November 1911. Alexander Berger, der Kartograph Hansen und eine Hand voll Norweger segeln ans Ende der Welt. Inmitten zerklüfteter Gletscher und arktischer Temperaturen sterben die Teilnehmer an Erfrierungen, stürzen in Gletscherspalten oder verschwinden nachts unter mysteriösen Umständen im Blizzard. Kurz vor Abbruch der Expedition entdecken die Überlebenden einen nicht von Menschenhand geschaffenen Schacht, der senkrecht und scheinbar endlos tief in die Erde führt. Sie wollen das Rätsel des Bauwerks lösen, das jedem physikalischen Gesetz widerspricht und gar nicht existieren dürfte. Der gefährliche Abstieg in die Dunkelheit beginnt, wo Tod und Wahnsinn lauern. Ein düster-phantastischer Thriller von Shooting-Star Andreas Gruber.
Andreas Gruber, geboren 1968 in Wien, studierte an der dortigen Wirtschaftsuniversität und lebt als freier Schriftsteller mit seiner Frau in Grillenberg, Niederösterreich. Er hat bereits mehrere erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst. Die aktuelle Reihe um den knallharten, aber brillanten Ermittler Maarten S. Sneijder schockiert und fasziniert seine Fans gleichermaßen. Nach Todesfrist und Todesurteil erschien am 15. August 2016 Todesmärchen , der dritte Band der Reihe. Neben der „Todes-Reihe“ um Maarten S. Sneijder erscheint im Goldmann Verlag unter anderem auch die „Rache-Reihe“ um den asthmakranken Leipziger Ermittler Walter Pulaski.
„Schriftstellerei bedeutet für mich, dass ich interessante Figuren erfinden darf, ohne in der Psychiatrie zu landen – und Menschen auf originelle Weise ermorden kann, ohne im Gefängnis zu landen. Aber sonst bin ich ein netter Kerl“, so der Autor Andreas Gruber.
Andreas Gruber begann 1996 mit dem Schreiben und war 1999 mit einer Kurzgeschichte Preisträger des NÖ Donaufestivals. Mittlerweile sind seine Kurzgeschichten in über hundert Anthologien erschienen, liegen als Hörspiel vor oder wurden als Theaterstücke adaptiert. Seine Romane wurden bisher als Übersetzungen in Frankreich, Italien, der Türkei, Brasilien, Japan und Korea veröffentlicht. Der Autor wurde bereits für den Friedrich Glauser Krimi-Preis und zweimal für den Leo Perutz Krimi-Preis der Stadt Wien nominiert. Außerdem ist er Preisträger der Herzogenrather Handschelle und mehrfacher Gewinner des Vincent Preises und des Deutschen Phantastik Preises.
In seiner Freizeit gibt Andreas Gruber Schreibworkshops, ist begeisterter Kinogeher, reist viel mit seiner Frau, spielt leidenschaftlich gern Schlagzeug und wartet bis heute vergebens auf einen Anruf der Rolling Stones.
Subtiler Horror, der mit den Ängsten des Unbekannten spielt, vor der Kulisse der eisigen, einsamen Arktis - 4.5 Sterne von mir :)
Das Buch kam ja schon 2008 heraus und wurde jetzt, in der Neuauflage, um einige Passagen erweitert und zwar jene, die in der Gegenwart spielen. Grundsätzlich geht die Geschichte nämlich um eine Gruppe von Forschern / Entdeckern, die sich im Jahr 1911 in die Arktis aufmachen, um Spitzbergen zu kartografieren. Der Leiter dieser Expedition, Alexander Berger, berichtet in seinen Tagebüchern darüber - und diese sind auch der Aufhänger für den zweiten Erzählstrang in der Gegenwart (2021), in der sich Nele ebenfalls in die Arktis aufmacht, um die Rätsel in diesen Tagebüchern zu entschlüsseln.
Mit Nele geht es auch direkt schon recht actionreich los. Ich denke, dieser Part in der Gegenwart wollte etwas mehr greifbare Spannung reinbringen, wobei ich sagen muss, dass es für mich nicht unbedingt nötig war. Der Anfang war zwar dadurch schon sehr fesselnd und hat neugierig gemacht und war ein guter roter Faden und Cliffhanger Bereiter für die Wechsel zwischen den Erzählsträngen, aber unbedingt nötig fand ich es jetzt nicht. Manchen mag die Erzählung aus den Jahren 1911 bis 1914 vielleicht etwas zu zäh gewesen sein - bzw. zu ruhig, aber die Spannung lebt hier einfach von dem subtilen. Die eisige, einsame Atmosphäre in dem von Stürmen heimgesuchten Spitzbergern. Die Abgeschiedenheit der kleinen Gruppe, die sich auf diese waghalsige Reise gemacht hat und die mit so vielen naturbedingten Widrigkeiten zu kämpfen hat, dass das Überleben an sich schon auf dem Spiel steht und für grausame Ereignisse sorgt.
