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410 pages, Paperback
First published March 1, 2013
"Ich sehnte mich nach Nacktheit, nach einer kalten Dusche. [...] So sollte ein Sommertag ausklingen, mit frisch gewaschenen, duftenden Haaren, einem kurzen nackten Räkeln auf dem Bett [...]."
"[...] ich würde so oder so nicht gut einschlafen können. Ich nahm immer den ganzen Tag mit ins Bett, ein schlechtes Sandmännchen, dem sich oft der nächste Tag noch beigesellte. Das war dann ein Dreier der besonderen Art."
"Innerhalb einer Sekunde gingen mir mehrere Filme durch den Kopf, in denen langmütige asiatische Lehrer ihren zumeist amerikanischen Kampfsportschülern als erste Lektion die Wichtigkeit von Ruhe und Konzentration, Bescheidenheit und Selbstreflexion beibrachten."
"Yim Nan war ungefähr in meinem Alter, um die vierzig, und sah weit weniger asiatisch aus, als ich es von einem Kambodschander erwartet hätte. Er war fast einen Meter achtzig groß, seine Haut war nur leicht gebräunt wie bei einem Italiener oder Spanier, und seine Augen hatten eine beinahe europäische Form. Lediglich ein feiner exotischer Schwung verriet ihre asiatische Provenienz."
"Mit einem asiatischen Kampfsportlehrer oder einem buddhistischen Abt - wie ich ihn mir anhand seiner Stimme vorgestellt hatte - hatte er äußerlich rein gar nichts zu tun [...]."
"[Eine Protestbewegung] irgendwie gegen alles. Mitte der Neunziger hatte ich das Gefühl - wir alle hatten es-, dass sich die Welt nur noch um Ausbeutung dreht. Du weißt schon, Durchmarsch des Neoliberalismus, Umweltverschmutzung, ungerechte Verteilung der irdischen Güter, Armut und so weiter. ..."
"Die Group, das sind Kila, Yogi, Sokrates, Kimmi, Leila, Surinam und Jonny. Jonny ist mein Freund, also ich meine, wir sind ein Paar, Männlein und Weiblein und so. Surinam und Kila spielen Panflöte, Sokrates Gitarre, Leila und Kimmi singen. Ich habe die Rassel, ich kann sonst nix. Yogi macht nicht mit, aber sie kann Reiki. Das will ich unbedingt lernen. Wir haben alle Jobs, na ja, mehr oder weniger. Nicht dass ihr denkt, ich bin obdachlos oder so, ich arbeite vormittags in einem Esoterikladen, aber nachmittags wird gequatscht. Dann ist Kreativität angesagt, Musik machen in Fußgängerzonen und natürlich malen."