Das Feuer in uns
Menschen hoffen, erwarten, bedenken, verlangen, wünschen, wollen, suchen, finden, benötigen, brauchen, erträumen, erbitten, nehmen, geben, vergleichen und wenn sie alles haben, geht es wieder von vorne los - das wahre Glück finden sie nicht. Warum nicht? Weil sie nicht erkennen, dass all das nur illusorische Verknüpfungen sind, die die Seele an den Staub des Materiellen binden. Erst, wenn man vergisst, sich und seine Umgebung, kann man die wahre Glückseligkeit erlangen.
Der Streit zwischen Dualismus und Monismus, und zwischen Materialismus und Idealismus, verfolgt mich nun schon eine Weile bei meiner Lektüre. Kaum habe ich den Eindruck, eine Meinung gefasst zu haben, schleicht sich durch ein neues Buch ein nagender Zweifel ein. Ich fühle mich wie manche der Protagonisten dieses Mangas, die sich ihrer Sache eigentlich völlig sicher sind, und diese sogar an Schüler weitergeben, nur um sich in Buddhas Predigt am Elefantenkopfberg einzugestehen, dass die Welt so einfach nicht ist.
Das Feuer in uns, das Buddha in seiner Predigt als Wurzel allen Übels ansieht, das zu Krieg, Trauer und Hass führt, zu löschen - kann das wirklich ein Ziel sein? Wollen wir sein wie die Steine auf dem Feld?