1589, Bedburg bei Köln Ein grausamer Schlächter geht um. Vieh und Menschen fallen ihm zum Opfer. Gleichzeitig lebt Katharina in ständiger Angst vor ihrem gewalttätigen Ehemann. Sie weiß: Will sie mit ihrer Stieftochter Sibil überleben, müssen sie fliehen. Was sie nicht weiß: Die Konsequenz ihrer Entscheidungen reicht bis ins Jahr 2012 ...
2012, Frankfurt am Main Niemand weiß, wie alt Anna Stubbe wirklich ist. Niemand kennt das Geheimnis um ihre wahre Natur. Als Studentin getarnt, möchte sie das Großstadtleben genießen. Als sie den sexy, schwarzhaarigen Samuel Koch kennenlernt, lässt sie sich, trotz seiner festen Beziehung mit dem quirligen Lockenkopf Alexa Rothacker, auf ein erotisches Abenteuer ein. Doch dann taucht jemand aus Annas Vergangenheit auf, der sie seit Jahrhunderten sucht. Ein Werwolf, der voll Rachedurst ist ...
Der Beginn der Erotik-Fantasy-Trilogie rund um Werwölfe, Gestaltwandler, Intrigen und Liebe
»Sympathische Figuren, ein rasanter Erzählstil und zwei Zeitebenen machen diesen Roman zu einem Pageturner!« (Sandra Henke, Autorin der paranormal romance Reihe "Alpha")
Katja Piel wurde 1972 in Kelkheim geboren und lebt heute mit Mann und Kind in Rodgau. Sie ist seit 15 Jahren in der IT-Branche tätig. Erst vor einem Jahr hat sie das Schreiben für sich entdeckt – zunächst mit Kindergeschichten für ihren Sohn und nun mit Fantasy-Romanen. Mit der Mystery-eBook-Serie THE HUNTER schlug Piel im Mai 2012 ein neues Kapitel auf. Die kurzweiligen Episoden, die ideal geeignet sind, um sie unterwegs zu lesen, wurden von der Autorin zunächst im Self-Publishing-Verfahren veröffentlicht. Seit Oktober 2012 gibt es die Serie exklusiv bei dotbooks.
Katja Piel veröffentlichte bei dotbooks „THE HUNTER Staffel 1“.
«Du hast den Kuss empfangen und bist nun eine von uns» Mein Name ist Anna Stubbe. Ich bin 422 Jahre alt und eine Gestaltwandlerin. Werwolf, würdest Du vielleicht denken, wenn Du um meine wahre Natur wüsstest, aber Werwölfe sind anders, und ich hoffe für Dich, dass Du nie einen treffen wirst. Ich will Dir meine Geschichte erzählen, vom Sommer 2012 an, als ich Samuel kennenlernte. Und auch aus den Jahren zuvor will ich Dir erzählen, damit Du begreifst: Ich bin kein Monster!
"Die Ankunft" ist der erste Band der Erotik-Fantasy-Trilogie "Kuss der Wölfin" von Katja Piel.
Die Autorin hat sich im Bezug auf die übernatürlichen Wesen ihres Romans einige und vor allem neue Gedanken gemacht. So werden hier nicht die üblichen Klischees bedient, sondern es finden sich in dieser Geschichte frische und unverbrauchte Ideen, die dieses Genre aufzulockern wissen. Es macht viel Spaß, die Geheimnisse dieser Wesen zu ergründen, die nach und nach ein, für einen ersten Band, ordentliches Maß an Komplexität beweisen.
Aufgrund der geringen Seitenzahl entsteht ein flottes Tempo, das sich durch den gesamten Roman zieht. Abschweifungen vom roten Faden sucht man vergeblich und auch ellenlange Monologe finden sich hier nicht. Allerdings hätte ich mir stellenweise mehr Details und Beschreibungen gewünscht, um alles ein wenig vielschichtiger werden zu lassen, damit man besser in diese Welt abtauchen kann und ein besseres Gefühl bekommt. So fehlte mir in der einen oder anderen Szene die nötige Tiefe, um mir die Emotionen ausdrucksstärker zu vermitteln und mich vollends abtauchen zu lassen. Wenn Band 2 dieses Manko auszubessern weiß, dann stehen der vollen Entfaltung der Pageturner-Qualitäten nichts im Wege, denn das Potential ist auf jeden Fall vorhanden.
