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The Crown: A Tale of Sir Gawein and King Arthur's Court

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Modern English translation of 13th Century german text.

335 pages, Hardcover

First published January 1, 1230

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Heinrich von dem Türlin

9 books1 follower

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Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for Neil.
293 reviews57 followers
September 22, 2013
Heinrich von dem Türlin's Diu Crône dates from around 1220, is written in the Austro-Bavarian dialect and is preserved in one 14th century manuscript. Heinrich's aim in producing Diu Crône was to compose the greatest medieval romance of the time by stringing together various elements from Arthurian tradition and combining them into what is Germany's longest medieval Arthurian work.

Heinrich makes Sir Gawain the main hero of the poem and tells the story of the grail quest but unlike Wolfram's versions of the story where Parzival is the finder of the grail, this version presents Gawain as the achiever of the mysterious object. Scattered throughout the work are various other tales that are set in the context of the Arthurian court such as the appearance in one episode of the Schwan Ritter.

The book is given an excellent translation by J. W. Thomas and a short introduction to scholarly disputes on the work.
Profile Image for EuleAnnalena.
284 reviews
May 16, 2022
(Vorsicht, es folgt eine sehr unwissenschaftliche Rezension, rein über mein Lesevergnügen...oder Missvergnügen)

Also, dieser Text ist absolut irritierend. Was ihn ja fast schon wieder spannend macht.
Der Autor behauptet die besten Geschichten über Gawein wie Edelsteine zusammengesammelt zu haben, um damit seine "Crône" zu schmieden. Tja, es ist zumindest eine lange Anreihung vieler Geschichten über Gawein...ob das jetzt so gutes Schmiedewerk war, sei mal dahingestellt. Es machte es zumindest sehr anstrengend zu lesen, besonders weil mir oft Zusammenhang und Erklärung der einzelnen Aventüren völlig gefehlt hat. (Wie gesagt: dies ist keine literaturwissenschaftliche Rezension!) Der Autor würde nun wohl sagen: Ich bin wie der Hahn, der einen Edelstein auf einem Misthaufen gefunden hat und damit nichts anzufangen weiß. Aber dann ist das halt so.

Diu Crone wirkt, als wäre sie einfach aus zig Quellen zusammengebastelt. Als hätte der Autor sich das genommen, was er am meisten mochte und einfach zusammengestückelt (ein paar übergreifende Themen gibt es sehr wohl, aber dafür kann man sicher in die Forschungsliteratur schauen, siehe Anmerkung oben). Den Parzival mochte der Autor wohl überhaupt nicht. Zumindest die Figur (wie oft darauf hingewiesen wird, wie viel Schande Parzival auf sich geladen hat, weiß ich schon gar nicht mehr; manchmal übrigens ohne Kontext... eventuell mag ich den Parzival von Wolfram von Eschenbach sehr gerne, was mich wiederum eher gegen Heinrich von dem Türlin verstimmt; ich frage mich, wie das früher so aufgenommen worden ist? Hier fände ich die Rezeptionsgeschichte spannend.) Zumindest wirkt es, als wenn er für ein großes Stück, den Gaweinteil aus dem Parzivalstoff mit einigen Abänderungen kopiert - und dann die Erlösung der Gralsgeschichte einfach hintendranpappt.
(Manchmal hatte ich auch das Gefühl, der Autor versucht, möglichst fantastisch und schockierend zu schreiben: von den absurdesten übernatürlichen Elementen zu einer fast schon sehr graphischen Vergewaltigungsszene; auch dies ist mir aufgrund der schieren Häufung dieses "Schockfaktors" eher sauer aufgestoßen)

