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Rachekind

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Sein Schatten verfolgt dich
Hannas Mann Steve verschwindet spurlos. Hanna ist sich sicher, dass etwas Schlimmes passiert ist, doch niemand glaubt ihr, bis ihre einjährige Tochter Lilou fast entführt wird. Als Lilou sich immer mehr verändert, scheint es, als stehe sie in Kontakt mit ihrem Vater. Hanna begreift, dass dies ihre einzige Chance ist, Antworten zu bekommen, da ihre verzweifelte Suche bislang nur eines zutage förderte: Der Mann, den sie unter dem Namen Steve Warrington kennen und lieben lernte, hat offiziell nie existiert. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit und begibt sich dabei in tödliche Gefahr...

512 pages, Taschenbuch

First published January 14, 2013

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About the author

Janet Clark

21 books19 followers
Ich bin 1967 in München geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur hat es mich ins Ausland gezogen, nach Frankreich, Belgien und England, wo ich studiert und gearbeitet habe. Obwohl es mir in allen drei Ländern sehr gut gefallen hat, bin ich nach zwölf Jahren in meine Heimatstadt München zurückgekehrt und lebe dort mit meinem Mann und drei Kindern. Geschrieben habe ich schon immer gerne, meist lustige Geschichten für meine Familie, doch ernsthaft beschäftigte ich mich erst seit 2004 damit, anfangs neben meinem Beruf als Marketingleiterin, inzwischen hauptberuflich.

Note: There is more than one author in the GoodReads database with this name.If adding books to this author, please use Janet^^^Clark. See this thread for more information.

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Community Reviews

5 stars
54 (36%)
4 stars
54 (36%)
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32 (21%)
2 stars
9 (6%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 18 of 18 reviews
Profile Image for Sonja Rosa Lisa ♡  .
5,110 reviews637 followers
August 23, 2022
Hanna ist glücklich verheiratet mit Steve und hat eine süße kleine Tochter. Doch eines Tages ändert sich alles. Steve verschwindet spurlos, und die einjährige Tochter Lilou verändert sich auf merkwürdige Weise. Was steckt dahinter, und wo ist Steve? Alle glauben, Steve habe Hanna verlassen, doch Hanna ist davon überzeugt, dass etwas Schlimmes passiert sein muss. Sie macht sich auf die Suche nach ihrem Mann und erkennt bald, dass sie Steve eigentlich gar nicht wirklich kennt...
*
Meine Meinung
Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich dieser Thriller überzeugen können. Die Geschichte ist unglaublich spannend, fesselnd, geheimnisvoll, mysteriös und wirkt dabei immer auf erschreckende Art authentisch.
Ich habe mit Hanna und ihrer kleinen Tochter mitgefühlt und gelitten. Es tauchen immer wieder neue Figuren auf, die auf den ersten Blick sympathisch wirken - doch wem kann Hanna wirklich trauen?
Ich habe die gesamte Lektüre hindurch immer gerätselt, was denn nun wirklich passiert sein mag. Wo ist Steve? Was ist mit Lilou? Und was ist in dem Kinderheim damals passiert? Im Buch gibt es nämlich regelmäßig Rückblenden ins Jahr 1991.
Erzählt wird in Tagebuchform aus der Sicht eines Jungen, der zunächst namenlos bleibt. Wer ist er? Diese kurzen Episoden von 1991 haben für mich die Spannung noch mal erhöht.
Man glaubt schon zu wissen, was passiert ist, doch dann taucht eine unerwartete Wendung auf und man steht wieder ganz am Anfang. Für mich ist "Rachekind" ein unglaublich packendes Buch und ein spannender Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen mag!
Profile Image for Sebastian.
751 reviews67 followers
September 11, 2024
Als ihr Mann spurlos verschwindet und ihre kleine Tochter nur knapp dem Tode entrinnt, macht eine junge Mutter schockierende Entdeckungen und stellt fest, das in ihrem Leben nichts so wahr wie es den Anschein hatte…

Nach einer geschäftlichen Veranstaltung freut sich Hanna auf das Wiedersehen mit ihrem Mann Steve und ihrer einjährigen Tochter Lilou. Während der unterhaltsamen Taxifahrt ahnt sie jedoch nicht, dass sie in der gemeinsamen Wohnung eine böse Überraschung erwartet: Von Steve fehlt nämlich jede Spur und als Hanna das Kinderzimmer betritt, findet sie Lilou leblos in ihrem Bett. Panisch beginnt die verzweifelte Mutter mit den Wiederbelebungsversuchen und alarmiert den Notarzt, sodass das Kleinkind im letzten Moment noch gerettet werden kann.