Die Spannungskurve schnellt im Laufe der Handlung immer mal wieder explosionsartig in die Höhe. Dabei sind die Spannungselemente gut konstruiert, benötigen dabei aber lediglich, wie bereits erwähnt, ein wenig mehr Tiefe, um den Nervenkitzel und die Gefahr stärker zu fokussieren. Dennoch entwickelte sich ein wunderbarer Lesesog, der mich dieses Buch hat in einem Zug durchlesen lassen. Auch trotz dieser einen Schwäche konnte mich dieser Roman durchaus begeistern und hat mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
"Kuss der Wölfin" ist eine Erotik-Fantasy-Trilogie, bei der beide Elemente sich gut in den Roman einfügen und sich weder gegenseitig behindern, noch irgendwie in den Vordergrund drängen. Beide Genretypen unterstützen sich gegenseitig und bieten so eine wirklich schöne Geschichte. Das erotische Element dieses Romans dominiert nicht das eigentliche Geschehen, sondern fügt sich ab und an in die Handlung mit ein und wird dabei zu keinster Zeit vulgär beschrieben.
"Die Ankunft" spielt auf zwei Zeitebenen, die sich nach und nach zu einem Gesamtbild zusammenfügen und man einen interessanten Hintergrund bestimmter Personen erhält, der für das Verständnis unerlässlich ist. Die Szenen, die in der Vergangenheit spielen, sind um einiges brutaler, als die der Gegenwart, was aber mit dem historischen Kontext zu tun hat, der für die Authentizität sehr wichtig ist.
Katja Piel schreibt mit sehr viel Witz und Lebendigkeit. Man kann sich dem Sog irgendwann nicht mehr entziehen und ist leider viel zu schnell am Ende angelangt. Die 263 Seiten vergehen voller Kurzweil und aufgrund des raschen Tempos wird dem Leser nie langweilig.
Fazit: Ein spannender und facettenreicher Roman mit einer leicht auszubessernden Schwäche für die Fortsetzungen, der mich gut zu unterhalten wusste und mir tolle Lesestunden beschert hat. Nun bin ich sehr gespannt auf Band 2, der so einiges verspricht.
Nachdem mir Katja Piels Schreib- und Erzählstil bei The Hunter schon sehr gut gefiel, konnte ich mir den Auftakt ihrer neuen Werwolf-Trilogie natürlich nicht entgehen lassen und wurde nicht enttäuscht.
Inhalt: Anna Stubbe führt ein ganz normales Studentinnenleben, bis ihr der Freund ihrer Freundin über den Weg läuft, sie sich mit ihm auf ein erotisches Abenteuer einlässt und plötzlich jemand aus ihrer Vergangenheit auftaucht. Eine Vergangenheit, die bis ins Jahr 1589 zurückreicht. Schon damals hatte ein Werwolf Rache geschworen, der sie in den vergangenen 400 Jahren erfolgreich entgehen konnte. Doch diesmal könnte die Flucht für die Wandlerin ein Ende haben.
Cover: Das Buch hat gerade ein neues Cover verpasst bekommen. Sehr stilvoll zeigt es die Frankfurter Skyline gepaart mit der des mittelalterlichen Bedburgs. Darüber Annas Gesicht mit leuchtendem Auge und daneben klar lesbare Schriftzüge. Warum bei der "Ankunft" allerdings ein startendes Flugzeug dargestellt wird, erschließt sich mir nicht ganz. Aber ansonsten ist es schön auffällig und ich freue mich schon auf die zwei folgenden Cover, die stilistisch bestimmt dazu passen werden. Ideal fürs Bücherregal.