Und dann natürlich der Schacht. Dieser scheinbar bodenlose Tunnel ins nirgendwo, der ein Geheimnis birgt, dessen Lösung jeden, der sich damit beschäftigt, gar nicht mehr loslässt, ja in einen Wahn verfallen lässt, das war schon sehr geschickt gemacht und lässt mich als Leser meine Vorstellungskraft in alle Richtungen tasten. Mich hat es ein bisschen an Dan Simmons "Terror" denken lassen, die Geschichte um die Entdeckung der Nord-West Passage im Jahr 1845, also auch im ewigen Eis - ein dickes und sehr ermüdendes Buch, in dem das Grauen auch durch das Unbekannte und die Einbildungskraft entstehen sollte, was dem Autor meiner Meinung nach für mich hier leider gar nicht gelungen ist.
Andreas Gruber allerdings hat durch viele sorgsam platzierte Details eine unheimliche Stimmung geschaffen, die immer so grade unter der Oberfläche schwebt und die Faszination für diesen Schacht aufleben lassen, die einen packt und nicht mehr loslässt. Man will einfach hinter dieses Geheimnis kommen!
Das Rätsel, das Unbegreifliche und die Besessenheit steht hier im Vordergrund und wird mit einer ruhigen, aber fesselnden Handlung und tollen Charakterzeichnungen abgerundet.
Nebenbei: In der Einleitung heißt es, dass in der Sprache der Wikinger die norwegische Inselgruppe Spitzbergen "Svalbard" genannt wird -> die Heimat der Panzerbären aus Philip Pullmans Trilogie "His Dark Materials" (Der goldene Kompass) Dieser Bezug hat mir sehr gefallen, auch wenns keinerlei Zusammenhänge gibt
Andreas Gruber kenne ich namentlich schon von seinen Thriller-Reihen, welche auf meiner Leseliste aufgeschrieben sind. So wagte ich mich, nachdem mich im letzten Jahr „Der Judasschrein“ von Gruber überzeugen konnte, an „Das Eulentor“, welches Ende November rauskommt.
In seinem neuen Buch geht um eine Expeditionsgruppe, die 1911 sich auf den Weg an den Nordpol macht, um Forschungen anzustellen. Eine Gruppe voller unterschiedlicher Menschen, die vor Ort merken, dass die Expedition abgebrochen werden muss. Jedoch stoßen sie kurz vor Abreise auf einen mysteriösen Schacht, welcher senkrecht und angeblich endlos tief in die Erde führt. Tatsächlich sollen andere physikalische Gesetze im Schacht vorliegen. Entspricht dies der Wahrheit oder nur einer Lüge? Die Gruppe wagt den Abstieg in den Schacht – in den Schacht, wo Tod und Wahnsinn nah beieinander sind.
Falls Sie sich denken: „Oh der Plot kommt mir bekannt vor?“. Ja dies ist durchaus möglich, da Gruber die Geschichte schon vor mehr als zehn Jahren in einem anderen Verlag publiziert hat. So überarbeitete nun Gruber seine Geschichte stilistisch und ergänzte den Plot, welcher um 1911 spielt, um eine Geschichte in der Gegenwart, genauer gesagt im Jahr 2021. Dadurch hat man als Leser zwei zeitlich verschobene Plots, welche aber thematisch sich mit dem Schacht gleich befassen.
Das Buch hat mir im Gesamten richtig gut gefallen. Beide Handlungsstränge sind meines Erachtens nach schlüssig aber auch spannend erzählt worden. Besonders durch den flüssigen Schreibstil und den spannenden Plot bin ich hervorragend gut durch das Buch durchgekommen. Von Anfang an entwirft Gruber unterschwellig Horror-Elemente, welche je mehr man im Buch vorankommt, expliziter sich im Buch offenbaren. Man wusste als Leser nie so richtig, was die Gruppe als Nächstes erwarten wird, da reintheoretisch alles passieren kann. Es traten sehr gute Wendungen auf, die wiederum für gute Spannung gesorgt haben. Zudem herrschte im Buch eine sehr geheimnisvolle Atmosphäre, die durch das Setting verstärkt wird. Ich konnte mir durch Grubers Beschreibungen die kalte gefrorene Landschaft bildlich vorstellen – ein tolles Kopfkino war somit möglich. Folglich kann ich sagen, dass nach „Der Judasschrein“ mich „Das Euletor“ sehr gut unterhalten hat.
Fazit: Der Autor Andreas Gruber kann hervorragend mystische sowie geheimnisvolle Elemente in einen tollen Roman wie diesen integrieren. Das Buch ist durchaus eine Mischung aus Thriller und Abenteuerroman sowie sind im Buch zahlreiche Horrorelemente vorhanden, die unterschwellig nach und nach hervortreten. Für mich persönlich ist „Das Eulentor“ ein lesenswertes Buch, besonders jetzt zur kalten Jahreszeit. Ich bewerte das Buch mit 4,5 Sternen.
Sehr spannend geschrieben, subtiler Horror. Die Kulisse in der arktischen Einöde verstärkt den Eindruck, den die Geschichte macht. Einzig die Motivation der Charaktere sich an den abgelegenen Ort zu begeben und zu bleiben ist etwas schwach ausgestaltet - besonders bei Neele. Angesichts der Tatsache, dass ich das Buch aber kaum aus der Hand legen konnte und unbedingt herausfinden wollte, was Alexander Berger und Neele enthüllten, fällt das wohl kaum ins Gewicht.