Wenn der eigene Ehemann plötzlich spurlos verschwindet…

Während Hanna sich von dem Schock langsam erholt, wird die Sorge um ihren Mann immer größer. Steve und sie führten eine liebevolle Ehe und sie kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass er ihre gemeinsame Tochter einfach so im Stich gelassen hätte. Hanna fürchtet, dass ihr Ehemann möglicherweise einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist, doch gemeinsam mit ihrer Nachbarin Britt entdeckt sie immer mehr Hinweise dafür, dass Steve seine Familie offenbar aus freien Stücken verlassen hat. War er in dunkle Geschäfte verwickelt und hat deshalb die Flucht ergriffen oder gibt es in seinem Leben vielleicht sogar eine neue Frau, für die er Hanna Hals über Kopf verlassen hat?

Eine verzweifelte Ehefrau und Mutter auf Spurensuche

Allerdings brachte dann gleich der Prolog eine große Überraschung mit sich, denn die darin geschilderte Szene deutet bereits an, dass dieses Buch in eine andere Richtung geht als man vielleicht anhand des Klappentextes vermuten könnte. Während man noch über die Bedeutung dieser Passage rätselt, geht es im Leben der Protagonistin aber schon Schlag auf Schlag weiter. Erst überlebt ihr Kind nur knapp einen plötzlichen Herzstillstand, dann fehlt von ihrem Mann jede Spur. Hanna Warrington hat nun alle Hände voll zu tun: Verständlicherweise will sie ihre Tochter kaum noch aus den Augen lassen, gleichzeitig muss sie sich aber auch noch um den Schlüsseldienst ihres Mannes kümmern und darüber hinaus Steves Verschwinden auf den Grund gehen. Hier ist sie nämlich auf sich allein gestellt, denn sowohl die Polizei als auch ihre hilfsbereite Nachbarin Britt sind davon überzeugt, dass Steve die Familie im Stich gelassen hat und mit einer neuen Liebe durchgebrannt ist.

Hanna bleibt aber hartnäckig und will nicht glauben, dass ihr Ehemann ihr die glückliche Beziehung nur vorgegaukelt hat. Nach und nach macht sie jedoch Entdeckungen, die letztlich auch ihr Vertrauen in Steve ins Wanken bringen. Darüber hinaus macht ihr auch das Verhalten ihrer Tochter seit ihrem Beinahe-Tod große Sorgen: Lilou ist nicht mehr das fröhliche und aufgedrehte Mädchen wie zuvor sondern zieht sich immer mehr zurück und legt noch weitere verstörende Eigenarten an den Tag.

Spannende und abwechslungsreiche Geschichte

Es gibt also jede Menge offene Baustellen und folgerichtig bietet die Geschichte eine ganze Reihe an Reizpunkten, welche die Handlung sehr abwechslungsreich gestalten und keine Langeweile aufkommen lassen. Es gibt immer wieder neue Enthüllungen und Wendungen, die den Leser bei Laune halten und „Rachekind“ zu einem wirklich kurzweiligen Leseerlebnis machen. Zudem ist die Hauptfigur interessant und es ist spannend zu beobachten, wie Hanna mit den diversen Entwicklungen umgeht. Ihr Verhalten ist in den meisten Fällen sehr nachvollziehbar, wenngleich es auch manche Szenen gibt, die sie nicht ganz so sympathisch erscheinen lassen, da ich Hanna in einigen Szenen auch als ein wenig zickig empfunden habe – wenngleich ihre Gereiztheit auf ihrer angespannten Situation durchaus verständlich ist.

