Dieses Antiquariat ist nicht wie andere Buchläden!
Das muss auch die gescheiterte Buchhändlerin Beatrice feststellen, als sie notgedrungen die Stelle im staubigen Antiquariat des ebenso verstaubt wirkenden Herrn Plana annimmt. Schnell merkt sie allerdings, dass dort so manches nicht mit rechten Dingen zugeht:
Wer verbirgt sich hinter den so antiquiert wirkenden Stammkunden „Eddie“ und „Wolfgang“? Und welche Rolle spielt Herr Plana selbst, dessen Beziehung zu seinen Büchern scheinbar jede epische Distanz überwindet? Doch noch ehe Beatrice all diese Geheimnisse lüften kann, gerät ihr Mann Ingo in große Gefahr und Beatrice setzt alles daran, ihn zu retten. Zusammen mit Herrn Plana begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch das mysteriöse Buchland. Dort treffen sie nicht nur blinde Buchbinder, griechische Göttinnen und die ein oder andere Leseratte, auch der Tod höchstpersönlich kreuzt ihren Weg. Und schon bald steht fest: Es geht um viel mehr, als bloß darum, Ingo zu retten. Vielmehr gilt es, die Literatur selbst vor ihrem Untergang zu bewahren!
Die Grundidee des Romans ist sehr interessant und dementsprechend vielversprechend beginnt die Geschichte. Nur leider übernimmt sich Walther hier deutlich und dies zeigt sich bereits nach den ersten Kapiteln. Keiner der drei Hauptfiguren vermag mich wirklich zu fesseln, sie sind platte, klischeebeladene Gestalten, deren Schicksal mir schlussendlich eigentlich egal ist. Das gleiche gilt auch für das Buchland ansich. Walther schafft es nicht eine einzigartige, in sich schlüssige und lebendige Welt zu generieren. Auch wirkt die ganze Erzählstruktur oftmals wie ein wirres Zusammenklauben von Ideen und Motiven. Oftmals sind die Ausführungen fast schon oberlehrerhaft, als würde der Autor hier dem Leser nur seine reiche Intelligenz und Belesenheit demonstrieren wollen. Die doch zahlreichen Rechtschreib- und Grammatikfehler wiegen da natürlich doppelt schwer. Der durchwachsene Schreibstil Walthers, der meist trivial-amateurhaft daherkommt, tut sein Übriges. Ebenfalls unausgereift ist die Kritik am Buchhandel. Allzu oft wird der Leser hier mit kurzen Totschlagargumenten konfrontiert, anstatt an einer Stelle eine Idee mal wirklich auszuführen und zu diskutieren. Das Walther aber durchaus fähig ist gut geschriebene und vor allem humorvolle Sätze auf das Papier zu bringen, beweist er in der kleinen Stichwortsammlung am Ende des Buches. Nur leider scheint er das nicht für einen ganzen Roman durchhalten zu können.
Dieses Buch subbte schon einige Jahre auf meinem E-Book-Reader, bis ich heute durch Zufall wieder darüber gestolpert bin und mich Titel und Klappentext neugierig gemacht haben. Ich kam auch gut in die Geschichte um den geheimnisvollen Antiquariatsbesitzer Herr Plana und seine neue Angestellte Beatrice. Nach und nach entfaltete sich das Geheimnis seines Geschäfts und die Magie der Bücher und ich folgte den beiden Protagonisten gerne in den Keller, wo im Buchland jedes gedruckte Buch und jedes noch entstehende Werk seinen Platz hat. Hin und wieder musste ich schmunzeln oder zustimmend nickend, als Herr Plana der Nachwuchsautorin Beatrice Schreibtipps gibt. Ich war mir sicher, dass ich das Buch mögen würde, denn ich liebe Romane über die Magie von Büchern, die Magie des Lesens und Schreibens und "Buchland" bietet davon reichlich. Doch leider hat mich das Buch irgendwann im letzten Drittel verloren. Ich hatte Schwierigkeiten, mich auf die Beschreibungen und das Worldbuilding einzulassen. Ich konnte zwar den Ereignissen folgen, aber die Magie war für mich leider verloren. Sehr schade.
Am Anfang war ich mitten drin im Buch. Hab mich gefreut: ‘endlich wieder eins über Bücher.’ Aber irgendwann hat mich die Arroganz von Herrn Plana, der die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt, genervt. Wie er sich über Selfpublisher hergemacht hat, die Widersprüche, die er an den Tag brachte: jeder kann ein Buch schreiben. Schreiben ist wichtig. Selfpublisher können nichts. Wer eine Geschichte in sich trägt, soll sie raus lassen. Aber ja nicht als Selfpublisher, denn sie scheinen sich selbst für besser zu finden.
