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Miß Sara Sampson. Text und Kommentar

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ein bürgerliches Trauerspiel in fünf Aufzügen ; Berlin 1755

187 pages, Paperback

First published January 1, 1755

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About the author

Gotthold Ephraim Lessing

2,714 books214 followers
Gotthold Ephraim Lessing was a German writer, philosopher, dramatist, publicist, and art critic, and one of the most outstanding representatives of the Enlightenment era. His plays and theoretical writings substantially influenced the development of German literature. He is widely considered by theatre historians to be the first dramaturg.

Lessing was born in Kamenz, a small town in Saxony. His father was a clergyman and the author of theological writings. After visiting Latin School in Kamenz (from 1737 onwards) and the Fürstenschule St. Afra in Meissen (from 1741 onwards) he studied theology and medicine in Leipzig (1746–1748).

From 1748 to 1760 he lived in Leipzig and Berlin and worked as reviewer and editor for, amongst others, the Vossische Zeitung. In 1752 he took his Master's degree in Wittenberg. From 1760 to 1765 he worked in Breslau (now Wrocław) as secretary to General Tauentzien. In 1765 he returned to Berlin, only to leave again in 1767 to work for three years as a dramaturg and adviser at the German National Theatre in Hamburg. There he met Eva König, his future wife.

In 1770 Lessing became a librarian at the Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel. His tenure there was interrupted by many travels. For example, in 1775 he journeyed to Italy accompanied by Prince Leopold.

In 1771 Lessing was initiated into Freemasonry in the lodge "Zu den drei Rosen" in Hamburg.

In 1776 he married Eva König, who was then a widow, in Jork (near Hamburg). She died in 1778 after giving birth to a short-lived son. On 15 February 1781, Lessing, aged 52, died during a visit to the wine dealer Angott in Brunswick.

Lessing was also famous for his friendship with Jewish-German philosopher Moses Mendelssohn. In his celebrated biography of Mendelssohn's famous grandson, Felix, Larry Todd describes their friendship as one of the most "illuminating metaphors [for] the clarion call of the Enlightenment for religious tolerance".

Lessing was a poet, philosopher and critic. His theoretical and critical writings are remarkable for their often witty and ironic style and their unerring polemics. Hereby the stylistic device of dialogue met with his intention of looking at a thought from different angles and searching for elements of truth even in the arguments made by his opponents. For him this truth was never solid or something which could be owned by someone but always a process of approaching.

Early in his life, Lessing showed interest in the theatre. In his theoretical and critical writings on the subject—as in his own plays—he tried to contribute to the development of a new bourgeois theatre in Germany. With this he especially turned against the then predominant literary theory of Gottsched and his followers. He particularly criticized the simple imitation of the French example and pleaded for a recollection of the classic theorems of Aristotle and for a serious reception of Shakespeare's works. He worked with many theatre groups (e.g. the one of the Neuberin).

In Hamburg he tried with others to set up the German National Theatre. Today his own works appear as prototypes of the later developed bourgeois German drama. Scholars generally see Miß Sara Sampson and Emilia Galotti as the first bourgeois tragedies, Minna von Barnhelm (Minna of Barnhelm) as the model for many classic German comedies, Nathan the Wise (Nathan der Weise) as the first German drama of ideas ("Ideendrama"). His theoretical writings Laocoon and Hamburg Dramaturgy (Hamburgische Dramaturgie) set the standards for the discussion of aesthetic and literary theoretical principles. Lessing advocated that dramaturgs should carry their work out working directly with theatre companies rather than in isolation.

