Seit langer Zeit herrscht der Kaiser der fliegenden Stadt Rashija mit harter Hand über sein Reich. Der junge Adeen arbeitet als niederer Schreiber in der Stadt und muss die Schikanen der höhergestellten Magier ertragen. Als er eines Tages mit einer Gruppe von Rebellen in Kontakt kommt, ist Adeen sofort Feuer und Flamme. Er ahnt nicht, dass er in eine Auseinandersetzung geraten wird, in der er eine entscheidende Rolle spielen soll. Denn nur Adeen kann den Aschevogel beschwören, ein Wesen von unheimlicher Schönheit und einzigartiger Stärke. Der Kampf um Rashija und um die Freiheit hat begonnen.
Kaja Evert, geboren 1981 in Schleswig-Holstein, malt Bilder und erfindet Geschichten, seit sie sich erinnern kann. Ihre Begeisterung für antike Sagen brachte sie zum Studium der Literaturwissenschaft und Alten Sprachen. Kaja Evert arbeitet an einer norddeutschen Universität.
Adeen lebt in der fliegenden Stadt Rashija als Schreiber. Sein Status ist nicht besonders hoch und so wird er ständig von höher gestellten Magiern schikaniert. Dann eines Tages kommt er in Kontakt mit einer Gruppe Rebellen, denen er sich sofort anschließt, denn er ist dein bisheriges Leben einfach satt und will, dass sich etwas ändert. Wie sich herausstellt, verfügt auch Adeen über magische Fähigkeiten, von denen er bisher keine Ahnung hatte. Diese Fähigkeiten könnten bei der Rebellion ein entscheidender Faktor sein, um das Ruder herum zu reißen.
Dieses Buch ist bereits 2013 im Knaur Verlag erschienen und ich wollte es schon ganz lange lesen, denn der Klappentext hat mich sehr angesprochen.
Der Welt, in die die Autorin uns hier entführt, hat mir sehr gefallen. Der Fantasy-Anteil ist recht hoch und auch sehr interessant. Besonders interessant fand ich, dass es auch Völker gab, die farbige Haut hatten, nicht einfach nur schwarz oder weiß, auch andere Farben.
Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Adeen, einem jungen Mann, der es in seiner Welt nicht einfach hat. Die Autorin schafft es sehr gut, mir Adeen näher zu bringen. Er ist nicht unbedingt ein Krieger, sondern eher ein Denker und ein ruhiger Charakter, aber er wächst an der Herausforderung. Mir war er sehr sympathisch und ich mochte ihn sehr. Zwischen Adeen und einem der weiblichen Charaktere gibt es sogar eine Romanze, die aber jetzt nicht im Mittelpunkt steht, aber trotzdem eine Rolle spielt.
Am Ende sind alle Fragen beantwortet und die Geschichte ist zu Ende erzählt. Mir hat dieses Buch wirklich richtig gut gefallen und ich vergebe die volle Punktzahl.
Ein armer Waisenjunge schliesst sich dem Widerstand gegen das böse Imperium an, entdeckt dass er einzigartige magische Kräfte hat, und verliebt sich in eine geheimnisvolle, magische, höhergestellte Frau...hmm...irgendwie bin ich hier gerade dabei, Eragon zu beschreiben.
Wo Eragon so schlecht geschrieben war dass es schon wieder lustig war, ist dieses Buch hauptsächlich langweilig und vorhersehbar. Eragon wurde von einem 15-jährigen geschrieben, Frau Evert ist nun doch doppelt so alt, so dass man vielleicht etwas mehr Originalität hätte erwarten können. Ok, Adeen ist nicht ganz so psychopatisch wie Eragon, aber die Charakter-beschreibung lässt doch etwas zu wünschen übrig. Die meisten Charaktere haben nicht mal Namen, tauchen nur kurz auf und sterben kurz danach, so dass sehr wenig emotionaler Impakt entsteht. Was den Hauptcharakter Adeen angeht, versteht man auch nicht so richtig, warum Alanna sich auf ihn einlässt. Der Mann (wie alt soll er überhaupt sein? 15?) hat so wenig Persönlichkeit und Ziele dass er wie ein wandelnder Pappaufsteller daherkommt, der nur die Trope des Waisenjungen erfüllen soll, und so ziemlich in einer Murphys-Gesetze-Welt lebt, so dass ihm innerhalb von ca einer Woche sämtliches Leid der Welt widerfährt.
Ausserdem sollte auf dieser Welt mal jemand den Fallschirm erfinden...
Eventuell empfehlenswert für Fantasy-Anfänger, die diese Tropen noch nicht 50mal durchgekaut haben.
"Der Aschevogel konnte mich leider nicht mit auf seine Reise nehmen …"
Inhalt: Die Geschichte handelt vom jungen Adeen, der in der fliegenden Stadt Rashija ein Außenseiter ist. Die Stadt wird vor allem durch Gewalt regiert und Adeen hat es dank seiner Abstammung von Anfang an nicht leicht. Er arbeitet als niederer Schreiber und verbringt seinen Tag damit Zaubersprüche auf Papier zu bringen. Doch eines Tages lernt er die Rebellen kennen, die sich gegen die totalitäre Regierung erheben und flüchten wollen, hinab auf die Erde. Schneller als Adeen ahnt, steckt er in einem Wettlauf um Leben und Tod, um Frieden und Krieg. Dabei muss er sich entscheiden ob er mutig genug ist und nur der Aschevogel kann ihm dabei helfen.
Geschichte 4/5 Spannung 3/5 Charaktere 2.5/3 Fantasy 3/5 Umsetzung 3/5
Meinung: „Flügel aus Asche“ ist ein Highfantasyroman aus der Feder von Kaja Evert. Die Geschichte spielt in der fliegenden Stadt Rashija, in der der König mit Gewalt und harter Hand regiert. Die Magier und Draquer genießen höhere Stellungen in der Stadt, während Adeen als niederer Schreiber Zauber zu Papier bringt, bis sein Abenteuer beginnt …
Die Geschichte wird aus Adeens Sicht erzählt. Er schildert sehr genau in welch ärmlicher Situation er lebt und jeden Tag um sein Leben fürchten muss. Eines Tages trifft er zufällig auf die Rebellen. Dieses Zusammentreffen führt in Adeens Leben zu einem wichtigen Wandel. Er wird mutiger und zielstrebiger. Er will nicht mehr hilflos dem Magier Charral ausgesetzt sein. Und so beschließt er den Rebellen zu helfen und stürzt in ein gefährliches Abenteuer, das ihm endlich seine wahren Wurzel und Gaben offenbart. Adeen ist insgesamt ein sympathischer Charakter, leider aber auch ein typischer Protagonist. Zu Beginn ist er der Schwächling, wächst während der Kämpfe und am Ende ist er angesehen und stark. Spannend ist eindeutig etwas anderes. Der besondere Aspekt, der Aschevogel von Adeen, dessen Geheimnis ich an dieser Stelle natürlich nicht lüften will, konnte mich auch nur bedingt mitreißen. Die Idee ist gut, aber mir gab es zu wenig Infos, zu viel Kampf und Action drumherum. Es fehlte hier ein gewisse Tiefe, eine Art Vorgeschichte oder inhaltlich etwas mehr Input. Dies gilt auch für die vielen Nebencharaktere.