Natürlich ist Beatrice da anders. Denn sie scheint DAS wichtigste Buch ever zu schreiben und das Buchland damit retten. Herr Plana, der keinen Vornamen oder Vergangenheit zu haben sein, setzt alles daran Beatrice in sein Antiquariat zu bringen. Ein Buchladen, das mehr zu sein scheint, als es den Anfang macht. Denn im Keller verbirgt sich alles, was das Herz eines jeden Buchliebhabers begehrt. Einschließlich fliegender Pferde und Götter oder Bücher des Lebens.
Es ist an sich eine schöne Idee, aber irgendwann hat es mich nur noch genervt wie herablassend der Autor sich über manche Gruppen der Literatur geäußert hat. Es gibt nicht nur die Bücher im Keller, sondern auch im Dachgeschoss und dort sind all jene Bücher, die ‘wertlos’ sind.
Als Beatrice erfährt, dass ihr Mann nur noch kurz zu Leben hat und sie das Buch seines Lebens klaut und dort hinein schreibt / und ausradiert und sein Leben von da an bestimmt, wurde es definitiv zu viel des Guten.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Buch ist einfach "zauberhaft", im wahrsten Sinne des Wortes. Der Autor Markus Walther entführt uns Leser in der Gestalt von Herrn Plana in ein literarisches Oz. Der alte Herr Plana ist seines Zeichens Inhaber eines verstaubten Antiquariats in einer sterbenden Geschäftsstrasse. Gemeinsam mit seiner neuen Angestellten Beatrice, die einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat und deren Ehemann sich dem Alkohol hingibt, begibt sich Herr Plana von einem Abenteuer in seinem Buchland in das nächste. Seine Absicht: Beatrice zu einem eigenen Buch zu bewegen. Bücher sind nämlich für Herrn Plana sehr viel mehr als nur geschriebene Worte. Er lebt mit und in ihnen. Warum gerade Beas Buch so wichtig ist, entfaltet sich erst langsam, Schicht für Schicht, dem Leser.
Man kann dieses Buch schwer in ein Genre einordnen, ich würde es als zeitgenössische Fantasy bezeichnen, angereichert mit philosophischen Pointen und einem Hauch "unendlicher Geschichte". Auch der typisch Walter'sche Humor kommt hierin nicht zu kurz. Aber aus jedem Satz spricht die Liebe zur Literatur. Am Ende steht die alte Weisheit, dass alles miteinander verbunden ist und jede Handlung Konsequenzen hat.
Als Beatrice einen Job in dem kleinen Antiquariat von Herrn Plana bekommt, ist es genau die richtige Ablenkung, die sie im Moment gebrauchen kann. Doch hinter Herrn Plana und seinem Laden steht noch viel mehr, als man zuerst vermutet. Schnell öffnet sich vor ihren Augen das Buchland, eine Welt bestehend aus der gesamten Literatur der Weltgeschichte. Beatrice steht vor der schwierigen Aufgabe dieses Land zu retten, nur durch die Kraft eines Buches was sie noch gar nicht geschrieben hat. Eine Herausforderung die nicht einfacher wird als plötzlich das Leben ihres Mannes Ingo auf dem Spiel steht.
Bücher über Bücher zu schreiben ist nicht einfach. Moment irgendwie hatten wir das schon einmal, oder? Ja wie es dem Zufall so wollte habe ich zwei Bücher mit sehr ähnlichen Motiven, in relativ kurzer Zeit hintereinander gelesen. Und ebenfalls rein zufällig befanden sich beide am genau gegenüberliegendem Ende des Qualitätsspektrums. Wer meine Review zu „Die unglaubliche Flucht des Uriah Hepp“ gelesen hat, kann sich bereits denke was ich über dieses Buch denke. Ich mach mal eine Ausnahme und gebe mein Fazit vorweg: Lauft einfach daran vorbei, wenn ihr es im Buchladen sehen solltet. Auch Leute, die das Buch mögen, sollten jetzt nicht weiterlesen. Ich freue mich für euch, dass ihr etwas darin gesehen habt, was ich nicht finden kann. Denn ich habe so einiges was ich über diesen Roman loswerden.