In his religious and philosophical writings he defended the faithful Christian's right for freedom of thought. He argued against the belief in revelation and the holding on to a literal

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242 (28%)
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339 (40%)
2 stars
153 (18%)
1 star
41 (4%)
Displaying 1 - 30 of 60 reviews
Profile Image for Uralte  Morla.
379 reviews160 followers
May 20, 2021
Sara Sampson ist verliebt. Und zwar so richtig. In einen Mann, der die Frauen schon öfter mal ausgetauscht und sein Vermögen für seine letzte Geliebte ausgegeben hat. Mellefont heißt er und schwört, nun auch Sara zu lieben. Für immer und überhaupt und er würde sie ja sogar heiraten. Wäre da nicht diese Erbschaft, die er nur bekommt, wenn er irgendeine Anverwandte ehelicht, die er so gar nicht leiden mag. Außerdem ist da auch noch seine abgelegte Geliebte Marwood, mit der er eine Tochter hat und die ihn partout nicht gehen lassen möchte. Und ganz sicher, ob er sich für immer binden möchte, ist er eigentlich auch nicht. Kurz, der Typ ist ne ziemliche Pfeife, aber irgendwie liegen ihm die Frauen trotzdem zu Füßen - nicht selten im wahrsten Sinne des Wortes. Dass das nicht gut ausgehen kann, ist ja klar.
Mit "Miss Sara Sampson" schrieb Lessing das erste deutsche bürgerliche Trauerspiel überhaupt. Es war - nach einigen Lustspielen - auch sein erstes Trauerspiel und ein bisschen merkt man das. Lauter schöne Sätze stehen hier drin, philosophische Monologe werden gehalten und Dialoge noch mehr. Das liest sich alles klug und durchdacht, aber alles ist auch etwas langatmig und teilweise ermüdend. Trotzdem habe ich das Stück gerne gelesen, das Lessing übrigens 1755 in Potsdam beendet hat. Wahrscheinlich in einem Gartenhaus in der Neustädter Havelbucht, das schon lange nicht mehr existiert.
Profile Image for Jersy.
1,254 reviews112 followers
January 8, 2023
Ich habe das Stück gelesen, da ich vor kurzem eine modernisierte und humorvolle Adaption dieses Stückes im Theater gesehen habe und diese mit dem Originalstück vergleichen wollte. Ich hatte von Lessing bisher nur den Nathan gelesen, den ich damals aber sehr mochte.
Ich empfand die Dialoge als sehr zugänglich und gut verständlich für ein Stück von 1755 und auch vieles an der Handlung ist in gewisser Weise noch aktuell. Die handelnden Figuren sind gut charaktisiert und die Geschichte hat mich mitgerissen. Allerdings bleibt mir die namensgebende Protagonistin zu blass. Sara ist die ganze Zeit nur als tugendhaft und kummervoll dargestellt, aber nicht auf eine Art, in der ich ihr hätte nahekommen können. Die Gegenspielerin Marwood ist dagegen so eine interessante und komplexe Person, dass ich sie der Heldin vorzog. Auch das Ende hat daher für mich nicht die angestrebte Wirkung gehabt, auch, da die Beziehung zwischen Sara und Mellefont bewusst als kompliziert dargestellt wurde. So bleibt es zwar ein interessantes Stück, hat auf mich aber nicht die angestrebte Wirkung.
Profile Image for Peace.
41 reviews3 followers
January 20, 2025
هشتمین کتاب ۲۰۲۴ و پنجمین کتاب ۱۴۰۳
چرا انقدر نمره پایین دادم؟
مثل اینکه من طرفدار این سبک از نمایشنامه ها نیستم چون دیالوگا و قربون صدقه های عشاق برام بسیار نچسب بود.
نمایش تراژیک رو واقعا دوست دارم ولی این برام خیلی بی منطق بود.
کلا قسمت های بی منطق قصه خیلی به چشمم میومد.
چیزی که خیلی اذیتم میکرد دیالوگای طولانی بود که نمایشنامه رو ۱۰۰ صفحه کرده بود درحالی که توی ۵۰ صفحه جمع میشد.
وای چقدر شخصیت سارا برام غیرقابل درک بود با اینکه نقش اصلی بود.
کلا سلیقه ی من نبود، وسط خوندن ۱۹۸۴ بودم و خیلی خوشحال بودم که دارم تمومش میکنم که به خاطر پروژه دانشگاه مجبور شدم این رو بخونم. اولش به شدت خوشحال بودم که آخ جون نمایشنامه آلمانی. حجمشم که کمه
ولیییی همین نمایشنامه کم حجم سهههه هفته طول کشید و عملا منو انداخت توی
Reading slump
تجربه بدی بود. پیشنهادش نمیکنم
Profile Image for Bücherwolf.
173 reviews12 followers
November 30, 2024
Mit "Miss Sara Sampson" hat Lessing das erste deutsche bürgerliche Trauerspiel überhaupt geschrieben und veröffentlicht. Es geht um die intimen Probleme einzelner Bürger, die alle durch ihre eigenen Fehler oder die Fehler anderer leiden und versagen.
Auch dieses Stück von Lessing hat mir wieder relativ gut gefallen.
Profile Image for Michelle.
146 reviews11 followers
February 23, 2021
3.5
Mein Ehrenmann Lessing kann anscheinend kein Buch beenden, ohne dass jemand mit einem Dolch erstochen wird. Homie söll mol chille.

