Jump to ratings and reviews
Rate this book

Postmortalien

Rate this book

396 pages, Paperback

First published January 1, 1993

7 people want to read

About the author

Ladislav Klíma

52 books54 followers
Ladislav Klíma (August 8, 1878 – April 19, 1928), was a Czech philosopher and novelist influenced by George Berkeley, Schopenhauer and Nietzsche. His philosophy is referred to varyingly as existentialism and subjective idealism.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
3 (42%)
4 stars
2 (28%)
3 stars
2 (28%)
2 stars
0 (0%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 of 1 review
Profile Image for Helmut.
1,056 reviews67 followers
February 27, 2013
Reductio ad absurdum

Der tschechische Philosoph und Schriftsteller Ladislav Klima ist in Deutschland praktisch unbekannt. Sein sich seiner subjektivistischen Philosophie anpassender Lebensstil voller Selbstzerstörung spiegelt sich auch in seinen Prosawerken, die in diesem Band teilweise erstmals übersetzt vorliegen, wider.

Das Nachwort konzentriert sich hauptsächlich auf das philosophische, nicht aber das literarische Werk Klimas. Schade, denn gern hätte ich von einem Experten einige Worte über den Inhalt des vorliegenden Buches gelesen, das einem stellenweise kryptisch bleibt. So bleibt mir letztlich nur, den literarischen Inhalt zu bewerten - und der ist qualitätsmäßig stark schwankend. Die Prosa Klimas pendelt zwischen fast unleserlichem eklektischem Jauchzen und obszöner Fäkalsprache; letzteres fasziniert besonders in "Eine wahre Begebenheit, die sich in Postmortalien zugetragen hat", oder "Fabio - Professor der Philosophie". Dazwischen findet man absurde und halluzinatorische, symbolistische Trancen ohne wirklichen Zusammenhang außer der Selbstintrospektion des Protagonisten, aber interessanterweise auch vergleichsweise fast banal wirkende Erzählungen wie "Abenteuer im Wald". Die längste Geschichte, "Glorreiche Nemesis", liest sich mehr wie ein psychologischer Krimi und reisst den Leser mit in den Sog des Bizarren mit gespiegelten Personen und Örtlichkeiten - macht aber auch deutlich, dass man irgendwie keinen durchgängigen Stil findet, keine Schublade, in die man Klima stecken könnte.

Die Präsentation der Edition Sirene ist extrem spartanisch - gutes Papier wird von einer Fadenbindung an ein blankes, weißes Kartoncover ohne jede Verzierung gebunden. Ein grauer Papierschutzumschlag passt sich dem an und bietet nur den Autoren und Titel dem Auge dar. Auch das Druckbild ist ähnlich zurückhaltend, leider findet man immer wieder mal Druckfehler. Irgendwie ist diese eindrucksvolle Reduktion aufs Wesentliche, den Text, aber auch ansprechend.
Displaying 1 of 1 review

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.