Meine Güte, was war das denn. Wenn ich nur wüsste, weshalb ich mir die vollen 11 Stunden und 20 Minuten des Hörbuchs gegeben habe und nicht nach, was weiß ich, vielleicht zwei Stunden die Reißleine gezogen habe.
In der Geschichte verfolgen wir das komplette Leben von Antonio, zuerst Kind, dann Jugendlicher, später Mann, in Italien. Er ist eine Waise und wird von einem Fotografen als Assistenten aus dem Heim geholt. Das ist eine Besonderheit, weil er nämlich nur ein funktionierendes Auge hat, das andere ist weiß und hinter einer Augenklappe versteckt. Gerade für den Job bei einem Fotografen scheint das wenig sinnvoll zu sein.
Aber hier kommt ein kleines übernatürliches Detail in die Geschichte, denn Antonio kann mit diesem Auge ganz besondere Dinge wahrnehmen.
Soweit der Plot, und so spannend das auch eigentlich sein könnte... es ist alles fürchterlich langweilig. Oder sagen wir so: Die erste Hälfte war mit gutem Willen auszuhalten, danach hätte ich es abbrechen sollen. Denn dann häufen sich weite, seeehr weiiiiiite und laaaaaange Ausschweife in thematische Gegenden, die nichts, aber auch gar nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben.
Ja, da werden Charaktere vorgestellt, und ja, es hilft, sie gut zu kennen. Aber wer die Mutter der Schwester des Onkels sein Dackel waren, das braucht doch nun wirklich keiner zu wissen.
Ich habe das Hörbuch nur beendet, weil es irgendwelchen Aktivitäten nebenbei laufen konnte. Beim Buch hätte ich das nicht durchgehalten. Dabei ist es von Markus Back gut vorgelesen, er kann die italienischen Namen von Menschen und Orten ganz wunderbar aussprechen. Würde er italienische Rezepte einlesen, ich bekäme sofort Appetit.