Die Stücke nehmen uns mit auf eine abenteuerliche Reise, nicht in exotische Fernen, sondern in (Traum-) Welten mitten im Alltag, in der Sprache.
Es spielen Tiere, Pflanzen, Dinge, Gespenster, Menschen und Stimmen …
Die Theatertexte von Yoko Tawada behandeln alles mit Leichtigkeit – auch die Abgründe – sie sind konkret und zugleich philosophisch und lassen den Gedanken beim Lesen Raum.Das Buch selbst ist gestaltet wie eine Bühne, auf der gespielt wird. In einem Stück hinterfragen Tiere ihr Leben mit den Menschen. In einem anderen Stück hat eine Familie ihr Haus verloren und richtet sich neu ein, baut sich ein Haus aus Buchstaben, ist befreit von den Gewohnheiten und dem Gewöhnlichen, kann sich nun den wichtigen Fragen Ob Wasser in dem Wort Dusche läuft? Warum man Zeh nicht C schreibt? Wie man das Loch im Himmel zunäht? „… das Alphabet als Welt, jeder Buchstabe ein Wort und der Beginn einer Szene, das Spiel damit fügt sich zu einem kleinen Kosmos als Theater der erzählten Dinge.“ (Thomas Irmer, für die Auswahljury des Mülheier KinderStückePreises). Beim Schreiben scheint sie sich über die Sprache zu wundern, die so wunderbar wird! Und sie lädt ein, uns über unsere Gewohnheiten zu wundern. Die Printversion enthält zusätzlich Bildelemente.
Einige Pressestimmen zu einzelnen Stücken aus dem
Zu „Die Kranichmaske die bei Nacht strahlt“: „Geheimnisvoll und fremdartig. Über Eros und Sprache und das Leben zwischen zwei Kulturen.“ (Die Welt)
Zu „Orpheus und Izanagi“: „Das Erfrischendste, das, bei dem das Publikum am meisten lachte, war Yoko Tawadas ‚Orpheus und Izanagi‘.“ (Frankfurter Rundschau, Bericht über die Hörspieltage Berlin)
„Die Geschichte vom Sänger Orpheus, dem es durch die Schönheit seines Gesanges nur beinahe gelingt, seine verstorbene Gattin Eurydike dem Reich der Toten wieder zu entreiß Ein Mythos, der ausschließlich zum europäischen Abendland zu gehören scheint. Jedoch – wie oft in Fällen altüberlieferter Epen und Mythen – gibt es außereuropäische Varianten … aus Japan wird ein ähnlicher Versuch überliefert. Im Buch Kojiki (8. Jh.) will Izanagi seine Frau Izanami aus dem ‚Land der Toten‘ wieder zurückholen. Yoko Tawada hat in ihrem ersten Originalhörspiel auf alle Mythen gleichzeitig zurückgegriffen und lässt ein ebenso überraschendes wie poetisches Orpheus-Bild entstehen.“ (SWR)
Zu „Mein kleiner Zeh war ein Wort“: „Alles ist anders, wenn das Haus nicht mehr dort steht, wo es vorher war. Wenn Kühlschrank und Dusche fehlen und der Mond durch kein Dach mehr scheint … Elisabeth Bohde und Torsten Schutte präsentieren anhand des Alphabets ein Wort- und Buchstabenspiel randvoll mit Witz und Geheimnissen des sprudelnden alltäglichen Lebens. … Die Mischung aus Naivität, Verwunderung und spielerischem Entdecken bietet eine Fülle von Möglichkeiten, mit Kindern zu kommunizieren. Nicht nur die Autorin ist offensichtlich sehr angetan von der Umsetzung ihres poetischen Textes. Auch Henning Fangauf vom ‚Kinder- und Jugendtheaterzentrum‘ war aus Frankfurt angereist und lobte die Arbeit, die er seit Jahren miterlebt … Und was gefiel den Kindern selber an der Aufführung? Annika, Carina und Sara sind sich ‚Alles!‘ “ (Stefanie Oeding, Flensburger Tageblatt)
Yōko Tawada (多和田葉子 Tawada Yōko, born March 23, 1960) is a Japanese writer currently living in Berlin, Germany. She writes in both Japanese and German.
Tawada was born in Tokyo, received her undergraduate education at Waseda University in 1982 with a major in Russian literature, then studied at Hamburg University where she received a master's degree in contemporary German literature. She received her doctorate in German literature at the University of Zurich. In 1987 she published Nur da wo du bist da ist nichts—Anata no iru tokoro dake nani mo nai (A Void Only Where You Are), a collection of poems in a German and Japanese bilingual edition.
Tawada's Missing Heels received the Gunzo Prize for New Writers in 1991, and The Bridegroom Was a Dog received the Akutagawa Prize in 1993. In 1999 she became writer-in-residence at the Massachusetts Institute of Technology for four months. Her Suspect on the Night Train won the Tanizaki Prize and Ito Sei Literary Prize in 2003.
Tawada received the Adelbert von Chamisso Prize in 1996, a German award to foreign writers in recognition of their contribution to German culture, and the Goethe Medal in 2005.