Setting: Das moderne Frankfurt und das mittelalterliche Bedburg, bzw. die Wälder drum herum, werden von Katja Piel gekonnt mit Leben gefüllt. Dank ihrer klaren, ehrlichen, nicht beschönigenden Schreibweise findet man sich als Leser sofort zurecht, kann sich gut in die Szenen hineinversetzen und genießen, wie sich die Geschichte entfaltet. In einem Erotik Fantasy Roman darf der erste Teil natürlich auch nicht zu kurz kommen. Werwölfe und Wandler scheinen auf Sex einen besonderen Wert zu legen, so dass die Autorin regelmäßig und gekonnt das Kopfkino beim Leser aktivieren kann.
Charaktere: Normale Menschen, Wandler, Werwölfe und deren Jäger bekommen alle ihren Raum. Anna eignet sich perfekt als Identifikationsfigur, genau wie Samuel, dessen Verrat an Alexa man nachvollziehen kann. Auch die Figuren der mittelalterlichen Vorgeschichte werden gekonnt zum Leben erweckt und man kann ihre Handlungen gut nachvollziehen. Die Werwölfe haben einen hohen tierischen Anteil, der sich bei den Wandlern in der Waage hält und es wird Spaß bringen, noch mehr über sie zu erfahren.
Geschichte: Die zweigeteilte Erzählung hat mir sehr gut gefallen, Beide Zeitebenen bringen sich gegenseitig voran und gleichzeitig erlauben die Pausen, über das Geschehene nachzudenken, ohne sofort Spannungselemente aufzulösen. Die Handlung liefert viel Überraschungen, spannende und sinnliche Momente und ist ein perfektes Setup für die Trilogie, das von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.
Fazit: Wieder mal ein Genre, dass ich für mich entdecken konnte. Dank des hohen erotischen Anteils ist es eher ein Buch für die etwas älteren LeserInnen. Katja Piels Schreibstil erweckt die Geschichte zum Leben und regt das Kopfkino an. Sie fesselt und man wird nicht drum herumkommen, die nächsten Teile auch noch zu lesen. Eine Werwolfgeschichte, die ein paar neue und interessante Ideen einbringt und Spannung und Unterhaltung garantiert. So kann es gerne weitergehen.
Wenn ihr weiter “unten”, also an die Anfänge von meinem Blog schaut, werdet ihr feststellen, dass ich dieses Buch schon einmal rezensiert habe. Das hat auch seinen guten Grund. Die Autorin hat die Geschichte total überarbeitet und auch von einem Lektor prüfen lassen. Die Story hat sich auch etwas geändert und heraus gekommen ist eine tolle Erzählung. Lasst euch überraschen.
Anna Stubbe ist 422 Jahre alt und eine Gestaltenwandlerin. Wie sie dazu gekommen ist, wird in zwei Handlungssträngen erzählt, die super mit einander harmonieren. Der eine Part handelt von der Gegenwart mit Anna und ihren Freunden und der andere Part dreht sich um die Vergangenheit.
Anna lernt den gutaussehenden Freund ihrer Nachbarin, Samuel, kennen und verliebt sich in ihn. Ihr ist es nicht egal, was aus ihrer Nachbarin und Freundin wird, kann sich aber auch nicht so recht von Samuel fern halten. Das Gefühl ist einfach zu stark. Damit, und dass ihre Vergangenheit sie wieder einholt, beginnen die Probleme. Wie sie das alles meistert, müsst ihr schon selber herausfinden. Ich wünsche euch viel Spaß dabei.
Den Vergangenheitspart möchte ich auch kurz besprechen. Es startet im Jahre 1589 in Bedburg. Ein Schlächter geht um und macht vor niemanden halt. In dieser Zeit und Gegend leben auch Peter, Katharina und Sibil. Alles entwickelt sich zum grausamsten was man sich vorstellen kann und die drei Leben gehen unterschiedlich weiter, oder auch nicht. Wer überlebt und wer nicht, kann ich leider nicht verraten, da ihr das Buch sonst nicht mehr lesen würdet. Also zögert nicht und besorgt euch das Buch. :-)
Das Buch ist flüssig geschrieben und macht viel Spaß. Es gibt die eine oder andere nicht jugendfreie Szene, die aber so gut beschrieben sind, dass es nicht übertrieben wirken. ;-) Durch den tollen Schreibstil, liest sich das Buch in einem Rutsch weg und man möchte es auch nicht mehr aus der Hand legen.
