"Unten im Haus mühten sich die Träger mit dem Sarg ab, doch ich wollte nicht zusehen, und so kam es, dass ich auf dem Speicher umherirrte und dabei den alten Mann entdeckte. Er lebte ganz allein dort oben."
Ein düsteres Anwesen. Ein kleiner Junge erforscht die vergessenen Winkel des Speichers - und stößt auf den rätselhaften Bewohner der hintersten Dachkammer. Immer wieder wird er zu ihm zurückkehren, als Erwachsener, als alter Mann ...
With millions of books sold worldwide, Kai Meyer is one of Germany's most successful authors. His novels have been translated into 27 languages including English, Spanish, French, Italian, Japanese, Russian and Chinese.
Kai Meyer was born in 1969 in northern Germany. He began college at the University of Bochum, Germany, where he studied film, theatre, and philosophy. After a year, he dropped out to work for a newspaper as a trainee journalist, followed by two years as a staff journalist.
Kai wrote his first novel in his early 20s, and it was published when he was just 24 years old. He has been a full-time novelist since 1995. To date, Kai has written nearly 50 books – some for adults, some for teenagers. Kai’s books are mostly historical with strong fantastical overtones. There are over 1.5 million Kai Meyer books in print in Germany, and he is quickly gaining popularity in other countries as well: THE WATER MIRROR went into its third US printing before it was even delivered to bookstores, and his young adult dark fantasy series SIEBEN SIEGEL is a substantial hit in Japan. The British edition of THE FLOWING QUEEN / THE WATER MIRROR won the 2007 Marsh Award for Best Children´s Book in Translation.
In 2007 his historical novel DAS GELÜBDE (The Vow) was turned into a movie by celebrated German director Dominik Graf. SIEBEN SIEGEL is set to be filmed in 2008, other books are optioned.
Kai has also written screenplays, two of which have been made into TV movies. He is the author of a hardcover comic book, PANDORAMICUM, and is one of the creators of the fantasy role-playing game ENGEL (US edition by White Wolf).
Kai Meyer lives in Westphalia near the Rhine in Germany.
UNFASSBAR SCHÖN gezeichnet 😍😍😍 Wirklich richtig toller Zeichenstil. Auch echt atmosphärisch. Die Story war ziemlich tiefgehend aber irgendwie echt gruselig? Vor dieser Graphic Novel hätte ich nicht gedacht dass ich jemals Angst vorm Weihnachtsmann haben könnte, jetzt überlege ich mir das vielleicht noch mal anders 🤔😅🥲 . Mein Schlafzimmer ist tatsächlich auch auf einem Speicher. Werde jetzt vermutlich den nächsten Monat nicht mehr richtig schlafen können 🥲🥲🥲🥲 Aber dafür hat es sich wenigstens echt gelohnt 🤷♀️
Eine sehr nette Schauergeschichte über einen alten Mann auf dem Dachboden des Herrenhauses :3 das Ende war überraschend gut. Besonders die Zeichnungen waren hervorragend, hat dem ganzen einen guten Ton verliehen und das Storytelling war durchweg spannend - erinnerte mich minimal an Lovecraft Erzählweise :D keine Ahnung wieso.
Schon als ich das Cover sah, war mir klar, das ich diese Graphic Novel auf jeden Fall lesen wollte. Hier zeigte sich aus meiner Sicht schon der pure Horror in Form einen kleinen Kindes, welcher vor einem schwarzen Mann auf einem Dachboden steht. Gäbe es eine To-do-Liste für Horror, sie wäre hier so gut wie abgearbeitet.
Um so neugieriger war ich deswegen auch auf die Geschichte, welcher nicht nur schaurig schön illustriert wurde, sondern die man am Ende des Buches auch noch einmal komplett nachlesen konnte. Wer die Kurzgeschichte schon kannte, dürfte aber trotzdem nicht enttäuscht sein, da man nun sogar schaurig schöne Bilder dazu hatte.
Zur Geschichte selbst möchte ich ehrlich gesagt nicht viel erzählen, da hier jeder selber selbst erleben muss, was auf dem Dachboden vor sich geht und wer der Mann eigentlich ist. Ich kann aber versprechen, das man sichtlich überrascht sein dürfte, wenn man das Geheimnis schließlich erfuhr. Zudem dürfte der Winter und seine mitgebrachte Stimmung ganz schön ins Schaurige abrutschen.
Wo die Kurzgeschichte, so zwar schon leicht gruselig war, schaffte es Jana Heidersdorf dem Ganzen den Sprung in den Horror zu bringen. Dabei möchte ich gleich vorwegsagen, das ihr Zeichenstil nicht allen gefallen dürfte, da er sehr verwaschen wirkte und manchmal etwas detailarm war. Was er aber schaffte, war die Geschehnisse der Geschichte in dem Maße zu erschaffen, das er einem eine Gänsehaut bereiten konnte. Dies lag vor allem daran, das eigentlich keine leuchtende Farbe benutzt wurde. Selbst in den helleren Momenten, nutzte man kein sattes Gelb, sondern eher ein Ocker, welches die Atmosphäre deutlich drückte. Man hatte also die ganze Zeit das Gefühl, das im Haus etwas nicht stimmt und das fortlaufend zu fühlen, dürfte man locker als Stärke ansehen.
