Die brillante Feuilletonistin Jutta Voigt zeigt uns, was es heißt, jung zu bleiben, während man älter wird. Sie erzählt von der tröstlichen und schmerzhaften Identifikation mit der Jugend, die den Bogen des Lebens bis zum Zerreißen spannt. Berichtet wird „Aus dem Leben einer älteren Dame“: „Wenn ich ein Café betrete, verstummt kein Gespräch, ist kein Auge auf mich gerichtet. Ich finde das in Ordnung. Ich habe es lange genug gehabt, das Strammstehen vor meinem Dekolleté, die Hab-Acht-Stellung beim Klacken meiner hohen Absätze, das ehrfürchtige Verstummen vor einem Lächeln.“ Es geht um eine Frau, die ihre Waschmaschine mehr liebt als ihren Mann. Um einen Striptease am Totenbett. Und um einen, der seine junge Geliebte für eine Gleichaltrige verlässt, weil sie denselben Subtext in der Seele hat. Die Spätvorstellung einer Generation, der die ewige Jugend zur Pflicht geworden ist.
„Ein starkes Buch und so schön offensiv. Das ist der Humor, den man zum Weiteraltern braucht!“ Dieter Hildebrandt
My father sent me this book for my 49th birthday, then backpedaled afterward (it seems his older female friends were not amused when he gave them copies). Voigt writes about aging and includes over a dozen vignettes and various takes on the subject. The stories were quaint and somewhat interesting, but I was most entertained by the backdrop of pre- and post-Berlin Wall Germany and the wonderful quotes from Schopenhauer and other writers and philosophers she included. One thing I didn't need to learn about is "nasolabiale Falten". I somehow managed to overlook mine, didn't even know they existed until I read about them in this book. Sigh. Now I'll always see them in the mirror.