"Das Eulentor" von Andreas Gruber ist ein solider Thriller, der mit den Urängsten des Menschen spielt. Gruber behandelt die Angst vor der Dunkelheit, vor dem physikalisch Unmöglichen und dem puren Bösen. Mir lief es an mehreren Stellen daher eiskalt den Rücken herunter.
Ein wenig unzufrieden war ich allerdings mit der Auflösung, da dem Leser zwar eine Erklärung über die Geschehnisse im Schacht angeboten wird, diese aber meiner Ansicht nach sehr oberflächlich ausfiel.
Den Teil über die Erforschung des Schachts zur Zeit der Nationalsozialisten fand ich zwar spannend, aber die dauerhafte Belehrung darüber wie böse die Nazis waren, hat mich irgendwann genervt. Manche Dinge müssen nicht extra betont werden. Da komme ich auch selbst drauf.
Wer sich dazu entscheidet dieses Buch zu lesen, sollte sich außerdem auf ein großes Maß an Tiergewalt einstellen. Für Tiere gibt es bei Gruber kein Happy End.
Das ist mein zweites Buch aus dem Horror-Genre von Andreas Gruber. "Der Judasschrein" war ein Highlight für mich und auch "Das Eulentor" ist eine tolle spannende Geschichte, die mich fasziniert hat. Andreas Gruber ist ja mein Lieblings-Thriller-Autor, aber er kann vorallem auch Horror sehr gut.
Wir befinden uns in Spitzbergen im Jahre 1911 und in der Gegenwart im Jahre 2021. Andreas Gruber hat "Das Eulentor" bereits vor Jahren geschrieben und die Geschichte vor kurzem überarbeitet und den Gegenwartsstrang um Neele hinzugefügt, der sich perfekt ergänzt.
Der Wiener Arzt Alexander Berger reist 1911 mit einer kleinen internationalen Expeditionsgruppe nach Norwegen, Richtung Nordpol. Ihr Ziel ist die Erkundung von Spitzbergen und die Erstellung einer Karte des bisher unerforschten Gebietes. Die Gruppe merkt jedoch sehr schnell, dass die Expedition unter keinem guten Stern steht. Als sie kurz davor sind diese abzubrechen, entdecken sie einen mysteriösen Schacht. Dieser führt senkrecht und immer mit gleichbleibendem Durchmesser in die Tiefe. Er widerspricht allen physikalischen Gesetzen und erweckt ihre Neugier. Die Gruppe wagt den Abstieg in den Schacht, wo Tod und Wahnsinn lauern....
Der Gegenwartsstrang ist die Rahmenhandlung und beginnt temporeich. Neele Tujunen reist undercover nach Spitzbergen zur Ice-Station "Sibirion", wo es zu unerklärlichen Todesfällen gekommen ist. Auch Neele verspürt sehr schnell die Gefahr, die von diesem Flecken Erde ausgeht. Sie verschanzt sich in einem der Gebäude, wo sie die Tagebücher von Alexander Berger findet und liest. Nach und nach erfährt sie, was sich von Beginn der Expedition 1911 bis zum Jahre 1914 ereignet hat und übersieht dabei fast das Grauen vor der eigenen Tür...
Der Hauptfokus liegt auf den Vergangenheitsstrang, der eher gemächlich beginnt und wir der Expedition folgen. Mit der Zeit lassen einem die unterschwelligen Horrormomente, die Gruber perfekt insziniert, das Blut in den Adern gefrieren. Der Schacht, der eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf die Gruppe ausübt, sowie die mysteriöse Atmosphäre, halten die Spannung aufrecht. Mit eisiger Kälte, Stürmen und aufbrechenden Gletscherspalten entsteht beim Lesen noch dazu ein eisiger Schauer, der einem den Rücken runterläuft....
Man fühlt sich beim Lesen selbst als Teilnehmer der Gruppe und wird trotzdem immer wieder von Wendungen überrascht, die man nicht vorausgeahnt hat. Der Schreibstil ist, wie von Andreas Gruber gewohnt, temporeich. Die Charaktere sind sehr detaiiliert beschrieben und facettenreich. Man fiebert mit den Figuren auf den gesamten 370 Seiten mit. Obwohl ich sonst eigentlich kaum Horror lese, ist auch dieses Werk von Andreas Gruber wieder ein Spitzentitel.
Fazit: Ein düsterer und spannender Aufenthalt im ewigen Eis. Nicht umsonst ist Andreas Gruber mein Lieblingsautor, der mich immer wieder aufs Neue begeistert. Horror und Mystic kann er hervorragend und überzeugt sogar mich damit, obwohl ich nur sehr wenig in diesem Genre lese. Leseempfehlung!
1911 führt ein angehender Forscher und Arztsohn aus Wien, Alexander Berger, eine Expedition in die eisige Kälte Spitzbergens. Der Plan, die Küste zu kartografieren, scheitert - doch im Verlauf dieser ersten Expedition entdecken Berger und sein Team etwas viel Interessanteres: Ein scheinbar endlos in die Tiefe reichendes Loch. Die fantastische Entdeckung zieht nicht nur Berger, sondern auch zahlreiche andere Menschen in ihren Bann. 2021 macht sich Nele Tujunen, in den Besitz von Bergers Tagebuch gekommen, auf den Weg zur offiziell überhaupt nicht existenten Forschungsstation Sibirion, um dort das Geheimnis der dunklen Tiefen zu lüften. Was befindet sich am Grund des Schachtes?