Ab und zu gab es Stellen, die mich unabsichtlich zum Lachen gebracht haben. Insgesamt fand ich es beim Lesen jedoch eher frustrierend, von einer Geschichte in die nächste zu stolpern...
Wie gesagt: habe noch keinerlei Ahnung von der Forschung zu diesem Text, bin mal gespannt, aber ich bleibe doch lieber bei den Artusromanen, die mir bisher ans Herz gewachsen sind - wie den Parzival, mit dem Herr Heinrich hier wohl ein Hühnchen zu rupfen hatte...
Profile Image for jules .
88 reviews2 followers
July 13, 2026
Du glaubst, dass du mit Erec, Iwein und Parzival die Créme de la Créme der deutschsprachigen Artusliteratur des Mittelalters kennst? Pah, denkste! Dann schau dir mal diesen Brummer an! Da können die einpacken.
Du fragst dich jetzt vermutlich: "Hä, was soll mir Heinrich denn erzählen, was ich aber nicht ohnehin schon kenne?" Schnall dich an, ich erzähl's dir.

"Anfangen wird es ja wohl mit einer Fete zu Pfingsten oder?"
Fast. Nachdem Heinrich im Prolog sein Vorhaben verifizieren will (er schreibt natürlich den besten Artusroman aller Zeiten), erhalten wir endlich einmal einen kleinen, aber feinen Einblick in die Enfances von Artus. Dieser leidet nach dem Tod seines Vaters Utherpendragon an Daddy Issues und muss mit der ungewohnten und fremdverschuldeten Verantwortung als Herrscher klarkommen. Mensch, er ist doch auch nur ein Kind. Seine Mutter Igerna turtelt dann erst einmal mit Gansguoter, einem mächtigen und später noch wichtig werdenden Zauberer, rum, sodass Artus von Frau Sælde unter die Fittiche genommen wird. Ohne gemein sein zu wollen: Artus wird zum Kuckuckskind!

"Wow, also ist Artus jetzt mal der Protagonist? Das find ich ja toll!"
Du, also, ich hasse es die Überbringerin schlechter Nachrichten zu sein, aber: Nein. Oder eher: Jein. Ein bisschen Hoffnung gibt es.
Bei der Crône handelt es sich um einen sogenannten Gawaniden Roman. Dementsprechend ist Gawein, der beste Artusritter wo gibt™, der Protagonist der Erzählung. Trotzdem gibt es gerade im ersten Drittel des Romans eine duale Perspektivierung, sodass wir sowohl erfahren, was bei Artus als auch Gawein vonstatten geht. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen, da so vor allem mal Artus an Kontur gewonnen hat, bleibt er doch sonst eher der sich im Hintergrund befindende Ja-Sager. Gerade seine Schimpftiraden auf Keie waren schön zu lesen, da er hier eben nicht nur der König ist, der sich alles gefallen lässt.
Meine Lieblingsstelle mit ihm war aber die nächtliche Verfolgungsjagd auf Ginovers angeblichen (!) Nebenbuhler Gasoein, zusammen mit seinen Buddies. Das hätte genauso gut eine zeigenössische Situation sein können, in der ein unsicherer Typ davon Wind bekommt, dass jemand ein Auge auf seine Perle geworfen hat und er sich deswegen seine Kumpels schnappt, um eben diesen jemand auszukundschaften und ihm aufzulauern. Fand ich schon auch sehr lustig.

Apropos Komik. Was war das für ein herrlich ulkiger Artusroman? Situationen wie die mit dem stoischen Minneritter Gasoein (ich hasse ihn trotzdem), aber vor allem die Tugendproben waren so unterhaltsam zu lesen und da hat sich Heinrich bei seiner Konzeption bestimmt auch das ein oder andere Mal ins Fäustchen gelacht. Ich warte jetzt sehnsüchtigst auf einen Aufsatz über die Komik in der Crône von einer gewissen Person, die das hier aber nie lesen wird.

