiheit überbleibt. Ab diesem Punkt entwickelt sich das zuvor eher ruhige Buch zu einem atemberaubenden Road-Movie. Für Claudius und Milena beginnt ein gefährliches Abenteuer mit allerlei Hindernissen. Ich war richtig gefesselt, habe mit ihnen mitgefiebert und dauernd gehofft, dass sie nicht erwischt werden.
Der Schreibstil von Corina Bomann ist sehr locker und lässt sich wunderbar lesen, sodass die Seiten nur so dahin geflogen sind :) Sie erzählt sehr einfühlsam und findet in jeder Situation stets die richtigen Worte. Und diese Worte sind so schön sind und versehen die Geschichte mit einer ganz besonderen Atmosphäre, die mich schlichtweg verzaubert hat. Das Ende ist sehr schön abgerundet und hält die ein der andere Überraschung parat.
Die Musik der damaligen Zeit spielt auch eine sehr große Rolle in diesem Buch. Die Kapitel sind nach bekannten Songtiteln benannt, welche auch einen direkten Bezug zur Geschichte haben. Milena versucht in ihrer Wohnung immer wieder Westradio zu empfangen, um die Lieder dann auf Kassette aufzunehmen. Und genau eine dieser Kassetten führt Claudius und sie schließlich zueinander. Die Musik verbindet die beiden und zeigt, dass es ganz egal ist woher man kommt.
Ach ja, was ich noch erwähnen möchte: Frau Bomann hat sich für ihr Buch von einer wahren Geschichte inspirieren lassen, die der von Claudius und Milena wohl sehr nahe kommt. Dieses Detail hat für mich alles im Endeffekt noch einmal viel authentischer und emotionaler werden lassen. Wenn ich mir vorstelle, dass zwei junge Leute in meinem Alter eine solche Flucht riskiert haben, um endlich einmal in ihrem Leben frei zu sein… Ich bekomme ich Gänsehaut^^ Vor allem da ihr Abenteuer mit keinem Happy End enden durfte.
Mein Fazit
„Und morgen am Meer“ ist eine berührende Geschichte über eine junge Liebe, die selbst Hindernisse wie eine Mauer überwinden kann. Absolut zu empfehlen!
Claudius lebt in Westberlin und steht kurz vor dem Abitur, als sein bester Kumpel Max auf die glorreiche Idee kommt, die Zeit bis zur letzten Prüfung mit einem Ausflug in den Osten totzuschlagen. Nur widerwillig stimmt Claudius zu, ohne zu ahnen, das dieser Ausflug sein Leben verändern wird. Denn in der S-Bahn begegnet ihm das wohl schönste Mädchen das er je gesehen hat. Doch bevor er auch nur "Hallo" sagen kann, ist sie auch schon wieder verschwunden. Zurück bleibt eine Kassette, die ihr aus der Tasche gerutscht ist und die Claudius dazu veranlasst noch einmal nach Ostberlin zu fahren.
Milena lebt in Ostberlin und liebt Musik. Doch die Songs auf eine Kassette aufzunehmen, ist mühsame Arbeit, denn meist wird der heimlich-gehörte Westrundfunk von knackenden Geräuschen und Rauschen gestört. Umso ärgerlicher das sie die Kassette für ihre Freundin unterwegs verloren hat. Als einige Tage später ein junger Mann im Park auftaucht, sie anspricht und ihr die verlorene Kassette zurückbringt, staunt Milena nicht schlecht. Denn Claudius erzählt ihr das er von der anderen Seite Berlins kommt. Ein Wessie !
Zwischen den beiden entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte, die mit jeder Menge Komplikationen einhergeht und als die Stasi aufmerksam wird und versucht diese Liebe zu unterbinden, fasst Claudius einen Entschluss: Milena und er hauen ab ! Und wenn alles klappt, dann sind sie schon morgen am Meer.....
Meinung:
Corina Bomann beschreibt in "Und morgen am Meer" sehr anschaulich und detailreich wie das Leben eines Teenies auf der Ostseite von Berlin so ausgesehen hat. Ich hab mich bisher eigentlich kaum mit dem Thema auseinandergesetzt, denn obwohl der Mauerfall und die DDR deutsch-deutsche Geschichte sind, war ich damals einfach noch zu jung um zu begreifen was da abgeht und später hat man zwar mal die ein oder andere Doku im TV gesehen und einige Infos bekommen, aber es ist doch nochmal was anderes, eine Geschichte zu lesen, von einer Autorin die solche Dinge zum Teil selbst erlebt oder zumindest mitbekommen hat.
Es war interessant zu Lesen, wie die Menschen es beispielsweise bewerkstelligt haben, Sachen zu reparieren, wenn das benötigte Material gerade knapp war. Es hat mich erschreckt das in der DDR verbotene Dinge unter der Ladentheke als sogenannte "Bückware" verkauft werden mussten und man immer mit der Angst leben musste, dabei erwischt zu werden. Und es hat mich zornig gemacht das man sich wahnsinnig engagieren musste ( FDJ, etc. ) um überhaupt fürs Abitur zugelassen zu werden. Einen Wessi lieben ? Undenkbar, waren das doch alles Staatsfeinde. Man musste penibel auf seine Äußerungen oder Handlungen achten, denn jeder Mensch in deiner Umgebung konnte ein Mitglied der Stasi sein und dich verpfeifen.
Die Autorin hat wichtige "geschichtliche" Informationen, wie beispielsweise die Grenzöffnung Ungarn-Österreich oder aber die Ansprache von Hans-Dietrich-Genscher, am 30.09.89 in Prag, dessen Worte im Jubel von ca. 4000 Flüchtlingen unterging, in eine aufregende, feinfühlige und allem voran sehr realistische Geschichte gepackt, die von der Musik der 80er-Jahre begleitet wird.
Sie erzählt von der ersten Liebe, für die man bereit ist "Mauern" zu überwinden, von der Hoffnung auf ein anderes, besseres Leben, vom Mut sich zu wehren und vom Gefühl, das mit der Freiheit einhergeht.
Die Protagonisten wirken durch ihre Authentizität sehr sympathisch und der jugendliche Schreibstil, in den die Autorin immer wieder typisch "ostdeutsche" Begriffe oder Dialoge im Dialekt einstreut, liest sich sehr flüssig. Das Cover erinnert mich farblich ja eher an die 60er-Jahre, statt an die 80er-Jahre. Es ist aber sehr ansprechend gestaltet und das Motiv ist perfekt gewählt, da es eine der Szenen im Buch zeigt. Durch ihre "Echtheit" hat mich die Geschichte tief bewegt und von Anfang an mitgerissen.
Fazit:
Ein absolut empfehlenswertes Buch, nicht nur für junge Leser. Eine Geschichte die bewegt und die sich wirklich so zugetragen haben könnte.
fue empezar la aventura y perder el interés por el libro... conseguí seguir leyendo hasta llegar al 75%, pero me canse de que a los chavales no les pasase nada interesante, así que he terminado de leer en diagonal y no me ha entusiasmado tanto como al principio... supongo que dejaron de interesarme los personajes u.u