Der Mystery-Thriller wurde mir im heimischen Buchclub ans Herz gelegt, weil er Lovecraftischen Horror mit der Spannung eines Thrillers vereint. Und es wurde nicht zu viel versprochen: Das Buch ist ein echter Pageturner. Immer tiefer geht es hinab und wie Berger und seine Mitstreitenden wollte auch ich unbedingt wissen, was als nächstes käme und natürlich was denn nun ganz unten im Schacht ist - falls es ein "ganz unten" überhaupt gibt. Die Beschreibungen der von der Faszination des Schachtes getriebenen Personen und den fortschreitenden Forschungen waren stimmungsvoll und fesselnd. Die Rahmenhandlung um Nele lockerte die Handlung dabei immer wieder auf, sodass es nie eintönig wurde und wir als Lesende uns aus mehreren Richtungen dem Geheimnis der dunklen Tiefen nähern.
Was mir nicht so gefiel, war die Art und Weise, wie uns eine Erzählung aus der Ich-Perspektive als "Tagebuch" verkauft wurde. Mensch hatte Berger viel Zeit zum Schreiben. Und was der dabei nicht alles zu Papier brachte. Ich hätte es plausibler gefunden, hätte es sich um spätere Interviews oder Tonbandaufnahmen gehandelt, denn Berger erzählt wirklich sehr kleinteilig und kein Mensch formuliert so sein Tagebuch. Noch unplausibler wurde es bei anderen "historischen Quellen". Dramaturgisch passen die alle toll in die Handlung, aber wie sie formuliert waren und welche Informationen enthalten waren, hat mich nicht recht überzeugt. Gerade nachdem ich vor Kurzem "Der Historiker" las, in dem die Recherchen und fiktiven Quellen so überzeugend konstruiert waren, fiel mir hier auf, dass sie nur als Mittel zum Zweck der Erzählung dienten.
Die Auflösung des Ganzen ließ mich etwas enttäuscht zurück, aber nachdem derart gekonnt Spannung ums Unbekannte aufgebaut wurde, wüsste ich auch nicht, was am Ende hätte herauskommen sollen, das nicht irgendwie ein wenig enttäuschend gewesen wäre.
Die Review klingt jetzt ziemlich negativ aber das Buch war von diesen kleineren Mängeln abgesehen wirklich monstermäßig spannend und, nachts gelesen, auch ziemlich gruselig. Unterhaltsame Lektüre für Zwischendurch.
1911 brach eine Expedition am Ende der Welt auf, um eine Landkarte zu erstellen. Angeführt von Alexander Berger begeben sich die Teilnehmer in Lebensgefahr. Aufbrechende Gletscher und unvorstellbare Minusgrade drängen sie an den Rand größter Not, und ein Blizzard reißt ihnen letztendlich den Boden unter den Füßen weg. Doch mitten im Angesicht des Todes machen sie eine Entdeckung, die direkt in den Schlund der Hölle führt.
„Das Eulentor“ von Andreas Gruber ist ein großartiger Horror-Roman. Ich mag den Autor und das Genre hat es mir besonders angetan. Mittlerweile bin ich überzeugt, dass Gruber Horror noch um einiges besser als Thriller schreiben kann.
„Das Eulentor“ führt den Leser nach Spitzbergen. Dieser Ort ist sozusagen das Tor zum Ende der Welt. Es ist eine Inselgruppe im Arktischen Ozean und dient vor allem als Basislager der Arktisforschung.
Damit hat Gruber schon eine Furcht einflößende Umgebung als Rahmen herangezogen. Wem kriecht nicht beim Gedanken an endloses Eis die Kälte über die Haut?
Doch der Autor hat damit nicht einmal die Spitze des Eisberges erreicht. Er führt den Leser anhand von zwei Erzählsträngen an den Horror seiner Version von Spitzbergen heran:
Im Jahr 1911 wird bei der Expedition um Alexander Berger ein mysteriöser Schacht entdeckt. Das Rätsel um das Gebilde lässt dem Arzt und anstrebenden Kartographen sowie seinen Mitstreitern keine Ruhe. Es nagt an ihnen, treibt ihren Verstand zu Querelen an und drängst sie immer weiter in die Dunkelheit.
In der Gegenwart, genau 100 Jahre später, reist Neele Tujunen zur Forschungsstation „Sibirion“ nach Spitzbergen. Viele Forschende kommen auf dramatische Weise um, doch Neele gelingt es, sich in vorübergehende Sicherheit zurückzuziehen. Hier liest sie die Tagebücher von Alexander Berger und erfährt, was sich von 1911 bis 1914 zugetragen hat.
Mit diesen beiden Strängen hat Gruber ein exzellentes Gesamtwerk geschaffen. Im Jahr 1911 fängt es ruhig an. Die Vorgehensweise ist überlegt und es herrscht Entdeckerdrang. Alexander Berger und sein Team machen sich im Zeitalter großer Abenteuer in die eigene Herausforderung auf. Sie trotzen dem Wetter, der Kälte, den scheinbar unüberwindbaren Hindernissen und kämpfen sich Stück für Stück in bisher nicht kartographiertes Gebiet vor. Es ist kalt, es ist nass, es ist gefährlich. Und plötzlich zieht es ihnen den Boden unter den Füßen weg.