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Bitter. Süß. Salzig. Erde knirschte zwischen Adeens Zähnen. Er blinzelte. Graues Licht mit einer Spur von Gelb. Verschwommene Formen zitterten vor seinen Augen. Mit vagem Unglauben erkannte er, was es war: Grashalme. (Seite 191)
—————————————————————— „Flügel aus Asche“ spielt in Rashija. Rashija ist eine fliegende Stadt, die durch Magie in der Luft gehalten wird. Auf dieser „Insel“ regiert der König. Magier und Draquer haben eine Sonderstellung. Die Stadt wirkt allgemein sehr mittelalterlich, typisch für Highfantasy. Das besondere ist, dass auch nicht Magier Zauber verwenden können. Dies ist beispielsweise Adeens Aufgabe. Er ist dafür zuständig Zauber auf Papier zu bringen, wie viele andere der niederen Klasse. Interessant an dieser Highfantasy Welt ist vor allem, dass es „unten“, auf der Erde natürlich auch noch Menschen gibt. Rashija hat sich von diesen vollkommen abgekoppelt. So interessant die ganze Idee auch klingt, so wenig spannend fand ich sie währen der Geschichte. Die Idee von einer fliegenden Stadt hat mein Interesse geweckt, konnte es aber einfach nicht halten. Mir wird auf Rashija zu wenig eingegangen. Alles bleibt sehr schwammig und badet sich in Klischees des Highfantasy Genre. Es gibt kaum Besonderheiten und auch der rote Faden der Geschichte konnte mich leider nicht mitreißen.
Insgesamt ist „Flügel aus Asche“ eher ein netter Highfantasyroman für zwischendurch. Der Plot ist gut lesbar und hat auch seine Vorteile, ist aber leider nichts besonderes oder innovatives. Mir fehlen die Kanten und Ecken innerhalb der Geschichte, vieles ist vorhersehbar. Zudem beinhaltet die Geschichte für meinen Geschmack zu viel Action. Es gibt viele Kämpfe, dazwischen eine Liebesgeschichte und wieder Action, Action, Action.
Dazu kommt der seltsame Verlauf der Geschichte. Ich hatte mehrmals das Gefühl, dass die Story zu ende geht und dann folgten doch noch einige Seiten. Der Aspekt der Magie wird in dem Roman auch nur ganz grob angerissen. Es gibt keine Infos woher die Magie kommt, oder eine geschichtliche Vergangenheit. Sie ist da und Punkt. Das Problem bezieht sich auch auf den stärker werdenden Adeen. Weniger Action hätte der Geschichte an dieser Stelle gut getan.
Alles in allem vergebe ich solide 3 Sterne. „Flügel aus Asche“ ist ein netter Highfantasyroman, der aber sicherlich in der Masse von Büchern auf dem deutschen Markt untergehen wird.
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Ich bin stark. Ich habe die Kraft, anderen weh zu tun. Er wusste es, und er begann zu ahnen, was es bedeutete. (Seite 258)
—————————————————————— Der Schreibstil ist flüssig und nett zu lesen, aber nichts wirklich besonderes. Die Geschichte wird aus Adeens Sicht erzählt, wobei gewisse Passagen aus der Sicht des Aschevogels geschildert werden.
Das Cover ist ziemlich hübsch und hat mein Interesse sofort geweckt. Vor allem passt das Cover unglaublich gut zu der eigentlichen Geschichte!
Fazit: „Flügel aus Asche“ erhält von mir solide 3 Sterne. Die Geschichte ist ein guter Highfantasyroman für zwischendurch, konnte mich aber nicht in den Bann ziehen.
Aus Zeitvertreib habe ich das Buch gelesen. Auf dem Weg zur Arbeit und zurück nach Hause. Tatsächlich war es aber Zeitverschwendung. Mir war gänzlich egal, was die Charaktere tun oder ob sie sterben. Die Autorin hat es nicht geschafft eine emotionale Bindung aufzubauen. Die Handlung fühlte sich aufgezwungen an. Einige Fragen bleiben auch bis zuletzt unbeantwortet.
Adeen ist eine Krähe, schwarz wie die Nacht und in Rashija, die fliegende Stadt, steht er somit ganz unten in der Nahrungskette. Er gilt als Nichts und das bekommt er auch überall zu spüren. Als er zu Besuch bei seinem Ziehvater ist, merkt er, dass der Mitglied einer Rebellengruppe ist, deren Ziel es ist die Kunst zu retten, die vom Herrscher verboten wurde, und auch aus der fliegenden Stadt zu flüchten. Adeen schließt sich ihnen an und eine gefährliche Zeit steht ihnen bevor, doch schon bald merkt Adeen, das etwas in ihm schlummert, eine Magie die er noch nie zuvor gespürt hat, ist das die Rettung? Und dann ist da Talanna, die liebe seines Lebens, doch kann er ihr wirklich trauen? Immerhin gehört sie zu den gut gestellten Bürgern in Rashija und ist die verlobte seines größten Feindes..
Dieses Cover ist ausgesprochen schön, es wirkt bedrohlich und die Gefahr ist deutlich zu spüren - sehr ausdrucksstark. Bin auch der Meinung, dass es kein passenderes Cover hätte geben können, es passt einfach perfekt zur Geschichte! :)
Als ich den Klappentext gelesen hatte, konnte ich mir noch kein rechtes Bild vom Inhalt der Geschichte machen. Ich wusste nicht was mich erwartet und habe mich daher einfach vollkommen frei von jeglicher Erwartung, auf dieses Buch eingelassen.