Nach der illustrierten Geschichte wurde man wie erwähnt mit der ursprünglichen Kurzgeschichte belohnt. Diese war jedoch nicht einfach abgedruckt worden, sondern wurde mit Charakter-Zeichnungen oder den Ideen für das Cover untermalt. Ich fand dies wirklich toll, da ich solche Extras einfach sehr schätze.
Diese schaurige schöne Geschichte dürfte ich wohl auf ewig mit dem Winter verbinden. Dabei hätte ich nie gedacht, das der Autor neben Fantasy, auch das Genre Horror bestens versteht. Im Zusammenspiel mit Jana Heidersdorf schaffte er es auf jeden Fall seiner Handlung noch mehr Tiefe und dazu einen Touch zu geben, welchen man so schnell nicht mehr vergessen dürfte.
"Wohin verschwand der Weihnachtsmann? Und warum bringt er uns keine Geschenke mehr?" Mit dieser Frage startete Kai Meyer, wie er im Nachwort selbst erklärt, seinerzeit in die Kurzgeschichte für eine Weihnachtsanthologie, auf der dieser Graphic Novel basiert. "Der Speichermann" ist also eine Weihnachtsgeschichte, wenn man so will - aber keine voller Glanz und Lichter und Nächstenliebe, sondern eher eine, die einen schaudern lässt. Dieses unheimliche Grundgefühl der Geschichte wird durch die düsteren, starken Illustrationen von Jana Heidersdorf perfekt untermalt und verstärkt. Hier hat definitiv zusammen gefunden, was zusammen gehört.
SO SCHAURIG-SCHÖN. Der Zeichenstil ist so atmosphärisch und wunderbar anzusehen. Die Komposition der Bilder war top. Eindeutig eine Herbst und Winter-Empfehlung! Spooky.
Als ich “Der Speichermann” beendete, war ich etwas enttäuscht. Was für ein deprimierendes Ende. Als ich dann aber im Nachwort gelesen habe, welche beiden Fragen den Autor Kai Meyer umgetrieben haben, als er seine Kurzgeschichte anno 1995 für eine Anthologie schrieb, erscheint das Ende versöhnlicher.
Welche Fragen das sind, behalte ich für mich, denn der Leser wird mehr Spaß am Buch haben, je weniger er weiß. Die Geschichte ist sowieso schon kurz genug, um noch großartig den Rezensionen etwas vom Inhalt erfahren zu müssen. In diesem Zusammenhang finde ich den Klappentext (ausnahmsweise) sehr gut gewählt, obgleich sich die Phrase “winterliches Schauermärchen” mehr an der Jahreszeit als am Inhalt orientiert. Winterlich ist diese Geschichte nämlich nicht.
Dafür durchaus ein wenig schaurig, wenn man das empfohlene Lesealter ab 14 Jahren berücksichtig. Mal eine Graphic Novel aus dem Splitter Verlag, die sich nicht explizit an Erwachsene richtet. Die Kurzgeschichte selbst (die sich im Übrigen im Anhang des Buchs findet) ist dabei gar nicht mal gruselig. Dieser Faktor erhält erst durch die zeichnerische Klasse von Jana Heidersdorf Einzug. Die Zeichnungen sind einfach nur märchenhaft gut gelungen und passen sehr gut zur erzählten Geschichte. Da kann ich den Autor verstehen, der in seinem Nachwort schreibt, dass seine Bilder in seinem Kopf (endlich) einen Weg in ein Buch gefunden haben und nun jedermann zugänglich sind.
Fazit
Eine sehr gut umgesetzte Kurzgeschichte, die düster gruselig dargestellt den Leser erwartet. Das Ende fand ich persönlich zwar ein bisschen zu sehr deprimierend, aber in Summe (vor allem nach dem zweiten Mal lesen) dann doch in Ordnung. So oder so kann ich dieses Werk allen Freunden in sich abgeschlossener und leicht gruseliger Graphic Novels empfehlen.
Der bekannte Fantasy-Autor Kai Mayer veröffentlichte bereits 1995 eine Kurzgeschichte über einen namenlosen Jungen und einen bärtigen alten Mann auf dem Dachboden, die nun in einer prachtvollen Comicadaption mit den berauschend schönen Bildern von Jana Heidersdorf vom Splitter Verlag herausgebracht wurde.
Durch die fast schon malerischen Illustrationen der Künstlerin ist man sofort in der winterlichen Schauergeschichte und entdeckt mit dem blondschopfigen Jungen die dunkelsten Ecken des Dachbodens, wo sich so manches Geheimnis verbirgt. Wie zum Beispiel der alte Mann, der in einem schwarzen Loch zwischen den verstaubten Gemälden zu hausen scheint und behauptet der Weihnachtsmann zu sein.
