Generalstabsoberst Rudolf von Eichthal stammt aus einer ursprünglich bayerischen freiherrlichen Familie.
Nach Absolvierung der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt und der Kriegsschule in Wien war Eichthal 1914/15 Generalstabschef der von ihm mitgegründeten Tiroler Landesverteidigung, im weiteren Verlauf des 1. Weltkriegs Oberstleutnant, Divisions- und Korpsgeneralstabschef an der italienischen, russischen und an der Balkan-Front. Nach dem Ende der Österreichisch-ungarischen Monarchie und der k.u.k. Armee wurde Eichthal 1919 als Trompeter Mitglied des „Bühnenorchesters der Bundestheater“; er gründete und leitete mehrere Jahre den „Trompeterchor der Stadt Wien“.
In diesen Jahren als Berufsmusiker begann Eichthal seine schriftstellerische Tätigkeit. 1928 erschien sein erster Roman. Es folgten mehr als 20 Werke in mehr als einer Million Exemplaren. Seine neun Romane und die zahlreichen Novellen und Kurzgeschichten behandeln ausnahmslos altösterreichische Stoffe und spielen fast durchwegs auf dem Gebiet der einstigen Monarchie.
Während der Nazi-Diktatur war die Familie von Eichthal massiven Repressalien ausgesetzt. Viele Familienmitglieder emigrierten in die USA. Die von Eichthal sind im Mannesstamm erloschen.