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Höhlenwelt-Saga #1

Die Bruderschaft von Yoor

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Die junge Leandra lebt in der Höhlenwelt, einem Ort, der sich viele Meilen im Inneren einer von Magie durchdrungenen Welt befindet. Kurz vor ihrer Aufnahme in die Magiergilde wird sie an einem verbotenen Ort Zeugin eines Mordes, der von geheimnisvollen Kuttenträgern verübt wird. Leandras alter Mentor Munuel fürchtet, dass viel mehr hinter dieser Tat steckt, als es den Anschein hat. Denn vor Tausenden von Jahren wütete finstere Magie auf der Höhlenwelt, zerstörte Reiche und kostete unzählige Opfer. Leandra schließt sich Munuel an, als er zum Ordenshaus der Gilde in die Hauptstadt Salvagor reist. Für die junge und unerfahrene Frau verspricht dies das große Abenteuer zu werden. Aber plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Ereignisse. Denn die Bruderschaft von Yoor ist auferstanden und will mithilfe ihrer bösen Magie die Herrschaft über die Höhlenwelt an sich reißen. Musste man noch vor wenigen Jahren in der Fantasy deutsche Autoren mit der Lupe suchen, hat sich das doch sehr verändert. Neben Serien wie Das Schwarze Auge erscheinen auch immer mehr Originalromane. Harald Evers legt nun direkt eine Trilogie vor, die Saga von der Höhlenwelt. Das Besondere an diesem Roman ist sicherlich das Konzept der unterirdischen Welt. Das ist originell und macht neugierig auf die Folgebände, da viele Fragen -- vor allem im Zusammenhang mit der Höhlenwelt -- offen bleiben. Und so präsentiert sich dem Leser ein Roman, dessen Handlung zwar durchaus bekannten Mustern folgt, der aber mit viel Liebe zum Detail und auf hohem erzählerischen Niveau geschrieben ist. Die Schilderung der Heldin Leandra, die vom naiven Mädchen vom Lande zur selbstbewussten Frau wird, ist vielschichtig und gelungen. Ein guter Auftaktband zu einer Trilogie, die auch vom Umfang her mit der angloamerikanischen Konkurrenz mithalten kann. --Andreas Decker

797 pages, Paperback

First published August 9, 2004

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About the author

Harald Evers

15 books2 followers
Harald „Harry“ Evers wurde 1957 in München geboren und starb am 30. November 2006 in Kirchdorf. Sein ganzes Leben beschäftigten ihn Mythen, Sagen und Geschichten, meist um Protagonisten, die auf der Suche waren, von Selbstzweifeln geplagt wurden, oder gegen besondere Widerstände anzukämpfen hatten.

Harald Evers schrieb gern und er schrieb viel. Aber er war auch Musiker – spielte Schlagzeug in einer Band und komponierte seine eigene Gamemusik. Sein Weg zum veröffentlichten Autor führte ihn aber zunächst über die Gameindustrie, in welcher er als Vorreiter der deutschen Gameszene reüssierte. Seine Textadventures „Hexuma“ und „Das Stundenglas“ gehören zu den herausragenden Vertretern dieses frühen Genres. Aus dem Adventure „Die Kathedrale“ entstand später sein erster Roman gleichen Titels. Mit Zehn ein Fan der Heftserie „Perry Rhodan“ ging als Erwachsener sein Herzenswunsch in Erfüllung: Mitglied des Autorenteams zu sein. Lange konnte er das nicht genießen.

Sein Graphic Adventure „Die Höhlenwelt“ sowie seine Lokalisierungen zweier Funcom Adventures zementierten seinen Ruf als einer der wenigen Experten für Computergames in dieser Ära. In den neunzigern arbeitete er an einer 3D-Umsetzung der Höhlenwelt, zusammen mit oP group Germany, verzichtete später aber darauf zugunsten der Romanfassung.

„Die Höhlenwelt Saga“ ist Evers‘ Hauptwerk, sein Opus Magnum, welches er leider nicht mehr fertigstellen konnte. Acht Bände konnte er verwirklichen, die letzten drei versagte ihm das Leben selbst.

Der Protagonist „Eric“ im Höhlenwelt Adventure ist eine Hommage an seinen eigenen Sohn Erik. Haralds sehnlicher Wunsch nach einer harmonischen Beziehung zu einer Frau spiegelt sich stark in seinen Werken wieder. In den letzten Jahren wurde ihm dieser Wunsch mit der Partnerin Beatrix erfüllt.

Harald Evers war ein äußerst humorvoller Mensch. Dabei war sein Humor oft trocken und pointiert. Harry lachte gern und viel, er war kein Sauertopf, eher das exakte Gegenteil. Er konnte jedoch auch extrem wütend werden und hatte durchaus ein cholerisches Temperament. Wenn ein Autofahrer ihn auf riskante Weise schnitt, konnte es vorkommen, dass Harry zuhause noch wütend auf den Boden stampfte, so dass man Angst um den Dielenboden bekam. Auch Aschenbecher, die er eigentlich nie benutzte, da er nicht rauchte, mussten besonders gepanzert sein, da sie öfter mal durch die Gegend flogen.