Die Welt die hier erschaffen wurde, ist wirklich sehr interessant und vor allem auch komplett neu, etwas ähnlich konstruiertes habe ich bisher noch nicht gesehen. Elemente und Farben spielen hier eine Zentrale Rolle, die Elemente verleihen den Menschen ihre Magie und Farben sind hier allgegenwärtig auch wenn sie oder vor allem das malen mit ihnen verboten ist. Selbst die Menschen haben Farbe, so ist Talanna im gesundem Zustand violett-häutig. Eine sehr interessante Gestaltung der menschlichen Wesen. ;)
Die Geschichte selbst war spannend und sehr überzeugend, ständig fieberte man mit Adeen und den anderen mit und war völlig gebannt von dem was sie durchleben und vor dem was noch vor ihnen liegen mag. Dabei bleibt der Spannungslevel auf einer konstanten Höhe, wenn der Leser auch seine Verschnaufpausen bekommt. Allerdings vermag die Autorin auch hier durch ihre Ideen, das Interesse nicht abklingen zu lassen.
Adeend Entdeckung seiner Magie, fand ich unsagbar toll. Zumal die Autorin seine Magie auf eine ganz besondere Art zum Ausdruck bringt, sie lässt die Magie sprechen, lässt ihr freien Lauf sich zu entfalten und ihre Ziele zu verfolgen. Nicht nur dass gerade diese stellen ein schönes Erlebnis darstellen, sie bieten auch einiges an inhaltlichen Potenzial, denn Adeen, muss lernen mit dieser Magie umzugehen, die er nicht immer versteht und dessen tun er nicht immer akzeptieren mag.
Adeen ist ein wirklich toller Protagonist, nicht der starke und mutige Junge, der sich von nichts aus der Bahn werfen lässt. Sonder ein Junge der zwar schon stark und mutig ist, aber seine Schwächen hat und sich für diese auch nur bedingt schämt (wenn Talanna dabei ist ;)). Das fand ich unglaublich sympathisch und machte ihn erst zum Helden, für mich. Er ist sehr liebevoll und tut alles mit bedacht. Außerdem ist er eine gute Seele, was man allein schon daran merkt, dass er niemanden verletzen möchte und wenn er es doch tut, sich erst mal ewig schlecht fühlt. Selbst wenn er das vielleicht nur aus Notwehr getan hat. Es kommt immer wieder zu Situationen in Büchern, in denen Protagonisten anderen Leid zu tun müssen. Aber in Normalfall scheint es immer spurlos an den Protagonisten vorbei zu gehen, so dass ich es einfach sehr positiv fand, dass man sich hier damit auseinander gesetzt hat. :)
Adeen ist also ein wirklich toller und vor allem gut gezeichneter Charakter den man sehr schnell ins Herz schließt, was der Autorin bei ihm so gut gelungen ist überträgt sich leider nicht auf die weiteren Charaktere. Der Rest der Truppe, blieb für mich sehr schwach gezeichnet, sie stechen nicht heraus und bleiben einfach sehr blass, ohne Farbe, ohne wirkliche Persönlichkeit. Bei Talanna, kommt sie etwas hervor, aber in der Regel bleibt sie unnahbar, was allerdings auch gewollt sein kann. Aber bei den ganzen Charakteren die einem hier geboten werden, ist es einfach schade, im Großen und Ganzem keine Unterschiede erkennen zu können und auch keinen Bezug zu ihnen entwickeln zu können. ;)
Was mich auch brennend interessiert hätte, aber viel zu kurz gekommen ist bzw. eigentlich nie wirklich thematisiert wurde, ist der Vergangenheit dieser Welt. Für mich sind da einfach ein paar Fragen, deren Antwort gewiss nicht erforderlich sind, aber von Interesse wären. Schade, dass hier nicht drauf eingegangen wurde. ;)
Der Schreibstil ist sehr schön, es sind einige wunderschöne Absetze vorhanden, denen man sich nur so hingibt und bei denen man sich wünscht diese Schönheit an Worten und das was sie vor dem inneren Auge erzeugen, würden nicht allzu schnell vorbeiziehen, da gibt es also auch nichts zu meckern. :)
Ein tolles Fantasy-Abenteuer, das man so einfach noch nicht gelesen hat, nicht alles weiß zu überzeugen, aber Fantasy-Liebhaber werden, mit diesem Buch, in Genuss kommen! :)
Der Herrscher trennte Rashija vom Rest der Welt und machte sie zu einer Insel im Himmel, um alles fernzuhalten, was nicht mit seinen Vorstellungen übereinstimmt. Seit er an der Macht ist, gibt es nur noch seine Bilder, seine Gedanken, seine … Geschöpfe. Seite 41
Ein kleiner Einblick:
Adeen der als Kind einer Himmelsgeborenen und eines Erdgeborenen ein Mischlingskind ist, trägt das schwere Los dieser Beziehung. Er muss als niederer Schreiber in der Akademie arbeiten und dort mit magischer Tinte die Zauber für die Magier des Herrschers von Rashija anfertigen. Er wird nur als Schreiber geduldet, sonst ist er nichts wert. Seine Haut ist schwärzer als die der anderen Schreiber und seine Augen so blau wie der Himmel. Sie, die Magier nennen ihn abschätzig Krähe. Rashija, die fliegende Stadt landet alle 50 Jahre auf der Erde. Es herrschen Unterdrückung und das Volk der Stadt als auch die Völker der Erde leiden unter dem Regime des Herrschers.
Adeen merkt das etwas in ihm steckt. Er träumt vom Zeichnen, meist davon Flügel und Vögel zu zeichnen. Einmal lässt er sich dazu verleiten auf dem magischen Papier in der Akademie einen Flügel zu zeichnen Er füllt sich dabei so anders so frei. Allerding ist Kunst in Rashija streng verboten und der Magier Charral macht ihm das Leben schwer.