An fast alles, was in diesem Buch steckt, kann die Frage „Ja aber warum denn?“ angehängt werden. Beatrice muss das Buchland mit ihrem noch ungeschriebenen Buch retten. Ja aber warum? Es leben die griechischen Götter im Buchland. Ja aber warum? Der Tod persönlich taucht im Buchland auf und wird zum Oberbösewicht. Warum, warum, warum? Nichts will hier zusammenpassen. Es sind nur einfach Ideen, die irgendwie zusammen geschmissen worden ohne sie auch ineinander zufügen. Warum weis Herr Plana mal alles und dann wieder nichts über Buchland? Beatrice kann nichts aus Büchern herauslesen wie in Tintenherz, bis sie es dann plötzlich doch kann. Nichts scheint auch nur irgendwie konsequent durchdacht worden zu sein. Ich bin mir sicher es gibt irgendwo Erklärungen. Nur die müssen in den endlosen philosophisch angestaubten Monologen untergegangen sein. Worldbuilding ist praktisch an keiner Stelle vorhanden. Wie auch bei nicht einmal 300 Seiten Länge.
Ich weiß ich mache so etwas eigentlich nicht aber ich kann mir nicht helfen. Für mein Empfinden trieft diese Geschichte mit Arroganz. Nichts schreit mehr danach, wenn man ein ganzes Kapitel nur dafür verwendet sich über Autoren lustig zu machen, die ihre Bücher selbst herausbringen. Und damit meine ich nicht die Augenzwinkernde und herzliche Art von Lustig machen, die ich an meinen persönlichen Idolen wie Terry Pratchett so bewundere. Was der Autor über diese Art von Literatur zu sagen hat, ist so offensichtlich und so abwertend, dass ich darüber nur den Kopf schütteln kann. Über die Passagen, in denen sich darüber aufgeregt wird, dass die Leute das geschriebene Wort nicht mehr zu schätzen wissen, will ich gar nicht erst anfangen. Das ist praktisch das Gegenteil, von dem, was uns Michael Ende bereits vor so vielen Jahren gelehrt hat: Es ist doch eigentlich egal woher die Fantasie kommt so lange du glücklich damit bist. Ja ich habe auch meine ganz eigenen Gedanken über die Flut an Literatur, die den modernen Markt überschwemmt. Aber wer bin ich darüber zu urteilen. „Buchland“ maßt sich dies an und versagt dabei auf voller Länge in meinen Augen. Nichts was der Autor zu diesem Thema zu sagen hat, ist neu oder regte mich zum Nachdenken an.
Gerade diese Stellen hätten gerne gestrichen werden können, damit vielleicht mal ein paar echte Aussagen über Bücher getroffen werden können. Auch hier Fehlanzeige. „Buchland“ ist vieles aber ein Loblied auf die Literatur ist es nicht. Ja es wandert Edgar Allen Poe in Herrn Planas Antiquariat herum. In den Regalen von Buchland stehen auch fiktive Bücher wie von Hildegunst von Mythenmetz herum. Ja ganz netter Referenz zu Walter Moers beliebter Figur nur eben nicht mehr als das, eine Referenz. Es ist nicht damit getan mit bekannten Autoren und Büchern um sich zu schmeißen. Ohne greifbare Aussage über diese Objekte, kann man noch so sehr versuchen zu beweisen wie belesen man doch ist. Ich als Leser empfinde dabei nichts.
Das klingt ja alles schon ganz schlimm. Doch jetzt komme ich zum Abschluss noch zu den Figuren und da sitzt der wirkliche Kern meiner Wut. Zuerst einmal, wer kam bitte auf die Idee dieses Buch aus der Sicht von Herrn Plana zu schreiben? Das ist so ähnlich als, wenn Harry Potter aus der Sicht von Dumbledore geschrieben worden wäre. Das nächste ist, was Persönliches aber das war, wohl einer der schlimmsten Darstellungen, die ich von Tod je gesehen habe. Als Verehrer von Terry Pratchett und seinem TOD, verstehe ich nicht was man sich dabei gedacht hat. Doch die Schlimmste ist Beatrice selbst. Beatrice wäre in jedem anderen Buch nicht die Heldin, sondern der Bösewicht. Im ersten Drittel findet Beatrice das sogenannte Lebensbuch ihres alkoholkranken Ehemannes. Indem sie dort hineinschreibt verändert sie sein Leben „zum Guten“. Sie macht ihren Mann zu einer willenlosen Marionette der nicht mehr ohne ihre Befehle funktioniert. Sie befreit ihn vom seiner Alkoholsucht aber nicht durch harte Arbeit, sondern einfach in dem sie ihm das ganze mit einer höheren Macht aufzwingt. Am Ende kann er gar nicht mehr ohne sie funktionieren. Sie geht sogar so weit ihn dazu zu zwingen mit ihr zu schlafen und nimmt sich noch heraus seine Leistungen im Bett zu verbessern. Was im Buch als lustiger Scherz abgetan wird, hat mich nur angewidert, denn das einzige Wort, was mir hierfür einfällt, ist Missbrauch. Und das Traurigste? Dem Autor scheint selber bewusst zu sein, dass dies alles nicht ganz so richtig ist und verweist darauf. Anstatt das, dass ganze jedoch Konsequenzen hat, ist ihr Mann sogar noch froh über ihre Taten und Beatrice wird als Heldin gefeiert. Was soll man dazu noch sagen?