Nicht immer überzeugender Mystery-Touch

Was mir bei dem Buch aber Probleme bereitet hat, ist der mit fortschreitender Handlung immer deutlichere esoterische Einfluss, den der Prolog bereits angedeutet hat. Ich bin der letzte, der sich in Thrillern über Mystery-Elemente beschwert, aber für meinen Geschmack hat es Janet Clark in manchen Szenen mit den spirituellen Dingen etwas übertrieben (ohne groß zu spoilern sei hier nur das Thema „Spinnen“ erwähnt…). Ob man diesen Touch mag ist sicherlich Ansichtssache, ich konnte mich damit nicht so wirklich anfreunden und empfand somit auch das Ende der Geschichte als zu gekünstelt und zu kitschig. Das ändert aber nichts daran, dass ich mich von „Rachekind“ über die meiste Zeit gut unterhalten gefühlt habe.

Fazit:
Spannender deutscher Thriller mit einigen gelungenen Wendungen, aber auch sehr gewöhnungsbedürftigen Mystery-Elementen.
Profile Image for Katharina.
92 reviews
February 12, 2013
Stellen Sie sich vor, Sie kommen von einem Kunden-Event nach Hause, Ihr Kind liegt leblos in seinem Bettchen und Ihr Mann, von dem Sie dachten, er liebte Sie uneingeschränkt, ist spurlos verschwunden? Ein Albtraum? Dann stellen Sie sich doch vor, dass Sie Ihr Kind zwar retten können, es sich aber völlig verändert hat und Dinge tut, die es zuvor nie getan hat. Beängstigend? Vergessen Sie nicht, dass Ihr Mann weg ist und sie keine Ahnung haben, warum und wo. Spüren Sie die Panik?

Genau so ergeht es der Protagonistin Hanna aus Janet Clarks Mysterythriller: „Rachekind“. Meisterhaft versteht es die Autorin, die vielschichtige Geschichte um Hanna, ihren verschwundenen Mann Steve und Töchterchen Lilou aufzubauen. Da es sich um einen Mysterythriller handelt, und das Mystische natürlich nicht zu kurz kommt, beginnt sich der Leser schnell bei nahezu jeder Kleinigkeit, jedem Hinweis zu fragen, ob es Zufall war, mystisch oder ganz logisch zu erklären. Selten habe ich bei einem Buch so sehr gerätselt und spekuliert. War das, was passiert ist, Zufall oder ein Hinweis auf Steves Verschwinden? Warum tut Lilou dieses und jenes? Ein Buch, das seinen Leser derart in das Geschehen zieht, gibt es nur selten und als wäre dies nicht genug, werden immer mal wieder Abschnitte aus einem Tagebuch eines Kinderheimbewohners aus dem Jahre 1991 eingeflochten. Es ist nicht zu viel verraten, wenn ich sage, dass diese alles andere als erfreulich sind und so leidet der Leser an zwei Fronten: mit Hanna und im Kinderheim.

Janet Clark schreibt unglaublich packend und detailliert. Jeder Charakter ist wunderbar ausgebaut und authentisch und obwohl die Story sehr vielschichtig ist, ist sie nie zu verworren und stets gut durchdacht. Alle Rätsel werden am Schluss gelöst.

Mysterythriller sind für den Schriftsteller sicher eine Herausforderung, denn Realität und Übersinnliches sollten in einem harmonischen Verhältnis stehen, damit die Story glaubwürdig bleibt. Dies ist, meiner Meinung nach, bei diesem Buch wirklich gut gelungen. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.
Profile Image for Kirsten.
3,118 reviews8 followers
July 5, 2025
Der Krimi beginnt spannend, das ist keine Frage. Ab ungefähr der Mitte wurde mir die Geschichte zu verworren. Freunde werden zu Feinden und umgekehrt. Das mag daran liegen, dass Hanna mehr über die Vergangenheit ihres Mannes erfährt und deshalb die Leute um sich herum mit anderen Augen sieht. Es erklärt aber nicht, warum sie trotz ihres Misstrauens immer wieder Leuten vertraut, die mir mehr als verdächtig vorkamen. In dieser Hinsicht hat sie mehr als eine falsche Entscheidung getroffen.

