The suffering of the Jewish people during World War II based work of German writer Nelly Sachs, who shared the Nobel Prize of 1966 for literature.
"For her outstanding lyrical and dramatic writing, which interprets Israel's destiny with touching strength," she shared the award with Shmuel Yosef Agnon.
Verse, die eine eigene poetische Welt eröffnen, sich in ihre idiosynkratische Bildsprache einigeln und dabei unheimlich welthaltig und humanistisch erscheinen. Neben Poemen, die sich mit dem Holocaust befassen und das unaussprechliche Grauen dennoch in Worte bannen, stehen Gedichte voller Geheimnis, die die deutsche Sprache auf eine vorher ungekannte Art und Weise verwenden. Das Nachwort Hilde Domins bietet eine hervorragende Ergänzung und weitet die Zugangsmöglichkeiten zum hermetischen Lyrikcorpus Nelly Sachs', daher lohnt es sich, diesen Kommentar vor den Gedichten zu lesen.
Ein sehr schöner Gedichtband. Auch wenn ich etwas Zeit gebraucht habe und die Gedichte vertsehen zu können. Und ehrlich gesagt, habe ich zu einigen ihrer Gedichte immer nich keinen Zugang.
Sehr geholfen hat mir das Nachwort in diesem Gedichtband. Das nicht nur das Leben von Nelly Sachs umrissen hat, sondern auch erklärt hat, wie die Gedichte interpretiert werden können.
Der Suhrkamp-Band "Gedichte" von Nelly Sachs ist eine übersichtliche von Hilde Domin kuratierte und mit einem Nachwort versehene Auswahl aus dem Gesamtwerk der Literaturnobelpreisträgerin. Auf eindringliche Weise setzt sie sich im Großteil dieser Gedichte mit dem Schicksal jüdischer Menschen im 20. Jahrunderts auseinander - schreibt schon Jahre vor Paul Celan in Versen über die Vernichtungslager der Deutschen. Auf der anderen Seite beschwört sie nach dem Krieg auf hymnische Weise Israel - bei ihr sowohl das alttestamentarisch versprochene Land wie der real neu gegründete Staat, was diesen Texten einen äußerst bitteren Beigeschmack gibt, gerade auch weil man nicht recht glauben will, dass eine Dichterin, die Flucht, Exil und den Tod vieler Familienmitglieder erlebt hat, sich so verklärend um die Vertreibung der Palästinenser*innen herumlawieren konnte. Israel bleibt in diesen Gedichten eine Utopie, die paradiesisch anmutet. Aus dem Kontext der anderen Gedichte, die eine der frühesten poetischen Auseinandersetzungen mit dem Genozid am jüdischen Volk sind, lässt sich aber erhoffen, dass Nelly Sachs, lebte sie heute, mit Schrecken auf das blicken würde, was der Staat, auf den sie so viel Hoffnung setzte, verbricht. Auf rein technisch-literarischer Ebene sind die Gedichte großteils umwerfend schön gebaut. Das zeigt Hilde Domin in ihrem famosen Nachwort auch toll, das ich als Vorwort gelesen und als sehr hilfreich empfunden habe. Nelly Sachs' Gedichte erinnern teilweise an die der großen Else Lasker-Schüler, sind aber, laut Domin, vor allem beeinflusst durch die Übersetzung moderner schwedischer Lyrik, die Nelly Sachs im Exil produziert hat. Dass Sachs heute beinahe nicht mehr gelesen wird, ist erstaunlich und schade.
"Protetti sono gli amanti sotto il cielo murato. Un elemento misterioso gli dà il fiato e fanno vivere le pietre e tutto ciò che cresce trova ormai una patria solo in loro.
Protetti sono gli amanti e solo per loro gli usignoli continuano a cantare e non sono morti nella sordità e le quiete leggende del bosco, i caprioli, soffrono per loro in mansuetudine –
Protetti sono gli amanti, vedono il dolore nascosto del tramonto sanguinare sul ramo di un salice – e di notte si esercitano sorridendo alla morte, la quieta morte, con ogni fonte che stilla in nostalgia."
Wybór wierszy urodzonej w Berlinie w zasymilowanej rodzinie niemieckich Żydów (jej ojciec był wynalazcą gutaperki) poetki, której udało się w 1940 roku - w ostatniej chwili przed wysiedleniem do obozu pracy - wyjechać z Niemiec do Szwecji, gdzie pozostała już do końca życia. Udało się to dzięki osobistemu wstawiennictwu Selmy Lagerlöf, z którą Sachs od lat korespondowała. W jej poezji odbija się silnie los Żydów w okresie ich prześladowania przed i w czasie II Wojny Światowej, w tym także jej osobisty dramat - śmierć narzeczonego, jak o nim pisze, który zginął zamęczony w obozie zagłady. Wojenną traumę (prócz ogólnych prześladowań dotykających Żydów, w 1933 była długo przesłuchiwana przez Gestapo) pomagała jej przezwyciężyć mistyka żydowska i chrześcijańska (Księga Zohar, Biblia, Mistrz Eckhart, Böhme, rabbi Nachman, poezja romantyzmu). (...)
grondai così dalla parola: un frammento di notte a braccia spalancate una bilancia solo per soppesare fughe in questo tempo stellare calata nella polvere impressa d'orme. è tardi ormai. ciò che è lieve mi lascia e ciò che è greve già vanno via le spalle come nubi braccia e mani libere nel gesto. molto scuro è sempre il colore del ricordo. mi riprende così la notte in suo possesso.