Harald genoss zu Lebzeiten seinen Ruhm und pflegte gerne einen ironischen Personenkult. Dem Autor dieser Zeilen schickte er mal per Post ein honoriges Geschenk: sein uraltes versifftes, versautes, verkritzeltes und verschrumpeltes Mousepad als überaus großzügige Geste. Denn dieses Mousepad hatte ja schließlich Geschichte geschrieben. Man hätte es auch für einen makabren Scherz halten können, doch Harald meinte das absolut ernst.

Haralds letztes Romanprojekt (neben der Finalisierung seiner Höhlenwelt Saga) war ein Vatikanthriller.

Harald Evers war, wenigstens in seinen letzten Lebensjahren, durchaus sportlich. Er war Teil eines ambitionierten Freizeit Volleyball Teams. Diese Tätigkeit übte er auch dann noch regelmäßig aus, als er aufgrund eines Herzinfarkts bereits drei Stents in den Adern hatte. Wahrscheinlich wurde ihm das zum Verhängnis.

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121 reviews
April 29, 2024
Dieses Buch hatte ich auf einem Ausflug angefangen zu lesen, als ich ein Teenager war. Damals erschien die Geschichte fantastisch und mysteriös.

Vor einem Jahr habe ich dann die E-Book-Reihe gekauft, um die Geschichte endlich zu Ende zu lesen.

Man muss hier berücksichtigen, dass die Bücher aus 2001 stammen und entsprechen schon ein älterer Fantasy-Jahrgang sind. Der Autor Harald Evers ist 2016 verstorben.
Nichtsdestotrotz hat es mich zunehmend irritiert, dass Leandra, unsere Protagonistin, sich bei jeder Gelegenheit entblößte - ob gewollt oder als Teil der "Aufgaben", sei dahingestellt. Sie liiert sich mit einer Mitgefangenen, an die sie im Nachhinein vielleicht ein oder zweimal denkt, aber das war es auch schon.

Desweiteren erschien sie mit fortschreitendem Plott immer oberflächlicher zu denken. Als bestes Beispiel: Sie rekrutierte einen Hühnen von einem Mann als Krieger für ihre Sache, weil sie ihn unglaublich attraktiv und seinen Zweihänder imposant fand... Es gab keinerlei Beweis seiner Stärke oder des strategischen Geschicks, über welche er verfügen sollte.

Die männlichen Mitglieder der Truppe scheinen alle entweder auf Leandras Zuneigung (und Körper unter ihrem) zu hoffen, oder sind auf andere junge Damen fixiert. Selbst ihr Mentor lässt durch die Blume erkennen, dass er Leandra einst begehrte und bloß schwerlich davon loskam - weil er eine ihrer Mitgefangenen nackt sieht und sich sofort verguckt...

Das Ende des ersten Bandes ist regelrecht ernüchternd knapp. Charaktere, die die Queste von Anbeginn begleitet haben, werden innerhalb eines einzigen Nebensatzes für tot erklärt, und sämtliche Helfer versprengen sich ohne große Reden in die vier Winde. Von anderen Begleitern wird nicht einmal mehr gesprochen, und die Dinge, wegen welchen die Reise überhaupt angetreten wurde, finden keinerlei Erwähnung mehr.

Ja, ich habe alle Bücher gekauft, weil meine Erwartungen groß waren. In meiner Erinnerung schien die Geschichte mehr zu liefern, als die Realität nach über 16 Jahren. Ich bin nicht sicher, ob ich weiterlesen werde.
Profile Image for Verena Hoch.
193 reviews22 followers
November 21, 2021
Auf diese Serie bin ich über ein Challenge aufmerksam geworden. Vorher war mir Harald Evers überhaupt kein Begriff. Der erste Band hat mir sehr gut gefallen. Es ist eine interessante Welt, wobei ich mir sie noch nicht so richtig vorstellen kann. Diese Höhlenwelt mit Drachen und anderen Geschöpfen. Man merkt das die Geschichte erst anfängt und das es wohl noch viel zu erzählen gibt bei 8 Bänden.... Ich werde auf jeden Fall weiter lesen.
Profile Image for Semjon.
766 reviews506 followers
February 13, 2017
Mich hatte die Geschichte sofort gefangen genommen. Der Auftaktband habe ich regelrecht verschlungen. Vor allem die von Evers geschaffene Höhlenwelt ist faszinierend und man ahnt, dass sich viele Geheimnisse dahinter verbergen werden. Die Charakter sind gut dargestellt und der Scheibstil ist äußerst angenehm. Der Auftakt zu einer großen Serie. Mit das Beste, was ich an deutscher Fantasy bislang gelesen habe.
Profile Image for Marie-Luise.
470 reviews1 follower
January 12, 2014
The style of writing is not my thing and the main character seems rather flawed. But there are elements in the characters and plot that makes you want to see what happens next...
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