Dies ist der erste Teil einer Trilogie und ich hoffe sehr, dass die anderen Teile nicht so lange auf sich warten lassen. Die Geschichte über die Ankunft ist zwar an sich abgeschlossen, aber es gibt einen ziemlich fiesen Cliffhanger, der in den nächsten Folgen beantwortet werden will. Viele kennen Katja Piel von der “The Hunter”-Reihe und denken bestimmt, “och nö, schon wieder so etwas kurzes”. Lass euch nicht täuschen, dieses Buch hat, bis auf den tollen Schreibstil, überhaupt nichts damit gemeinsam. Es ist ganz anders, aber man erkennt durchaus ihre Art zu schreiben wieder.
So jetzt hab ich genug gequatscht. Ich wünsche euch ein schönes Lesevergnügen und ich hoffe, dass ihr der Autorin eine Chance gebt.
P.S. Das Buch kann man ab sofort auch als eBook oder Taschenbuch bei Amazon kaufen.
Mit „THE HUNTER“ hat mich die Autorin schon begeistern können. Nun liegt mir ihre neue Serie „Kuss der Wölfin“ vor und ich muss zugeben, dass mir diese noch besser gefällt.
Anna ist zur Zeit Studentin. Vorher war sie jedoch in zahlreichen Berufen gearbeitet und schon mehrere Studiengänge absolviert. Denn Anna ist über 400 Jahre alt und eine Wandlerin. Die Fähigkeit, sich in einen Wolf zu verwandeln, beschert ihr ein langes Leben... aber auch einige Feinde. Gerade baut sie sich mühsam ein neues Leben in Frankfurt auf, will nur studieren und in Frieden leben. Gestört wird dieser Friede von ihm sexy Nachbarn Samuel, der eigentlich mit Alexa zusammen ist – und einem Werwolf, den nur eins voran treibt: Rache.
Mit „THE HUNTER“ war ich schon von der gleichzeitig aggressiven wie auch gefühlvollen Schreibweise der Autorin fasziniert, doch mit „Kuss der Wölfin“ legt sie nochmal eins drauf.
Mit genauen Worten werden Szenen geschildert, dich mich erschaudern ließen und eine Szene zu Anfang war dabei, da wollte ich sogar abbrechen, weil es für mich einfach unvorstellbar ist, solch eine Tag zu begehen. Doch ließ ich mich nicht abschrecken und kann nach Abschluss des Buches eigentlich nur sagen: Wahnsinn, mit welch rasanter Art man durch die Geschichte geführt wird.
Anna ist mir erst nach ca. einem Drittel des Buches sympathisch, wobei mir Samuel von Anfang an sehr gut gefällt. Der Zwiespalt, in dem beide stecken, ist förmlich spürbar, und ich kann mich auch sehr gut in beide hineinversetzen.
Anna ist keine gewöhnliche Wandlerin und dies wird auch sehr klar gemacht. Sie ist zwar sarkastisch, bissig und weiß, ihre Frau zu stehen, aber auf der anderen Seite ist sie auch verletzlich und versucht mit allen Mitteln, eigentlich ein ganz normales Leben zu führen.
Manche Vorstellungen über Werwölfe werden in diesem Buch über den Haufen geworfen, andere kommen hinzu und so entsteht zwar nichts Neues, aber etwas Eigenes. Und dies hat mir einfach nur gut gefallen.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger und ich bin gespannt, wie Anna und Samuel das nächste Abenteuer zusammen bestehen und lösen wollen.
Fazit: Rasanter Auftakt zu einer Trilogie, die mit „Die Ankunft“ schon mal bei mir voll eingeschlagen hat.
Du hast den Kuss der Wölfin empfangen! Wer möchte das in diesem Fall nicht?