Wenn ich einen Dolch hätte, könnte ich damit trotzdem nicht zustechen wie Charral - oder? Seite 34
Adeens Ziehvater Rasmi lebt am Rande der Stadt und Adeen besucht ihn so oft es geht. Für ihn besorgt Adeen auch die Rakashwurzeln auf dem Markt, so dass Rasmi daraus blaue Farbe zum Malen herstellen kann. Eines Abends lernt Adeen dort den Rebellen Nemiz kennen und schließt sich ihm und seinen Anhängern an. Das kämpfen hat er nie gelernt und ist ihm fremd. Bei einer nächtlichen Aktion wobei sie versuchen alte Artefakte und Bilder vor der Zerstörung durch die Magier des Herrschers zu retten, stirbt sein Ziehvater Rasmi und für Adeen bricht die Welt zusammen. War Rasmi es doch, der ihm immer zur Seite Stand und ihn auch immer ermutigte zu malen. Auch Adeen wird verletz, nicht zuletzt durch Charral. Talanna kommt ihm zu Hilfe. Sie ist die Verlobte von Charral und eine Draquerin. Ihre Haut ist Violett, ihre Haare rot und ihre Augen haben ein sattes gelb. Sie ist auch eine Rebellin. Doch können sie ihr wirklich vertrauen. Eine abenteuerliche und gefährliche Reise beginnt. Nach und nach bemerkt Adeen etwas in ihm. Etwas das sein Leben total verändert. Er hat Magie in sich. Doch warum, er ist doch nur ein kleiner Schreiber. Talanna hilft ihm mit dieser neuen Erkenntnis umzugehen und fertig zu werden. Er, nur er allein kann den Aschevogel beschwören und das rettet ihm vorerst das Leben. Zusammen mit den Rebellen versucht Adeen zur Insel Gabtha zukommen. Diese ist eine von vielen kleinen Inseln die durch Ketten und Brücken mit der fliegenden Stadt verbunden ist Von dort aus versuchen sie auf die Erde zu kommen wenn die fliegende Stadt ihr nahe ist. Eine Landung der Stadt steht bevor und der Herrscher von Rashija will weitere Völker und Stämme der Erde unterdrücken und seine Macht spielen lassen. Die Erdkriecher sollen vor ihm zittern. Kann Adeen Talanna trauen. Schaffen sie es, die fliegende Insel zu verlassen. Der bittere Kampf um die Freiheit beginnt und auch eine kleine Romanze ist nicht weit.
Noch nie hatte ihn jemand geküsst, und er hatte sich immer vorgestellt, wie es … nein, er hatte sich überhaupt nichts Bestimmtes vorgestellt. Seite 110
Meine Gedanken zu dem Buch Seiten :
Das Cover passt perfekt zur Geschichte. Der Flügel aus Asche, die fliegende Stadt Rashija. Das Cover ruft praktisch nach uns Lesern. Auch das innere der Klappenbroschur ist wundervoll und nimmt die Farben und Zeichnungen vom Cover auf. Geschrieben ist es in der Erzählform mit Gedankengängen von Adeen und die seines Inneren, des Aschevogels. Jede Figur, jeden Charakter kann ich mir sehr gut vorstellen. Von der ersten Seite an lief der Film der Geschichte mit. Auch die Actionszenen brannten sich gut ein. Es hat mich in einen Bann gezogen und mich nicht mehr losgelassen. Der Autorin ist ein klasse Debüt gelungen. Klasse erzählt in einem rasanten Tempo. High Fantasy mal ohne Elfen, Gnome und Zwerge – das gefällt mir auch. Eine fliegende Stadt die nur alle 50 Jahre landet und sonst unabhängig ist. Aber dennoch müssen sowohl die Bewohner der fliegenden Stadt als auch die Erdkriecher unter der Herrschaft leiden. Faszinierend, dieses Buch ist ein Muss für jeden Fantasy Fan.
Kurz & gut – mein persönliches Fazit:
Mein erster Gedanke nach dem ich die Geschichte von Adeen und Talanna nun kenne ist „448 Seiten High Fantasy vom feinsten“. Kaja Evert hat es geschafft, ein sehr ergreifendes und spannendes Buch zu schreiben. Packend und detailliert vom Anfang bis zum Ende. Keine Umschweife am Anfang wie man es bei vielen anderen Fantasy Büchern gewohnt ist. Nein, von der ersten Seite an ist man mitten drin. Dieses Buch schreit förmlich nach einer Verfilmung. Obwohl dieser Film bereits gut in meinem Kopf ablief. Ich hoffe man hört bald, sehr bald wieder von Kaja Evert.
Die Stadt Rashija ist wie keine andere Stadt, denn sie fliegt, und ist von der restlichen Welt abgeschnitten. Regiert wird sie von einem strengen Herrscher, Regeln bestimmen den Alltag, es gibt kaum Freiheiten für die Bewohner. Adeen kannte sein Leben lang nichts anderes, er ist als Schreiber aufgewachsen und erledigt sorgsam seinen Dienst. Jeden Tag muss er als "Krähe" Spott und Demut erleiden, weil er ein Mischling ist. Verbindungen aus Menschen und Draquer sind streng verboten, nur seiner Aufgabe wegen, wird Adeen toleriert. Eines Tages lernt er eine völlig andere Welt kennen. Eine Welt, in der das System angezweifelt wird, in der Freiheit das höchste Gut ist. Er lässt sich auf eine Gruppe von Rebellen ein, nicht ahnend, wie viel dabei auf dem Spiel steht. Schließlich lernt er, dass mehr in ihm steckt, denn nur er ist fähig, einen mächtigen Aschevogel zu beschwören...
"Flügel aus Asche" ist das Fantasy Debüt einer deutschen Autorin und zeichnet sich besonders durch seine Ideen aus. Schon allein das Prinzip einer fliegenden Stadt, die auf Bedarf landen kann, aber sonst völlig unabhängig ist, hat mich gleich neugierig gemacht. Doch nicht nur die Stadt ist besonders, sondern auch die Menschen, die in ihr leben. Es gibt normale Menschen, aber auch die Draquer, die ursprünglich von Drachen abstammen. Sie unterscheiden sich schon äußerlich deutlich und sind magisch begabt. Gewöhnliche Menschen können nur über Schriftrollen Zauber wirken, es ist Adeens Beruf solche Rollen anzufertigen. Deshalb ist er auch so interessant für die Rebellen, jeder Zauber kann ihnen gegen den Herrscher der Stadt helfen.
Leider folgt das Buch im Bezug auf die Rebellen recht deutliche Bahnen. Adeen trifft auf die Rebellen, schließt sich sehr schnell an und ist von Beginn an überzeugt. Auf ihrem Weg zur Freiheit müssen viele Menschen sterben, doch er stellt diesen Preis kaum in Frage. Hier hätte ich mir gewünscht, dass das Buch keine so klare Linie verfolgt.
