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Kriegspropaganda und Medienmanipulation: Was Sie wissen sollten, um sich nicht täuschen zu lassen

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Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit" Diese Erkenntnis aus dem Ersten Weltkrieg ist bis heute gültig, denn immer wieder haben seither Kriegsanlasslügen zu militärischen Konflikten geführt. Zielgruppenspezifisch ausgearbeitete Propaganda sorgt stets dafür, dass sie während der Dauer eines Krieges gar nicht erst erkannt werden. Während früher den Menschen Information vorenthalten wurde, ist es heute paradoxerweise das massive Überangebot, das ihnen die Wahrheitsfindung erschwert, wie sich nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine wieder deutlich zeigt. Diesen Umstand nutzen Machthaber beteiligter Kriegsparteien gekonnt aus, um nicht nur die eigene Bevölkerung und die des Gegners zu manipulieren, sondern die gesamte Weltbevölkerung auf ihre Seite zu ziehen. Den Anforderungen zur Aufklärung von Massenmanipulation innerhalb moderner Informationskriege scheinen Medien neutraler Staaten nicht gewachsen zu sein, die je nach eigener politischer Agenda Propagandainhalte übernehmen oder nicht entlarven. Christian Hardinghaus klärt umfassend über die immer gleichen Strategien und Prinzipien medialer Manipulation in der Berichterstattung vergangener und heutiger Kriege auf und zeigt, dass die entsprechenden Propagandamethoden auch in Friedenszeiten zum Alltagsgeschäft von Politikern gehören. Dank der präzisen Erläuterung von über 75 gängigen Manipulationsmethoden soll es Ihnen gelingen, Propaganda selbst aufzudecken.

232 pages, Hardcover

Published May 29, 2023

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About the author

Christian Hardinghaus

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About the Author

Dr. Christian Hardinghaus, born in 1978 in Osnabrück, Germany, is a German writer, historian, and media researcher with a Ph.D. A versatile author who moves skillfully between non-fiction and fiction, his works are consistently characterized by thorough historical research and psychological depth. He lives with his wife and two children in his hometown of Osnabrück, where he works as a full-time writer. Visit his official website at christian-hardinghaus.de for more information about his work and upcoming releases.


Academic Background

As the grandson of a doctorate-holding historical scientist, his fascination with history was practically laid in his cradle. After completing his high school education with a focus on history, he studied history, media, and literature, eventually earning his doctorate in 2011 in the field of propaganda and prejudice research. He rounded out his academic training with studies in psychology, pedagogy, and didactics, qualifying as a high school teacher for history and German. His research focuses include World War II, propaganda, everyday life in the Third Reich, and true crime phenomena.


Literary Work

Hardinghaus's literary portfolio encompasses both non-fiction books and novels, including thrillers. His non-fiction works and biographies document historical facts and extraordinary life stories, with particular emphasis on making history not just informative but experiential.

Among his most renowned works are the biography "Ferdinand Sauerbruch und Charité," exploring the life of the master surgeon and misunderstood resistance fighter, and "Das Wolfsmädchen" (The Wolf Girl). His scholarly work "Kriegspropaganda und Medienmanipulation" (War Propaganda and Media Manipulation) has been highly praised in academic circles.

Hardinghaus is particularly known for his "Generationen Reihe" (Generations Series), comprising "Die verdammte Generation" (The Cursed Generation), "Die verratene Generation" (The Betrayed Generation), and "Die verlorene Generation" (The Lost Generation). This remarkable series is based on over 100 interviews with witnesses of World War II, providing invaluable historical documentation through oral history.

His most internationally recognized work is "Verschollen in Panama" (Lost in Panama), investigating the mysterious disappearance of Kris Kremers and Lisanne Froon. His most popular novels include "Ein Held dunkler Zeit" (A Hero of Dark Times), "Drei Tage im Feuer" (Three Days in Fire), and "Die Buchhändlerin von Königsberg" (The Bookseller of Königsberg).


International Presence

Due to growing international demand for Hardinghaus's non-fiction works, he has begun publishing several of his books in English. These translations include "The Cursed Generation," "Hitler's Lost Boys," and "Hitler's Betrayed Daughters" from his Generations Series, as well as "Still Lost in Panama," the English version of his investigation into the Kremers-Froon case. This expansion into the English-language market reflects the universal relevance of his historical research and storytelling.


Journalistic Background

His career as a writer began at the Neue Osnabrücker Zeitung, where he gained valuable experience as a local journalist. Over the years, this developed into extensive journalistic work for renowned media outlets such as P.M., Psychologie Heute, and Gala. As a member of the German Association of Specialized Journalists, he actively works to strengthen serious journalism.


Knowledge Transfer and Media Presence

Today, Hardinghaus shares his expertise through lectures at schools and universities on historical topics, media education workshops, expert commentary in German and international media, and regular appearances on radio and television.

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June 10, 2023
Propaganda definiert der Medienwissenschaftler Christian Hardinghaus als „Manipulation der Massen durch Machthaber mittels Medien“. Sein kompakter Überblick über Methoden staatlicher Propaganda und ihre Übernahme durch so genannte System- oder Mainstream-Medien besteht aus der Auflistung von 75 Propaganda-Methoden, einem Überblick über Mittel der Propaganda während der Kriege der Neuzeit (Erster und Zweiter Weltkrieg, Vietnam, Zweiter Golfkrieg, Kosovo, Irak, Syrien und Afghanistan) und einem eigenen Kapitel zum Ukraine-Krieg. Die abschließende Kritik an der deutschen Berichterstattung samt Apell zum besseren Journalismus anlässlich des Ukraine-Kriegs fällt mit rund 15 Seiten knapp aus.

