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Kein Pfad führt zurück

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Im Jahr 2000 begleitet Maria Blumencron eine tibetische Flüchtlingsgruppe bis in das nordindische Dharamsala, wo der Dalai Lama das erste tibetische Kinderdorf für die Flüchtlingskinder seiner Heimat errichten ließ. Unterwegs begegnet sie zum ersten Mal dem Mädchen Chime, für das ein neues Leben beginnt, getrennt von den Eltern, die in Tibet bleiben mussten. Über zehn Jahre sind seither vergangen. Als Chime mit Fünfzehn realisierte, dass sie ihre Mutter nie wiedersehen würde, geriet sie in eine tiefe persönliche Krise. Chime begann, Notizen und Briefe zu schreiben.
Die Autorin beschreibt den Weg eines kleinen, neunjährigen Flüchtlingsmädchens zur jungen, modernen Exil-Tibeterin. Chime erzählt ihre Kindheit mit allen Höhen und Tiefen, Ängsten und Rückschlägen - von der großen Chance, im Exil eine Ausbildung und Perspektive für ihr Leben bekommen zu haben, aber auch von der immer gegenwärtigen Sehnsucht nach der Mutter, nach Familie und der Heimat Tibet. Im Gegensatz zu einem großen Teil der Exilkinder, die durch die spezielle Erziehung auch ideologisiert werden, sieht sie nicht nur die verfehlte Tibet-Politik Chinas, sondern auch die tibetische Exilgesellschaft mit kritischem Blick.

304 pages, Hardcover

First published October 3, 2011

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Maria Blumencron

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for yexxo.
907 reviews27 followers
February 15, 2013
Sechs Kinder, keines älter als 10 Jahre, werden von ihren Eltern von Tibet aus ins Exil nach Indien geschickt. Gemeinsam mit einem Fluchthelfer, Mönchen und anderen Erwachsenen fliehen sie über den Himalaya nach Nepal und reisen von dort weiter nach Dharamsala. Maria Blumencron, Schauspielerin und Filmemacherin, begegnet dieser Gruppe nachts in den Bergen, als diese gerade die chinesische Grenze überquert hat. Sofort schließt sie alle Kinder in ihr Herz und ist seitdem deren Notfallmutter und Patin, die 'The Six' (wie sie sich später nannten) bis heute begleitet hat.
Maria Blumencron und Chime, eines dieser Kinder und heute 22 Jahre, beschreiben in diesem Buch abwechselnd wie es dazu kam, dass sie sich im höchsten Gebirge der Welt begegneten und wie ihr gemeinsames Leben weiterging. Man erfährt vom Aufwachsen in tibetischen Kinderdörfern, wie groß die Sehnsucht nach Liebe, Zuwendung und Nähe wird und wie sich eine tibetisch-deutsch-österreichische Familie zusammenraufte. Ganz nebenbei nutzt Maria Blumencron die Gelegenheit, ihre 'verkorkste' Beziehung zu ihrer Mutter aufzuarbeiten, was für meinen Geschmack doch eher etwas fehl am Platze war. Die Einschübe der aktuellen Nachrichten aus Tibet sowie die ergänzenden Informationen zum tibetischen Leben fand ich hingegen durchweg von Vorteil. Viel zu schnell sind solche Dinge aus den täglichen Nachrichten verschwunden und geraten dadurch bedauerlicherweise in Vergessenheit. Alles in allem ein berührendes Buch, wobei ich den Schreibstil von Frau Blumencron nicht immer gelungen fand. Ihre humorvollen Ausführungen waren zwar schön zu lesen, doch die manchmal unmittelbar darauffolgende blumige oder fast schon esoterische Ausdrucksweise wirkte nicht sehr passend.
Profile Image for Wolfgang Nitzsche.
30 reviews1 follower
July 31, 2018
Ich bin erst bei der Hälfte des Buches, werde die Rezension eventuell noch einmal anpassen oder korrigieren.Das Buch verbindet die persönliche Erfahrungsberichte von sieben Personen, 6 Flüchtlingskindern und von Maria Blumencron. Jeder hat wohl seinen Teil selbst geschrieben und diese Teile wurden dann zu einem Buch zusammengefasst. Es fällt schwer die Kapitel einem der Autoren zuzuordnen, insbesondere wenn man das Buch nicht am Stück durchlesen kann. Schade das auch die Fotos in der Kindle Edition nicht passender im Buch verteilt wurden, sondern einfach in der Buchmitte gesammelt erscheinen (für ein gebundenes Buch mag das den Buchdruck preiswerter gestalten, Beim ebook sollte man das aber schaffen ein wenig zu optimieren. Die Kapitel mit Sonne oder Mond zu markieren, ist ein netter Versuch die Kapitel ein wenig zuordenbar zu machen, ist aber heutigen Möglichkeiten im Buchdruck und ebooks schon lange nicht mehr angemessen. Die verlegerische Buchqualität ist recht bescheiden und entspricht einem Qualitätsanspruch von vor 50 Jahren. Trotzdem ist das Buch wegen der persönlichen Geschichte absolut lesenswert und eine Empfehlung. Da man ein ebook eigentlich recht leicht besser gestalten kann, gebe ich für das Kindlebuch nur vier Sterne. Die Autoren hätten mehr verdient, aber der Verlag soll auch mal darüber nachdenken, ein wenig in die Buchqualität zu investieren.
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