Ein Blick auf die schöne Unbekannte und schon hat Ron die Verabredung mit seinem Cousin Magus vergessen und folgt ihr durch die Stadt. Doch in der Bibliothek verliert er ihre Spur - oder hat sie ihm mit Shakespeares Romeo und Julia eine Botschaft zuspielen wollen? Sofort beginnt Ron mit der Lektüre und findet sich im selben Augenblick mitten in Verona wieder … Was wie eine romantische Liebesgeschichte beginnt, wird nicht nur für Ron zu einer literarischen Reise durch die Weltliteratur - von Verona in das Russland Puschkins, wo Ron plötzlich nicht mehr nur eine Randfigur ist, sondern in die Rolle Eugen Onegins schlüpfen muss - und weiter zu Cervantes Don Quijote . Schon bald bemerkt Ron, dass er nicht der einzige Wanderer zwischen den Bücherwelten ist. Doch der Ausweg bleibt verschlossen und die Ereignisse mysteriös. Ist die schöne Rosalia der Schlüssel zu diesem Geheimnis? Und welche Rolle spielt der heimlich in seine Nachbarin Charlotte verliebte Magus, der die eigenen Gefühle stets hinter seiner Kunst versteckt? Immer fließender werden die Grenzen zwischen Lesen und Erleben. Und immer stärker rückt die existentielle Frage in den Vordergrund, wo zwischen Realität und Fiktion jeder einzelne seine eigene Wirklichkeit (er-)findet.
Im Grunde war es eine schöne Liebesgeschichte, die sich teilweise ganz schön in die Länge zog, aber auch eine unerwartete Wendung im letzten Drittel bereit hielt. Ich hatte mit dem Buch angefangen und fand es aber sehr schnell ziemlich langweilig, irgendwann gab ich es noch einmal eine Chance und es hat sich gelohnt. Daher die 3 Sterne.
Kurz zum Inhalt Ron ist neu in der Stadt, als er auf dem Weg zu einem Treffen mit seinem Cousin Magus eine geheimnisvolle Unbekannte trifft. Er beschließt, ihr zu folgen. In der Bibliothek verschwindet die Frau plötzlich und lässt nur eine Lektüre zurück - Romeo und Julia. Ron nimmt das Buch mit und als er Zuhause anfängt, es zu lesen, findet er sich plötzlich im italienischen Verona wieder, dem Schauplatz seiner Lektüre...
Meine Meinung Diesen Roman habe ich auf der LBM 2018 entdeckt und bin direkt mit dem Acabus Verlag in Kontakt gekommen. Nach kurzer Zeit kam dann mein Leseexemplar an. Ich war schon sehr gespannt, da ich Romane, in denen die Protagonisten in andere Romane 'springen' immer sehr interessant finde. Leider wurden meine Erwartungen nicht vollkommen erfüllt. Natürlich habe ich auch Gutes in dem Buch gefunden, was ich als Erstes ansprechen möchte. Der Wortschatz war wirklich sehr groß und wirkte eloquent. Die Sprache hat mich im ersten Teil, in Shakespeares Verona von 'Romeo und Julia' fasziniert. So angepasst und gut - perfekt getroffen. Auch die Kulisse wurde treffend wiedergegeben. Den ersten Teil habe ich dadurch sehr genossen. Ich war gefesselt und neugierig, welche literarische Welt ich als nächstes erkunden darf. In Teil Zwei ging es dann in ein Werk von Puschkin. Dieser hat mich absolut ausgebremst. Die eh schon recht langen Monologe wurden hier immer länger. Dazu noch die, naja, teilnahmelose Haltung, die unser Protagonist durch Eugen Onegin bekam, half dann auch nicht. Der Verlauf war sehr zäh, wodurch ich ab hier angefangen habe zu kämpfen. Im Allgemeinen empfinde ich es als abwechslungsreich, wenn die Erzählperspektive mal allwissend ist. Das kann spannungsfördernd sein. Doch auch dies hat mich bei dem Roman 'Die Buchwanderer' ausgebremst. Teilweise war ich während des Lesens verwirrt, was genau jetzt Sache ist und was es mit den Buchwanderern auf sich hat. Ich muss gestehen: Ich habe etwas anderes erwartet, was natürlich nicht schlecht ist, aber es wurde mir dann doch etwas zu kompliziert...Der Roman bekommt letztendlich ★★✯☆☆ von 5 Sternen von mir.
