»Fremde Weiten« ist ein typischer Andrew Grey Roman. Ruhig, schön, einfach zum Genießen und perfekt für einen gemütlichen Lesenachmittag geeignet. Und ich habe auch genau das bekommen, was ich mit Wilsons und Steves Geschichte erwartet hatte.
Da wäre einmal ein frustrierter Sänger, der seine Muse verloren hat, und ein junger Mann, dem die Flucht vor einer Sekte und der Umerziehung, weil er schwul ist, gelungen ist – zusammen treffen beide auf Wilsons neuer Farm, denn Steve sollte eigentlich bei der Vorbesitzerin einen neuen Job antreten. Dazu kommt es nicht mehr und weil Steve völlig abgebrannt ist und nicht weiß, wo er hin soll, richtet er sich in seiner Not einfach ein Schlaflager in Wilsons Stall ein und wird dort von dem erwischt. Doch statt rausgeworfen zu werfen, hilft ihm Wilson und bietet ihm schlussendlich sogar einen Job an.
Steve ist solche Freundlichkeit nicht gewohnt und entsprechend misstrauisch und auch Wilson fragt sich anfangs, was er da eigentlich treibt. Aber er weiß, dass er sein Leben ändern muss, wenn er weiter gute Musik machen will, und dabei kann er die Hilfe von Steve dringend brauchen, denn Wilson hat nicht die geringste Ahnung vom Leben auf einer Farm.
Es hat wirklich Spaß gemacht, die beiden auf ihrem Weg zu einem Happy End zu begleiten und meiner Meinung nach hätte die kurze Szene mit der Entführung durch Steves Vater nicht sein müssen. Das wurde so dazwischen gequetscht und dann in ein paar Sätzen abgehandelt, dass ich es eher unpassend und überflüssig fand.
Der Rest der Geschichte verdient allerdings zufriedene 4* und eine Leseempfehlung. Zusätzlich geht ein Dankeschön an den Dreamspinner Verlag für das Rezensionsexemplar.