Im Gegensatz dazu startet Neele in der Gegenwart temporeich. Mit einer List schafft sie es, nach Spitzbergen zu kommen, wo sie sofort von actionreichen Ereignissen überrumpelt wird.
Trotzdem liegt der Fokus auf dem Geschehen in der Vergangenheit, wo durch eine gemächliche, dichte Erzählform nach und nach der Horror aus der Tiefe bis in die Gegenwart zu Neele dringt.
Am Ende vereinen sich beide Erzählungen meisterhaft und ich habe benommen und durchgefroren das Buch zugeklappt.
Andreas Gruber verwendet die Urform menschlicher Existenzängste, Wahnsinn und Besessenheit und kombiniert sie mit einer lebensbedrohlichen Kulisse in einem mysteriös-historischen Rahmen zu einem Horror-Meisterwerk. Wieder einmal mein Appell an den Autor: Herr Gruber, bitte mehr davon!
Im Endeffekt ist „Das Eulentor“ ein erschütternder Roman, der an die Substanz des menschlichen Geistes geht. Glaubwürdige Charaktere, die Eiseskälte der Arktis und das durchgefrorene mysteriöse Ambiente heizen jedem Horror-Leser ein.
Das Buch hat zwei Hauptstränge: Im ersten begleiten wir ein Forschungsteam in 1911 nach Norwegen auf ihre Station, um dort einen kilometerlangen und tiefen Schacht zu ergründen. Im zweiten erleben wir im Jahr 2021 eine junge Frau, die auch auf dieser Forschungsstation ist, und die die Erlebnisse aus 1911 rekonstruiert. Der Autor hat eine gute Schreibsprache: flüssig zu lesen und spannend. Besonders das Forschunsteam und deren Arbeiten aus 1911 besschreibt er sehr plastisch, dass man das Gefühl hat, man wäre mitten drin dabei. Das hat mir sehr gut gefallen. Allerdings schwächelt meiner Meinung nach der ganze Plot, die Erzählhandlungen. Die Motivation der Charaktere werden ungenügend und wenig glaubhaft beleuchtet. Und am Ende wird man mit weiteren Erzählsträngen aus anderen Jahrhunderten bombadiert. Und es gibt nicht die eine Auflösung. Nein es gibt mehrere, aber alle meiner Meinung nach sehr unglaubhaft. Das hat mir das Buch leider etwas vermiest. Daher 2 Sterne.
Ein Buch, das noch eine Weile nachwirken wird. Es zu lesen, war wie ein dunkler Sog und es kamen dabei verschiedenste Gefühle und Stimmungen hoch: Grusel, Faszination, Ekel, Unglauben, Spannung, Neugierde, Entsetzen, Interesse... manche Ideen sind phänomenal und fesselnd, dabei eher abstrus und Fiktion (?), anderes ist widerwärtig und erschreckend denkbar. Ich sehnte mich nach Antworten, wollte, dass es endlich aufhört, gleichzeitig aber nie zu Ende geht... Für mich eher ein ungewohntes Genre, aber absolut lesenswert.
Dans ce roman Andreas Gruber rompt avec le genre du roman policier pour nous servir une fiction haletante. Deux personnages évoluant en 2021 pour l'un et en 1911 pour le second seront confrontés à des phénomènes inexpliqués émanant d'un mystérieux puits à Spitzbergen. Un roman qui vous tient jusqu'à la dernière page et à lire par tout amateur de Lovecraft.
Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen. Hatte zu wenig Zeit zum Lesen, vielleicht hätte ich 4 gegeben, wenn ich es zügiger gelesen hätte. Wenn ich mal mehr Zeit hatte, kam durchaus Spannung auf, aber es hat mich diesmal nicht wirklich gepackt.
„Denn bis auf einen verdammt tiefen, geometrisch exakten Schacht, ein paar Gesteinsproben, unheimliche Vogelgerippe und einer Menge vager Theorien haben wir nichts zu bieten.“ (Zitat Seite 177)
Inhalt Im August 1911 bricht der junge Wiener Arzt und Schriftsteller Dr. Alexander Berger mit einer Gruppe von insgesamt sechs Personen in die Arktis auf. Mit im Team ist auch die Isländerin Marit Ragnarsdóttir, eine Kartografin. Ihr Ziel ist die Erkundung und Kartografierung von Spitzbergen. Am 11. August starten sie mit drei Hundeschlitten die Inselumrundung, dann schlägt das Wetter um. Sie müssen die Expedition abbrechen, zuvor jedoch entdecken sie einen geheimnisvollen Schacht. Schon im Frühjahr 1912 kehren sie zurück und errichten eine richtige Station auf dem Plateau, wo sie 1911 gescheitert waren. Ihr Ziel ist nicht mehr die Kartografierung, sondern die Erforschung dieses Schachts, dessen dunkle, noch rätselhafte Tiefe sie magisch anzieht und gleichzeitig in tiefe Angst versetzt. Im November 2021 kommt die Huskytrainerin Neele Tujunen in die inzwischen moderne, groß ausgebaute Forschungsstation. Sie hat das erste Tagebuch von Alexander Berger im Nachlass ihres Großvaters gefunden und will wissen, was damals passiert ist.
