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Hyperion / Empedokles

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Neben seiner Lyrik sind der Roman Hyperion und das Drama Der Tod des Empedokles die bekanntesten Werke Hölderlins. Beide Texte werden daher in allen Fassungen wiedergegeben und grundlegend neu aus den Handschriften ediert. Erstmals legt der Band neben den Überblickskommentaren umfassende Einzelkommentare vor, in denen Hölderlins Dichtung erklärt und die Verbindungen zur zeitgenössischen Literatur und Philosophie hergestellt werden.

Hyperion, Empedokles – sämtliche Aufsätze und Übertragungen in neuer textkritischer Gestalt, einzeln kommentiert
Die Ausgabe erschließt erstmals eine ganze Reihe bislang als hermetisch geltender Text.

1514 pages, Paperback

First published March 14, 2008

2 people are currently reading
59 people want to read

About the author

Friedrich Hölderlin

501 books394 followers
Johann Christian Friedrich Hölderlin was a major German lyric poet, commonly associated with the artistic movement known as Romanticism. Hölderlin was also an important thinker in the development of German Idealism, particularly his early association with and philosophical influence on his seminary roommates and fellow Swabians Georg Wilhelm Friedrich Hegel and Friedrich Wilhelm Joseph Schelling.

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Community Reviews

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4 stars
7 (29%)
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2 (8%)
1 star
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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Hendrik.
440 reviews112 followers
April 26, 2020
Der Band enthält neben dem Roman Hyperion und dem unvollendeten Drama Der Tod des Empedokles, sämtliche Aufsätze sowie Übersetzungen aus dem Griechischen und Lateinischen. Friedrich Hölderlins nichtlyrisches Werk auf über 1500 Seiten (Text + Kommentar), hervorragend aufbereitet und erläutert. An der Qualität der Ausgabe gibt es rein gar nichts auszusetzen. Allerdings dürfte der überwiegende Teil der Texte eine Angelegenheit für Spezialisten oder enthusiastische Hölderlin-Liebhaber sein. Abgesehen von Hyperion (Einzelreview hier) und mit Abstrichen Der Tod des Empedokles ist der Rest eher harte Kost. Einige der Aufsätze waren dennoch interessant, weil sie in Rüdiger Safranskis Hölderlin-Biografie erwähnt werden und Aufschluss über die dichterische Gesamtkonzeption geben (Über das Tragische, Das untergehende Vaterland). Von den Übersetzungen lohnt sich eigentlich nur ein Blick auf die beiden Sophokles-Tragödien Oedipus und Antigonae. Wenn auch aus dem einzigen Grund sich einen Eindruck von Hölderlins Griechischkenntnissen zu verschaffen. Um die war es nämlich schlecht bestellt. Hölderlin war zwar ein glühender Verehrer der antiken griechischen Kultur, allerdings mangelte es ihm wie gesagt an den sprachlichen Fähigkeiten. Erhellend in diesem Zusammenhang ist ein Zitat des Germanisten Norbert von Hellingrath:
»Eine seltsame Mischung von Vertrautsein mit der griechischen Sprache und lebhaftem Erfassen ihrer Schönheit und ihres Charakters mit Unkenntnis ihrer einfachsten Regeln und gänzlichem Mangel grammatischer Exaktheit … Nicht leicht war einem andern die tote Sprache so vertraut und lebendig, nicht leicht einem andern, der einen so beträchtlichen Teil der hellenischen Literatur beherrschte, die griechische Grammatik und aller philologische Apparat so fremd.«
Zu Hölderlins Ehrenrettung muss erwähnt werden, dass einige (der mehr als tausend) Fehler auf der schlechten Textvorlage beruhen und Anfälle von Geisteskrankheit ihr übriges taten. Fazit: Ein Lob an den Verlag für die ausgezeichnete Editionsarbeit. Ungeachtet dessen hält sich meine Begeisterung für Hölderlins Werk aber weiterhin in Grenzen.
Profile Image for Peter.
401 reviews236 followers
Want to read
March 26, 2020
Nein, der „Hyperion“ war mir kein Vergnügen im herkömmlichen Sinne. Ihn zu lesen war anstrengend. Das erkennt man bereits am Umfang der Kommentar sieht: 103 Seiten Erläuterungen zu 175 Seiten Text. Und dann noch weitere 40 Seiten zur Entstehung, dem geschichtlichen Hintergrund, der Namensgebung und Konzeption und Struktur des Textes. Ohne dieses Beiwerk wäre dieses Glanzstück deutscher Literatur für mich gänzlich rätselhaft und fremd geblieben. Aber auch so scheide ich mit dem Gefühl, dass ich das Wesentlich nicht erfasst und nur an der Oberfläche gekratzt habe. Vielleicht erschließt sich mir in einer späteren Lektüre mehr.

So belasse ich es bei der Erkenntnis hier einen Entwicklungsroman vor mir zu haben, der anhand eines Schicksals im griechischen Befreiungskrieg den Bogen spannt vom glücklichen, weil natürlichen Zustand des Kindes zu dem reifen Glück des Eremiten, der nach mehreren Schicksalsschlägen im vollkommenen Einklang mit der Natur lebt.

Diese Lektüre kam nicht von ungefähr, sondern ist motiviert durch Geburtstag des Dichters, der sich am 20. März zum 250. Mal jährte. Und obwohl ich in Tübingen studiert und hunderte Male am Hölderinturm vorbeigegangen bin, war dies die erste eingehende Beschäftigung mit seinem Werk und seiner Biografie.

Durch Zufall stieß ich in einem zeitgleich gelesenen Lyrikband auf folgende Zeilen Goethes, die – obwohl bereits 1777 geschrieben – wie ein Nachruf klingen, sowohl auf den Hyperion als auch den Dichterselbst.
Alles geben die Götter, die unendlichen,
Ihren Lieblingen ganz,
Alle Freunden, die unendlichen,
Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz.

Bei den großen Klassiker habe ich häufig das Gefühl, durch deren Lektüre Teil einer Gemeinschaft von Lesern zu werden, die sich sowohl über Landes- und Sprachgrenzen als auch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erstreckt. Ich versuche mich in den jungen Menschen des 18. Jahrhunderts, hineinzuversetzen, der diesen Roman liest, und male mir aus, was Leser des nächsten Jahrhunderts empfinden werden. Es ist diese Empathie, die der Lektüre der Menschheitsliteratur so einen einzigartigen Charakter verleiht.
Profile Image for Meike.
Author 1 book5,032 followers
Read
April 26, 2020
From a theoretical perspective, I see why Hölderlin is one of the greats, but let's face it: This kind of high-strung, overconstructed literature does nothing for me.
Profile Image for Péter.
36 reviews
March 4, 2021
I don't wanna be one of those people, but human culture has been on a steady decline sincde Hölderlin died.
160 reviews1 follower
May 29, 2022
Amin Maalouf’un bazı kitaplarından bir adım geride….
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