Mit seinem Roman »Der 9. November« schrieb Bernhard Kellermann 1920 den ersten Bestseller der jungen Weimarer Republik. Den Stoff lieferten ihm die Ereignisse der die Schrecken des Ersten Weltkriegs, das Massensterben an der Front, die Leiden der Bevölkerung in der Heimat und der Zynismus der Herrschenden.Die furiose Abrechnung mit dem Wilhelminischen Kaiserreich mündet in einen Hymnus auf die Novemberrevolution von 1918. Umjubelt befreit sie die Menschheit aus dem Bann von Hass und Gewalt. Kellermanns Buch ist Kriegsroman, Gesellschaftsroman und Berliner Großstadtroman in einem. Vor allem aber ist es das eindrucksvolle literarische Dokument einer zentralen Krisenphase der deutschen Geschichte und ein beschwörender Aufruf zu Humanität und Völkerverständigung.
Lietuviškas leidimas "Lapkričio devintoji", 1962 m. Romanas sukurtas 1920 metais, dar iki tol, kai savo romanus apie pirmąjį pasaulinį karą ir jo pasekmes jauniems žmonėms parašė Remarkas ir Hemingvėjus. Gilaus humanizmo kupinas realistinis, antimilitaristinis romanas. Pagrindinis herojus Akermanas – buvęs studentas, svajotojas, jo ideologija – kažkas tarpinio tarp krikščionybės ir socializmo, bet jis vienišas, bejėgis. Tai neatitiko "socialistinio realizmo" literatūroje principų, bet knyga vis dėlto buvo išversta į lietuvių kalbą ir išleista, tiesa, primenant, kad jos didžiausias trūkumas – teigiamo idealo neaiškumas. Dabar tai, ko gero, romano privalumas...
1920 geschrieben - die expressionistische Sprache macht manche Stränge der Handlung und einige Szenen etwas langatmig - aber die Handlung dreht sich um einen entscheidenden Punkt der deutschen Geschichte und liefert ein Stimmungsbild rund um die Ereignisse der Novemberrevolution. Allein deswegen schon sehr lesenswert - dicht gewebt, eindringlich geschildert. Der Autor spart nicht mit deutlicher Kritik - aber bleibt in den Details der schönen neuen Welt dann doch etwas schwammig.