Hardinghaus positioniert sich schon in der Einleitung mit der Aussage, deutsche Medien würden durch Ausklammern, Beschönigen und Dämonisieren propagandistische Methoden nutzen und ständen zu stark unter dem Einfluss der Politik. Sein Thema ist staatliche Propaganda und ausdrücklich nicht der Einfluss von User-generierten Inhalten, die inzwischen in weiten Kreisen die Nutzung von Printmedien und Fernsehformaten abgelöst zu haben scheinen. Sehr anschaulich beschreibt der Autor wie „Propaganda“ als Begriff und Vorgang ursprünglich reine Werbung mit positiven Aussagen umfasste und später Kampagnen von Interessengruppen bezeichnete, die menschliche Ängste instrumentalisieren. Er nennt Lippman, Luhmann und Russell als Vermittler dieser Entwicklung.

Die „75 Methoden“ wirken eindringlich, da sie nicht nur von Staaten und zur Rechtfertigung völkerrechtswidriger Kriege genutzt werden, sondern uns auch von Interessengruppen und Einzelpersonen vertraut sind. Die Vermittlung leidet allerdings darunter, dass einige Begriffe nicht ins Deutsche übersetzt wurden und vermutlich auch nicht mehr übersetzt werden. Hier begegnen uns Euphemismen, Heroisierung und Glorifizierung von Kriegen, Labeling, Framing, Victim Blaming und Wahtaboutism, die Ich-bin-einer-von-Euch-Methode (wenn Politiker in Gummistiefeln und Schutzhelm erscheinen). Jeder kennt anekdotische Evidenz, dass etwas allein deshalb wahr/relevant sein muss, weil es mir passiert ist oder die Kontaktschuld, wenn man falsche Bekannte hat. Jegliche Sprachzensur und Kritik am genutzten Wortschatz ordnet Hardinghaus ebenfalls als Propagandamethode ein, die zur Spaltung unterschiedlicher Interessengruppen diene. Um die Macht der Bilder, auch wenn sie gefälscht sind, und Embedded Journalism geht es u. a. in den Kapiteln zu den einzelnen Kriegen. Hardinghaus benennt in diesem Teil verbreitete Propaganda-Lügen in den Kriegen der Neuzeit und wird in seiner Kritik an deutschen „Mainstream-Medien“ den mangelhaften Mut zur kritischen Aufarbeitung dieser Kampagnen beklagen.

Seine Einordnung deutscher Medien als regierungsgesteuert untermauert Hardinghaus mit der Untersuchung von Maurer et al (13.1.2023), die feststellten, dass 5 untersuchte überregionale Zeitungen und 3 Fernsehmagazine Personen nach einem erkennbaren Proporz zu Wort kommen ließen, jedoch keine Vertreter der Linken oder der AfD. Ob das Ergebnis dieser Untersuchung rechtfertigt, die Existenz von System- oder Mainstream-Medien als gegeben zu sehen, sei dahingestellt. Die eigentlich interessante Frage, welchen Einfluss usergenerierter Content hat und wie jene großen Gruppen zu erreichen sind, die gar keine Medien (mehr) konsumieren oder keine deutschsprachigen Medien, war ja nicht Thema des Überblicks.

Hardinghaus kritisiert, dass Medienkritiker selbst als Verschwörungstheoretiker diskreditiert werden und tritt mit dem Anspruch an, das bisherige Insider-Thema Medienkritik zugänglich zu machen. Auch wenn die Kurzdarstellung der Kriege hilfreich ist, den eigenen Wissensstand rückblickend mit der Realität abzugleichen, ist die Dominanz des Englischen in seiner „Liste der 75 Methoden“ ebenso wenig niederschwellig wie Hardinghaus‘ Sprache, so dass sein Buch eher Leser:innen mit Vorkenntnissen zu empfehlen ist.
406 reviews1 follower
September 22, 2023
++ sehr wichtiges Buch, dessen Inhalt auf breiter Ebene diskutiert werden sollte

Christian Hardinghaus und seine Bücher sind mir schon öfters aufgefallen und einige davon stehen auf meiner "möchte ich lesen-Liste". Das Thema seines neuesten Buches hat mich aber sofort angesprochen und es besteht durch den Ukrainekrieg ja auch eine hohe Aktualität.

Herr Hardinghaus beschreibt in den ersten 3 Kapiteln Geschichte, Formen und Techniken der Propaganda. Einiges war da sehr theoretisch, aber es werden immer wieder auch Beispiele erwähnt, damit man einen Alltagsbezug bekommt.

Für mich war das 4. Kapitel indem die großen Kriege des letzten Jahrhunderts betrachtet werden, am interessantesten, weil ich durch den Historiker Daniele Ganser schon länger für das Thema "Illegale Kriege" und die entsprechenden Hintergründe sensibilisiert bin. Herr Hardinghaus legt u.a. dar, wie groß die Bedeutung der medialen Berichterstattung, für die Akzeptanz von militärischen Einsätzen bis zum Krieg, in der Bevölkerung ist. Leider erfährt man meistens erst im Nachhinein ob Meldungen und/oder Schreckensszenarien, echt oder erfunden waren. Einige Kriegsanlasslügen werden vorgestellt.

In den Kapiteln 5 und 6 geht es um den Ukrainekrieg und der entsprechenden Medienberichterstattung.

Auch wenn man die Propagandatechniken kennt, ist man vor Manipulationen nicht sicher und durch die moderne Technik ist noch viel mehr als früher möglich. Eine gesunde Skepsis beim Medienkonsum dürfte wohl nicht das dümmste sein.
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