So ich glaube ich das reicht langsam mal (auch wenn mir noch einiges einfallen würde). Jedem sollte klar geworden sein was ich über diesen Roman denke. Ich möchte ihm wirklich nicht weiterempfehlen. Eher im Gegenteil. Dieses Buch ist nicht nur furchtbar konstruiert in meinen Augen, sondern vertritt auch noch Motive und Themen die in meinen Augen einfach nicht in Ordnung sind. Über eines bin ich mir jedoch ganz sicher. Ich werde nicht eine der zwei Fortsetzungen in die Hand nehmen.
Ein paar nette Ansätze hat die Geschichte schon, aber im Mittelteil zieht sich alles ein wenig und das Ende wirkt zusehr in die Länge gezogen. Leider kann sich Buchland mit anderen Vertretern seines Genres nicht so recht messen, als da mir Persönlich sofort Cornelia Funkes "Tintenherz" und Carlos Ruiz Zafon im Sinn sind.
Walther fehlt es am Sprachlichen können des Einen und am Talent sympathische Figuren aufzubauen und einem nahe zu bringen der Anderen.
Am schwersten tat ich mich zunächst mit dem Charakter des Herr Plana, der ein rechter Literatur Snob ist. Er doziert über den Wert der Klassiker und tappt dabei aber zugleich in die Falle eines allzu eurozentrischen Denkens. Er hat die ganze Welt und Geschichte des Schreibens zur Hand und kann nicht besser als Poe, Goethe, Schiller usw.?
Im Verlauf der Geschichte bekommt der Leser recht schnell ein Gefühl dafür warum Beatrices Buch für das Buchland so wichtig ist, eine Erklärung die gleichermaßen Amüsant wie unlogisch ist. Aber einen Charakter den mochte ich dann doch, der Tod ist eine im Kern gute Seele die nur ihren Job ordentlich verrichten will.
Buchland, das ist eine amüsante Idee die daran krankt das alles und der Autor sich selbst etwas zu Ernst nimmt, Plana ist sich seines dramaturgischen Wesens zu Bewusst und Walther verfällt zu oft darin über die Mechanik seiner eigenen Erzählung zu dozieren - nicht ganz ohne Grund zwar, aber es macht das Lesen Zeitweilig dann einfach etwas zäh weil man sich nie wirklich im Text verlieren kann.
„Die Bücher um mich herum, die sich unter einem staubigen Mantel zu verbergen suchten, schienen leise zu wispern.“
Das Antiquariat von Herrn Plana scheint von vielen Geheimnissen, wie den flüsternden Büchern, umgeben. Da Herr Plana nicht mehr der Jüngste ist, macht er sich auf die Suche nach einer besonderen Nachfolgerin. Bea scheint in seinen Augen die Richtige zu sein und verbirgt in sich ein Geheimnis, von dem sie selbst noch nichts weiß. Gemeinsam versuchen sie den Laden wieder auf Vordermann zu bringen und geraten immer tiefer in den Zauber des Buchlandes.
Besonders hervorzuheben ist die Verknüpfung von Literatur und Erzählung. Es wird immer wieder Bezug auf ältere, klassische und aktuelle Literatur oder Autoren genommen, die der Geschichte einen neuen Wendepunkt oder besonderen Reiz verleihen. Die Charaktere sind nicht besonders, die Handlung hat mich eher interessiert. Für mich persönlich hat die Geschichte jedoch bereits mittig den Reiz etwas verloren, da das Ende vorhersehbar war. Die Idee der Geschichte finde ich wirklich gut, jedoch hätte dies besser ausgearbeitet werden können. Trotzdem ist es ein nettes Buch für zwischendurch.
Fazit: Eine schöne Geschichte für Bibliophile, jedoch reizt es mich nicht die Fortsetzung zu lesen.
Worum gehts? Das Buchland schwebt in Gefahr, doch das scheint im Moment noch niemand zu wissen. Nicht einmal Beatrice, die uns gemeinsam mit Herrn Plana durch die Geschichte lenken. Nachdem Beatrice einen neuen Job braucht und sich kurzerhand bei Herrn Plana bewirbt findet sie rasch eine Zusage und bemerkt das dieser Laden das ganz besondere Etwas hat. Beatrice liebt die Bücher, doch sie liebt auch ihren Mann, der aus einer starken Alkoholsucht nicht heraus finden kann. Schafft sie es beides retten zu können, oder muss sie eine folgenschwere Wahl fällen?