Gleichzeitig entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen Adeen und der mysteriösen Draquer Talanna. Ehrlich gesagt empfand ich diese Beziehung eher schwach. Wird sonst im Buch nicht groß mit Gewalt und Blut gegeizt, war die Liebesgeschichte eine reine Teenieromanze. Adeen vergöttert die verschlossene Draquer von Beginn an und steigert sich in diese Beziehung mehr und mehr hinein. Schnell wird deutlich, dass ihre Gefühle nicht ansatzweise so stark sind, dennoch lässt er sich von ihr benutzen und verletzen. Wären die Geschlechter vertauscht, hätte diese "ungesunde" Liebe für mich glaubhafter gewirkt. Adeen kommen nicht selten die Tränen und verhält sich oft leicht gekränkt und wirkt insgesamt eher, wie ein Mädchen. Talanna dagegen ist völlig unnahbar und hat in der Beziehung eindeutig die Hosen an. Leider fand ich ihr Verhalten ziemlich vorhersehbar, nur Adeen merkte regelmäßig als Letzter, was eigentlich vor sich geht.
Gelungen fand ich die vielen actionreichen Szenen und die häufig wechselnden Schauplätze. Durchgehend herrscht ein hohes Erzähltempo, die Seiten verfliegen und vor allem zum Schluss ergibt sich ein richtig rasanter Showdown. Wären die Charaktere anders gestaltet, hätte mir die Geschichte mit Sicherheit sehr viel mehr gefallen. So musste ich mir bei jedem emotionalen Ausbruch von Adeen das Schmunzeln verkneifen, es fiel mir schwer, ihn ernst zu nehmen. Meiner Meinung nach hätte auch das Beschwören des magischen Geschöpfes mehr Raum einnehmen können. Es hat sehr lange gedauert, bis es das erste Mal aufgetaucht ist, und hat sich insgesamt eher wenig darum gedreht. Meist ist der Aschevogel zwar Retter in Not, spielt aber sonst nur eine Nebenrolle.
Keine so geringe Nebenrolle spielt die Liebe zur Kunst und der Wunsch nach Freiheit. Es hat mir gefallen, dass erläutert wird, wie wertvoll ein einzelnes Bild in einer so trostlosen Welt sein kann. Die Rebellen kämpfen mit ganzem Herzen und man versteht als Leser auch wofür. Nur leider war das restliche Buch nur teils teils überzeugend.
Fazit ...............
"Flügel aus Asche" hat viele vielversprechenden Ideen mit einer fliegenden Stadt, einem eigenen Volk und einem interessanten Magiesystem. Auf der anderen Seite verfolgt es klare Linien und ist, was die Rebellion angeht, wenig abwechslungsreich. Dafür mochte ich das Erzähltempo und die Actionszenen. Die Charaktere waren für mich leider die größte Schwäche, es wäre glaubhafter gewesen, wäre die Rolle der Geschlechter vertauscht gewesen. So war mir Adeen viel zu sensibel und kaum Ernst zu nehmend. Allem in allem hatte ich mir leider mehr erhofft.
Ich muss zugeben, dass ich das Buch auf den ersten Blick für einen Krimi oder Thriller halten würde. Rote, schwarze und weiße Farben. Vögel und Flügel. Und ganz unten ein Bild eines Sees, einer bergigen Landschaft und einer Art Tempel, der in die Luft ragt. Nur der Tempel, der vermutlich ein Palast sein soll, deutet das Genre leicht an. Ich persönlich finde, die Beschreibung verklärt den Aschevogel ein wenig. Ansonsten ist sie aber gut getroffen. Und genau genommen ist die Kurzbeschreibung nicht gelogen. Der Titel des Buches ist im Übrigen auch etwas abgehoben vom Rest. Scheinbar ist dies derzeit ein gängiger Trend. Generell finde ich den Einband recht schlicht. Abgesehen von dem hervorstechenden Rot, ist es eher ruhig und vermittelt auch ein bisschen von der Stimmung vom Buch. Sehr schön ist auch das Innere des Einbands, denn dort findet sich noch einmal der Palast wieder, diesmal aber größer und imposanter. Damit komme ich zu einem Punkt, der mir in diesem Buch sehr stark aufgefallen ist. Werbung. Der Link vom Knaur Verlag, Verweise auf Facebook, einige Büchervorstellungen und sogar eine Art Service, nach dem man per E-Mail noch mehr Lesetipps erhalten kann. Ich will nicht sagen, dass ich es schlecht finde, aber etwas übertrieben vielleicht. Eine kleine Biografie der Autorin gibt es natürlich auch, zweimal sogar. Eine Danksagung gibt es auch noch. Schrift, Rand und Kapitelanfänge finde ich gut gewählt, auch wenn ich erwartet hätte, dass die Kapitel mit irgendwelchen Vogelbildern beginnen. Selbst die Kapitelüberschriften sind mir nicht übel aufgestoßen. Normalerweise bin ich gar kein Fan davon, da meist viel zu viel verraten wird, aber hier blieb es wirklich schlicht.
"Flügel aus Asche" ist ab einem gewissen Punkt wirklich fesselnd. Anfangs zieht es sich noch etwas, es passiert zwar viel, aber eher passiv und das meiste ist erst etwas verwirrend. Vielleicht soll dies Adeens Gemütszustand transportieren. An Action im Allgemeinen hat es dem Buch nicht gemangelt, auch wenn die Autorin sich manchmal doch etwas zurückhält. Alles in Allem könnte man sagen, dass so ziemlich alles dabei ist, was man an Handlung hätte einbringen können. Die andeutungsweise romantischen Szenen fielen manchmal besonders auf, aber bis auf die Tatsache, dass sich das alles anfangs etwas zu schnell entwickelt – wobei man das auch noch irgendwie erklären könnte – stört es mich nicht. Der Roman ist jedenfalls nicht kitschig und gerade in den letzten Szenen sehr nachvollziehbar und logisch, auch wenn es ein offenes Ende gibt, das ich aber perfekt gesetzt fand. Ich fand im ganzen Buch gerade die Stimmung sehr schön. Anfangs war mir dabei noch etwas mulmig zumute, aber mit der Zeit wird man davon nur noch mehr mitgerissen. Die Welt ist auch sehr interessant, auch wenn es leider nur wenig Gelegenheit gab mehr darüber zu erfahren.
Adeen war ein wirklich erträglicher Protagonist. Manchmal hatte ich mit ihm meine Tiefen, aber ich denke, das passiert in jedem Buch mal, aber er ist nicht anstrengend oder naiv. Sein Charakter transportiert seine Geschichte sehr gut. Auch die anderen Charaktere sind sehr sorgfältig ausgearbeitet worden. Niemand ist ein direkter Stereotyp, auch wenn man über manche Charaktere schon schmunzeln muss, aber irgendwie schließt man doch fast alle Charaktere ins Herz.