Thema und Genre Vom Verlag als Horrorthriller eingestuft, ist dieses Buch gleichzeitig auch ein spannender Abenteuerroman. Es ist eine interessante Geschichte über naturwissenschaftliche Expeditionen und Entdeckungen. Sie spielt auf der arktischen Inselgruppe Spitzbergen.
Charaktere Der Autor nimmt sich Zeit für seine unterschiedlichen Charaktere. Sie sind glaubhaft und ihre Handlunge nachvollziehbar, dadurch sind sie nahe an uns Lesenden und man fiebert gepackt mit. Alexander Berger und Marit Ragnarsdóttir sind eher skeptisch, während sein Freund, der Abenteurer Jan Hansen, und Ing. Gottfried Prehm wie Besessene sind, sie sehen diesen Schacht als persönliche Herausforderung, sich selbst als wissenschaftliche Pioniere. Hansen ist ungeduldig und emotional, Prehm der besonnene, rationale Wissenschaftler. Neele will 2021 unbedingt herausfinden, ob es einen Zusammenhang zwischen ihrer Familie und dieser Geschichte gibt.
Handlung und Schreibstil Die Handlung ist in zwölf Teile gegliedert und wird in zwei unterschiedlichen Erzählsträngen und Zeitebenen erzählt. Die erste Geschichte, in personaler Erzählform mit Neele im Mittelpunkt, findet im aktuellen Jahr 2021 statt. Sie bildet die Rahmenhandlung für die zweite Geschichte, die Erlebnisse von Alexander Berger ab 1911, erzählt als Aufzeichnungen in der ersten Person. Die Ereignisse werden jeweils chronologisch geschildert und beide Zeitebenen wechseln einander ab. Diese Art des Erzählens passt perfekt zum Genre. Das Handlungstempo ist rasant und umfasst einerseits die wissenschaftlichen Erkenntnisse, logisch nachvollziehbare physikalische Überlegungen, Erfahrungen, andererseits die rätselhaften Ereignisse im Zusammenhang mit dem Schacht. Auch die Gefahren der Natur mit tiefer Kälte und Eis zwischen Mitternachtssonne und Dunkelheit sind so gut und eindrücklich beschrieben, dass wir uns sofort mitten in den Schneestürmen fühlen und uns das dunkle, mystische Grauen, das Ahnen von etwas Übernatürlichem, beim Hinabgleiten in den Schacht erfasst.
Fazit Eine packende, interessante, sehr spannende Mischung aus Entdeckergeschichte, Abenteuerroman und Horrorthriller, ein großartiges Lesevergnügen. Ein Pageturner, perfekt für kalte, dunkle Winterabende, aber nicht nur für diese.
Inhalt: 1911. Der Archipel Spitzbergen ist einer der letzten weißen Flecken auf der Weltkarte. Diesen Fleck – oder zumindest seine Küsten – möchten der Wiener Arzt Alexander Berger und der Kartograph Hansen nun füllen, weshalb sie sich zu einer Expedition in die eisigen Weiten Spitzbergens aufmachen. Ihre Erkundung steht allerdings unter keinem guten Stern: Nach und nach verlieren sie Teammitglieder, Proviant und Schlittenhunde, sodass sie sich für den Abbruch der Expedition entscheiden. Doch gerade, als sie am Ende ihrer Kräfte sind, entdecken sie einen senkrechten, scheinbar bodenlose Schacht, der sie nicht mehr loslassen wird…
Persönliche Meinung: „Das Eulentor“ ist ein Mystery-Horrorroman von Andreas Gruber. Er erschien zuerst 2008 in limitierter Auflage im Blitz Verlag. Die Neuauflage des Luzifer Verlags ist von Andreas Gruber stilistisch überarbeitet und um eine ca. 80 Seiten starke Rahmenhandlung ergänzt worden. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Die Rahmenhandlung ist in der Gegenwart (November 2021) angesiedelt und wird aus der personalen Erzählperspektive von Neele Tujunen erzählt, die sich auf den Weg nach Spitzbergen macht, um ein Familiengeheimnis zu lösen. Die Binnenerzählung, also die Haupthandlung, findet im frühen 20. Jahrhundert statt (1911 und die Folgejahre). Erzählt wird dieser Handlungsstrang aus der Ich-Perspektive von Alexander Berger. In einem tagebuchartigen Stil berichtet er zunächst über seine kartographische Expedition, später erzählt er von den Versuchen, dem mysteriösen, scheinbar endlosen Schacht seine Geheimnisse zu entlocken. Daher besitzt der Beginn der Haupthandlung auch Elemente eines historischen Romans und erinnert an die großen Polarexpeditionen um 1900. Je weiter die Handlung fortschreitet, desto stärker treten Mystery, Horror und phantastische Elemente in den Fokus. Die Rahmenhandlung ist etwas anders gelagert: Hier tritt der Horror bereits früh in die Handlung. Rahmenhandlung und Binnenhandlung sind außerdem – durch Figuren, Motive und Gegenstände – schön verflochten. Auch der Schreibstil von Andreas Gruber hat mir sehr gut gefallen. Das eisige Spitzbergen mit seiner rauen, frostigen Landschaft, die von Blizzards geplagt wird, ist ebenso atmosphärisch dicht beschrieben wie die Untiefen des Schachts, der auf die Figuren einen bleibenden Eindruck hinterlässt und sie schrittweise verändert. Die Auflösung des Romans ist schlüssig und stimmig. Zudem taucht in „Das Eulentor“ ein interessantes Monster auf. Ohne zu verraten zu wollen: Es funktioniert nicht nach den gewohnten Horror-Handlungsmustern. Insgesamt ist „Das Eulentor“ ein spannender, atmosphärisch dichter Mystery-Horrorroman mit einem interessanten Monster und einer schön verflochtenen Erzählstruktur.