Nein ernsthaft, ziemlich cooles Buch. Ich war überrascht, denn ich habe das Buch für die Uni gelesen. Ich mochte zwar Emilia Galotti schon sehr, aber irgendwie hab ich das wohl verdrängt. Lessing hat mich ein wenig überrascht, aber er wird nicht für nichts immer noch gelesen.
Profile Image for Jasmin Johanna.
4 reviews2 followers
May 9, 2019
Lessing lese ich immer wieder gerne. Miss Sara Sampson hat auf meiner Leseliste noch gefehlt. Vor allem die manipulative Marwood fand ich als Figur interessant. Über die vielen Tränen die vergossen wurden, musste ich das ein oder andere mal schmunzeln.
Profile Image for Ronja.
12 reviews
March 19, 2026
Willkommen zu Lessings großem Tränenfest.
Lessing, der es als die ultimative Aufgabe des bürgerlichen Trauerspiels erkennt, die Zuschauenden zu Tränen zu rühren, um seinen gewünschten Zweck des Mitleids zu erzielen, hielt die Tränen seines Publikums wohl nicht für genug. Auch auf der Bühne müssen die Tränen wie Wasserfälle geflossen sein, so verlangen es zumindest die Regieanweisungen. So zeigt schon der erste Akt, dass die meisten der Figuren recht nah am Wasser gebaut sind und im Laufe des Stücks sehen wir Tränen von allen adligen Figuren außer der Marwood sowie von der Hälfte der Diener-Figuren. Verschiedene Figuren beweinen sich gegenseitig oder sich selbst – so soll nicht nur der tragische Ausgang des Stücks, sondern bereits die Beziehungs-Krisen zwischendrin das Mitleid der Zuschauenden erregen.

(Das folgende Zitat findet sich bereits auf der ersten Seite, noch bevor überhaupt richtig begriffen werden kann, was abgeht)
WAITWELL. Ach, Sie weinen schon wieder, schon wieder, Sir! – Sir!


Aus heutiger Perspektive fällt dieses Mitleid jedoch schwer.
Miss Sara Sampson wird konstant von allen Figuren – einschließlich ihrer Gegenspielerin Marwood – gelobt. Sie sei die personifizierte Tugend, so der kaum hinterfragte Glaube aller, insbesondere ihres Vaters. Da Sara diese Wirkung auf Leute zu haben scheint, ist ihre Sicht auf die Welt kaum verwunderlich – denn auch sie ist stark überzeugt von ihrer eigenen Tugendhaftigkeit. Zwar gerät diese Überzeugung ins Wanken, nachdem sie sich mit Mellefont rücksichtslos auf die Flucht begibt und ihren trauernden Vater zurücklässt – aber das resultiert nur darin, dass sie jedem den sie trifft von ihrem Verbrechen erzählt, um daraufhin wieder mit Lob ihrer Vollkommenheit überhäuft zu werden. Insgesamt scheint sie einen sehr verwirrenden Effekt auf andere Leute zu haben.
MELLEFONT. Zu Ihren Füßen, Sara – (indem er sich niederwirft) – Aber was will ich zu Ihren Füßen? (und wieder aufspringt)