Im Schnelldurchlauf wird das Leben des Jungen dargeboten, wobei der Fokus auf dessen Ausflüge auf den Speicher gerichtet wird. Jedes Mal versucht der alte Mann den Jungen/Mann/Vater/Großvater mit Geschenken zu verlocken. Doch was genau hinter diesem düster bebilderten Märchen steckt, findet man am besten selbst an einem gemütlichen Winterabend im Lesesessel heraus.
Im Anschluss an diese wundervolle Comicadaption ist auch noch die Originalgeschichte sowie Charakterstudien abgedruckt, welches das Leseerlebnis noch komplementiert und zeigt, wie nah sich Jana Heidersdorf in ihrer künstlerischen Umsetzung an das Original hält.
Da es sich bei Der Speichermann um eine abgeschlossene Kurzgeschichte handelt und die Panelführung verständlich gehalten ist, eignet sich dieser Comic auch durchaus für Einsteiger.
Fazit
Eine ebenso düstere wie auch märchenhafte Schauergeschichte über die Mystik von Dachböden und das Geheimnis des Weihnachtsmannes, wundervoll in Szene gesetzt durch die atmosphärischen Illustrationen von Jana Heidersdorf.
Kai Meyer, seines Zeichens Autor vieler hervorragender Bücher, darunter sein neuestes Werk "Asche & Phönix", hat in diesem Jahr zu Weihnachten eine kleine Kurzgeschichte als eBook veröffentlicht, die es in sich hat. Sie hebt sich von den gefühlsduseligen, manchmal allzu kitischig wirkenden Geschichten zu dieser Jahreszeit deutlich ab und das gefiel mir ausgesprochen gut.
Worum geht es?
Es geht um einen geheimnisvollen Mann, tief verborgen hinten in einem Speicher, inmitten einer belebten Stadt, vergessen zwischen alten Möbeln und Krimskrams, den man eben so auf einem Dachboden lagert. Doch eines Tages findet ein Kind den weißbärtigen Mann, der dem Jungen eine leckere Zimtschokolade anbieten möchte...
Die Botschaft hinter diesen Zeilen
Kai Meyer ging es nicht darum, eine neue Weihnachtsgeschichte voll Kerzenglanz und heimeliger Kaminatmosphäre zu schreiben. Diese düstere und stellenweise wirklich traurigmachende Kurzgeschichte trägt eine Message mit sich, die bewegt, stutzig macht und über vieles nachdenken lässt. Glaubt ihr an den Weihnachtsmann? Glauben die Menschen, egal ob Kind oder Erwachsener, noch an etwas im Leben, das sich nicht mit Worten erklären lässt? Muss man ständig Angst haben, dass böse Dinge geschehen, kann man nicht einfach mal annehmen, dankbar sein und Freude teilen? Freude weitergeben?
Durchaus sozialkritische Fragen wirft dieser Text auf, ein ganz besonderes Kleinod zur weihnachtlichen Stimmung. Ich liebte jede Zeile, jedes geschriebene, eloquente und wohldurchdachte Wort.
Danke Kai für ein intensives, sehr einfühlsam geschriebenes und viel zu kurzes Lesevergnügen!
Ein kleiner Junge stromert auf dem Speicher eines Anwesens herum und trifft dort auf einen alten Mann. Dieser scheint merkwürdigerweise dort zu leben. Im Laufe der Jahrzehnte wird er immer wieder zu dem mysteriösen Bewohner zurückkehren. Wird er das Geheimnis lüften können?
Meinung
Diese Kurzgeschichte gab es um Weihnachten 2012 herum gratis zum Download, angepriesen als finstere Weihnachtsgeschichte. Ich persönlich bin kein Fan vom Horror-Genre, aber ich habe sehr viele Bücher von Kai Meyer gelesen und wollte es daher trotzdem mal probieren.
Leider war das eBook für mich eher ein Fehlgriff. Denn die Geschichte konnte mich nicht packen, sie erzeugte auch keine Nachwirkung in mir. Das lag daran, dass der Plot war zwar ganz nett war, aber bei mir für keinerlei Spannung sorgte. Zudem schaffte die eingesetzte Sprache keine gruselige Atmosphäre und so las ich die wenigen Seiten lediglich mit mildem Interesse. Hätte ich dafür Geld gezahlt, wäre ich wohl enttäuscht gewesen. Kaum zu glauben, dass diese Geschichte in Anthologien veröffentlicht wurde, denn ich halte es für eins der schlechteren Werke von Kai Meyer.
Dass der Herr Kurzgeschichten schreiben kann, hat er unter anderem mit “Drachenreigen” bewiesen.
Fazit
Für Fans von Kai Meyer ganz nett, insgesamt jedoch nur eine mittelmäßige Kurzgeschichte.