Eigentlich sollte das hier Wissenschaftskabarett sein, doch ich merkte weder vom Einen noch vom Anderen etwas. Der Kabarett-Anteil belief sich auf einige Flachwitze, die vorhersehbar waren. Zwei haben mich zumindest zum Schmunzeln gebracht, aber auf über 200 Seiten nur zwei Mal zu schmunzeln ist für das Buch eines Kabarettisten wirklich schwach.
Aber auch der angeblich wissenschaftliche Teil fällt eher mau aus. Zwar gibt es Gespräche mit Fachleuten und einige Studien werden erwähnt (allerdings nicht mit akademisch korrekten Quellenangaben, die müsste man sich erst auf Eberts Internetseite raussuchen), doch den Löwenanteil macht der Versuch, einem die eigene Meinung aufzudrücken, was Religion, Politik und Marktwirtschaft angeht. Selbst an den Stellen, wo ich ihm zustimmen würde, finde ich es nicht richtig, so vehement die eigene Meinung zu verherrlichen und alle, die eine andere Meinung haben, als Idioten da zu stellen. Das darf man gern in einem speziell dafür geschriebenen Buch machen, aber nicht in einem Werk, dass nicht etwa Idiotie, sondern Freiheit beleuchten soll - was nebenbei auch nicht sonderlich gut gelungen ist.