Der Schreibstil war so gut, dass mir absolut nichts Negatives aufgefallen ist. Weder zu viele Beschreibungen noch irgendwelche schlecht gewählten Ausdrücke oder Fehler. Positiv ist hier natürlich, dass das Buch bereits im Original auf Deutsch ist und damit keine Bedeutungen verfälscht werden können. Aber auch so war der Stil sehr entgegenkommend.
Zugegeben, das Buch hat mich nicht vom Hocker gehauen, aber ich mag es. Es hat seinen eigenen Charme und ist auf seine eigene Art sehr interessant. Die Idee dahinter ist toll. Ich bin zwar an manchen Stellen etwas enttäuscht, weil der Aschevogel weniger vorgekommen ist als ich erwartet hätte, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch. Gerade ab der zweiten Hälfte des Buches wurde es schön spannend. Es mag kein Buch sein, das ich immer und immer wieder lesen würde, aber es war erfrischend. Und wie gesagt: Die Stimmung ist absolut einmalig.
Fazit: Wer den absoluten Hammer sucht, wird hiermit vielleicht nicht gerade das Richtige finden, aber das Buch ist gute, solide Fantasy, die hier mal etwas düsterer ist. Einen Versuch ist das Buch auf jeden Fall wert.
Klappentext Quälend langsam vergehen die Tage in der Bibliothek, in der Adeen tagtäglich die magischen Schriftrollen für den Kampf der Zauberer gegen die Aufständischen herstellen muss. Für Adeen sind die Texte ohne Sinn, hat er doch die geheime Sprache der Magier nie gelernt. Er weiß nur, wie er die fremden Schriftzeichen richtig malen muss. Manchmal verschwimmen die Buchstaben in den eintönigen Stunden in der Schreibstube vor seinen Augen und nehmen die Gestalt eines geheimnisvollen Vogels an. Adeens Herzenswunsch wäre es, Künstler zu sein und ohne Vorschriften Bilder zu erschaffen. Doch auch Künstler hat man in Rashija ein wachsames Auge, nur Maler, die dem Herrscher genehm sind, dürfen ihrer Kunst nachgehen. Alle anderen werden verfolgt und ihre Bilder verbrannt. Bei einer Aktion zur Rettung einiger alter Gemälde kommt Adeen mit Rebellen in Kontakt und ist begeister von ihrer Vision einer freien Welt. Ohne zu zögern, schließt er sich der Gruppe an, nicht ahnend, dass der Vogel, der ihm erschienen ist, sein Schicksal und auch das Schicksal der Stadt entscheiden wird.
Cover Das Cover ist sehr schön gestaltet. Man sieht die fliegende Stadt Rashija und den Flügel vom Aschevogel. Inhaltlich passt das Cover perfekt zu dem Buch!
Erster Satz
"Der Wind ließ die Glasfenster klirren und drang kalt durch die Mauerritzen." (Seite 5)
Meinung Seit vielen Jahren regiert der Herrscher die fliegende Stadt Rashija. Ein Bewohner der fliegenden Stadt ist der junge Adeen der als niederer Schreiber arbeitet und die Schikanen der Magier ertragen muss. Eines Tages kommt er in Kontakt mit Rebellen und Adeen ist sofort Feuer und Flamme. Er gerät in eine Auseinandersetzung zwischen Leben und Tod und er spielt eine entscheidende Rolle. Den Adeen kann den Aschevogel beschwören. Der Aschevogel ist ein Wesen von unheimlicher Schönheit und einzigartiger Stärke. Der Kampf gegen Rashija und der Freiheit hat begonnen.
Auf „Flügel aus Asche“ von Kaja Evert bin ich auf das Cover aufmerksam geworden. Es sah für mich sehr interessant aus, auch wenn es am Anfang inhaltlich nicht angesprochen hat. Als das Buch dann da war und ich mit dem Lesen begonnen habe bin ich leider nicht so richtig in die Geschichte reingekommen. So habe ich mich leider am Anfang in das Buch gequält. Aber dann kam doch noch die Wendung zum Buch.
Adeen faszinierte mich mit seiner liebe zu der Kunst, die man aber im Klappentext nicht rausliest. So wurde ich dann überrascht das Es inhaltlich nicht nur um die Freiheit ging der Bewohner von der fliegenden Stadt Rashija sondern auch an der wunderschönen Kunst.
Als das mit der Kunst nun auch geklärt war, ging es um die Magie, dass auch ein sehr interessantes Thema in dem Buch war.
"Unmöglich ist das Lieblingswort derer, die ein Rätsel scheuen. Du bist ein Magier und weißt es nicht einmal." (Seite 221)
Denn der Protagonist Adeen wird im Verlauf der Geschichte und beim Lesen zu etwas Besonderen. Die Erzählung ist aus der Sicht von Adeen geschrieben und man erlebt regelrecht sein verwirrendes Gefühlsleben. Nach einer Zeit ist er mir sogar ans Herz gewachsen.
Fazit Die Autorin Kaja Evert konnte mich am Anfang leider nicht überzeugen mit ihrem Buch. So kämpfte ich mich verbissen durch das Buch. Erst gegen später kam dann das Lesefieber, das mich näher brachte mit der Stadt Rashija, Adeen der Kunst und die Magie.
Inhalt: Adeen lebt auf der fliegenden Stadt Rashija, welche aus verschiedenen schwebenden Inseln besteht. Der Herrscher ist gnadenlos, vor allem was die ohne Magie betrifft. So leidet Adeen viel unter höhergestellten und Leuten, die sich besser fühlen. Durch Zufall trifft er auf eine Gruppe, die die Insel verlassen will, die schon etwas länger rebelliert. Adeen kann sich mit dem Ziel identifizieren, denn die Rebellen versuchen auch Kunst zu retten und die hat es ihm angetan. Was er aber nicht ahnt, ist, wie wichtig er sein wird.
Ich denke über das Buch: Dieses Cover hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht und der Titel, die zusammen auch ein wenig an Asche und Phönix erinnern, wobei ich sagen kann, da gibt es keine Parallelen. Trotzdem passen sie zusammen. Aber auch der Klappentext lies mich aufhorchen und so habe ich mich bei der Leserunde bei Lovelybooks beteiligt, weil ich es sowieso lesen musste und ich habe mich gefreut, mit den anderen und der Autorin gemeinsam zu lesen.