Die beiden Zeitebenen fand ich interessant. So konnte ich eigenen Überlegungen anstellen, wer die Person aus der Vergangenheit jetzt war und welche zusammenhänge es gab. Aber das hat mir nicht gereicht. Rachekind ist ein unterhaltsamer Krimi, mehr aber nicht.
Profile Image for Patricia.
373 reviews1 follower
June 17, 2019
Ein fesselnder Thriller. Durch das ganze Buch durch, war nicht klar, wem man trauen konnte und was Phantasie und was Wirklichkeit ist. Der Schreibstil war sehr gut zu lesen und durch den Mystery Touch war es auch tatsächlich schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Das Ende war hingegen etwas enttäuschend. Ich hätte mir mehr Informationen bezüglich den mysteriösen Vorfällen gewünscht. Und irgendwie war es dann doch alles etwas zu weit hergeholt und etwas zu heile Welt zum Happy End.
Profile Image for Dorota.
39 reviews
January 20, 2018
Ein sehr fesselndes Buch, dass durch unterschiedliche Situationswenden einen immer wieder überrascht. Sehr gut und unterhaltsam, auch wenn manchmal vorhersehbar.
Profile Image for Ankas.
Author 1 book58 followers
February 2, 2013
Sehnsüchtig habe ich den neuen Thriller von Janet Clark erwartet - zumal dieser "anders" sein sollte, als ihre bisherigen. Die sympathische Autorin serviert uns einen packenden Thriller der Extraklasse, gespickt mit einem Schuss "Übernatürlichen".

Hanna lebt in einer glücklichen Beziehung mit Steve, deren Höhepunkt das gemeinsame, zuckersüße Töchterchen Lilou bildet. Alle beide sind vernarrt in das quirlige Mädchen und leben ein scheinbar perfektes Leben, bis Hanna eines Abends ihre einjährige Tochter leblos in ihrem Bett vorfindet. Die Reanimationsversuche zeigen Wirkung und Lilous Herz beginnt wieder zu schlagen - doch wo ist Steve? Er sollte auf seine Tochter aufpassen, aber von ihm fehlt jede Spur.
Für Hanna beginnt ein wahrer Alptraum. Auf der Suche nach ihrem Mann erfährt sie, dass Steve nicht der war, für den sie ihn gehalten halt. Mithilfe eines Privatdetektives versucht sie herauszufinden, was hinter Steves plötzlichem Verschwinden steckt und gerät schließlich selbst in Gefahr. Wäre das nicht schon genug, verhält sich Lilou seit ihrer Nahtoderfahrung sehr merkwürdig. Sie brabbelt mit einem unsichtbaren Freund, schnalzt mit der Zunge, so wie es nur Steve getan hat, vergräbt Dinge und wirkt oft viel ernster und in sich gekehrter als vorher.

Oh man, was habe ich mich mit diesem Mystery-Thriller gegruselt. Ich musste schnell am eigenen Leibe feststellen, dass Janet Clark ihr Handwerk versteht. Immer wieder kroch mir eine Gänsehaut über den Körper und es gab Momente, in denen ich beim Lesen vor Schreck so zusammengezuckt bin, dass mir meine Mitreisenden in der Bahn skeptische Blicke zugeworfen haben.

Hanna ist eine Protagonistin, mit der ich mich leicht identifizieren konnte. Ihre Angst, ihre Panik und ihr schließliches Misstrauen gegenüber Gott und der Welt, waren für mich nachvollziehbar. Ich hatte Mitleid mit ihr, hätte sie liebend gern getröstet und in den Arm genommen. Trotz des grausamen Alptraums, in dem sie sich befindet, bleibt sie stark, kämpft für ihr Kind und um ihre Ehe. Während ihre Freunde davon ausgehen, dass Steve abgehauen ist, verlässt sie sich auf ihr tiefes Gefühl, die Liebe, die sie immer verbunden hat und glaubt an ein Verbrechen.
Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Sei es nun der engagierte Privatdetektiv Marten, Hannas neue Freundin Britt oder Steves Mutter. Sie alle runden die Geschichte ab, lenken die Spur mal auf sich und dann doch wieder in eine ganz andere Richtung, sodass nicht nur Hanna, sondern auch der Leser selbst, nicht mehr weiß, wem zu trauen ist und wem nicht.

Der Autorin gelingt es, die Spannung von Anfang an aufzubauen und konstant aufrecht zu erhalten. Beim Lesen war ich stets unter Strom und traute der plötzlichen Ruhe nicht, die sich zwischenzeitlich immer mal wieder über die Seiten zog - zu Recht, denn für Hanna sind die durchlebten Wochen alles andere als ruhig.