Anna Stubbe ist eine gut aussehende 422 jährige, die nicht nur in der Gegenwart Gefahren bewältigen muß. Alles beginnt 1589 als Katharina mit ihrer Tochter vor dem gewalttätigen Ehemann flüchtet....
Die Autorin verwebt die Vergangenheit mit der Gegenwart so geschickt, dass man sich in dieser Geschichte verfängt und nicht mehr aus ihr heraus finden möchte. Die Gefahr, in der sich Anna befindet, ihr Verhältnis zu Sam, der selbst liiert ist und ihre Gestalt als Wölfin sind so fesselnd geschrieben, dass der Cliffhanger am Schluss der Geschichte nur noch eines im Leser zurücklässt: Den Drang nach einer Fortsetzung!
Fazit: Für Liebhaber von Wolfsgeschichten, die zudem Erotik und Spannung mögen, eine eindeutige Leseempfehlung!
Hm, Mendea und Erotik. Der aufmerksame Leser unseres Blogs wird schon gemerkt haben, dass diese Mischung so gar nicht passt. Erotische Szenen konnten mich nur selten überzeugen. Meistens nur dann, wenn Erotik überhaupt keinen wichtigen Bestandteil spielte, wie z.B. in „Gebissen“ von Boris Koch oder „Ritus“ von Markus Heitz. Warum versuche ich es trotzdem immer wieder? Ich habe die Hoffnung, dass ein Autor es schafft, mich zu überzeugen. Meine Hoffnung lag in Katja Piel.
Anna ist eine Wandlerin, sie kann sich in einen Wolf verwandeln. Seit über 400 Jahren streift sich durch Europa – alleine. Nun will sie sich ein neues Leben in Frankfurt aufbauen, doch das ist gar nicht so leicht. Nicht nur der süße Freund ihrer Nachbarin sorgt für Kopfzerbrechen. Plötzlich sind die Schatten der Vergangenheit zurück. Im 16 Jahrhundert leidet die junge Sibil unter ihrem grausamen Vater, der vom Teufel besessen scheint. Als sie selbst als Hexe verbrannt werden soll, gelingt ihr die Flucht in den Wald, wo sie einem weiteren Ungeheuer in die Arme läuft. Ein Ereignis mit Folgen bis in die Gegenwart.
Meine größte Hoffnung lag darin, dass die Handlung, die so komplex klang, im Vordergrund stand und der Sex nur mit einfließen würde. Ich wurde nicht enttäuscht. Katja Piel zeichnet sich durch einen flotten, ungeschönten und ehrlichen Stil aus, der mich schon „The Hunter“ so begeistert hat. Damit packt sie den Leser sehr rasch und schleift einen durch eine actionreiche Geschichte.
Der Plot ist in zwei Handlungsstränge unterteilt. Zum einen begleiten wir Anna, die uns in der Ich-Perspektive von ihrem Leben in Frankfurt. Der zweite Strang spielt im 16. Jahrhundert und erzählt die Ereignisse bis zu Annas Geburt. Ich persönlich fand diesen Handlungsstrang etwas besser als den in der Gegenwart. Vielleicht lag es daran, dass Katja Piel die raue Zeit von damals so gut dargestellt hat. Außerdem passiert dort in meinen Augen wesentlich mehr und man lernt viel über die Wandler und Werwölfe. Die Story ist flüssig, logisch und nimmt einen einfach so mit, während ich den Gegenwartsplot etwas konstruiert empfunden habe. Da passte einfach alles zu gut und zufällig war immer irgendwer da, der weiter wusste. Schade fand ich auch, dass man nur sehr wenig Informationen über die Druiden bekommen hat. Da hätte ich mir wirklich mehr gewünscht. Vielleicht wie sie so arbeiten oder ob sie auch im 16. Jahrhundert gejagt haben. Aber möglicherweise kommt das ja noch. Mal sehen.
Tatsächlich flossen die Erotikszenen einfach so in die Story mit ein. Viele waren auch recht kurz gehalten. Bei den ausführlichen habe ich dann aber doch das ein oder andere mal die Augen verdreht. Ich fand es aber nicht schlimm oder störend, dazu war die Handlung zu spannend.
