Eine Auswahl der besten SF-Stories aus The Magazine of Fantasy and Science Fiction:
J. G. Ballard: Retter der Menschheit Rosel George Brown: Planet der Selbstmörder Bryce Walton: Der Friedensrichter Robert F. Young: Metamorphose Willard Marsh: Grüße an die Toten Henry Shultz: Der telepathische Mord Jack Sharkey: Die Dämonin Philip Jose Farmer: Ein Mann wie Prometheus
Ballards Titelstory WANDERER DURCH ZEIT UND RAUM ist eine ahasveröse Fantasy-Geschichte, die sich mit einem der Lieblingsthemen des Autors beschäftigt, nämlich der Zeit. Obschon fluffig zu lesen, gehört sie trotz einer witzigen Grundidee meiner Meinung nach nicht zu Ballards besseren Stories Lesbar geschrieben, 3 Sterne.
Rosel George Browns PLANET DER SELBSTMÖRDER ist eine der Stories, die alle Vorurteile gegen SF befeuern. Sprachlich dünn und schlecht erzählt, versucht Brown sich an der Schilderung einer uns gänzlich fremden Zivilisation, deren Vorbild offenbar Lemminge sind, die Brown nicht aus dem Kopf gehen wollten. 2 Sterne für die Grundidee, 1 Stern für die Ausführung. Dann habe ich über die Autorin, die mir gänzlich unbekannt war, nachgelesen und erfahren, dass sie auch Anerkennung gefunden hat, indem sie schon sehr früh feministische Elemente ins Genre eingebracht hat. Interesse und Masochismus gehen bei mir Hand in Hand, also habe ich mir einen Roman von ihr bestellt, in dem eine Weltraumdetektivin die Protagonistin ist. Mal schauen, ob mir das besser gefällt als ihre Lemming-Geschichte, die möglicherweise ja auch unter der Übersetzung von Walter Ernsting gelitten hat (genau, dem Perry Rhodan-Autor, nach dem ein Asteroid benannt wurde).