Immer wieder gibt es anhand kurzer Tagebucheinträge kleine Rückblenden in Steves Kindheit, die ein bisschen mehr Aufschluss über sein Verhalten und die Umstände seines Verschwindens geben sollen. Am Ende ließen mich die Beschreibungen beklemmt und fassungslos zurück. Wie grausam können Menschen sein?

Das Setting der Geschichte hat mir besonders gut gefallen. Während ihrer Nachforschungen zieht es Hanna mit ihrer Tochter nach England, um dort Steves Eltern ausfindig zu machen. Am liebsten hätte ich mich mit ins Flugzeug gesetzt und mich in dem urigen Haus der Warringtons und dessen Umgebung umgeschaut.

Während ich als Leserin aufgrund einer beschriebenen Szene im Prolog geahnt habe, was mit Lilou los ist, tappt Hanna völlig im Dunkeln. Hier kommt der etwas übernatürliche "Mystery-Touch" ins Spiel, der ganz wunderbar in diese Geschichte passt. Nicht zu übertrieben, sondern mit einer großen Portion Skepsis, nähern sich sowohl die Autorin Janet Clark, als auch ihre Protagonistin Hanna dem Thema und machen das Buch somit zu etwas ganz besonderem. Mir hat dieser Hauch Mystery unheimlich gut gefallen - es gibt so vieles zwischen Himmel und Erde, das wir uns einfach nicht erklären können.

Zum Ende hin dröselt Janet Clark alles Stück für Stück auf, wobei sie natürlich nicht auf einen aufregenden Showdown verzichtet. Alle Fragen, die ich mir im Laufe der Handlung gestellt hatte, wurden beantwortet und führten mich zu einem rührenden Ende.

"Rachekind" ist ein wahnsinnig intensiver, packender und spannender Thriller, mit dem ich so manch gruselige Stunde verbracht habe. Er ist aufgrund der mystischen Elemente etwas ganz besonderes und verdient zu meinem Monats-Lesehighlight im Januar 2013 gekürt worden.
Profile Image for Juju.
59 reviews
January 24, 2013
Eigentlich könnte Hanna nicht glücklicher sein, denn sie hat einen Mann der sie liebt und eine kleine Tochter. Steve und Lilou sind ihr Ein und Alles. Eines Abends kommt sie jedoch nach Hause und merkt, dass etwas anders ist. Steve ist weg. Lilou liegt im Bettchen und atmet nicht.

Hanna schafft es rechtzeitig ins Krankenhaus und Lilou geht es wieder besser, jedoch legt sie plötzlich ganz andere Verhaltensformen an den Tag und ist wie ein komplett anderes Kind. Vorerst denkt Hanna es wäre wegen dem Trauma, doch dann ergeben sich bei der Suche nach Steve immer mehr Ungereimtheiten und Lilou verhält sich wie Steve und scheint ihr Zeichen zu geben. Als Hanna dann auch noch herausfindet, dass ihr Mann Steve in Wahrheit gar nicht Steve ist gerät sie in eine gefährliche Lage…denn jemand möchte die Nachforschungen stoppen. Wem kann sie jetzt noch trauen?

Fazit:

Der Erzählstil ist rasant und spannend. Die Sätze sind länger und ein wenig verschachtelt aber sehr gut umgesetzt, sodass der Leser nicht verwirrt ist. Alle Beschreibungen und Vergleiche wirken nicht unpassend oder aufgesetzt. Es gibt zwischendurch Kapitel, die aus der Vergangenheit einer Person stammen, diese sind aber gut erkennbar und fügen sich sehr gut in den Verlauf der Geschichte ein.
Das gesamte Buch war durchgehend spannend. Die Spannung stieg kontinuierlich an und wurde dann durch einen traurigen Einschub aus der Vergangenheit oder durch den Geschichtsverlauf kurz abgebremst, was das Ganze wiederum noch spannender gemacht hat.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, wobei hier mehr Wert auf die Charakterzüge gelegt wird, als auf das Aussehen. Bei einigen Personen wusste ich am Ende nicht wie sie aussehen sollten. Erstaunlich ist, dass die Charaktere auf eine merkwürdige Art und Weise erst sehr glaubwürdig wirkten und dann machte es einen Schwenk und man wusste nicht mehr ob man der Person trauen kann, obwohl sie sich trotzdem noch so verhalten hat wie vorher.

