Martin Walser was a German writer. He became famous for describing the conflicts his anti-heroes have in his novels and stories. In 1998 he was awarded the Peace Prize of the German Book Trade in Frankfurt. He was also the father of authors Johanna Walser, Theresia Walser and Alissa Walser.
Lám, a gazdagok és szépek is megvénülnek egyszer, suttogta szakállába Marx egy novemberi délelőtt, és kárörvendőn kaccantott egyet. A Tőkébe viszont elmulasztotta beleírni ezt a megállapítást. De attól még igaz. Karl von Kahn „hetven pluszos” exkluzív befektetési bankár az a fajta ember, aki kamatos kamatot eszik reggelire, befektetési kötvényt ebédel és adóminimalizációs csomagokat vacsorál. Voltaképpen mindene megvan: magabiztos szakmai tudás, a piaci folyamatok tökéletes ismerete, hibátlan fellépés, kifinomult ízlés és számos más gazdag és szép, akit barátjának, üzletfelének, esetleg szeretőjének tekinthet. Ilyen fegyverarzenállal úgy tűnik, semmi sem veszélyeztetheti magas életminőségét. Azaz valami mégis. Az a fránya „hetven plusz”. Az öregedés, ami a halálnál is félelmetesebb. Mert a halál csak kupán vágja az embert, oszt jónapot, de az öregedés előbb meg is kínozza, meg is alázza, szét is csócsálja az embert. Szegény Karl von Kahn, ebből hogy mászol ki? Sehogy.
Walser szövege a nyugati társadalom győzteseit célozza meg. Kemény ítéletet mond róluk, rámutat meztelenségükre, hogy mennyire ki vannak szolgáltatva az időnek. Szenvtelenül vizsgálja őket, akár a bogarakat. Hisz végtére is csak csillogó páncélú bogarak, akikből – ha vége lesz – csak az üres kitinváz marad, mert a húsuk romlandó, mint bárkié. Bőségesen meg van az egész hintve esszébetétekkel, gazdasági eszmefuttatásokkal, a fogyasztói társadalom éles és néha groteszk elemekkel operáló kritikájával, de azért ne várjuk, hogy Walser valami általános tablót rajzoljon korunkról – őt végig, mindenekfelett az egyén érdekli ebben az egészben. Szegény Kahn, akivel most aztán mi lesz. Kahn, aki „...csalódott. Azt remélte, ha megöregszik, fokozott mértékben lesz hajlandó meghalni. Hogy kialakul benne a meghalás képessége. Ebben reménykedett. Hogy az embert már nem érdekli annyira az élet. És most azt éli át, hogy ez nem így van. Közelebb van a halálhoz, mint valaha, de semmivel sincs messzebb az élettől, mint harminc évvel ezelőtt. Az élet még mindig az a dolog, amiből nem lehet elegünk.”
Walsers Hauptfigur, Karl von Kahn, ein unabhängiger Finanzberater, ist in die Jahre gekommen und plötztlich dreht sich für ihn alles nur noch um den Beweis seiner noch immer vorhandenen Männlichkeit. Er betrügt seine Frau, fast möchte man sagen auf systematische Art und Weise, mit jüngeren Frauen, bis sie ihn schliesslich verlässt. Vielleicht muss man ein gewisses Alter haben und ein Mann sein, um sich von Walsers Roman wirklich mitreissen und anstecken zu lassen... .