Mellefont produziert ebenfalls wenig Mitleid. Was wir in dem kurzen Stück über ihn erfahren ist, dass er sich gerne impulsiv in Frauen verliebt, dann die Welt für diese geben würde und den Rest seines Lebens mit ihr verbringen will, nur um dann kalte Füße zu kriegen sobald es ums Heiraten geht, weil ihn die Ehe zwingen würde die Frau die er liebt weiterhin zu lieben … und Mellefont lässt sich nicht gerne sagen, was er zu tun hat.
MELLEFONT. He, Norton! Er schläft noch, Aber bin ich nicht grausam, dass ich den armen Teufel nicht schlafen lasse? Wie glücklich ist er! – Doch ich will nicht, dass ein Mensch um mich glücklich sei. – Norton!

MELLEFONT. Machen Sie mich zu Gott, und wiederholen Sie dann Ihre Forderung.


Marwood ist zwar die Antagonistin, die femme fatale, das Laster in Person, aber sie erhält von den Beteiligten des Liebesdreiecks (Sara – Mellefont – Marwood) von mir noch am meisten Sympathie, denn sie wird gewissermaßen von den Erwartungen aller in eine Richtung gedrängt, die für sie aussichtslos ist und sie schließlich zu dem Mord drängt. Ihre Verzweiflung sehen wir zum ersten mal in der viel zitierten Szene II,7:
MARWOOD. Zittre für deine Bella! Ihr Leben soll das Andenken meiner verachteten Liebe auf die Nachwelt nicht bringen; meine Grausamkeit soll es tun. Sieh in mir eine neue Medea!

Das framing durch die anderen Figuren ist permanent. Noch bevor Marwood überhaupt das erste mal selbst die Bühne betritt, haben schon verschiedene Figuren ihre Boshaftigkeit betont. Und als sie versucht, Sara klarzumachen, sie sei im Grunde eine jüngere Marwood, der dasselbe Schicksal bevorstünde, sobald Mellefont sie verlassen werde, stößt sie auf Zurückweisung, weil diese dermaßen überzeugt von der eigenen Tugend ist. Für die gute Sara sei es ja eine Beleidigung allein mit der Marwood verglichen zu werden.
MARWOOD. Ihr Herz, Mellefont, ist ein gutes Närrchen.

MARWOOD. Miss Sara soll gewisse Vorstellungen bei mir rege machen? Gewisse? O ja – aber keine gewisser, als diese, dass das beste Mädchen oft den nichtswürdigsten Mann lieben kann.
MELLEFONT. Allerliebst, Marwood, allerliebst!


Von allen Figuren der einzige, der tatsächlich mein Mitleid erregt, ist der arme Sir William. Er reist seiner Tochter hinterher, ist bereit all seine Vorurteile Mellefont gegenüber abzulegen und ihnen beiden zu vergeben und währenddessen ist er wirklich konstant am heulen (ebenso wie sein Diener Waitwell wohlbemerkt – echtes dream team). Nur damit er seine Tochter am Ende an einen Umstand verliert, den er selbst nur am Rande mitbekommen hat und plötzlich muss der arme alte Mann dem letzten Wunsch seiner Tochter nachkommen und ein Kind großziehen, das er nicht kennt…
DER WIRT. sie bleibt den ganzen Tag in ihrer Stube eingeschlossen und weint.
SIR WILLIAM. Und weint?
DER WIRT. Ja, und weint – Aber, gnädiger Herr, warum weinen Sie?



Nun zur Gattung des Stücks:
Ein bürgerliches Trauerspiel! Mein Gott! Findet man in Gottscheds critischer Dichtkunst ein Wort von so einem Dinge? Dieser berühmte Lehrer hat nun länger als zwanzig Jahr seinem lieben Deutschland die drei Einheiten vorgepredigt, und dennoch wagt man es auch hier, die Einheit des Orts recht mit Willen zu übertreten. Was soll daraus werden?

