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Das Kubaspanisch: Lexikalische Entwicklung seit der Revolution und ihre deutschen Entsprechungen (Hispano-Americana)

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Ziel ist, die Wortschatzentwicklungstendenzen im Kubaspanisch seit 1959 exemplarisch zu erfassen, das Verständnis des sprachlichen Gebrauchs in der Literatur, im Film und Theater Kubas zu erleichtern und die Rolle afrikanischer Religionen bei der Lexikbereicherung sowie ihren Stellenwert im kubanischen Leben aktualisierend zu beleuchten. Auch soll ein Einblick in die Übersetzungsprobleme sowie Wiedergabemöglichkeiten kubaspanischen Wortschatzes ins Deutsche gegeben werden. Methoden dazu sind die Erstellung eines Korpus, die begriffliche Erklärung der darin enthaltenen Termini und der Paralleltextvergleich zur Feststellung von zwischensprachlicher Äquivalenz. Wesentliche Ergebnisse sind ein einsprachiges und ein zweisprachiges Glossar mit Termini, die in keinem anderen spanisch-deutschen Wörterbuch bzw. unzureichend aufgenommen wurden oder deren aktuelle Bedeutung nicht registriert worden ist, sowie die zweisprachige Sammlung der häufig benutzten afrikanischen Wörter und Wendungen.

244 pages, Paperback

First published June 20, 2002

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Profile Image for Nikos.
65 reviews14 followers
May 6, 2026
Ich habe ehrlich gesagt nicht die nötigen Kenntnisse, um eine Doktorarbeit aus der Linguistik fundiert zu bewerten. Als Laie kommt man stellenweise ganz gut mit, verliert in einigen Kapiteln aber auch schnell den Anschluss. Interessant war es trotzdem durchgehend!

Den lexikographischen Korpus im Anhang habe ich natürlich nicht Seite für Seite und Wort für Wort gelesen – dafür bin ich dann doch zu wenig autistisch. Aber hier einige meiner Favoriten. Einige davon durfte ich neu dazulernen, bei anderen hab ich mich gefreut sie wiederzuentdecken.

alcoholitero/-a: jemand, der schlechten Schnaps trinkt
autoabastecimiento: Bereitstellung des für die Ernährung Notwendigen unter Verwendung eigener Mittel
caballerosidad proletaria: „proletarische Ritterlichkeit“ (moralisch hochkorrektes Verhalten; Abgrenzung zur bürgerlichen Ritterlichkeit)
cederista: Mitglied eines Nachbarschaftskomitees zur Verteidigung der Revolution
comecaca: „Scheißefresser“
frutabomba: Papaya
gorkiano/-a: Schüler:in am Sprachinstitut Maxim Gorki
guagua: Omnibus
MacCastro: Hamburgerbude
makarenko: Absolvent:in des pädagogischen Instituts Antón Makarenko
militonto/-a: despektierliche Form von „militante“ (Parteimitglied); „tonto“ = „dumm“
osorbo: Pech habend sein
palestino: Emigrant:innen aus dem Osten Kubas in die Hauptstadt
posada: Stundenhotel
reunionismo: sinnloses Konferieren
(Immer dann, wenn man nach einer Videokonferenz denkt „Das hätte eine Mail sein können“.)
reunionista: jemand, der solche sinnlosen Treffen organisiert
ropavieja: leckeres Schweinefleischgericht; wörtlich „Altkleider“
yayabero/-a: Bezeichnung für Menschen aus Sancti Spíritus
yumurino/-a: Bezeichnung für Menschen aus Matanzas



Man merkt dem Werk dann doch sein Alter irgendwo an, insbesondere wenn man mit der Entwicklung des Landes aus den letzten paar Jahren ganz gut vertraut ist. Insofern nützt das Buch aber auch als eine Art Zeitkapsel des Kubaspanischen der 90er Jahre.
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