The importance of speech melody and interlocking of individual aspects in a nutshell
Please note that I put the original German text at the end of this review. Just if you might be interested.
A primary focus of the work is the interplay of perspectives, characters, and sentence structures to create dynamic and intoxicating sceneries. It becomes clear how important and challenging it is to balance the right order of all aspects. To avoid idling and recognize a novel as a complex nested construct. Derived from this insight, Le Guin dissects sections of popular literature and shows what precisely the author achieves with which stylistic devices.
Some other writing advisors tie in snippets of famous role models merely to illustrate the content of each chapter or as a motivation, without going into more detail on the scenery and characters. In the "Small Authors Workshop," on the other hand, the motives of the writers are named for the staging and the effect obtained is described in detail.
Especially with repeated reading, this information increases the personal benefit. You quickly get the effect of individual writing techniques illustrated and can memorize them well. The examples, which are primarily selected from works of world literature, are impressive but have the small drawback of poor applicability in today's literature industry. Suffering that most writing counselors suffer for cost reasons. Almost no one who would write today as he did a few decades ago could find a foothold in the lucrative sectors of the book markets. No needs for Shakespeares.
Therefore, it would be time for a guidebook, which analyzes the means of styling from living successful authors, which unfortunately is unlikely due to the additional costs of works that are still protected by copyright. The benefit of one or more, perhaps even genre-specific, works would be considerable. The tricks of current bestselling authors could be razor-sharp analyzed, dissected and explained. One could learn a lot from that. Back to the topic.
The primary focus is on understanding mechanisms that shape individual style and conveying the importance of fluid narrative, conciseness, techniques, speech melody, and always critical view of one's work. It becomes clear how central the right mix of short and long sentences, changing perspectives, merging, a constant review of the narrative perspective, repetition, and stylistic devices is. To create credibility and excitement.
One sees how the choice of times, perspectives, and types of sentences directly affects the impressions and desired effect of the reader as well as the sound and structure of the language. What one notes to the author is a healthy degree of skepticism both in the current literature industry and in the dogmas and fashions that nestle into the genre of fiction and become more and more powerful.
A rare and unique feature is the clear and always announced in writing delimitation of the learning content of their subjective opinion. Solely by the rigid separation of concepts and exercises from personal preferences and views remains a great deal of objectivity. Le Guin never pushes for an increase in their work patterns and leaves the reader unaffected by his own decisions, from the options provided.
Only with her twice clearly disliked aversions she contradicts herself. Defiling Hemingway is a daring venture, and why it is necessary to make focusing on a plot so unpopular is not clear. Of course, the one-sided focus on the structuring of an action or a premise can hinder and slow down the flow of writing at the very beginning. However, neither too much planning nor untargeted writing without meaning and reason is the last word of wisdom.
All in all, a practical helper in avoiding style breaks and unnecessary mistakes, focusing on one of the most central aspects of literature. The beauty of the language in all its nuances and infinite design possibilities.
Die Wichtigkeit von Sprachmelodie und Ineinandergreifen von Einzelaspekten auf den Punkt gebracht
Ein großer Fokus des Werks liegt auf dem Ineinandergreifen von Perspektiven, Charakteren und Satzkonstruktionen, um dynamische und mitreißende Szenerien erschaffen zu können. Es wird deutlich, wie wichtig und schwierig ein Abwägen der richtigen Reihenfolge aller Aspekte ist. Um Leerlauf zu vermeiden und einen Roman als ein komplex verschachteltes Konstrukt zu erkennen.
Aus dieser Erkenntnis abgeleitet seziert Le Guin Ausschnitte bekannter Literatur und zeigt, was genau der Autor mit welchen Stilmitteln erreicht.
Manch andere Schreibratgeber binden Schnipsel berühmter Vorbilder eher nur zur Veranschaulichung des Inhalts des jeweiligen Kapitels oder als Motivation ein, ohne genauer auf die Szenerie und Charaktere einzugehen. Im „Kleinen Autoren Workshop“ hingegen werden die Motive der Schriftsteller zur Inszenierung genannt und der erzielte Effekt detailliert beschrieben.