Inhalt: 1911 entdeckt Alexander Berger einen Tunnel, senkrecht ins Erdreich und immer 3,41 Meter breit. Er will ihn erforschen, doch seine Erlebnisse sind schlimmer, als Menschen sich vorstellen können …
Stil: Achim Buch liest genial! Er hat eine sehr angenehme Stimme und das Ambiente der Geschichte passt zu ihm. Alexander Gruber hat eine düstere, spannende und mitreißende Geschichte geschrieben und diese in der Neuauflage noch spannender gemacht als sein Original. In dieser Fassung hat er eine Fortsetzung seiner Geschichte geschrieben, in der er die Erlebnisse von Alexander Berger verwendet und die Weiterführung von Nele im Jahr 2021 hinzufügt. Die Zeitsprünge und Verwicklungen der Handlung lassen die Geschichte noch lebendiger und echter erscheinen. Die Ausdrucksweise ist perfekt und es ist eine Freude – mit ein bisschen Grusel – der Handlung zu folgen.
Charaktere: Alexander Berger ist sehr sympathisch. Er ist so neugierig und dennoch sehr bedacht auf sein Team. Er versucht wirklich alles, damit es ihnen gut geht – auch wenn eine Aktion etwas drüber ist, so passt es zu seiner Persönlichkeit. Nele ist eine starke Frau, ihre Geschichte wird erst nach und nach aufgeklärt und dies lässt sie mystisch wirken – was bezweckt sie, warum ist ihr die Geschichte um Berger so wichtig? Und genau diese Fragen heizen die Geschichte nochmals richtig an, denn man will es ja selber wissen! Das Team um Berger ist speziell, hier gibt es wirklich alle Typen und es ist interessant, wie sie sich entwickeln, was mit ihnen passiert und wie sie miteinander umgehen.
Cover: Das Cover passt absolut zur Geschichte. Es wirkt alt, nach Abenteuer und auch beängstigend.
Fazit: Ein Hörbuch, welches mich restlos begeistern konnte. Spannend, gruselig, zwischenmenschlich und etwas ganz anderes. Daher volle 5 Sterne und eine absolute Hörempfehlung, weil Achim Buch mega gut liest. Für Fans von Mystik, Grusel, Spannung und Forscherdrang.
Klappentext Im August 1911 segeln Alexander Berger, der Kartograph Hansen und eine Handvoll Norweger ans Ende der Welt. Inmitten zerklüfteter Gletscher und arktischer Temperaturen sterben die Teilnehmer an Erfrierungen, stürzen in Gletscherspalten oder verschwinden unter mysteriösen Umständen im Blizzard. Kurz vor Abbruch der Expedition entdecken die Überlebenden einen mysteriösen Schacht, der senkrecht und scheinbar endlos tief in die Erde führt. Sie wollen dieses Rätsel, das jedem physikalischen Gesetz widerspricht, lösen. Der gefährliche Abstieg in die Dunkelheit beginnt, wo Tod und Wahnsinn lauern …
Meine Meinung Ich bin durch das Buch über eine Leserunde aufmerksam geworden, die mir auch wieder unheimlich Spaß gemacht habt. Die Geschichte spielt in 2 Zeitebenen. In der Gegenwart belgieten wir Nele, eine junge Frau, die sich auf eine geheime Forschungsstation in Spitzbergen schleicht und dort das Grauen entdeckt. Sie ist mutig und entschlossen, mehr über die Expedition von Alexander Berger herauszufinden. In der Vergangenheit begleiten wir Alexander Berger, der den Abenteuerdrang seines Großvaters geerbet hat und nicht wie sein Vater als Arzt arbeiten will. Er ist mutig, entschlossen, ehrgeizig, die Gletscher der Arktis zu erkunden. Doch er hat die damaligen Probleme unterschätzt, was der Autor gut darstellt. Bereits ziemlich zu Beginn wird der Schacht thematisiert, über den man nach und nach immer mehr durch Bergers Berichte erfährt. Die Geschichte baut ihre eigene Atmosphäre auf, in dem man mehr erfährt, aber auch unerklärliche Dinge passieren. Dennoch hat mir an mancher Stelle mehr Spannung gefehlt oder es hätte auf andere Weise düsterer sein müssen. Zudem hatte ich ab und an Schwierigkeiten Neles Verhalten nachzuvollziehen. Das Buch bietet dennoch einige überraschende Wendungen und Entwicklungen und löst nicht alles auf. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.