Klappentext Ein Blick auf die schöne Unbekannte und schon hat Ron die Verabredung mit seinem Cousin Magus vergessen und folgt ihr durch die Stadt. Doch in der Bibliothek verliert er ihre Spur – oder hat sie ihm mit Shakespeares „Romeo und Julia“ eine Botschaft zuspielen wollen? Sofort beginnt Ron mit der Lektüre und findet sich im selben Augenblick mitten in Verona wieder… Was wie eine romantische Liebesgeschichte beginnt, wird nicht nur für Ron zu einer literarischen Reise durch die Weltliteratur – von Verona in das Russland Puschkins, wo Ron plötzlich nicht mehr nur eine Randfigur ist, sondern in die Rolle Eugen Onegins schlüpfen muss – und weiter zu Cervantes „Don Quijote“. Schon bald bemerkt Ron, dass er nicht der einzige Wanderer zwischen den Bücherwelten ist. Doch der Ausweg bleibt verschlossen und die Ereignisse mysteriös. Ist die schöne Rosalia der Schlüssel zu diesem Geheimnis? Und welche Rolle spielt der heimlich in seine Nachbarin Charlotte verliebte Magus, der die eigenen Gefühle stets hinter seiner Kunst versteckt? Immer fließender werden die Grenzen zwischen Lesen und Erleben. Und immer stärker rückt die existentielle Frage in den Vordergrund, wo zwischen Realität und Fiktion jeder einzelne seine eigene Wirklichkeit (er-)findet.
Ehrlich gesagt, weiß ich nicht so recht, was ich von diesem Buch halten soll. Die Figuren schienen mir nicht wirklich gut durchdacht gewesen zu sein. Man hätte viel mehr aus ihnen rausholen können.
Es gab nicht wirklich spannende Szenen. Man hat zwar kleine Einblicke in Shakespeare’s “Romeo und Julia”, Puschkin’s “Eugen Onegin” und Cerventa’s “Don Quijote” bekommen, aber mehr als nett war das auch wiederum nicht. Ich hatte nicht den Eindruck als gab es einen wirklichen Höhenpunkt.
Es waren zwar nur 213 Seiten, aber viel zu langatmig. Habe selten so lange für so wenige Seiten gebraucht und war mehr als einmal dran dieses Buch abzubrechen.
Furchtbar langweilig. Das Buch ist nicht lang, aber es zog sich. Mehrmals habe ich es unterbrochen und zwischendurch andere Bücher gelesen, weil ich etwas spannendes lesen wollte. Der Eugen Onegin Teil war besonders schlimm. Am liebsten hätte ich da gar nicht mehr weitergelesen, wollte aber dem Buch eine Chance geben. Man hätte so viel mehr daraus machen können. So war es reine Zeitverschwendung und kein Lesevergnügen. Schade.
Ron ist neu in der Stadt und unterwegs zu einer Verabredung mit seinem Cousin Magus, als zwei smaragdgrüne Augen ihn auf der Stelle fesseln. Sofort wirft er alle Pläne über Bord und verfolgt das schöne Mädchen quer durch die Stadt, bis in die Bibliothek. Doch dort verliert er sie aus den Augen. Zurück bleibt eine aufgeschlagene Ausgabe von „Romeo und Julia“, die er aus einem Impuls heraus ausleiht. Als er sich später in die Lektüre vertieft, kann er es nicht fassen, er befindet sich mittendrin im schönen Verona, in dem die Fehde zwischen den Montagus und Capulets schwelt und das berühmteste Liebespaar der Literatur mit sich in den Abgrund zieht.