Die Geschichte hat mich überzeugt! Sie ist kompliziert, verwirrend und spannend zugleich. Sie beginnt langsam und erzählt erst vom Verschwinden Steves und Hannas Verzweiflung. Schon zu Beginn bekommt der Leser aber eingerückte Häppchen serviert, die die Spannung steigern. Es sind diese kleinen Einschübe die direkt etwas gefährliches Versprechen und man schaut als Leser nur zu wie Hanna sich in diese Gefahr hineinbegibt. Zunächst sind da viele Personen die sympathisch und hilfsbereit wirken doch am Ende weiß der Leser nicht wer wirklich helfen möchte und wer nicht. Die Verwirrung ist wirklich sehr gut durchgesetzt worden.
Man konnte das Ende der Geschichte zu keinem Zeitpunkt in vollem Umfang erahnen. Kaum denkt man sich, man wüsste was die eine Person im Schilde führt, passiert etwas was die Person wieder entlastet oder in eine andere Richtung lenkt.
So wird der Leser Stück für Stück dem Ende näher gebracht und es passen immer mehr Puzzleteile zusammen. Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass dieser Prozess der Auflösung recht lange andauerte. Es kamen immer mehr Hinweise hinzu, bis zum Schluss auch der Kern aufgelöst wurde.

Insgesamt gehört dieses Buch zu den besten Thrillern, die ich bisher gelesen habe! Es war spannend, verwirrend, kompliziert und wahnsinnig mitreißend.

Was ich besonders mochte:

Besonders gut gefiel mir die schleichende Art mit der das Misstrauen geweckt wurde, ganz egal ob der Charakter vorher schon auffiel oder nicht. :)
Profile Image for Kerstin.
746 reviews24 followers
February 1, 2013
Kurzbeschreibung:
Hannas Mann Steve verschwindet spurlos. Hanna ist sich sicher, dass etwas Schlimmes passiert ist, doch niemand glaubt ihr, bis ihre einjährige Tochter Lilou fast entführt wird. Als Lilou sich immer mehr verändert, scheint es, als stehe sie in Kontakt mit ihrem Vater. Hanna begreift, dass dies ihre einzige Chance ist, Antworten zu bekommen, da ihre verzweifelte Suche bislang nur eines zutage förderte: Der Mann, den sie unter dem Namen Steve Warrington kennen und lieben lernte, hat offiziell nie existiert. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit und begibt sich dabei in tödliche Gefahr...

Zur Autorin:
Janet Clark arbeitete nach ihrem Studium als wissenschaftliche Assistentin, Universitätsdozentin, und Marketingleiterin in Belgien, England und Deutschland. Neben Beruf und Familie beschäftigte sie sich intensiv mit dem Schreiben, bevor sie sich an ihren ersten Roman wagte. Nach ihrem Debüt Ich sehe dich und dem erfolgreichen Jugendthriller Schweig still, süßer Mund ist Rachekind ihr dritter Roman, in Kürze gefolgt von dem zweiten Jugendthriller Sei lieb und büße. Heute arbeitet Janet Clark hauptberuflich als Autorin und lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in ihrer Geburtsstadt München.

Meine Meinung kurz & knapp:
Von Janet Clark hatte ich bereits ihren Jugendthriller Schweig still, süßer Mund gelesen, den ich recht gut fand. Aber mit Rachekind konnte mich die Autorin nun definitiv begeistern! Schon der Prolog lässt viele Fragezeichen im Kopf des Lesers entstehen und lockt gekonnt, in die gesamte Geschichte einzutauchen.

Es sei jedoch gesagt, dass Rachekind kein reiner Thriller ist, sondern dass auch eine gehörige Portion Mystik in die Geschichte um Hanna und ihre Tochter Lilou miteinfließt. Wen dies nicht stört, der wird mit diesem Roman seine wahre Freude haben, denn hier ist nichts und niemand, wie es scheint. Jede vorkommende Person verdächtigt man, mit dem Verschwinden von Steve zu tun zu haben, da alle Charaktere das ein oder andere verbergen oder vor Hanna geheimhalten.