„Also, warum sind Gedichte das Schönste? – Sie sind die Sprache selbst.“ Solch lyrisch-wundervolle Gedanken, sogar das ein oder andere Gedicht selbst spicken Martin Walsers ANGSTBLÜTE immer mal wieder, sind allerdings eher rar im Gegensatz zum sachlichen, unmelodischen Rest-Ton des Buches. Viel Geschwafel um Philosophien über’s liebe Geld und zahlreiche, in hunderten Details beschriebene Nebencharaktere, die mir aber genauso unsympathisch und unverbunden wie die Protagonisten Karl von Kahn und seine verschiedenen Frauen blieben (und die Handlung nur selten voran trieben). Eine Handlung, an deren roten Faden ich oft rätselte, deren Verlauf und Ziel mir bis zum Schluss nicht klar wurde, eher schien mir der Roman wie ein wahlloser Auszug aus Karls Leben. Anfangs sah es noch so aus, als stelle Karls Freundschaft zu Diego eines der Hauptthemen des Romans dar. Doch diese verblasste schnell hinter Karls zunehmenden Frauengeschichten, die mich leider an das Klischee des alten geilen Mannes erinnerten, der nicht wahrhaben will, dass er altert. Überhaupt schien Walser kein Klischee zu ausgelutscht (vielleicht auch satirisch eingesetzt, aber dafür erschien es mir zu unlustig): Junge, attraktive Frauen, die zu dumm sind, um ihr Leben in den Griff zu kriegen (Joni Jetter); junge, attraktive Frauen, die sich in Hinblick auf Geschlechtsverkehr vulgär ausdrücken (zitiere ich hier lieber nicht); junge, attraktive Frauen, die ernsthaft und ergeben auf doppelt so alte Männer stehen und ein erfolgreiches Dasein nur als deren Anhängsel verwirklichen können (Gundi, Helen). Nicht selten habe ich mich beim Lesen gefragt: Wie viele Frauen sind denn so dumm? Glaubt man Walser, werden Männer mit dem Alter weiser (und natürlich notgeil), Frauen hingegen dümmer und nerviger. Wie gesagt: Sollte es hier ein Augenzwinkern des Autors gegeben haben, habe ich es wohl überlesen. Absichtlich überlesen habe ich hingegen einige der trockenen, zähen Passagen zum Aktienmarkt und auch manchen Teil der mir meist zu langen Dialoge, in denen Männer mit Wissen und Zitaten wettprotzen. Viel historisches und Finanzwissen hat Walser in seinem Roman untergebracht, das einerseits sicherlich beeindruckend daher kommt, aber für meinen Geschmack zu wenig unterhaltsam – Lesefreude wollte da bei mir nur selten aufkommen. Als absolut geistlos empfand ich letztendlich etwa den Dialog zwischen Amadeus Stengl und Gundi in ihrer Talkshow wie auch das (ebenfalls sehr lange) Manuskript zum „Othello-Projekt“. Tja, und was erschien mir gelungen? Der Titel ist ohne Frage sehr treffend und wunderbar mehrdeutig gewählt. Auch Karls Brief an seine Frau Helen gegen Ende resümiert gekonnt alles Vorangegangene. Die FAZ beschrieb dieses Buch als „das hemmungslos romantische Manifest einer aussichtslosen Liebe.“ – Wo im Text genau? In meiner Welt sieht hemmungslose Romantik jedenfalls anders aus und enthält sicherlich keine Kosewörter wie „Fotze“ oder „Fick“. Und was der Protagonist selbst häufig und vorschnell als Liebe benennt, scheint mir dann doch eher Machtliebhaberei und Selbstbestätigung.
Karl von Kahn hat mich an einen Bekannten erinnert, dessen Gesicht ich die ganze Zeit beim Lesen vor mir gesehen habe. Vielleicht hatte er deshalb nie eine Chance, mir sympathisch zu werden. Auch die Kreise, in denen er sich bewegt, haben mich sehr an die meines Bekannten erinnert. Noch ein Minuspunkt. Aber auch ohne das hätte mir Angstblüte nicht gefallen. Ich konnte Karls Gefühle nach der Erkrankung seines Freundes und wie ihn das aus der Bahn wirft, nachvollziehen. Je weiter ich aber im Buch kam, desto mehr hatte ich den Eindruck, als ob er abschweifen würde und das in eine Richtung, die mir nicht gefällt. Vom Anfang des Buchs her hatte ich mir mehr versprochen, deshalb war ich insgesamt enttäuscht.