Adeens Geschichte wird von außen betrachtet und dadurch wird ein gewisser Abstand geschaffen, aber gleichzeitig bekommt man auch seine Bedenken und seine Gefühle mit. Die Perspektive ist für eine Geschichte, die brutal werden kann, gut gewählt, weil man nicht alles direkt miterlebt, sondern um eine kleine Ecke.
Auch hier wird man erst einmal mit den täglichen Problemen von Adeens Leben konfrontiert, man erfährt, wie er behandelt und geliebt wird, wie er seinen Tag erlebt. Dann entdeckt er eine ihm neue Welt und findet dort etwas, das führt so weit, dass er es nicht mehr steuern kann, sondern dass er mitgerissen wird und eine neue Rolle findet. Die Entdeckungen, die Findungen sind interessant zu betrachten.
Bei mir hat es immer einen Moment gedauert, bis ich wieder im Buch, im Geschehen drin war und vor allem der Anfang hat es mir schwer gemacht, auch wenn ich es eigentlich interessant fand. Was wahrscheinlich auch daran lag, dass ich immer nur wenig Zeit hatte und deswegen nicht gut vorangekommen und in einen guten Fluss gekommen bin.
Idee der schwebenden Stadt fand ich sehr cool, erinnert an die Inseln in Avatar auf Pandora. Die ganze Magie, die am Anfang bei mir noch ein Fragezeichen hinterlassen hatte, wird auch nach und nach aufgeklärt. Zu dem ganzen System der Unterdrückung hätte es meiner Meinung nach auch noch mehr nebenher eingestreute Informationen geben können. Auch seine Rolle finde ich interessant und wie sie ihn beeinflusst.
Adeen war mir an sich sympathisch und auch von den anderen Charakteren konnte ich mir ein gutes Bild machen, auch wenn manches Dahinscheiden schade war. Manche von Adeens Reaktionen und Aktionen fand ich zu plötzlich, da fehlten mir vorher die Bedenken und Ähnliches. Es wirkte auch nicht wie aus dem Bauch heraus, sondern hätte man einfach ein Paar Gedanken vergessen.
Fazit:
Flügel aus Asche ist auf eine gute, schöne und interessante Idee aufgebaut und passt auf, dass einem die unschönen Dinge nicht zu Nahe gehen. Nach einem für mich längeren holprigen Start hatte ich meinen Spaß mit dieser Geschichte und ihren Protagonisten. Kleine Gedankengänge haben mir gefehlt, ansonsten verdient es seine guten 3,5 von P wie Punkten (auch mit 4/5 bewertet)
Ich hatte von diesem Buch noch gar nichts gehört, bis ich es zufällig bei einem Gewinnspiel bekam. Schön und gut, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul! Und der Klappentext klang ja auch wirklich vielversprechend. Das Versprechen wurde leider nicht eingelöst.
Adeen ist eine Krähe – ein dunkelhäutiger Bastard aus der Liebelei eines Erdgeborenen und einer Draquerin. Schon alleine deswegen hat er einen schlechten Stand in der Gesellschaft. Dass er dann auch noch gerne malt, obwohl Kunst in der fliegenden Stadt Rashija verboten ist, macht es nicht besser. Als sich seine Kunst dann auch noch verselbstständigt, wird es für ihn gefährlich. Gemeinsam mit einigen Rebellen versucht er zu fliehen und stürzt direkt in den nächsten Ärger, denn am Boden bereitet man sich auf einen Krieg gegen die tyrannische Stadt vor.
An sich ist die Geschichte sehr gut durchdacht. Rashija, die Welt in der die Stadt fliegt und ihre Bewohner sind wirklich gelungen und werden durch einen guten Erzählstil zum Leben erweckt. Die Kampfmagier und ihre Reitechsen sind einfach mal was anderes und die Magier ist auch nicht wie in jedem dritten Fantasy Buch 0/8/15. Dazu kommt der schöne, farbige Schreibstil, der einem die Welt näher bringt. Farben sind immer mal wieder sehr wichtig, da Adeen sie aus den Augen eines Künstlers sieht und sie bestimmte Bedeutungen haben. Besonders Grün ist hier sehr auffällig.
Den ganz großen Haken den dieses Buch hat, sind die Charaktere! Gerade die beiden Protagonisten Adeen und Talanna gingen mir irgendwann gehörig auf die Nerven. Und so sollte es doch bei einem Buch nicht sein. Eigentlich sollte man sie mögen und mit ihnen leiden und fiebern. Ich fieberte hingegen nur einem schnellen Ende entgegen. Adeen war ein Weichei und spielte immer die „Ich bin ein guter Mensch, ich kann das nicht tun“-Karte aus. Er war quasi zu gut für diese Welt! Bloß niemanden verletzen, auch wenn derjenige hinterher wieder als Gegner vor mir steht. Den einzigen mutigen Teil in ihm bewohnte der Aschevogel und der wurde als böse, wild und zerstörerisch dargestellt. Und Talanna ist die ätzende Rolle, die zwischen den Stühlen sitzt und sich gefühlte tausendmal entscheiden muss, auf welcher Seite sie nun steht – und das wechselt natürlich situationsabhängig. Beides Charaktere bei denen man sich wiederholt mit der flachen Hand vor die Stirn hauen wollte.
Die Sidekicks hingegen waren super. Starke, ausgefallene Charaktere, die viel zu kurz kommen, obwohl sie so schön ausgearbeitet sind. Es gibt den alten, liebenswerten, quasselnden Greis. Den etwas simpler gestrickten, großen, starken besten Freund. Die Furie aus dem fremden Volk, die Adeen nicht traut und viele, viele mehr. Obwohl sie alle so toll sind, schaffen sie es nicht, von dem schlecht konstruierten „Helden“ abzulenken.
Fazit: Wenn ich es nicht geschenkt bekommen hätte, hätte ich mich wohl tierisch drüber aufgeregt, dafür Geld ausgegeben zu haben. So kann ich es als Erfahrung abstempeln. Schöne Welt, interessante Grundgeschichte, aber mangelhafte Protagonisten, die den Lesegenuss echt erschweren.
Meine Meinung: Das Cover ist traumhaft: kräftige Farben, aufklappbarer Einband, der allerdings beim Lesen etwas stört, aber ansonsten stimmig wirkt. Der erste Blick verrät, dass man es hier mit High Fantasy zu tun hat.
Von den ersten Seiten an begleitet man Adeen, eine Krähe, einen Bewohner der Unterschicht, Abschaum, wie es in Rashija heißen würde, durch seinen Arbeitsalltag.