Durch eben diese vielen Charaktere wirkt die Story auch sehr komplex und nimmt einige Irrungen und Wendungen, die mich stets verblüffen konnten. Die Protagonistin Hanna konnte sehr schnell meine Sympathie wecken, da sie in ihrer Verzweiflung und Angst um ihren Mann Steve ungemein glaubwürdig von Janet Clark gezeichnet wurde. Auch ihre Hartnäckigkeit in Bezug auf die Suche nach ihm empfand ich als bewundernswert, da ihr mehr als einmal einige Steine in den Weg gelegt werden, die nicht gerade harmlos sind.

Mit Rachekind hat Janet Clark einen spannenden und mitreißenden Thriller erdacht, der auch ein wenig Mystik miteinfließen lässt, was aber wie die Faust aufs Auge in die Geschichte passt. Auch die Unvorhersehbarkeit, in welche Richtung die Handlung nun letztendlich führen wird, konnte mich begeistern, und somit kann ich Rachekind uneingeschränkt weiterempfehlen.
148 reviews3 followers
January 17, 2013
Rachekind ist der erste Thriller, den ich von Janet Clark lesen durfte, aber sicher nicht der Letzte. Ich konnte das Buch nach dem spannenden Prolog nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte geht einfach unter die Haut, denn Rachekind behandelt nicht nur dem im Klappentext erwähnten Vermisstenfall, sondern führt den Leser ab und an ins Jahr 1991, wo man in den grausamen Alltag eines Kinderheims eintauchen kann. Beide Handlungsstränge sind sehr interessant und geben dem Thriller immer wieder unverhoffte Wendungen, wodurch es nie langatmig wurde.

Die Handlung erlebt man größtenteils aus Hannas Perspektive. Hanna ist eine mutige Frau, die sich Steves Verschwinden einfach nicht erklären kann. Sie kennt Steve nur als liebevollen Ehemann und Vater und ist wie vor den Kopf geschlagen, als sich dessen ganzes Leben als Lüge erweist. Dennoch hört sie nicht auf nach ihm zu suchen, was mir nach den ganzen aufgedeckten Lügen absolut imponiert hat. Man schließt sie und ihre kleine Tochter Lilou praktisch sofort ins Herz. Ihre Sorgen und Ängste wirken sehr authentisch und ihre Handlungen und Reaktionen sind gut nachvollziehbar.

Die weiteren Charaktere waren allesamt zwar sympathisch, aber auch schwer einzuschätzen. Im Laufe der Handlung kamen immer wieder neue Interpretationsmöglichkeiten ans Licht, so dass man bald nicht mehr wusste, wem man eigentlich trauen kann. Figuren, die man von Beginn an mochte und an denen man nie zweifelte, sind auf einmal durch eine Kleinigkeit, die aufgedeckt wird, in ein völlig neues Licht gerückt. Auch Hanna erlebt genau dieses Problem, denn bei ihrer Suche nach Steve ist sie auf Hilfe von anderen angewiesen und kann irgendwann Freund und Feind nicht mehr unterscheiden. Es ist sehr packend, weil der Thriller so immer in Bewegung bleibt und es auch in ruhigeren Momenten nie langweilig wird.

Der Thriller hat einige Mystery-Elemente, die sich aber so gekonnt in die Handlung einfügen, dass man sie schnell als real akzeptiert und gar nicht mehr in Frage stellt. Der Schreibstil der Autorin ist klar und fesselnd. Sie verzichtet auf lange, verschachtelte Sätze und zieht den Leser mit einer direkten, ansprechenden Art in ihren Bann. Rachekind hat sich so leicht zu einem wahren Pageturner entwickelt.