- Mit diesen Worten rezensiert Lessing das eigene Stück in seinem poetologischen Werk, der Hamburgischen Dramaturgie. Damit hätten wir bereits die beste Voraussetzung für das Stück, welche ist, dass sich Lessing hier wieder gegen den älteren Aufklärer, unseren alten Freund Gottsched auflehnt und dessen Richtlinien nicht nur vorsichtig ignoriert, sondern provokant ins Gegenteil kehrt.
Ich persönlich bin nicht der größte Fan des bürgerlichen Trauerspiels und so sehr ich Lessing liebe, muss ich auch zugeben, dass mir Schillers einziges Exemplar der Gattung (Kabale und Liebe) besser gefällt als die Lessings. Gottscheds Idee vom heroischen Trauerspiel sind sie dennoch allemal vorzuziehen, vor allem durch ihre zeitgenössische Innovativität und die Tatsache, dass Lessing hier im Schreiben vollkommen frei vorgeht und all die guidelines des Theaterschaffens, die seine älteren Zeitgenossen so hoch schätzen, fr��hlich ignoriert. Auch der Briefwechsel über das bürgerliche Trauerspiel mit seinen Freunden Nicolai und Mendelssohn ist sehr unterhaltsam zu lesen, da sie sich im Grunde in einem poetologischen Streit befinden, aber dennoch derart respektvoll miteinander umgehen… Außerdem schreibt Lessing in der Grußformel ab irgendeinem Punkt direkt schon beide Herren an, da er weiß, dass die beiden sich gegenseitig Lessings Briefe zeigen – aber ich schweife ab...
Alles in allem besitzt Miss Sara Sampson die rebellische Lessingsche Note, ist aber aus heutiger Perspektive wenig relatable. - 3,5/5 Sternen
Insbesondere ist festzustellen, dass die Frauenfiguren – sowohl die lasterhafte Marwood als auch die tugendhafte Sara – vollkommen dem Einfluss patriarchaler Vorstellungen entspringen. Saras Versessenheit auf ihre eigene Tugend stammt aus dem System, das sie vollständig auf ebenjene reduziert und sie aller Verantwortung, damit aber auch aller Handlungsfreiheit beraubt. Marwood sieht sich in die Ecke gedrängt, da die Zeit sie als Mutter für die Schuldtragende an dem uneheliche Kind erklärt. Seit der Trennung von Mellefont ist ihr gesamter guter Ruf dahin und sie gilt für alle fortan nur noch als die lasterhafte Marwood.

Nicht zu vergessen ist auch eine nette Anekdote zur Entstehung des Stücks:
Leßing war mit Mendelsohn bey der vorstellung eines der französischen weinerlichen dramen zugegen. Der letzte zerfloß in thränen. Am ende des stücks fragte er seinen freund, was er dazu sagte? Das es keine Kunst ist, alte weiber zum heulen zu bringen, versetzte Leßing. Was gilt die wette, sagte Leßing, in sechs Wochen bringe ich ihnen ein solches Stück. Nach verlauf von sechs wochen erschien er wieder bei seinem freunde, und Miß Sara Sampson war vollendet.



Und nachdem wir die wichtigsten adligen Figuren vorgestellt haben, nun noch einige Worte zu den wichtigsten Dienerfiguren:

Waitwell ist der alte Diener Sir Williams und wie dieser nimmt er die Situation ähnlich emotional auf. Er wird zeitweise als neutraler Vermittler zu Sara geschickt, könnte aber für den Job nicht ungeeigneter sein.
SARA. Nicht wahr, Waitwell, zu Tränen hat er es nicht kommen lassen?
WAITWELL (indem er sich die Augen wischt) Nein, Miss, dazu hat er es nicht kommen lassen.