Das Buch hat sich durch den locker erzählenden Schreibstil fast wie von selbst gelesen. Was am Anfang noch nicht absehbar war. Es wirkte erst etwas trocken. Aber je mehr man gelesen hat, desto mehr ist man in der Welt versunken. Bea, Herr Plana und der personifizierte Tod waren mir dabei die liebsten Charaktere. Am Anfang war es noch etwas realistisch gehalten aber je mehr man über diesen geheimnissvollen Keller las desto mehr wusste man, was es mit diesem 'Buchland' auf sich hatte. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet selbst die Nebenrollen bleiben mir noch in Erinnerung und auch die Gastauftritte von Edgar Allan Poe und Wolfang von Goethe beispielsweise habe ich noch schmunzelnd in Erinnerung. Übrigens wurden auch viele andere Werke in dem Buch genannt. Wie Narnia. Und die beiden lustigigsten Beispiele: Herr Plana ist ein älterer Herr und befindet sich dann irgendwann im weiteren Verlauf in einer dunklen Ecke, er hebt den Gehstock und will zuerst "Lumus" rufen - tut es aber nicht da er sich auf seine Vernunft besinnt. Wäre zu lustig gewesen, wenn es im Buchland funktioniert hätte. Und dann als Bea und Herr Plana in der Halle der unnötigen Bücher sind finden sie das "Biss zum ..."Buch und beschreibt das Cover. Es schwimmt in einem Meer aus Tinte. Ja. Da musste ich auch etwas schmunzeln. Seltsam fand ich die Tatsache das Herr Plana irgendwie in Bea verliebt war, obwohl sie einen extrem großen Altersunterschied hatten und er ihr Vater hätte sein können. Das war nicht so mein Fall. Dennoch hat mich seine Geschichte interessiert und auch das Ende war traurig. Tja. Wenn man wirklich in Schicksalen herum radieren und schreiben könnte, dann hätten es wohl sehr viele versucht wenn sie 'Buchland' je gefunden hätten. Sehr gute Geschichte - so alles in allem.
Fazit: Wer einen lockeren Schreibstil und originelle Ideen bevorzugt ist bei Walther's Buchland richtig. Es ist nicht ganz frei von seiner persönlichen Meinung, dennoch hat es Schwung und ein Ende, das Hoffnung auf ein zweites Band macht.
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Die Idee gefällt mir sehr gut. Aber die diversen Anspielungen auf andere Werke wirkten für mich genauso gekünstelt, wie die Figuren und die Handlung. Ich habe mich über lange Handlungsstrecken gelangweilt. Die Figuren waren für mich absolut belanglos und die Entwicklung war recht schnell abzusehen. Ich mag eigentlich gedanklich Verknotungen, aber hier bestand für mein Denken kein Interesse daran, sich länger mit der Geschichte zu beschäftigen, als nötig, um das Buch durchzulesen.
A different book of a kind I have never met before
My first book read i german (I am Swedish). A combination of fantasy, humour, seriousness and a different angle on litterature. No dull parts. Liked it very much.
Das Buch steckt voller schöner und kreativer Ideen. Doch leider habe ich das Gefühl das der Autor, mit dem einzigen weiblichen Charakter nicht ganz zurecht kommt, obwohl sie einen großen Bereich in dem Buch einnimmt. Von plattem Handeln, unlogischem Verhalten bis zu dem das sie sich zwar nicht entwickelt sondern plötzlich ganz anders ist. Gerne würde ich das Buch den super Ansätzen nach lieber haben und auch besser bewerten, den der Anfang war meiner Meinung nach sehr stark, stimmig und fesselnd. Leider am Schluss nicht mehr.
