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224 pages, Hardcover
First published January 1, 2013
"Männliche Studenten gab es auf der Germanistik nicht viele und diese wenigen Exemplare sahen meist, zumindest für ihren Geschmack, schräg aus, sie liefen schwarz gekleidet, bärtig und mit langen Haaren und bodenlangen Mänteln herum.”
“Die Studienrichtung Germanistik hatte sie gewählt, weil sie immer gerne gelesen hatte, weil ihr kein anderes Fach eingefallen und weil ihr Deutsch in der Schule nie schwer gefallen war. Andere Beweggründe hatte sie nicht gehabt und sie reichten ihr während des gesamten Studiums völlig aus.”
“Was Richard als Wermutstropfen empfand, war, dass er mit Dorothy nicht in seiner Muttersprache sprechen konnte, bestimmte Dinge, so hatte er das Gefühl, konnte er nicht so ausdrücken und vermitteln, wie er es gerne getan hätte.”
“Das wirkliche Leben des Einzelnen bedeutet eigentlich gar nichts, wichtig sind die Geschichten, die es schreibt und die davon zurückbleiben.”
“So war von Anfang an die Lüge ein Dauergast in ihrer Beziehung.”
“Geschichten flogen Xaver schneller zu, als er sie aufschreiben konnte, sie überfielen ihn geradezu, sie sich auszudenken, fiel ihm wesentlich leichter als sie dann in mühevoller Kleinarbeit zu Papier zu bringen. Er liebte es, Geschichten gedanklich ausreifen zu lassen, damit herumzuspielen, bis Struktur und Charaktere stimmig waren, beim Schreiben selbst verlor er schnell die Geduld.”