Norton auf der anderen Seite ist der Diener Mellefonts und könnte diesem nicht feindseliger gesinnt sein. Mein liebstes Moralapostel verbringt die gesamte Bühnenzeit damit, seinem Herrn aufzuzeigen, was dieser falsch gemacht hat.
NORTON. Ich bin Ihr Bedienter, ja; aber nicht auf dem Fuße, dass ich mich gern mit Ihnen möchte verdammen lassen.
Profile Image for Lukas Gusenburger.
4 reviews
January 14, 2024
Der erste Aufzug ist noch etwas verwirrend, weil man mitten ins Geschehen geworfen wird, aber ab dem zweiten Aufzug wird es klarer. Interessant sind die Medea-Bezüge und Vergleiche. Außerdem bietet sich eine psychoanalytische Lesart an, die ganz neue Interpretationsimensionen eröffnet. (z.B. den Traum von Miss Sara als Mechanismus der Verschiebung zu deuten)
Als erstes deutschsprachiges Bürgerliches Trauerspiel ist das Drama ohnehin sehr lesenswert.
Profile Image for Mia Strauß.
63 reviews2 followers
June 5, 2023
Erstes bürgerliches Trauerspiel kann man mal gelesen haben. Fands aber fast ein bisschen zu einfach. Trotzdem nett zu lesen. Vierter Aufzug achter Auftritt absolut episch. Wie Sara und Marwoods Gespräch sich wandelt, nice!!! Und gute Lehren auch dabei, classy. „Denn was ist göttlicher, als vergeben?“ Vergebung ist es einfach
Profile Image for Lily.
173 reviews7 followers
September 28, 2023
das erste deutsche bürgerliche trauerspiel - und hat mir noch besser gefallen, als emilia galotti!
Profile Image for Ida X.
194 reviews3 followers
November 22, 2024
This book should've been called "Mallwood" instead of Miss Sara Sampson because Mallwood was easily the best character. She was ahead of her time. 😔😔😔
Profile Image for Robin.
81 reviews
May 1, 2025
Eh? It's a classic and it has some funny bits
Profile Image for Lucie.
448 reviews6 followers
November 23, 2022
Es war mir an manchen Stellen echt viel viel viel zu dramatisch mit dem ganzen Rumgeheule, aber wurde trotzdem ziemlich gut unterhalten
Profile Image for Milana.
12 reviews
May 1, 2025
"Ich bin Vater, Mellefont, und ich bin es zu sehr, als dass ich den letzten Willen meiner Tochter nicht verehren sollte"
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Karen·.
683 reviews912 followers
August 11, 2010
1755, the first 'bourgeois tragedy'. It rejects the dictates of the classicists. A weepy, apparently: the original audience wept buckets. Pity, compassion, virtue, morality and double standards. But hard to get through.
Profile Image for Tohuwabohus.
25 reviews2 followers
May 17, 2017
"Was für ein Rätsel bin ich mir selbst! Wofür soll ich mich halten? Für einen Toren? oder für einen Bösewicht? - oder für beides? (S. 66)"
Profile Image for Sophie Hunger.
41 reviews2 followers
March 19, 2019
Ein richtig amüsantes Buch, teilweise fühlt es sich an wie ein Skript einer RTL serie😂
Profile Image for Old-Fashioned Agnes.
88 reviews1 follower
September 9, 2021
“Miss Sara Sampson” by Gotthold Ephraim Lessing (1755) is the first German bourgeois tragedy.

Previously tragedies were about state affairs and royalty. This time the play was about a tragedy of a private person.

The play is set in England (written in Germany). Some names were taken from the English comedy “The way of the world” by William Congreve (1700).

Sara escaped from the house of her father (her mother died after giving birth to her). She torments herself with the feeling of remorse. She thinks that the fact that she suffers makes her less guilty towards her father who seeks her.
Profile Image for jules .
84 reviews2 followers
December 7, 2023
4,2 ⭐️
Und natürlich ist ein Drama meine Lieblingslektüre aus dem Literaturkurs geworden, sind wir überrascht tho?
Das war unheimlich unterhaltsam (ist das gemein, wenn ich das sage?). Aber holy shit, war Mellefont ein mieser Lover. Junge junge junge. Sara, you could do better. Manipulativer Bock, der seine Angestellten scheisse behandelt, Bindungsängste hat und dem sein Erbe wichtiger ist, als die Frau, die er doch so sehr liebt. Beste Charaktere waren auf jeden Fall Norton und Sir William Sampson. Mich hat das Werk ein wenig an Kabale und Liebe erinnert, weil es auch sehr gefühlsbetont ist und weil beide Lover am Ende sterben
Profile Image for Alexandra Karagiannis.
117 reviews42 followers
May 8, 2025
3,5 ⭐️