Bewertung
Rachekind hat mich einfach umgehauen! Vom Prolog bis zur letzten Seite bleibt die Geschichte spannend und man zweifelt bald an seinem eigenen Einschätzungsvermögen, weil die Handlung so viele mögliche Deutungen ermöglicht. Janet Clark schafft es immer wieder beim Leser eine Gänsehaut zu erzeugen. Mein erstes Lese-Highlight 2013!
Profile Image for Anja.
657 reviews11 followers
March 10, 2013
Meine Meinung:

Ich habe das Buch in 3 Tagen durchgelesen und konnte es nicht mehr weglegen, die Geschichte hat mich tief bewegt. Man liest über Hanna und ihre kleine Tochter Lilou, welche sich nachdem ihr Vater verschwunden ist und sie fast gestorben wäre, immer mehr verändert, aber nicht nur die kleine, auch Hanna verändert sich und denkt sie wird verrückt wie ihre Oma und man weiß hier bald nicht mehr wem man trauen kann und wem nicht. Und wo ist Steve und vor allem was ist mit ihm passiert? Wer steckt alles dahinter? Die Charaktere wurden von der Autorin toll und authentisch beschrieben man konnte sich in jede Lage genau hineinversetzen und war die ganze Zeit am mitfiebern. Schön fand ich den Hauch an übersinnlichem, welcher in diesem Buch zum Vorschein kam. Kein Kitsch oder so, sondern ein Hauch von Mysik, welche das Buch erst abrundet und perfekt macht. Das Buch war wirklich durchweg wahnsinnig spannend ich habe in viele Richtungen gedacht, aber alles kam natürlich wieder anders. Ab etwa der hälfte des Buches überschlagen sich die Ereignisse immer wieder, eins kommt ins andere und man kann nicht mehr aufhören zu lesen. Überall wittert man Gefahr und bekomme Gänsehaut. Die Aufklärung war echt der wahnsinn, alle Fragen werden einem beantwortet und alles fällt einem wie Schuppen von den Augen. Ich habe echt gezittert am Ende und geweint. Ein Klasse Buch was man unbedingt gelesen haben muss!
Profile Image for unantastbar.
73 reviews3 followers
March 4, 2016
Rachekind erzählt die Geschichte der jungen Mutter Hanna, dessen Mann von den einen auf den anderen Tag spurlos verschwunden ist. Alle denkbaren Möglichkeiten scheinen unrealistisch und plötzlich beginnt ihre einjährige Tochter Lilou sich komisch zu verhalten. Es wirkt gerade so, als könnte sie mit ihrem Vater kommunizieren. Als diese dann fast entführt wird, begibt sich Hanna selbst in große Gefahr um herauszufinden, was mit ihrem Mann passiert ist.

Janet Clark versteht es, in ihrem Buch einen Spannungsbogen aufzubauen und diesen auch zu halten - bis zum Ende. Sie schreibt mit einer wunderbaren Leichtigkeit und trotzdem mit so viel Tiefe, die dieses Buch auch benötigt. Das Buch besticht durch die einfallsreichen Wendungen, die toll gezeichneten Charaktere und mit einem Ende, das so wohl kaum ein Leser erwartet hat. Mich ließ es ein bisschen verstört zurück. Aber das ist es, was ich an Büchern liebe. Wenn sie in mir wahre Gefühle wecken und mich nachdenklich stimmen. Wenn ich sie einfach nicht vergessen kann - Rachekind ist eines dieser Bücher und wenn ihr es lest, wird es euch danach sicher ebenso gehen.
Profile Image for Mary.
67 reviews9 followers
March 7, 2013
Ich bin total begeistert !!! Das Ende ist super ... Heulen am Ende eines Thrillers ...hatte ich auch noch nicht ... Super spannend,immer wieder überraschend, ich finde gar nicht die richtigen Worte. Am Anfang war ich noch sehr, SEHR skeptisch ob der Tatsache,das es hier einen Touch übernatürliches gibt.... Aber genau das macht den Thrill aus !!! Wirklich ganz ganz ganz tolles Buch !!
Profile Image for Nina.
3 reviews3 followers
May 2, 2013
Was ein Buch...
Jetzt eines meiner absoluten Lieblingsbücher!! Spannung von der ersten Seite an und soviele Wendungen das man es bis zum Schluss nicht aus der Hand legen kann. Absolut zu empfehlen!!!
Profile Image for Bärbel.
25 reviews2 followers
January 31, 2013
Wow das war mal ein richtig guter Thriller !!!!
Profile Image for Denise.
27 reviews15 followers
November 23, 2017
Ein gutes und sehr spannendes Buch. Flüssig geschrieben, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Einen Stern Abzug, da es mir doch ein wenig zu viele Zufälle gab. Trotzdem sehr zu empfehlen!
Displaying 1 - 18 of 18 reviews

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