„Die Buchwanderer“ ist ein erstaunliches Werk, eine Liebeserklärung an alle Leseratten, die sich mit Begeisterung Hals über Kopf in jedes neue Abenteuer zwischen zwei Buchdeckeln stürzen. Ron und Rosalia wandern durch drei große Werke der Weltliteratur. Erst sind sie nur Randfiguren in „Romeo und Julia“, während sie in Puschkins „Eugen Onegin“, in die Rolle des tragischen Liebespaares schlüpfen und zu Guter Letzt in Cervantes „Don Quijote“ ihr Glück selbst in die Hand nehmen und ihre eigene Geschichte schreiben. Dabei stellt der Leser aber fest, das hinter dem Ganzen ein großer Metaerzähler steck. Magus, der teilweise auch als Handelnder eingreift, ist der große, alles wissende Autor der Geschichte um Ron und Rosalia. Doch nicht immer halten sich seine Schöpfungen an ihre Rolle. Besonders Rosalia ist ein eigenwilliges Persönchen, das gern mal ungewohnte Wege geht. Dabei will Magus mit der Geschichte um die beiden doch nur, seine Liebe zu seiner Nachbarin zum Ausdruck bringen, denn im realen Leben ist er dazu zu schüchtern und introvertiert. So müssen Ron und Rosalia herhalten und plötzlich sieht man sich der philosophischen Frage gegenüber, was von dem, das wir wahrnehmen ist eigentlich Realität. Sind wir wirklich, oder nur der Traum, bzw. die Geschichte eines höheren Wesens? Dabei unterhält die Autorin mit einem wundervollen Sprachstil, der nie langweilt oder belehrt. Im Gegenteil, ich habe mich beim „buchwandern“ so wohl gefühlt, dass ich manchmal wünschte, auch ich könne einfach ein Buch aufschlagen und die Liebesgeschichte zwischen Romeo und Julia erleben, anstatt sie nur zu lesen.
Die üblichen 50 Seiten um mich zu überzeugen hat dieses Buch bekommen. Aber leider wurde es eher schlimmer. Anfangs haben wir einen Creep. Er verfolgt eine Frau, nur, weil sie ihn einmal kurz angelächelt hat. Dass sie ein bestimmtes Buch in der Bibliothek ‚fallen gelassen‘ hat, ist sicher ein Zeichen für ihn. Da läuft es einem schon kalt den Rücken runter, dass ein Kerl so egozentrisch denkt - und dabei noch der Protagonist ist. Und wir sind hier nicht in einem Psychothriller, der in den Schädel eines Stalkers einzutauchen versucht! Danach wird es etwas langweilig. Ich mag es, wenn der Protagonist vorgestellt wird, bevor die Action beginnt. Nur so kann der nicht völlig neurotypische Leser zumindest ein paar Stellen deuten, die ‚show‘ und nicht ‚tell‘ sind. Ohne diesen Deutungsrahmen am Anfang bin ich ziemlich aufgeschmissen, wenn es darum geht, die Handlungen der Figuren zu verstehen, wenn sie die nicht im Buch explizit erklären. Aber vom Prota selbst erfährt man nur wenig Hintergrund, erst recht nicht, warum er so gruslig ist (denn offenbar soll er das gar nicht sein?). Dafür aber kriegt man seitenweise die Biografie von zwei Charakteren, die zumindest bei einem Viertel des Buches noch keinerlei Relevanz hatten.
Und um dem noch die Krone aufzusetzen, haben wir ‚Erregung‘ zeigende Gesichtsröte und ebenmäßige, aber bebende Nasenflügel, die Temperament verraten. Das sind so Formulierungen, die ich leider gar nicht ertragen kann. Die passen eigentlich nur in 50 Shades of Grey rein.
Zu guter Letzt hat mich aber auch das nicht überzeugt, was mich eigentlich bewogen hatte, das Buch zu kaufen. Ich LIEBE Bücher über Bücher. Und die Idee, in Geschichten springen zu können, hat mich schon immer fasziniert. Dass Romeo und Julia hier auch eine Rolle spielte, verriet dazu auch der Klappentext. Aber nicht, dass alle Figuren im Buch Romeo und Julia zu mögen scheinen. Ich hatte gehofft, sie packen sich sowohl Romeo als auch Julia und sagen sowas wie ‚ICH GLAUB, ES HACKT! Die Wissenschaft sagt, vor einer Beziehung von sechs Monaten kann das gar keine Liebe sein, in der Zeit ist das nur eine Neurose. Und ihr wollt euch deswegen umbringen? Das ist nicht romantisch, das ist grottendämlich. Liebe ist, wenn ihr 50 Jahre mit einander aushaltet, ohne euch bei euren Streits zu erwürgen, und ihr euch immer noch mögt. Und jetzt geht ohne Abendessen ins Bett, ihr Kleinkinder.“ Aber das wirklich als Liebesgeschichte ernst zu nehmen und sich nicht einzumischen? Nein, sorry, das hätte mich auch ohne die anderen Probleme so aufgeregt, dass ich nicht hätte weiterlesen können.