Ein unscheinbares Antiquariat, in einer Straße in der immer mehr Geschäfte schließen müssen. Doch innen verbirgt sich ein Schatz. Die Bücher sprechen zu ihrem Besitzer und unterhalb des Gebäudes erstreckt sich das sagenhafte, phantastische Buchland. In dem jedes Buch das je geschrieben oder erdacht wurde seinen Platz hat. Nur sehr langsam kann sich die neue Angestellte Beatrice an das Eigenleben der Bücher und die Kauzigkeit des Besitzers Herr Plana gewöhnen. Immer wieder drängen die Bücher sie dazu ihr eigenes Werk zu verfassen, damit das Buchland im neuen Glanz erstrahlt. Doch dann pfuscht sie dem Tod ins Handwerk um ihren Mann Ingo zu retten. Schon lange lechzt Gevatter Tod nach all den von Schriftstellern erdachten Leben, die sich seiner Rechnung entziehen und es beginnt eine Jagd, die das Buchland zu vernichten droht.. Einem jeden Bibliophilen wird die Idee eines Buchlandes, in dem jedes mögliche und unmögliche Buch zu finden ist, begeistern und so ging es auch mir, als ich die Zusammenfassung des Plots las. Das Werk begann auch viel versprechend, wenn der Schreibstil des Autors mir auch nicht so lag. Viel zu unreif, zu amateurhaft. Aber ab der Hälfte bin ich ausgestiegen. Erstens ging es nur noch um Beatrice und Ingo, die mir beide als handelnde Personen nicht wirklich sympathisch waren. Sie launisch und herrisch, er ein Egoist, der den Tod seines Kindes in Alkohol ertränkt. Und Zweitens wurde mir die Erzählung zu metaphysisch. Realität und Buchland vermischten sich, ohne dass mir gewisse Gesetzmäßigkeiten klar wurden. Genervt hat mich Herr Walther mit seinen Ausführungen, an welche Regeln sich ein Autor zu halten hat und dass man einer Geschichte Raum geben muss, um die Phantasie des Lesers anzuregen. Das weniger einfach mal mehr ist. Warum zum Teufel hielt er sich aber nicht an seinen eigenen schlauen Rat. Auch die unterschwellige Kritik an elektronischen Büchern und Selbstverlegern, fand ich doof, zumal ich erst durch mein Kindle auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. Aber gut sei es drum. Richtig Spaß gemacht, haben seine Erklärungen am Ende des Buches. Da zeigt sich das der Autor durchaus in der Lage ist, mit Wortwitz und eloquent zu erzählen. Warum Zur Hölle konnte er das nicht auf den über 200 Seiten davor umsetzen? Alles in allem war das Werk nicht das meine. Ich hatte immer das Gefühl Moers träumende Bücher hätten sich in die Matrix verirrt und keiner weiß mehr, was Realität ist und was Ausgeburten eines Autorenhirns.
Herr Plana ist Inhaber eines kleinen Antiquariats und sucht eine Mitarbeiterin. Als Beatrice bei ihm anfängt, merkt sie, dass Herr Plana und das Antiquariat nicht das sind, was sie zu sein scheinen. Denn unter dem Antiquariat erstrecken sich kilometerlange Regale mit allen Büchern, die je geschrieben wurden. Bea kommt nur langsam hinter die Geheimnisse und trifft in den unterirdischen Räumen auf den Tod, die Muse Kalliope und bücherfressende Leseratten. Aber gleichzeitig muss sie auch mit ihrem gescheiterten Leben und ihrem alkoholkranken Mann Ingo zurechtkommen. Bald merkt sie, dass Ingo, der Tod und die Bücher eine Gemeinschaft bilden und schon ist sie mittendrin in einer abenteuerlichen Reise durch das unterirdische Buchland, um ihr Leben in eine andere Bahn zu lenken.
Durch die vielen positiven Empfehlungen auf Facebook bin ich auf diesen Buch aufmerksam geworden und habe es mir schon vor längerem als ebook heruntergeladen. Erst jetzt bin ich dazu gekommen, es auch zu lesen.
Gleich zu Anfang hatte mich die Geschichte gefangen, was nicht nur an den sehr traurigen Szenen lag, sondern auch an dem sehr bildhaften Schreibstil des Autors. Durch detaillierte Beschreibungen hat man ein klares Bild vor Augen und kann sich sehr gut in die Figuren hineinversetzen.
Auch die Charaktere sind farbig gezeichnet und gerade Beatrice, die mit einem gescheiterten Leben zurechtkommen muss, war für mich eine sehr faszinierende und starke Persönlichkeit. Durch heftige Schicksalsschläge in ihrem Leben eingeengt, versucht sie doch, daraus auszubrechen und sich ein bisschen Freiheit und Selbstständigkeit zu gönnen.
Herr Plana, der Besitzer des Antiquariats ist zwar von Anfang an undurchschaubar und bekommt erst im letzten Drittel viel Transparenz, trotzdem weiß man genau, dass man ihm vertrauen kann.
Dieses Zusammenspiel hat mir sehr gut gefallen und ich habe gerätselt, wie der Autor es denn schaffen könnte, mich letztendlich zu überraschen. Diese Überraschung ist zwar nicht ganz gelungen, da ich mir zur Mitte des Buches hin dachte, wie es denn enden könnte. Dieser Verdacht hatte sich dann letztendlich bestätigt. Doch das Drumherum hat mich dann wieder fasziniert.
Die Einbindung von verschiedenen Buchtiteln, Buchfiguren und auch reellen Schriftstellern fand ich ein wunderschönes Gimmick. Auch verschiedene Buchzitate wurden erwähnt.
Fazit: Eine Fantasystory, die jeder Buchliebhaber gelesen haben sollte.