Talanna, eine Draquerin, eine Magierin, kommt ebenfalls rasch ins Spiel, da sie ihn beschützt.
Charral, ebenfalls Draquer und Mitglied der Oberschicht hingegen wird direkt als unliebsamer Weggefährte ausgedeutet, hier wurde optimal und mit wenig Worten eine geballte Antipathie aufgebaut.
Yoluan ist ein einfacher Arbeiter, aber ein herzensguter Kerl, so einer darf in keiner Geschichte fehlen.
Die Sprache ist blumig, trotz der tristen und grauen Welt, die beschrieben wird. Die Dialoge sind gut gesetzt, informativ und lebendig und jeder Charakter spiegelt sich darin auf seine Weise wieder.
Fazit: Anfangs muss ich ehrlich zugeben, fand ich die Geschichte irgendwie "flach". Das muss ich damit begründen, dass es in Rashija, einer schwebenden Stadt, verboten ist, zu malen oder generell, mit Farben zu hantieren. Was eben eine triste, graue Welt zum Vorschein bringt. Gerade am Anfang war dies ein Punkt, der sich richtig aufdringlich in den Vordergrund stellte und in mir die Frage aufwarf "Ist es das?" Doch ab einem gewissen Punkt legte die Geschichte ihre Hände um mich und riss mich einfach mit. Ich verstand, im Zuge der Worte, immer mehr, was hinter dieser grauen Fassade steckte. Die Autorin entführte mich in eine Welt, eine schwebende, eine gefährliche, eine unfaire Welt. Die Idee mit der schwebenden Stadt gefiel mir sofort, da ich selbst schon eine Kurzgeschichte über solch eine Welt geschrieben habe und ich war erstaunt, wie die Autorin ihre Stadt umgesetzt hat. Etwas schade fand ich Talanna. Sie blieb recht unnahbar, irgendwie kalt, berechnend, klar, sie spielte ihre Rolle, aber es fiel mir schwer, am Ende dann noch Sympathie zu empfinden, auch wenn ich Adeen sehr gut nachvollziehen konnte. Ein weiterer Punkt war der Aschevogel. Als er dann plötzlich auftauchte, hatte ich es mir etwas "pompöser" vorgestellt. Er wurde, ohne Zweifel, gut beschrieben, gerade die Gefühle, das Innerste des Tieres, aber, und das fand ich schade, die Farben, das, was ihn umgibt, blieb recht blass, das im Hinblick darauf, welch Macht ihm zuteil ist, war für mich etwas schade. Dennoch, dieses Buch kann ich wirklich an Fans der High Fantasy empfehlen. Die Story trägt durch die Seiten, lässt den Leser leiden und mitfiebern, die Geschichte, die Regeln, das Leben hinterfragen. Sie berührt und wühlt auf und, für das, was alles erzählt wird, wurden erstaunlich wenig Seiten verbraucht, was ich ebenfalls positiv empfinde, da es am Ende für mich keine Fragen gab, die ungeklärt blieben. Wirklich spitze umgesetzt.
In Rashija, der fliegenden Stadt, wird die Bevölkerung durch die strengen Regeln des Herrschers unterdrückt. Adeen entstammt einer verbotenen Verbindung und muss als Mischling vieles einstecken. Aufgrund seiner Fähigkeiten als Schreiber wird er in der Akademie geduldet, aber ständig schikaniert. Adeens innerer Drang, die Bilder aus seinem Kopf zu zeichnen, wird immer stärker – aber genau das wurde in Rashija verboten. Eines Tages begegnet er Rebellen, die Bilder vor der Vernichtung retten und aus der fliegenden Stadt fliehen wollen. Als er sich ihnen anschließt, beginnt für Adeen eine gefährliche Zeit …
Der Roman fing vielversprechend an, auch weil mich die künstlerische Ebene sehr gereizt hat. Die Begabung, die verschiedenen Bilder und vor allem Adeens Beweggründe, um sich den Rebellen anzuschließen. Das war für mich ein ganz anderer Zugang, der wunderbar zu der Hauptfigur gepasst hat. Adeen war mir mit seiner sanftmütigen Art sympathisch, auch wenn er – gemessen an seinen Erfahrungen als Mischling – zu naiv auf mich wirkte.
Die Geschichte wird sehr geradlinig erzählt, es gibt nur einen Handlungsstrang und die Ereignisse konnten mich nur selten überraschen. Man ahnt sehr früh, wohin das alles führt und es gibt nur wenige Punkte, die zum Spekulieren einladen. Die Hauptfigur ist sehr passiv und wird lange Zeit von den Ereignissen vorangetrieben.
Das Thema einer fliegenden Stadt finde ich spannend, es wurde hier auch mit einer ganz anderen Atmosphäre als die mir bekannten Stoffe umgesetzt. Bedrückend und trotz aller Farben trostlos. Die Beschreibung von Rashija finde ich teilweise aber auch widersprüchlich, denn man kann nicht seit 50 Jahren vom Erdboden isoliert bestehen und gleichzeitig von den Boden-Bewohnern als Besatzer bezeichnet werden.
Mein größtes Problem war allerdings die Distanz zu den Figuren. Bei mir kamen so gar keine Gefühle an, auch wenn ich die meisten Charaktere nicht unsympathisch fand. Ich bin gern möglichst nah bei den Figuren und erlebe die Geschichte förmlich mit. Hier war das aber einfach nicht möglich, weil sie so weit weg von mir waren. Man erfährt einiges über Adeen und Talanna, aber irgendwie ist der Funke nicht auf mich übergesprungen.
“Flügel aus Asche” ist ein Roman, der von Freiheit und der Liebe zur Kunst erzählt, aber ebenso von Machtgier und Unterdrückung. Eine actionreiche Geschichte, während der sich die Hauptfigur entwickelt, aber nicht zu einem Superhelden wird. Aber leider auch ein Buch, das mich über weite Strecken gelangweilt hat, weil mir die Figuren gleichgültig waren und so gar keine Emotionen bei mir ankamen.
Es ist eine recht typische in manchen Punkten vorhersehbare Fantasy Geschichte, die jedoch für mich einen ganz Großen Clue hat. Es dreht sich einfach viel um Farben und Kunst. Es wird als etwas mächtiges und bewegendes dargestellt und das Buch ist durchgehend spannend, sei es aufgrund der Entwicklung der Handlung oder der Emotionen. Der Schreibstil ist sehr gut. Von mir eine klare Empfehlung für künstlerische Herzen.