Romane, die zur Einführung einer neuen Handlungsebene dienen, sind etwas schwer zu schreiben, es gibt wenige positive Ausnahmen in der Perry Rhodan Historie. Aber Susan Schwartz hat es mit diesem Roman ordentlich gemacht, es war wenig langweilig, interessante Geschichten über (eigentlich) bekannte Charaktere wurden beigesteuern, insbesondere die Hintergrundgeschichte über Shema Gessow fand ich eindrücklich. Interessant war für mich auch die Hintergründe über diese Straße und die Herkunft der Konverse (älter als ES), bin gespannt, ob man von den Archäotakten irgendwann noch hören wird? Okay, nun haben sie einen Wegweiser durch die Sternenstraße der Konverse, das ist gut und verspricht interessante Abenteuer...
Ein typischer Reise-Zwischenstation-Roman. Nett geschrieben, die Avoiden sind unterhaltsam und natürlich gibt es mit der Erlangung der "Karte" einen klaren Fortschritt in der Handlung.
Trotzdem hat mich der Roman nicht vom Hocker gehauen und war eher langatmig.
Mal wieder gestrandet in der Unendlichkeit - diese Variante finde ich ganz gut gelungen. Es gibt sogar Erziehungshinweise für Eltern und eine sehr fragwürdige Schlußfolgerung bezüglich von Avoiden.
"Ich habe ... Erinnerungslücken." Rhodan blinzelte verwirrt. "Du hast Erinnerungslücken?" "Ich möchte nicht darüber reden." Das Gegenüber der RA verweigerte ihm die Zusammenarbeit, (S.15)
Shandur etwas zu verbieten ist Elternsache, nicht Schwesternsache. Selbst schuld, wenn man einem Kind die Aufsicht über ein anderes Kind auferlegt. (S.27)
Als Avoide war es nicht überraschend, dass sie alle durcheinanderschnatterten, -zwitscherten und -pfiffen. (S.53)
Ein guter Roman von Susan Schwartz mit einigen starken Szenen und einem manchmal etwas nervenden Alienvolk.
Der Titel des Romans ist eine gelungene Anspielung auf Band 200, den Beginn des MDI-Zyklus. Dann kommt ein toller Einstieg, bei dem Perry in einem furchtbaren Alptraum seinen Sohn bei den Kolonnen-Anatomen erlebt. Ich frage mich, ob diese Episode vielleicht doch noch eine tiefere Bedeutung hat. Auch die anderen Alpträume waren beeindruckend. Bei Shema wird ein Gedächtnisblock aus ihrer Kindheit gelöst. Am Ende des Romans ergibt sich, das Shemas Traum für den aktuellen Roman der Wichtigste war und der Traum von Antanas wohl Elemente der zukünftigen Handlung enthält. Der Roman beschreibt eine Art Zwischenlandung bei der Reise in die sehr weit entfernte Galaxie der Sorgoren. Es gibt einige kosmische Erkenntnisse und Andeutungen zu diesem sehr weite Bereiche des Universums umspannenden Transportmedium. Mir hat das sehr gut gefallen, auch wenn ich das Völkchen der Avoiden manchmal etwas arg aufdringlich fand. Aber eine Stärke von Susan ist die Schilderung exotischer liebenswerter Völker und die Autorin zeigt auch geschickt, dass die Oproschinen viel mehr sind als sie oberflächlich scheinen. Außerdem wohnen sie wirklich gaaaanz weit weg von allem. Das Gejammer um die verlorene Zeit fand ich etwas übertrieben: Die drei sind über die unglaubliche Entfernung von 200 Millionen Lichtjahren gereist und beschweren sich, dass das 200 Tage gedauert hat? (Ein unwahrscheinlich glatter Zusammenhang zwischen zwei beliebigen Skalen: 1 Million Lichtjahre an einem Terra-Tag des Jahres 2000 NGZ.) Perry kann nun ein System benutzen, mit dem man anscheinend praktisch das gesamte Universum bereisen kann. Damit es aber auch für ihn nicht zu einfach ist, altern bei Benutzung selbst Zellaktivatorträger. Durch diese geschickte Exposéidee ist sichergestellt, dass er nicht so oft ins Restaurant am Ende des Universums zum Essen geht.
Fast selbstverständlich, aber man sollte es trotzdem sagen: Das Journal von Rüdiger Vaas ist wieder sehr lesenswert.
Perry Rhodan landet mit seiner Crew auf einem Stahldunkelplaneten und die Crew muss sich durch Irrungen und Wirrungen quälen. Während Shema Ghessow mit einer verschwundenen Erinnerung zu kämpfen hat. Schlagen sich Antanas Lato und Rhodan mit den Oproschinen die Zeit um die Ohren. Die Oproschinen sind eine Vogelähnliche Spezies, die Interkosmos versteht und unterhalten werden will. Ein äußert spannendes und durchaus auch teilweise lustiges Heft ist die Straße nach Kondor.
Hm ... selten hat mich ein Roman so ratlos hinterlassen.
Wir wechseln von einer Ebene zur anderen, erfahren ein wenig über die Hintergründe und eine Menge über Shema Ghessow. Gerade das letztere dürfte der Figur eine Menge zusätzliche Tiefe geben.
Die Handlung im Zwischenstopp hat mich weniger mitgerissen, da scheine ich aber eher in der Minderheit zu sein.
Selten galt mehr: Ich weiss erst so richtig, was ich von dem Roman halte, wenn ich im Podcast höre, was ich darüber gesagt habe.
Wundervoll. Zyklusfortschritt (ein kleiner), KEINE Panjasen, dazu neben einer endlich mal eher friedlichen Begegnung mit einem Fremdvolk ein Hauch kosmische Geschichte. Wenn das Ganze dann auch noch so nett und entspannt präsentiert wird wie hier von Susan Schwartz, dann hat man ganz einfach mal einen 5 Sterne Roman. Und das ganz verdient.