Magisch düstere High Fantasy: Dies ist die Geschichte von Modranel, dem kein Preis zu hoch war, um zu werden, was er ist: der mächtigste Magier der Menschheit. Dies ist auch die Geschichte von Lióla und Ajina, den ungleichen Schwestern, der Dunkelruferin, die der Macht der Schatten verfallen ist, und der Adepta, die im Dienst der Mondmutter Kranke heilt. Es ist eine Geschichte aus dem Silberkrieg, in dem sich die freien Reiche gegen die Schatten stellen, die sich über die Welt zu legen drohen. Vor allem aber ist es die Geschichte von Helion, dem Paladin der Mondschwerter, der dem letzten Wunsch seines verstorbenen Meisters folgt. Er, der einfache Silberträger, ist der entschlossenste Feind der unsterblichen Schattenherren. Kann er gegen Lisanne bestehen, die Schattenherzogin, in der Schönheit und Grausamkeit ihre Vollendung finden?
"Feind" wird zurecht als 'düstere High Fantasy' bezeichnet. Schon im Prolog treffen die Charaktere Entscheidungen, die für den Leser entsetzlich und unvorstellbar sind, und in den nachfolgenden Kapiteln geht es so weiter. Es werden Opfer gefordert, die Bedrohung durch die Schattenherren ist durchgängig präsent und der Autor scheut sich nicht darzustellen, welche schrecklichen und unmenschlichen Taten ihre Anhänger vollbringen. Die Schilderungen sind zwar nicht allzu detailliert, aber dennoch schonungslos, sodass man sich immer bewusst ist, wozu die Figuren fähig sind. Selbst die Protagonisten handeln oft fragwürdig und eine 'gute', moralisch unfehlbare Person gibt es nicht wirklich, auch wenn manche positiver charakterisiert werden als andere. Umso schlimmer ist es, dass niemand sicher zu sein scheint und viele Charaktere ein furchtbares Schicksal erleiden.
Dadurch, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, bekommt man ein sehr gutes Bild davon, wie der Kampf auf allen Seiten geführt wird und obwohl die Szenen, in denen es um die Schattenherren und ihre Gefolgschaft ging in vielerlei Hinsicht grausam waren, waren sie doch eine willkommene Abwechslung zu den Kämpfen und Schlachten, die andere Figuren ausfochten. Was mir ein wenig gefehlt hat, ist die emotionale Tiefe; ich konnte mit niemandem wirklich mitleiden, wodurch die tragischen, dramatischen Wendungen für mich ein wenig an Wirkung verloren haben, doch die einzelnen Ereignisse sind auf jeden Fall schockierend und entsetzlich.
Momentan bin ich mir noch nicht so ganz sicher, worauf die Reihe hinauslaufen soll, aber der erste Band hat mir trotz allem gefallen; es ist so einiges passiert und die Geschichte war fesselnd. Das Ende macht zudem neugierig auf mehr, vor allem, da alles irgendwie hoffnungslos zu sein scheint und ich mir nicht vorstellen kann, wie diese Lage aufgelöst werden soll.
Eine düstere Geschichte mit Lichtblicken, makaber(er Sprache) , teils "unbeholfen" im Vergleich zu vielen gewählt ausgedrückten Stellen - was mich gestört hat. Für mich ließ sich das Buch leider nicht fließend lesen, ich wurde mit der Erzählweise nicht eins. Die Charaktere sind aber top. Dank ihnen hab ich es mit mehreren Unterbrechungen geschafft das Buch doch durch zu lesen und denke, dass der Rest der Reihe folgen wird. Die Welt an sich gefällt mir auch sehr. Tatsächlich hätte ich gerne 2,5 Sterne gegeben, da für mich an oberster Stelle steht, dass sich Bücher gut lesen lassen. Dann hätte ich es allerdings selbst fragwürdig gefunden, dass es mich trotz einer solchen Bewertung reizt weiterzulesen. Es hat die drei Sterne schon verdient, denn inhaltlich macht es total Spaß!
Ich hatte das Buch schon 2015 einmal in Angriff genommen, warum ich es damals nicht beendete kann ich heute nicht mehr sagen, ich bereue es allerdings nicht das ich dem Buch noch einmal eine Chance gegeben habe. FEIND, der Auftakt der Schattenherren-Trilogie ist düster, brutal und spannend geschrieben. Für zartbesaitete Gemüter vielleicht nicht zu empfehlen, den die ein oder andere Szene hat es schon ordentlich in sich, was man so vielleicht nicht häufig in dieser Form liest. Ich fand den Band ganz interessant, auch weil es einige Verläufe in der Geschichte gab die ich so nicht vermutet hätte. Ich bin schon sehr gespannt wie der zweite Teil die Handlung voran treibt.