"Ähm... Komm mal zum Punkt! Wieso sollte ich jetzt ausgerechnet die Crône lesen?"
Ja, ja, ja, immer mit der Ruhe!
Wie schon gesagt, zeichnet sich die Crône vor allem durch ihre Transformation der in der Artustradition schon bekannten Figuren und Stoffe aus. Der Star der Crône ist eindeutig Keie. An der einen Stelle scharfzüngig, parodistisch und vorlaut wie eh und je, wird er an anderen Stellen zu einem emotionalem Wrack und DEM Laudator und Groupie Gaweins überhaupt (obwohl wir doch alle schon verstanden haben, wie krass Gawein ist), glaubt er doch, dass dieser gestorben ist.
Ein Highlight wäre etwa direkt zu Beginn während des Hoffestes an Weihnachten, wenn ein schuppiger Gefährte seinen Weg zum Artushof findet und Keie sich in den Kopf setzt, gegen diesen zu tjostieren. Der ist doch so schmächtig und sieht noch aus wie ein Kind. Ein Kind, das wie ein Fisch aussieht, aber das wäre doch gelacht, wenn das nicht klappt! Spoilerwarnung: Es klappt überraschenderweise nicht und Keie landet im hohen Bogen auf seinem Hosenboden.
Hat (der Crône) Keie 1000 Fans bin ich eine davon. Hat er 100 Fans, bin ich dabei. Ist nur noch eine Person Fan von ihm, dann werde ich das sein. Sollte es irgendwann keine Fans mehr von ihm geben, so habe ich das Zeitliche gesegnet. Jetzt ist es raus. Loud and proud.

Sollte Keie aus unerklärlichen Gründen noch nicht überzeugend genug gewesen sein, dann lockt die Crône bestimmt die Fantasy-Begeisterten. Frodo, Daenerys, Geralt? Nie von denen gehört. Was machen die so? Also in der Crône bekommt man alles, was man sich von einer guten Fantasy-Erzählung erhofft: Spannende (aber bei aller Liebe doch auch mal antiklimatische) Zweikämpfe gegen übermenschliche Gegner und Drachen, mehrere von Intrigen begleitete Liebesgeschichten/Beziehungsgeflechte, kameradschaftlichen Zusammenhalt im Abenteuer oder auf der Quest und magische-mythische Rätselhaftigkeiten, die sich jenseits jeglicher Kausalitäten befinden. Von fantastischen Betten inmitten von tödlichen Kriegskonstruktionen oder mit zauberhaften Schwertern, über ein seltsames Dreihorn mit einer greisen Reiterin bis hin zu Rittern, die gegen schwebende Waffen kämpfen (und verlieren), ist alles dabei. Um hier nur einen ganz schmalen Teil zu nennen, den das Fantasyherz so begehren könnte. Aber alles soll hier noch nicht vorweggenommen werden ;). Wo bleibt sonst der Spaß?

Das soll aber nur ein kleiner und demütiger Vorgeschmack dieses Mammutwerkes sein. 30.000 Verse sind schon eine Hausnummer und es braucht Durchhaltevermögen. Es lohnt sich allerdings sich durch die zig Figurennamen und -kataloge und die befremdlichen sowie konfusen Wunderketten zu kämpfen! Und sei es allein für Stellen wie die von V.19618-19956, ein weiteres Highlight, was es so in der mittelalterlichen Literatur noch nicht gegeben hat.
So, jetzt MUSST du die Erzählung lesen (oder zumindest diese Stelle), wenn du wissen willst, was ich hier meine. Denn ich sage nicht, worum es sich hier handelt :P #IchkannauchCliffhanger #Micdrop
Profile Image for Nicky.
4,138 reviews1,126 followers
December 13, 2010
The Crown is an unusual text, compared to the others I've read, in that it is Sir Gawain who is the greatest knight in the world, and he is also the knight who achieves the grail (although it is a more or less secular treatment of it). It's interesting in its treatment of various of the other characters, and the invention and adaptation of different incidents, such as the tankard and the glove. I'm especially intrigued by the treatment of Kay.

Gawain is literally the life and soul of the court, in Heinrich's The Crown. Worth reading, if you love him, or Kay, or you're interested in the grail legend.

The notes in my pre-owned copy queried the translation on a lot of points, but at least it's readable. Heinrich's narration can be quite amusing, too.
134 reviews
August 4, 2021
This is a translation of the medieval German romance "Diu Crone". Much was made of it by Jessie Weston in From Ritual to Romance but it is sadly forgotten, overshadowed by the near-contemporary Parzival. It is well worth the time of anyone with an interest in Arthurian legend, especially those fond of "high strangeness".