Speziell beim wiederholten Lesen steigert sich durch diese Informationen der persönliche Nutzen. Man bekommt schnell die Wirkungsweise einzelner Schreibtechniken veranschaulicht und kann diese so auch gut memorieren.
Die großteils aus Werken der Weltliteratur gewählten Beispiele sind zwar eindrucksvoll, haben jedoch das kleine Manko einer schlechten Anwendbarkeit im heutigen Literaturbetrieb. Ein Leiden, an dem die meisten Schreibratgeber aus Kostengründen kranken. Fast niemand, der heute so schreiben würde wie vor einigen Jahrzehnten üblich, könnte im einträglichen Bereich des Buchsektors Fuß fassen.
Von daher wäre es längst an der Zeit für einen Ratgeber, der anhand lebender erfolgreicher Autoren deren Stilmittel analysiert, was aufgrund der zusätzlichen Kosten bei noch urheberrechtlich geschützten Werken aber leider unwahrscheinlich ist. Der Nutzen aus einem oder mehreren, vielleicht auch noch genrespezifischen Werk(en), wäre beträchtlich. Die Tricks und Kniffe aktueller Bestsellerautoren messerscharf analysiert, seziert und erklärt. Daraus könnte man viel lernen.
Der Hauptfokus liegt auf dem Verstehen von Mechanismen, die den individuellen Stil prägen und der Vermittlung der Tatsache, wie wichtig flüssiges Erzählen, Prägnanz, Techniken, Sprachmelodie und ein stets kritischer Blick auf das eigene Werk sind. Dabei wird deutlich, wie zentral die richtige Mischung aus kurzen und langen Sätzen, Perspektivenwechseln, Zusammenschmelzen, einer steten Überprüfung der Erzählperspektive, Widerholungen und Stilmitteln ist. Um Glaubwürdigkeit und Spannung zu erzeugen.
Man sieht, wie die Wahl von Zeiten, Perspektiven und Satzformen sich unmittelbar auf die Eindrücke und den gewünschten Effekt beim Leser sowie Klang und Struktur der Sprache auswirken.
Was man der Autorin anmerkt, ist ein gesundes Maß an Skepsis sowohl am aktuellen Literaturbetrieb als auch an den Dogmen und Moden, die sich in das Genre der Belletristik einnisten und immer mächtiger werden.
Ein seltenes Alleinstellungsmerkmal ist die deutliche und auch immer schriftlich angekündigte Abgrenzung der Lerninhalte von ihrer subjektiven Meinung. Allein durch die rigide Trennung der Konzepte und Übungen von persönlichen Vorlieben und Ansichten bleibt an großes Maß an Objektivität gewahrt. Le Guin drängt damit nie auf die Erhöhung eigener Arbeitsmuster und lässt den Leser unbeeinflusst seine eigenen Entscheidungen, aus den zur Verfügung gestellten Optionen, treffen.
Einzig mit ihrer zweimal deutlich hervorgehobenen Abneigungen widerspricht sie sich. Hemingway zu schmähen ist ein gewagtes Unterfangen und wodurch sich die Fokussierung auf einen Plot oder eine Handlung so große Unbeliebtheit verdient hat, geht nicht klar hervor. Sicher kann die einseitige Fokussierung auf die Strukturierung eines Handlungsablaufs oder einer Prämisse den Schreibfluss gerade am Anfang hindern und stocken lassen. Aber weder ein zuviel an Planung noch ungezieltes Schreiben ohne Sinn und Verstand ist der Weisheit letzter Schluss.
Alles in allem ein praktischer Helfer bei der Vermeidung von Stilbrüchen und unnötigen Fehlern, der sich auf einen der zentralsten Aspekte von Literatur konzentriert. Der Schönheit der Sprache in all ihren Nuancen und unendlichen Gestaltungsmöglichkeiten.