Besonders schön fand ich am Ende das Spin Off „Der schwarze Tod“. Solche Extras finde ich bei Büchern immer toll und es gibt der Geschichte und den Charakteren extra noch Tiefe.
Katja Piel hat mit „Die Ankunft“ einen tollen Auftakt zu einer actionreichen Reihe geschaffen, die Lust auf mehr macht. Sowohl Mystery-Fans als auch Freunde von erotischen Geschichten kommen auf ihre Kosten. Histrorische Fakten und Mythologie werden wundervoll zu einem spannenden Roman verwoben.
Anna Stubbe ist eine Gestaltwandlerin, die seit mehreren 100 Jahren lebt. Ihre etwa 40. Identität tritt sie nun in Frankfurt an, wo sie das erste Mal wieder ihren Geburtsnamen annimmt. Schnell stellt sich heraus, dass das ein großer Fehler war, denn nur kurze Zeit später wird sie von einem Feind ihrer Vergangenheit bedroht. Und das gerade jetzt, wo sie das erste Mal etwas gefunden hat, das sie eine Identität binden könnte…
Eigene Meinung:
Katja Piels „Kuss der Wölfin – Die Ankunft“ ist der Auftakt zu einer erotischen Fantasy-Trilogie, die die perfekte Lektüre für Zwischendurch darstellt.
Der Schreibstil ist sehr modern, prägnant, kurz gehalten und flüssig zu lesen. Die Geschichte ist in zwei Handlungsstränge geteilt und wird von einem auktorialen Erzähler wiedergegeben. Der eine Handlungsstrang spielt bei Bedburg in den Jahren 1589 bis 1606 und der andere in Frankfurt im Jahr 2012.
Die Charaktere sind recht flach gehalten, wobei das bei der Kürze des Romanes gar nicht weiter schlimm ist. Die verschiedenen Figuren definieren sich durch ihre Handlungen, was bei diesem wahrhaft aktiven Roman nicht verwunderlich ist. Gerade der Handlungsstrang der Vergangenheit gibt uns tiefe Einblicke in die Wesen der Gestaltwandler und Werwölfe.
Wie bereits angedeutet, bleibt kaum Raum für innere Monologe, da immer wieder etwas Neues passiert. Dabei spielt Sex eine große Rolle, wobei dieser einfach dazugehört und so tatsächlich weniger dominant ist als bei einem reinen Erotikroman, obwohl es fast in jedem Kapitel eine Sexszene gibt.
Die Idee, den Unterschied zwischen Werwölfen und Gestaltwandlern einer Gratwanderung zwischen Gut und Böse gleich kommen zu lassen, hat mir gut gefallen, wobei es auf den ersten Blick doch recht hart erscheint, dass einmal begangene Fehler nicht mehr wieder gut zu machen sind.
Im Laufe der Geschichte häufen sich viele Fragen an, die gerade so weit zufriedengestellt werden, dass man zwar einigermaßen beruhigt, aber dennoch überaus neugierig auf die Folgebände ist. Natürlich tut auch das abrupte Ende und der tolle Stil der Autorin sein Übriges.
Allerdings darf ich nicht vergessen, zu erwähnen, dass dieses Buch eindeutig nur für Erwachsene ist. Das liegt noch weniger an den Sexszenen an sich als ander direkten Art der Autorin, die auch nicht davor zurückschreckt, Blut fließen zu lassen oder durch kalte Gleichgültigkeit zu schockieren. Letztere erzeugt bei dem "vergangenen" Handlungsstrang eine brutale Authenzität.
Sowohl das neue als auch das alte Cover haben ihre ihre Vorteile. Das Erste passt besser zur Geschichte, das Zweite ist dafür moderner und auch hübscher anzusehen. Mir gefallen beide irgendwie.
Fazit:
Katja Piels "Kuss der Wölfin" ist eine rasante, turbulente Geschichte, die schnell gelesen und an keiner Stelle langweilig ist. Sympathische, etwas flache Charaktere, eine spannende Idee und brutale Authenzität machen diesen Roman zu einem Pageturner. Eine klare Empfehlung für jeden Erwachsenen (!), der etwas für Gestaltwandler und Werwölfe übrig hat und auch nicht vor vielem Sexszenen zurückschreckt! Sehr gute 4/5 Bücher!
