Jana verliebt sich in Len. Doch Jana lebt wohlbehütet in einem Berliner Vorort und Len ist ein Punk und wohnt auf der Straße. Die Liebe trifft Jana und Len ganz unerwartet und stellt sie vor große Herausforderungen. Werden sie die Hindernisse überwinden oder wird ihre Liebe an den starren Konventionen zerbrechen?
Ich würde diesem Buch gerne so viel mehr als die 5 Sterne geben. Und dem Autor wünsche ich nur das Beste auf der Welt. Ist es ein literatisches Meisterwerk? Vielleicht nicht. Aber es hat mich als 13-Jährige damals abgeholt und mein Interesse zur Gesellschaft angeregt. Ich habe mich in die Punkszene gestürzt und Bücher gelesen. Ich habe Musik gehört die Aufrüttelt. Ich habe den Riss gesehen wie Len in dem Buch das tut und die Welt war für mich nach "Treffpunkt Irgendwo", nicht mehr die gleiche. Als Erwachsene kann man hier im Buch sicher irgendwo Kritik finden, doch ich will die gar nicht suchen. Das Buch ist liebevoll zerlesen von mir, markiert und notiert habe ich darin und die Liebe die ich dazu habe, die passt in keine Review dieser Welt. Thomas Fuchs hat in meinem Teenager-Denken damals viel aufgerüttelt, ich habe die Seiten oft gelesen und viel nachgedacht. Das Buch hat mich mehr beschäftigt als jedes andere Buch es zu der Zeit geschafft hat und ich werde es niemals her geben. Ich habe mich in Len verliebt und in seine Art, wie er die Welt sieht. Ich habe angefangen viel nachzudenken und mich zu engagieren. Ja, es ist auch eine Liebesgeschichte, aber es war für mich damals so viel mehr. Die Hauptcharaktere haben das Gefühl etwas ändern zu können, Macht zu haben, wo es jungen Leuten oft entzogen wird. Und das hat mich damals wie heute sehr begeistert.
Mir hat das Buch echt gut gefallen. Die Lovestory schreitet schnell voran und ist durch Jana und Lens unterschiedliche sozialen Schichten mit vielen Problemen konfrontiert. Es ist voller Denkanstöße, nicht zu kitschig und zeigt auch gut wie Jana sich dadurch, dass sie mehr über die Gesellschaft nachdenkt, von ihren Eltern und ihren Freunden distanziert.