Zwei Tage vor Beginn der Alpinen Ski-WM in Schladming wird eine Leiche unter der Eisdecke des Steirischen Bodensees gefunden. Es handelt sich um den seit Wochen vermissten Cheftrainer des österreichischen Herrenskiteams. Prompt gerät der prominente Skirennläufer Tobias Autischer unter Mordverdacht. Doch hat der WM-Favorit den Coach, der ihn von Kindheit an gefördert hatte, tatsächlich umgebracht? Sandra Mohr und Sascha Bergmann vom LKA in Graz ermitteln.
Der dritte Fall der Grazer Ermittler führt sie zur alpinen Ski WM nach Schladming. In der Nähe wurde der seit Weihnachten vermisste Cheftrainer des ÖSV Teams gefunden – erschossen und in einem See versenkt. Auf der Suche nach dem Täter müssen sich Sandra Mohr und Sascha Bergmann diesmal durch Schneestürme und überfüllte Innenstädte kämpfen. Ihre Verdächtigen sind u.a. in der Ski Szene daheim und eigentlich total auf die WM fixiert bzw. kommen sie aus dem auch nicht so klarem Familienumfeld des Opfers. Genug zu tun für die Beiden, welche trotz aller Hektik ihre gegenseitigen Sticheleien nicht vergessen. Wie gewohnt springt Sandra regelmäßig auf das Machogebaren ihres Kollegen an und auch der Rest des Teams bekommt sein Fett weg. Nebenbei spielt Sandras etwas verworrenes Liebesleben eine Rolle, ohne jedoch vom Fokus der Ermittlungen abzulenken. Neu dagegen ist, dass Claudia Rossbacher mehr Dialekt einfließen lässt, was den fremdsprachlichen Leser zwar ab und an stutzen lässt, dem Lokalcolourit jedoch guttut. Hinzu kommen jede Menge Ausflugtipps für Schladmings Umgebung und auch das Nachtleben des Ortes wird ausführlich gewürdigt, was die Tourismusbranche freuen dürfte. Die Geschichte wird unterhaltsam, spannend und flüssig erzählt, bei der Vielzahl von Verdächtigen und Motiven muss man jedoch aufpassen, nicht die Übersicht zu verlieren. Leider war das Finale für meinen Geschmack etwas überhastet und nicht ganz schlüssig, das hätte man besser lösen können. Das Buch endet wieder mit einem Cliffhänger, der Lust auf den vierten Teil der Reihe macht.
Ich mag die Steirer-Krimis einfach, weil sie so angenehm zu lesen sind. An der Geschichte interessiert mich auch die Gegend besonders. Schladming und Umgebung ist seit vielen Jahren immer wieder Titel für Urlaube. Die Ortschaft ist in diesem Buch sehr authentisch beschrieben. Die Story beinhaltet einen Fall, der Recht flott voranschreitet und dann doch anders endet, als man glaubt. Aber leider gibt es einen Cliffhanger. Ich glaub ich muss bald den nächsten Teil lesen.
In ihrem dritten Fall untersuchen Sandra Mohr und Sascha Bergmann vom LKA in Graz den Tod des Cheftrainers des österreichischen Herrenskiteams. Schnell gerät der prominente Skirennläufer Tobias Autischer unter Mordverdacht. Doch es kommen auch Zweifel auf, ob Autischer, der vom Coach seit seiner Kindheit gefördert wurde, diesen auch wirklich getötet hat. „Steirerkind“ ist der dritte Fall von Claudia Rossbachers Ermittlerduo. Ich habe bisher „Steirerherz“, den zweiten Teil der Reihe, gelesen. Der erste Teil „Steirerblut“ wird aber auch bald gelesen. Ich habe diesen Fall wieder gerne gelesen, da er wieder unterhaltsam und flüssig geschrieben war. Allerdings gab es hier im Gegensatz zum Vorgänger verstärkt österreichische Begriffe und vor allem Satzgebilde, die das Lesen manchmal schon etwas holprig machten. Wirklich störend fand ich allerdings, dass der Cliffhanger von Teil 2 nicht richtig aufgelöst wurde. Vieles wurde nur nebenbei kurz erwähnt ohne wirklich vertieft zu werden. Es bleibt zwar bis zum Ende hin spannend und die Handlung ist auch bis zum Schluss nicht vorhersehbar, allerdings war die Aufklärung dann so kurz und plötzlich, dass man sich nicht wirklich klar darüber wurde. Alles war etwas wirr. Sascha ging mir hier dann auch verstärkt auf die Nerven. Das ist zwar seine Art, allerdings hat der Charakter in Teil 2 mehr Tiefe und Facetten, als sie hier gezeigt wurden. In „Steirerkind“ war er schon sehr platt. Ich wurde aber gut unterhalten und ich mag das Duo sehr gerne, weswegen ich mich auch auf weitere Fälle freue. Ich hoffe nur, dass in Teil 4 der Cliffhanger von Teil 3 (es gab wieder einen ;) ) besser gelöst wird.