In Eloy hadern die Menschen mit ihrem Schicksal. Nur die wenigsten glauben noch an ihre Götter, denn die Schattenherren sind nah. In grausamen Ritualen bezwingen die sogenannten Osadroi ihre Opfer für eine Zukunft in Dunkelheit und Schmerz. Doch da gibt es Helion, einen jungen Paladin und Träger des Mondschwertes. Kann er mit seinen Begleitern verhindern, dass auch die letzte Silbermine – und damit die einzige Waffe gegen die unsterblichen Schattenherren - an die dunklen Mächte fällt? In Guardaja wird es sich entscheiden, Hoffnung und Trauer liegen ganz nah beieinander...
"Das Herz braucht eine Weile, um dem Verstand zu folgen, und selten tut es das willig."
FEIND von Robert Corvus ist der erste Band der Trilogie um die Schattenherren, wobei die Folgebände recht zeitnah erscheinen. Ich merkte sehr schnell, dass diese Geschichte von einem gewissen Entsetzen geprägt sein wird. Wer also düstere Fantasy mag, abseits von Orks und Zwergen, ist hier genau richtig. Bereits mit Lesen des Prologes hatte mich die Geschichte gepackt. Ich machte mir meine Gedanken, schimpfte und spekulierte vor mich hin. Auch die Karten mit Namen wie "Meer der Erinnerung" oder "Seelennebel" machten mich sofort neugierig auf das Buch.
Bei Kämpfen und Gemetzel konnte ich sehr gut folgen, sie zogen sich nicht ewig dahin. Zum anderen gelingt es Robert Corvus, auch aus anderen Perspektiven die Geschehnisse aufzugreifen. Das nimmt dann etwas von Schnelligkeit und Chaos. Mit den Charakteren hatte ich keine Schwierigkeiten, außer dass der Autor sie meist nur für ein kurzes Leben geschaffen hat. Vielleicht wollten sie aber auch für ein Stückchen Hoffnung sterben, wer weiß das schon. ;) Jedenfalls kann ich erstaunlich gut mit den vielen Opfern leben, da das Ende so schrecklich neugierig macht.
Zusammenfassend kann ich die Geschichte noch nicht ganz greifen, sie nimmt ja in FEIND erst ihren Anfang. Doch der ist finster und vielversprechend genug, dass ich unbedingt auch die nachfolgenden Teile lesen möchte.
Auf ein richtig schönes Fantasy-Buch habe ich mich Mal wieder so richtig gefreut, vor allem auch, weil ich die Bücher von George R.R. Martin sehr mag, mit denen dieses Buch verglichen wird. Meine Erwartungshaltung war also recht hoch und nach dem Prolog dachte ich auch noch, dass ich nicht enttäuscht werden würde. Der Rest des Buches war allerdings sehr ernüchternd.
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich habe mich über vier Wochen durch dieses Buch gequält und habe nur weiter gelesen, weil ich es zum Testlesen bekommen hatte und es als meine Pflicht ansehe es dann auch zu lesen. Ansonsten hätte ich nach spätestens 100 Seiten abgebrochen. Wie gesagt, der Prolog war klasse, da wurde so richtig Spannung aufgebaut und es wurde klar, dass hier nicht um den heißen Brei rumgeredet wird, sondern, dass es hart zur Sache geht. Das geht es in diesem Buch tatsächlich auch weiterhin. Allerdings wirkt das alles so plan- und ziellos und unüberlegt, dass es überhaupt keinen Spaß mehr macht. Ich bin sicher nicht empfindlich, aber auch Brutalität und Gewalt sollten doch irgendeinen Sinn und Zweck haben, auch in Geschichten. Leider konnte ich nichts davon erkennen. Die Grundidee der Geschichte war schon klasse, leider kam diese aber total zu kurz und wenn, dann wirkte alles sehr wirr durcheinander gewürfelt.
Für viel Verwirrung sorgten auch die zahlreichen Figuren, von denen viele einfach so weg gestorben sind. Für die 400 Seiten hat das Buch wirklich unglaublich viele Figuren, viel zu viele! Auf keine Figur konnte man sich so richtig einstellen, alle blieben sehr blass und lieblos und wirkten ruck-zuck abgefertigt.
Wie gesagt, die düstere Atmosphäre dieses Buches kam wirklich rüber, aber das allein reicht einfach nicht. Ein wenig mehr Hintergrund und Emotionen hätte einfach sein müssen, vor allem irgendein wirklich erkennbar verfolgbarer roter Faden. Mir hat dieses Buch leider gar nicht gefallen und zwei Sterne bekommt es nur, weil die Idee eigentlich gut ist und auch der Prolog gut umgesetzt. Der Autor kann es also schon!
A good but not overwhelming read with some interesting turns. Definitely not on the level of G.R.R. Martin, though, with whom the publisher compared the author.