Jeden Morgen wacht Tobias, Mitte zwanzig, mit einer Mischung aus Unzufriedenheit und Anstrengung auf, die sich in einem körperlichen "Aaarfz" äußert. Was er dringend braucht, ist ein Traum, ein Ziel, eine Mission. Und was liegt da näher als das Weltall?
"Aaarfz", ein Buch über einen im Alltag gefangenen Mittzwanziger, der es sich als Ziel setzt in den Weltraum zu kommen. Auf seinem Weg dorthin begleitet ihn der Leser, welcher im Laufe der Geschichte auf nicht wenige Film und Musik Referenzen stoßen wird(fand ich persönlich ganz klasse) und das ein oder andere mal, aufgrund der sozialen Untauglichkeit des Protagonistens, ein Grinsen nicht unterdrücken kann. Ich bin nicht mit allzu hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, ich wusste von Anfang an das es sich nicht einfach so weglesen würde. Und so sollte sich jeder(der interessiert ist) diesem Buch nähern, denn auch wenn es vielleicht nicht gerade die spannendste Lektüre ist und es sich ab und zu in die Länge zieht, so steckt hier die Schönheit im Detail. Markus Herrmann spricht Dinge an zu der sich wohl jeder schon mal Gedanken gemacht hat, er analysiert und stellt die alltägliche Kleinigkeiten des Lebens in Frage und das auf eine herrlich humorvolle Art und Weise, sodass ich nicht anders kann als sein Werk lieb zu gewinnen. Nicht das "Was?" sondern das "Warum?" steht in diesem Buch im Vordergrund.
Insgesamt doch eher enttäuschend. Ich lesen die jungen deutschen Autoren zwischendurch immer ganz gerne, und da ich Markus Herrmann bei Twitter immer sehr witzig und unterhaltsam finde, habe ich Aaarfz auch eine Chance gegeben, auch wenn mich der Plot nicht wirklich ansprach. Der Plot ist in diesem Buch denn auch wirklich nebensächlich und wird vom Autor auch irgendwann mehr oder weniger fallen gelassen. Letzteres stört tatsächlich, doch dass die eigentliche Handlung nur rudimentär und unwesentlich ist, finde ich absolut in Ordnung. Das macht bei Büchern dieser Art nichts, wo es hauptsächlich auf das Wie ankommt, weniger auf das Was. Doch auch das Wie enttäuscht hier zu oft, zu viel. Ich musste zwar auch immer wieder lachen, und das Buch liest sich leicht und locker weg. Aber es wirkt über weite Strecken einfach zu bemüht witzig. Es hat mehrere gut gesetzte Pointen, aber für ein ganzes Buch einfach zu wenig.
Markus Herrmann entdeckte ich bei Twitter und finde ihn dort ganz witzig. Da ich auch aus einem Dorf in Thüringen komme, statt in Berlin mal in München gelebt, und eine Vorliebe für die selbe Fußballmannschaft habe, kann ich mich ein bisschen mit ihm identifizieren. Eine Vorstellung vom Buch hatte ich vorher nicht, bin daher auch nicht enttäuscht wurden. Es ist eine witzige Alltagsbeschreibung - mit man könnte meinen autobiografischen Zügen - über einen "Schreiberling" mit einem für sich neu entdeckten Traum in's Weltall zu fliegen. Einfach Kleinschkombitz durch Tambach-Dietharz ersetzt und boom! mittendrin in Markus Herrmanns Leben. Wer auf den absurden Humor von M.H. auf Twitter steht, der wird auch bei diesem Buch seine Freude haben.
"Nach gefühlten 4729482 Seiten" habe ich "Aaarfz" nun endlich beendet und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Am Anfang erschien mir noch alles übermäßig witzig und das laute Lachen blieb nicht aus, aber dann passierte doch relativ wenig, "gefühlte 13758 mal" wurden immer wieder die selben Stilmittel genutzt (Übertreibung und Untertreibung sind ganz hoch im Kurs!), und im Verlauf des Buchs wurden auch immer weniger Lacher rausgehauen. Das vermeintliche Ende, das keins war, hätte aber gut als Abschluss gepasst, der "richtige" Schluss hat mir nicht so gut gefallen. Alles in Allem 3 Sterne, weil es kurzweilig, recht witzig und doch ganz ok war.
Nach 44 Seiten abgebrochen und zurück in die Tauschtelefonzelle gegeben. Sprachlich flüssig und unterhaltsam, holt es mich inhaltlich null ab. Vielleicht hätte ich das mit Mitte 20 besser gefunden ...
Begann ziemlich gut, Sarkasmus pur, genau mein Humor, aber leider kam die Handlung nicht wirklich voran im Mittelteil und es hat sich ziemlich gezogen und war nicht mehr so witzig. Gegen Ende wurde es wieder besser, aber wegen dem lahmen Mittelteil kann ich leider nicht mehr Sterne geben.