Auf verrauchten Partys hält sie es bis zum Morgengrauen aus, umauf den erlösenden Kuss zu warten. Theresa stürzt von einer Umarmung in die nächste, sehnt sich nach Trost und Abwechslung. Was als harmloses Vergnügen begonnen hat, entwickelt sich schnell zur Besessenheit. Von Benjamin verspricht sie sich Aufregung - und landet in einem Machtkampf. Von Leopold erhofft sie sich Sicherheit und stößt auf Chaos und Unordnung. Bei Moritz glaubt sie an die große Liebe, bis er verschwindet. Theresa gehört der Generation an, die ihre Kindheit zum Jahrtausendbeginn beendet und volljährig, aber unfertig, vor Erwartungen flirrend, in eine neue Zeit tritt. Sie macht sich auf zu einem alten Ziel: der Glücksuche, will sich in der Liebe gleichzeitig finden und verlieren. In einer Welt der totalen Kommunikation entdeckt sie die Einsamkeit nach dem Rausch. Unbehaust verläuft sie sich in Unverbindlichkeiten und stellt erschrocken fest, dass sie zahlreiche Möglichkeiten bereits verspielt hat. Hat sie am Ende ihre Illusionen verloren oder nur ihre Ansprüche zurückgeschraubt?
4,5 Sterne. Die Autorin hat eine wirklich tolle Sprache. Ich mochte vor allem die vielen Metaphern und Vergleiche. Die Story an sich besitzt nicht viele Höhen und Tiefen, aber sie erzählt vom Leben, so wie es sicher jede(r) von uns zumindest ein Stück weit kennt.
Nachdem das Buch ‘Drei Wünsche’ von Karasek (welches mir sehr gefallen hat) sehr kontrovers in meinem Buchclub diskutiert wurde, wollte ich nochmal ein weiteres Buch von Karasek lesen.
Man folgt der Protagonistin Theresa durch ihre Zwanziger, in denen sie sich immer mehr verliert. Das Buch liest sich fix und flüssig, die Dialoge sind allerdings schrecklich und die Handlung läuft auf wirklich nichts hinaus. Schade eigentlich.
Also, dieses Buch hat doch mal ´was. So eine völlig desorganisierte Protagonistin, die sich durch ihre Jugend, welche sie dann bis in ihre 30er ausweitet, kifft, fickt und säuft - die Jungs kommen dabei auch nicht viel besser weg. Nur zwischen den Zeilen, so am Rande ihres Bekanntenkreises wird Stück für Stück klar, dass es mit den "Jahren" eben immer auf das Selbe hinausläuft: Ein "normales" Leben im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten. Und plötzlich ist es dann da :)