Üblicherweise empfehlen Beziehungsratgeber zu kämpfen und durchzuhalten. Die allermeisten Paare aber, so Thomas Meyers provokante These, sind unglücklich – und sollten sich trennen. Denn das Leben ist zu kurz, um unnötig zu leiden. Meyer beschreibt mit analytischer Schärfe und großer Empathie alle Phasen des Schlussmachens (die quälende Zeit davor, die Trennung selbst sowie die Zeit danach) und macht Mut zum achtsamen Umgang mit sich selbst.
schwierig ist meist nur ein anderes Wort für notwendig
Um von vorne zu beginnen. Vermutlich schreckt der Titel ab, oder der Autorenname... nichts für ungut - aber manche denken dann vielleicht trotzdem, warum soll ich mir von einem weissen Cis Mann erklären lassen wir ich meine Beziehung zu führen habe (gar nicht) oder gar sie dadurch zu zerstören.
Aber ich kann euch beruhigen, das Buch hat einige Absätze die von eiskalter Wahrheit sprechen. Dinge die wir wissen, verdrängen oder sogar Hoffnung verleihen. Doch Hoffnung ist deshalb so stark, weil sie selbst die Dummheit überlebt (Zitat Ende).
Ich hab's als gut befunden. Kein Ratgeber um genau zu wissen was denn nun, doch ein kleiner Realitätscheck um sich mit dem Beziehungsende auseinanderzusetzen, und ob man je darüber hinwegkommen wird oder am Seelenschmerz zerbricht für immer und ewig.
Obwohl ich kein Fan von Ratgebern solcher Art bin, hat mich, nach der Empfehlung einer Freundin, das Buch gepackt. Es ist klar und verständlich geschrieben und gibt ebenfalls einen guten Überblick auf Dinge, auf die man achten kann, bzw. was hilfreich beim Beziehungsaufbau ist.