Wolfgang Hirn, geboren 1954, studierte Volkswirtschaftslehre und Politische Wissenschaften in Tübingen. Danach arbeitete er als Wirtschaftsredakteur für den Kölner Stadt-Anzeiger und die Wirtschaftswoche. Seit über 20 Jahren ist er Reporter beim manager magazin in Hamburg. Wolfgang Hirn hat in Brüssel, New York, Beijing und Shanghai gelebt und gearbeitet. Er ist Autor der Bestseller "Herausforderung China" (2005) und "Angriff aus Asien" (2007). 2008 wurde er mit dem Helmut-Schmidt-Journalistenpreis ausgezeichnet.
Die Frage, die sich der geneigte Leser im Anbetracht der sonst schlecht ausfallenden Bewertungen und der meinigen stellen wird, ist offensichtlich: Warum vergibt er für solchen Schund fünf Punkte? Im Gegensatz zu den anderen Rezensenten (u.A. Amazon) berücksichtige ich weniger die negativen Punkte wie bspw. die eklatanten Verallgemeinerungen, die Tatsache, dass jeder, der sich bereits diesbezüglich halbwegs belesen hat nicht mehr viel dazu lernt etc., sondern vielmehr die positiven Aspekte wie z.B. die recht detaillierte Schilderung der Zustände der Lokalwirtschaft in den BRIC-Staaten samt führender Akteure der Emerging Markets. Da ich selber im Begriff bin, mir ein ausgewogenes Portfolio zusammenzustellen war mir das Buch in vielerlei Hinsicht eine ausgesprochen gute Hilfe. Der Fairness halber muss gesagt werden, dass ich trotz meiner Vorbildung dazulernte. Wenn ich allerdings davon ausgehe, dass der Durchschnittsbürger auf diesen Themenkomplex bezogen keine allzu große Bildung genoss (u.A. aufgrund der in dem Buch geschilderten Ignoranz des Westens) ist das Buch ein guter Einstieg in die Thematik. Des Weiteren bedient sich der Autor einem leicht verständlichen Deutsch, was für viele sicherlich auch von Bedeutung sein wird.