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Ein Sportstück

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Die Büchner-Preisträgerin stellt in ihrem provozierenden Stück Massenphänomene von heute bloß: den Sport, die Hooligans, die Bürgerkriege. Sieger und Besiegte im Sport wie im Krieg. Die Soldaten treten in Jeans und Baseballkappen auf, und die griechischen Chöre, adidas, Reebok oder Nike an den Füßen, geben dem Publikum die letzten Sportergebnisse bekannt. In der Sportbekleidung feiert die Uniform ihre Triumphe.

187 pages, Paperback

First published January 1, 1998

14 people are currently reading
176 people want to read

About the author

Elfriede Jelinek

163 books1,117 followers
Elfriede Jelinek is an Austrian playwright and novelist, best known for her novel, The Piano Teacher.

She was awarded the Nobel Prize in Literature in 2004 for her "musical flow of voices and counter-voices in novels and plays that, with extraordinary linguistic zeal, reveal the absurdity of society's clichés and their subjugating power."

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16 (14%)
Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Dridge.
170 reviews1 follower
April 3, 2015
Kennt ihr solche Leute? Es gab doch sicher auf jeder Schule irgendwelche „Dichter“, die sich viel auf ihren achso avantgardistischen Geschmack einbilden, weil sie Jazz anstatt Rock hören, Wein statt Cola(-Bier) trinken und in irgendwelchen abgehalfterten Kneipen eigenhändige „Lesungen“ organisieren, auf denen sie ihre seltsamen Texte vorlesen. Dabei handelt es sich natürlich meistens um „Gedichte“ ohne Reime, Versbau oder Metrik (das System dahinter verstehen sie überhaupt nicht), „aber ist ja auch egal“; Im Mittelpunkt stehen geschwurbelte, unzusammenhängende Aussagen, Bilder und Metaphern hinter denen natürlich eine ganz profunde Bedeutung steckt, für die die aber der ungeschulte Gemeinleser natürlich bloß zu dämlich ist, um sie zu finden. (Insgeheim überlassen sie aber einfach selber dem Leser/Hörer die Arbeit, eine Botschaft zu erzeugen.) Kennt ihr solche Leute?
Ich müsste also eigentlich Elfriede Jelinek aufs Abgrundtiefste hassen, machen ihre Texte doch genau den gleichen Eindruck wie die eben von mir beschriebene „Literatur“. Mit dem einzigen, aber sehr bedeutenden Unterschied: Jelineks Texte sind tatsächlich schlau.
Das macht das Lesen natürlich trotzdem nicht spaßig, ganz und gar nicht. Die Frage bei der Bewertung sollte also sein, zeigen 3 Sterne an „Ich mag es“ oder „Ich mochte es“? Denn gemocht habe ich es überhaupt nicht, der Leseprozess ist anstrengend, nervig und unerfreulich. Im Darübernachdenken kommt man aber irgendwie nicht an den Worten „genial“ herum.
Denn hier steckt wirklich viel drin, das muss man ihr einfach lassen. Vieles ist mir sicherlich auch einfach entgangen, weil ich zu dumm war, nicht aufmerksam genug, mich nicht ausreichend mit den referenzierten Tatsachen auskenne etc. Aber das ist nun einmal der Unterschied - Hier wurde sich tatsächlich etwas dabei gedacht und das merkt man ständig. Man merkt auch, dass sie tatsächlich ihr Genre mag, gerne Texte wie „Die Hamletmaschine“ liest und nicht einfach nur irgendwas hinschwurbelt. Und noch dazu ist „Ein Sportstück“ sprachlich teilweise richtig, richtig gut. Außerdem sind einige Stellen tatsächlich sogar ganz schön witzig, was durch die bedrückende, konfuse und mental geschädigte Stimmung aber gerne mal untergeht.
Auch wenn mir ihre Texte ästhetisch überhaupt nicht zusagen, muss ich einfach davor Respekt haben, dass sie schon seit zig Jahren ihr Ding macht, die Leser in eine Welt schickt, die absolut einzigartig und geisteskrank ist, zudem bewusst an ihrer Scheinbiographie und Selbstinzenierung arbeitet, die sie auch noch in ihre eigenen Werke einschreibt, und dazu auch noch Texte verfasst, gegen die Kafka und Heiner Müller ein Spaziergang sind. Man merkt ihr auch immer durchaus an, dass sie sich mit Literaturtheorie befasst und explizit versucht, Grenzen auszureizen; Nicht nur von der Gattung Drama, sondern auch von Literatur und vielleicht sogar von Sprache im Allgemeinen.
Ein verdienter Nobelpreis für diese herrliche Beklopptheit.
Profile Image for Salvatore.
1,146 reviews57 followers
January 19, 2018
The most straightforward of the Jelinek plays I've read. Interesting imagery of sport and war - and even philosophy - all being compared to one another, all so focused on the individual, all so focused on objectification (of men and women). How sport can start and calm war. How philosophy is distant and yet immediate. It almost reads more like an ancient Greek work than a modern piece - well we all know Elfriede loves Euripides.

Perhaps my favourite thing to come from this is something one of Jelinek's directors (at least I think it was a director) said about the text of the author's plays: They're like sourdough starters - some you use, some you give to friends, and some you throw away.

One day I'd like to see a staging.
10 reviews3 followers
August 13, 2025
Groß, gewalttätig, wichtig, wahr. Aber auch ein Wuttanz, der auf der Stelle tritt. Das ist zum einen anstrengend, zum anderen aber künstlerischer Inhalt: keine Entwicklung oder höhere Aussage, nur Wut.
Profile Image for Findus.
8 reviews
February 10, 2026
die zeiten haben sich wohl kaum geändert die toten bleiben tot und die schuldigen am leben und irgendwie wird der körper dann doch institution zwischen steigendem faschismus aufrüstung & gewaltverharmlosung
Profile Image for MacK.
670 reviews227 followers
August 17, 2024
The concept of a post-dramatic play that aims to capture both the beauty of human achievement through sports, and the inanity of our obsession with sports is compelling. In the hands of an excellent and visceral writer like Elfriede Jelinek it has tremendous promise.

It's also just absurdly tough to understand.

In full confession, post-dramatic drama has never really made sense to me: it's prose poey, read aloud with tremendous feeling and intention, balanced by background imagery or foreground action that suggests a theme...but never approaches character or story. A critic I read alongside this play called it "a mass of text shoveled together".

That can provide some curious moments, some penetrating insights, and arouse genuine curiosity...but it's not exactly a rollicking good time. So while I will never come back to this, I can acknowledge it has many intriguing suggestions...if you can figure them out.
Profile Image for binaliest.
66 reviews9 followers
November 24, 2020
nur einzelne teile davon gelesen, ist aber sehr unterhaltsam und smart geschrieben!
auch die „sport als krieg“-idee fand ich sehr ansprechend.
Displaying 1 - 7 of 7 reviews

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