Beatrice steht an einem schweren Wendepunkt in ihrem Leben, als sie sich eines Tages im Antiquariat von Herrn Plana vorstellt. Für ihn steht schon direkt fest, dass er sie einstellen wird, egal wie dieses Vorstellungsgespräch auch läuft. Bea ist zunächst sehr froh über die Anstellung bei Herrn Plana und stürzt sich auch mit Begeisterung in ihre neuen Aufgaben, bis sie merkt, dass in diesem Antiquariat nicht so ist, wie es eigentlich sein sollte und Herr Plana ein großes Geheimnis vor ihr verbirgt, welches sogar sie direkt betrifft. Nach einigen Schwierigkeiten und Unsicherheiten weiht Herr Plana Beatrice ins Geheimnis seines Kellers ein und für Beatrice eröffnet sich eine neue, ungeahnte Welt voller Möglichkeiten, aber leider auch voller Gefahren…
Wie nur wenige Bücher zuvor hat “Buchland” von Markus Walther mich sehr nachdenklich zurück gelassen. Das lag nicht daran, dass das Buch nicht gut gewesen wäre, im Gegenteil. Ich habe jede Seite dieses Buches sehr genossen und trotzdem fällt es mir schwer, jetzt in Worte zu fassen, worum es in diesem Buch in der Hauptsache geht und was ich bei der Lektüre gefühlt habe. Trotz seiner lediglich 239 Seiten transportiert dieses Buch nämlich viele Botschaften zum Leser.
Als ich mit dem Lesen begonnen habe, da wusste ich noch nicht so recht, was da auf mich zukommen würde. Nach den ersten Seiten erwartete ich fast eine ganz normale Geschichte mit philosophischen Einflüssen. Phantastische Einflüsse kamen dann noch schnell hinzu und ich war immer begeisterter von dieser Mischung, die der Autor hier geschaffen hatte. Die Protagonisten waren so interessant und vielschichtig, dass die Seiten einfach nur noch so dahin flogen.
Vordergründig gibt es natürlich eine Geschichte, die wohl am ehesten als Fantasy-Geschichte eingeordnet werden kann. Weitergehend gibt es viele philosophische Fragen, die einige Denkanstöße geben, über das Leben und den Tod ebenso wie über Autoren und Bücher und nicht zuletzt auch den Leser. Zuletzt halte ich dieses Buch auch für eine kleine Liebeserklärung ans Buch allgemein.
Insgesamt hatte ich also viel, viel Freude mit diesem Buch und halte es für eine wirklich großartige Geschichte! Ich hoffe, dass der Autor es schafft, noch viele solcher tiefgehenden Geschichten und Bücher zu schreiben und habe nur ungern Abschied vom Buchland genommen. Von mir gibt es hierfür die volle Punktzahl!
Die andere Seite des Herrn Plana Unglücklich ist die Buchhändlerin Beatrice. Mit ihrem Mann Ingo versteht sie sich nicht mehr, der Buchladen ist pleite und ihr größter Kummer, in dem sie niemand zu trösten vermag, ist der Tod ihrer innig geliebten kleinen Tochter. Völlig niedergedrückt bewirbt sie sich auf eine Stelle im Buchladen des Herrn Plana. Ein Laden, der etwas heruntergekommen scheint, der aber doch so manches Geheimnis birgt. Obwohl Beatrice zunächst so gar keine Fröhlichkeit ausstrahlt, gelingt es ihr doch frischen Wind in den Laden zu bringen. Schon bald merkt sie, dass der Buchladen Herrn Planas etwas ganz besonderes ist. Und nach und nach führt Herr Plana seine Beatrice in die verborgenen Gänge des Buchlandes.
Wie gerne mag ich Bücher, die von Büchern handeln. Die haben bei mir quasi gleich einen Stein im Brett. Und so ging es mir auch hier. Nachdem ich mich etwas in das ebook (das ebook zu lesen, ist bei dem Inhalt der Geschichte und dem wunderschönen Cover fast schon eine arge Frevelei )hineingelesen hatte, fiel es mir doch schwer überhaupt wieder aufzuhören. Die Geschichte von Beatrice und Herrn Plana rührt besonders zum Ende hin sehr an. Mit Sorge fürchtet man um die Beiden und auch um das Buchland, denn schließlich haben sie es mit Gevatter Tod zu tun, der so lebendig ist, dass man manchmal an Pratchetts TOD denken muss, der auch sehr rege ist. Doch hier scheint der Tod eine große Bedrohung darzustellen, will er doch nicht nur Ingos Leben vernichtet, so wie es in dessen Buch geschrieben steht, nein, das ganze Buchland soll dran glauben. Welch schreckliche Vorstellung - das Land aller Bücher, der geschriebenen und ungeschrieben, vernichtet, das kann nicht sein. Man fiebert förmlich mit, ob es eine Rettung geben kann, für diese wunderbare Welt, die unser aller Phantasie birgt. Ich jedenfalls konnte dieses Buch mit einem Lächeln schließen und es nach dem Umblättern Herrn Planas letzter Seite als gelesen kennzeichnen.