Ich habe lange gezögert, ob ich mir dieses Buch überhaupt zulegen soll, aber aufgrund der bislang so tollen und positiven Rezensionen konnte ich der Neugierde einfach nicht wiederstehen. Leider muss ich gestehen, dass ich die erart vielen positiven Reaktionen nicht durchgehend nachvollziehen kann. Aber warum.. und worum gehts überhaupt?
Das Buch ist quasi in zwei Teile aufgeteilt. Um 1589 herum erfährt man alles über Katharina, über ihre Tochter Sibil und deren Leben, bis hin zu einem Schlächter, der weder vor dem Menschen noch vor dem Tier in der Umgebung Halt macht. Katharina lebt mit ihrer Tochter Sibil in einem kleinen Dorf, täglich der Angst vor ihrem gewalttätigen Ehemann ausgesetzt. Als dieser sich auch an ihrer Tochter vergeht, sieht sie nur noch einen Ausweg. Sie muss fliehen. Gemeinsam mit Sibil versucht sie es und doch kommt alles anders als geplant. Von aufgebrachten Dorfbewohnern geächtet, findet sich Sibil schon bald auf dem Weg zu einer Hexenverbrennung, bei welcher auch sie ihr Leben lassen soll und dennoch gelingt ihr durch einen geheimnisvollen Fremden die Flucht. Noch ahnt sie nicht, dass sich ihr Leben bald grundlegend verändert und diese Veränderung bis ins Jahr 2012 reicht.
Hier nämlich lebt inzwischen Anna. Niemand weiss, wie alt Anna genau ist. Niemand weiss, wer oder was sie wirklich ist. Momentan geniesst sie als Studentin ihr Grossstadtleben in Köln. Durch ihre Freundin Alexa lernt sie den smarten Sam kennen. Trotz, dass dieser mit Alexa in einer Beziehung ist, kann sie ihm einfach nicht widerstehen und lässt sich auf eine Affäre mit ihm ein. Als jemand aus ihrer Vergangenheit auftaucht und ihr geheimnisvolle Nachrichten zukommen lässt, ist schnell klar, dass nicht nur ihr Leben, sondern auch das von Sam und Alexa in Gefahr ist.
Wie gesagt, war ich sehr auf das Buch gespannt, aber wirklich überzeugen konnte es mich nicht. Der Schreibstil der Autorin ist zwar wirklich flüssig und die wechselnden Zeiten tragen dazu bei, dass sich am Ende alles zusammenfügt. Anna... Anna war ein Charakter, mit dem ich irgendwie in der Gegenwartsfassung so gar nicht warm geworden bin. Dabei kann ich nicht mal genau erklären, warum das so war. Vielleicht lag es auch daran, dass sie sich einfach ohne wirklich zu Zögern auf die Affäre mit Sam eingelassen hat.
Allgemein waren die Sexszenen teilweise ein wenig zuviel des Gutes. Jeder mit jedem und das egal, ob Mann und Mann oder Frau und Mann. Es ist gewiss nicht so, dass ich etwas gegen Sexszenen habe und auch nichts gegen Sexszenen zwischen zwei Männern, eher im Gegenteil, aber manchmal fand ich es dort einfach unpassend. Sam und Anna sind auf eine Weise miteinander verbunden, die Anna so vorher nicht in Betracht gezogen hätte und er ist derjenige, der ihr zur Seite steht, auch als der unbekannte Fremde es nicht nur bei den SMS und Nachrichten belässt. Das Ende enthält einen Cliffhänger, welcher normalerweise zum Weiterlesen zwingt.
Alles in allem bin ich mir momentan noch nicht sicher, ob der Nachfolgeband etwas für mich wäre, aber aufgrunddessen, dass mir der Schreibstil der Autorin nach wie vor gefällt, bekommt das Buch von mir 3 von 5 Sonnenblumen.