Bewertung Eine gelungene Geschichte im ewigen Eis, die mich am Ende gut unterhalten konnte, auch wenn mir nicht alles hunderprozentig gefallen hat. Das Buch bekommt daher am Ende 3,5 von 5 Würmchen
Moderne Horror-Literatur und der deutsche Sprachraum schließt sich eigentlich aus. Leider. Dachte also, ich tu mein bestes und finde auch nach viel Suchen schließlich einige neuere Horror-Romane aus Deutschland. Das Eulentor schien sogar in Richtung weird fiction zu gehen (ein Witz, dass sowas als Thriller vermarktet wird), also umso besser für mich. Nach der Lektüre bin ich aber eher ernüchtert. Die Idee des "Tores" (um Spoiler zu vermeiden) und der inhaltlichen Verhandlung der Möglichkeiten der WIssenschaft ist interessant, letztlich erinnert es mich aber dann zu sehr an Lovecrafts (bessere) "Mountains of Madness". Ebenso arktisch aber ebenso langweilig. Der Protagonist ist ein Jammerlappen, die sprachliche Umsetzung unbefriedigend. Hat natürlich siene Momente, ich mag ja auch das Setting etc. Daher ganz kanpp die obige Wertung.
Wenn man den Film Event Horizon mag, dann ist das Buch etwas für einen. Der Grusel und das Ungewisse, was in dem endlosen Schacht lauert, lässt einen das Buch ziemlich gut am Stück verschlingen lassen. Ein paar Sachen (Nazis, Trauma-Vergangenheits-Frauen...) sind ein wenig *augenroll*, der Rest ist aber unfassbar spannend und sehr gut geschrieben.
Es wären sogar vier Sterne geworden, hätte man nicht unnötigerweise mal wieder eine Fickszene in eine spannende Sci-Fi-Horrorstory einbauen müssen. Sowas gibt gleich Abzug, braucht man nicht, hat übrigens auch GAR NICHTS mit der Horrorstory zu tun.
Sehr kurz, hätte ruhig noch kürzer sein können. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Idee so viel hergab. Die Hälfte der Seiten hätte locker gereicht.
Ich fand das Buch OK, es erinnerte mich vor allem an Lovecraft. Wobei Gruber nicht ganz diese existenzielle Bedrohung beschwören konnte, wie es Lovecraft oft gelang. Einige Bücher von Wolfgang Hohlbein haben ähnliche Ansätze, sind aber literarisch nicht so sauber ausgearbeitet wie Gruber es kann.
Habe die überarbeitete Version gelesen. Was für ein spannendes Buch! Die Zeitsprünge waren gut durchdacht und bis zum Schluss konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Herr Gruber hat da mal wieder ordentlich abgeliefert.
The arctic expedition alone is a horror scenario for me, so this interesting and kind of different style of a horror novel worked really well for me. A real page turner that kept me reading past my bedtime.
Wow... Absolut Wow. Eine packende und fesselnde Geschichte. Zudem grandios geschrieben. Und das Ende... Ich las den letzten Satz und mir entfuhr ein "Nein, was?". Absolut genial! Ich muss definitiv mehr von Andreas Gruber lesen.
Dieses Buch hat mich unglaublich fasziniert! Es war wirklich spannend und ich wollte es kaum weglegen. Die Geschichte ist so geschrieben, als wäre es echt und es ist auch mal was völlig neues.
Das Eulentor von Andreas Gruber, erschienen im Luzifer Verlag am 30.11.2021.
Neele Tujunen will unbedingt zur Eisstation Sibirion nach Spitzbergen. Es ist eine geheime Station wo Forschungen betrieben werden, die vor der Welt verborgen bleiben. Durch ein Tagebuch welches Neele geerbt hat, hat sie von einer Ausgrabung, die der Expeditionsleiter einer Kartographiexpedition gestartet hat, erfahren und will die restlichen Tagebücher, die auf der Station sein müssen, komme was da wolle lesen. Als sie den Platz einer Ärztin, die zur Station geflogen werden soll, einnimmt, beginnt eine Reise in Wahnsinn und Tot.
Das Buch hat zwei Zeitschienen. Einmal die Geschichte um Neele die in der jetzigen Zeit spielt, und die Geschichte einer Reise ins Eis die abrupt endet, als mehrere Expeditionsteilnehmer sterben und die verbliebenen Teilnehmer auf einen Schacht, der alle Vorstellungen sprengt, treffen.
Das Buch ist schon einmal von einem anderen Verlag veröffentlicht worden, wurde jetzt neu überarbeitet und um die Geschichte um Neele erweitert, was mir sehr gut gefallen hat.
Die Handlungen der Charaktere sind gut beschrieben und innerhalb der Geschichte auch nachvollziehbar. Die Spirale in den Horror verläuft bei der Zeitachse um Neele recht abrupt, bei der Geschichte der Expedition eher gemächlich, aber sehr eindringlich. Eiseskälte und die düstere Stimmung des Buches wurden sehr gut durch den Schreibstil des Autors transportiert. Klare Kaufempfehlung.