Am Anfang hab ich gezweifelt; dann hat mich die Geschichte schön mitgenommen - und am Ende war ich dann doch ein bisschen enttäuscht. Wilde Fantasiegeschichte, die schön mit Büchern, ihren Geschichten und damit sich selbst spielt. Von allem möglichen inspiriert; viele Referenzen auf andere Bücher (mehr oder weniger direkt). Das Ende fand ich aber leider nicht so richtig schlüssig... Noch unentschieden, ob ich den Nachfolger lese (Beatrice - Rückkehr ins Buchland).
PS: Erinnerte mich Stimmunsmäßig irgendwie an Per Anhalter durch die Galaxis, auch wenn es in einer "völlig anderen Welt" spielt.
3.5 stars I got this as a Christmas present from my mum, finally started reading it yesterday and finished it right in two days only. I liked it quite a bit. There were so many literary references (most of which I understood. ;) I am a little bit proud!), all those fantasy elements and just an exciting adventure the characters were going through. Besides, books about books are always amazing. At times, I was reminded of Sophie's World and of course The Neverending Story. :) Still, I am missing a tiny something though I can't really say what exactly. More explanations? Some sort of frame around the whole thing? I don't know. Will have to give it a reread eventually.
In diesem Buch steckt gefühlt alles, was in der Buchwelt vorkommt. Aber nur gefühlt, sonst wäre das Buch ja unendlich dick. Im Buchland reden die Bücher. Um schneller vorwärts zu kommen, kann man sich ein Märchen- oder Fantasybuch zur Hand nehmen und eine Stelle laut vorlesen, so erscheint beispielsweise ein Hippogryph. Es gibt die Halle der entbehrlichen Bücher, geflügelte Worte fliegen durch die Gegend und und und. Es ist also eine wunderbare fantastische bibliophile Welt. Es gab aber zwei,drei Momente, in denen ich dachte: jetzt wirds mir zu viel, muss das jetzt auch noch sein? Und deswegen wars dann am Ende eben nur okay. Es war einfach zu viel
Hat mir sehr viel mehr gefallen als erwartet. Buchland, das Land der geschriebenen und ungeschriebenen Bücher, wo man auch zwischen den Zeilen existieren kann. Die Seelen die erst durch den Leser zum Leben erwachen, deren Schicksal aber unabänderlich vom "Tod" in den Händen gehalten wird.
Sehr nett geschrieben, mit vielen Ideen, Selbsthumor und selbstverständlich unzähligen Querverweisen in alle Bereiche und Zeitalter der Weltliteratur.
Durch Kalliope die Muse geküsst. "Am Anfang war das Wort... und am Schluß der Punkt."
Die ersten Seiten fingen schön an, doch dann wurden Charaktere und Welt nicht ausreichend ausgebaut und letztlich wurde der Protagonist auch noch zu einem störenden, versnobten Oberlehrer. Bis zum Schluss erfährt man nicht, was es mit dem Hauptkonflikt überhaupt auf sich hat, den GRUND, warum er nötig ist. 'Es muss ein Buch geschrieben werden, um das Buchland zu retten.' Ja, aber warum? Und wie soll da ein einzelnes Buch helfen?
Suspension of Disbelief ist dem Autor hier leider gar nicht gelungen.
Eine ganz wundervolle und auasergewoehnliche Grundidee, leider hat es mir aber an Tiefe gefehlt. Obwohl viele fantastische Orte besucht worden, konnte mich keiner richtig packen und auch die Protagonisten blieben leider sehr blass. Dadurch wirkte alles wie eine Aneinanderreihung von Ereignissen, bei denen der Autor sich immer wieder steigern wollte, allerdings konnten mich diese nicht packen und mitfühlen lassen, die Emotionen kamen kaum rüber.
I feel a little bad giving it two stars instead of three. It started off absolutely fascinating. A fantasy and a kind of allegory. However, it got a bit tedious as things went on, and by the time I realized it, I just figured, well, might as well finish it. The writing is pretty good, but I just felt the story got lost; or maybe i am past the age of allegory
War ganz OK, aber das Hörbuch war so verwirrend, dass ich der Geschichte leider nicht wirklich folgen konnte... kann man sich nicht einfach mal so nebenher anhören...