Many of the numerous adventures related here will be familar to readers of other Arthurian romances, especially the Grail legends but Heinrich's Arthurian world is also different in many ways from the one we know. Arthur inherits his empire from Uther Pendragon and Ginover (Guinevere) is the most faithful woman at his court. One gets the sense that Heinrich has drawn on some old and otherwise unknown mythology. Many of the female characters are called goddesses and Heinrich and his characters are as likely to invoke the pagan Fortune as the Christian God. (Lest there be any doubt that she is a divinity and not just an abstraction, Gawein encouters Fortune in person.)

The main fault is Heinrich's verbosity, sometimes inserting lengthy comments that serve only to slow the story or to labour descriptions but the construction of this very lengthy romance is excellent, the different stories and plots being skillfully interwoven and balanced. He can be a fabulously imaginative writer too. Some surreal scenes are the equal of Hieronymus Bosch or the early songs of Bob Dylan. He can also conjure a scene in just a few words and imbue it with a sense of wonder. How about this:
"For twelve days, the knights followed a road of which they had never heard, until they came at last to a forsaken landing jutting out into a lake that surrounded them in equal measure on both sides. Here the road ended; no other could be seen in either direction and there was no ferry; it was as if no one ever came here."



Profile Image for Sophie Brinkschulte.
2 reviews
June 30, 2026
Von der Forschung lange als „nachklassisch“ eingeordnet und scheinbar auch bei Zeitgenoss*innen nicht sehr beliebt, fokussiert sich dieser Artusroman auf Gawein als Gralserlöser.
Beim Lesen ist es unfassbar schwierig, einen Überblick über Figurenkonstellationen und den größeren Handlungszusammenhang zu behalten, was nicht nur seiner Länge geschuldet ist, sondern auch der Fülle an Ereignissen, deren Motivation (final? kausal?) sich auch am Schluss nicht immer erschließt. Auch, wer nun wirklich die Hauptfigur darstellt, ist nicht immer klar; vor Allem am Anfang, wenn die Handlungsstränge Gawein - Artus nebeneinander laufen.

Ich hatte wirklich Spaß beim Lesen, vor Allem, wenn es um Kay ging, der hier im Vergleich zu anderen Artusromanen doch komplexer konzipiert wird.
Die „Wunderketten“, wie der Übersetzer sie eingeordnet hat, haben auch einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, da man bei ihrem Lesen auch als heutige*r Leser*in noch immer den Grusel, das Unheimliche darin nachempfinden kann. Die endlos langen Aufzählungen hätte es für mich nicht gebraucht, ebenso die unzähligen, teils verworrenen und allegorisch anmutenden Erzählerkommentare, vor Allem, wenn er meint, etwas schlaues zu den „frowen“ sagen zu müssen.

All in All fun und interesting, wenn man sich Zeit nimmt.
168 reviews9 followers
March 8, 2020
Diu Krone was a wild ride from start to finish. I’m not adopting every aspect of it into my personal canon, but you know what, Guinevere didn’t cheat, Igraine got married to a cool guy in her latter years, Gawain brought peace and good fortune to the realm, I’m happy.
23 reviews
July 11, 2026
Meine Güte. Viel, voll, anstrengend.. Viel. Vor allem mit einem Essay im Nacken und dem kommenden Artustext auf dem Fuße. Durchaus interessant, ist es doch ein 30000 Verse umfassendes Gesamtkunstwerk, das uns die Kunst des Erzählens näher bringt. Ein Lehrstück, dass wohl sehr fruchten wird.
Profile Image for BookVoyage.
79 reviews22 followers
April 2, 2018
Ein gutes und (einigermaßen) spannendes mittelalterliches Buch. Habe schlimmere gelesen. Dagegen hat mich dieses wirklich gut unterhalten!
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