Ich mochte die Charaktere tatsächlich sehr gern! Jeder hatte seinen speziellen Platz in der Handlung, die typisch für ein Bürgerliches Trauerspiel besonders dramatisch war. Vor allem die manipulative Marwood war erfrischend durchtrieben und verrückt. Sara war mir zu sprunghaft und naiv — es fiel mir schwer, sie ernst zu nehmen. 👀 Mellefont war mir auch einer! Ich fand es schade, dass man seine Zweifel und inneren Konflikte nur erahnen konnte und sie nicht weiter ausgeführt wurden. Dadurch war die Beziehung zu Sara für mich ein wenig zu flach. Dennoch muss ich sagen, dass mich die Story durch dieses Überzogene gut unterhalten hat. War ein solider Einstieg in die Weltliteratur! ☺️
Profile Image for Ivan V Kozhevnikov.
37 reviews
December 25, 2025
Die Obsession mit „Tugendhaften“ Figuren werde ich wohl nie verstehen können. Langweilig, eindimensional und mit knöchelhohem Tiefgang. Die „Laster“ von Figuren wie Sara sind lächerlich oberflächlich und fast schon auf Grundschulniveau. Mellefonts Ende gab mir auch keinerlei Genugtuung. Marwood ist ironischerweise die einzige Figur die Komplexität, und Empathie erweckt, insbesondere im Zweiten Aufzug, Siebendem Auftritt. Es verweist auch auf den Zeitgeist, dass Heuchler wie Mellefont „komplex“ sein dürfen und durch „wahre Liebe“ von Tugendhaften Mädchen rehabilitiert werden, aber Marwood die böse Nichts-Gönnerin bleibt. Ist aber trotz allem ganz unterhaltsam.
Profile Image for Céline Vauban.
3 reviews
January 16, 2024
Nach "Emilia Galotti" ist nun auch "Miss Sara Sampson" an der Reihe, und ich muss sagen, ich bin, mal wieder, wirklich positiv überrascht von Lessings Leichtigkeit, ein so tragisches Trauerspiel so berührend und mitreißend darzustellen. Schon nach dem ersten Aufzug war ich gefesselt, und auch, wenn das Ende teilweise vorhersehbar war, war es spannend und emotional, die Charaktere auf ihren Wegen zu begleiten und zu sehen, was nur durch die Liebe alles passieren kann. Definitiv ein Drama, das man gelesen haben sollte!
Profile Image for Anne.
54 reviews
August 23, 2021
Mir hat das Buch ganz gut gefallen, aber es frustriert mich einfach, wenn das Liebespaar am Ende stirbt. Vor allem durch Selbstmord, so idiotisch. Die Handlung an sich fand ich ganz spannend und ist eigentlich auch in jeder anderen Epoche möglich zu schreiben.
Teilweise konnte ich leider nicht alles inhaltlich verstehen, ist ja auch alte Sprache. Das muss man einfach üben. Das Cover könnte auch schöner sein.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Isabella.
511 reviews118 followers
October 28, 2016
Überraschend gut!
(Wie immer) ein paar zähe Szenen, aber ich mochte die Charaktere überraschend gerne. Obwohl die Dozentin das Ende bereits offen legte, gab es dennoch einige Überraschungsmomente und ich konnte tatsächlich das Heftchen kaum aus den Händen legen. (Das soll etwas heißen.) Eine Geschichte, die auch schon beeindruckt, bevor man sie zu Tode analysiert hat.
Profile Image for mo.
9 reviews
November 13, 2025
pluspunkte fürs erste deutsche bürgerliche trauspiel und für den aufklärungskontext. aber die figuren sind teils so random. mellefont, warum lässt du marwood nochmal mit sara reden?! norton fand ich aber based af. richtig bürgerlich ist das hier ja irgendwie auch nicht und die christlichen anspielungen nerven irgendwann auch, wenn jede dritte anmerkung aus dem alten testament ist.
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