"Ein Graffiti am Portal des Eichstätter Doms gilt im romantischen Altmühltal als größter anzunehmender Krimifall. Doch es kommt schlimmer: Ausgerechnet am Fronleichnamstag wird in einem Steinbruch ein ermordeter türkischer Arbeiter gefunden. Kommissar Mike Morgenstern ermittelt in Kebab-Läden, Naturkundemusee und Steinunternehmen. Alle Spuren führen zum Urvogel Archaeopteryx, dem berühmtesten Fossil der Welt. Doch wer ist so fanatisch, um für ein Stück Stein über Leichen zu gehen?"
Ein für mich neuer Regionalkrimi aus Oberbayern, genauer gesagt aus dem Altmühltal bei Eichstätt. In einem nahegelegenen Steinbruch wird ein türkischer Arbeiter tot unter einem Steinabbruch gefunden. Alles deutet auf einen Unfall hin, aber der neue Kommissar im Ingolstädter Revier, Mike Morgenstern, vermutet ein Verbrechen. Zu Recht wie sich bald zeigt und es geht um Fossilien, insbesondere um einen Archaeopteryx, welcher sowohl aus monitärer, als auch aus wissenschaftlicher Sicht sehr wertvoll ist. Der Autor baut eine interessante Geschichte mit sehr viel Lokalkolorit und naturwissenschaftlichen Grundlagen auf, auch kirchenfundamentalistische Strömungen der Kreatonisten spielen eine Rolle - im Grunde ist alles bereit für einen spannenden Krimi. Leider hat es der Autor nicht geschafft, seinem Hauptprotagonisten auf das Niveau der Story zu heben, Morgenstern schwankt zwischen Riesenbaby, aufbrausenden Besserwisser, Spießer und zwischenmenschlichen Tolpatsch, welcher aber Dank unglaublicher Zufälle stets die Fäden des Falles in der Hand behält. Auch der Umgang des Ermittlers mit Tatverdächtigen wirkt recht primitiv, ein böser Blick, ein paar drohende, laute Worte und die Ermahnung nun aber endlich alles zuzugeben reicht aus und der kaltblütigste Mörder fällt auf die Knie und gesteht alles.... Naja, schade irgendwie. Da wäre deutlich mehr drin gewesen.