Eine aufregende Fantasy-Jagd mitten durch die Großstadt Berlin
Ausgerechnet am Abend ihres 15. Geburtstags wird Nele mitten in der Stadt bedroht. Eine Gruppe gespenstischer Gestalten tritt aus dem Dunkel ihrer Straße. Doch gerade als die Angreifer sie attackieren wollen, wird Nele von fünf Jugendlichen gerettet, die in seltsame schwarze Gewänder gehüllt sind und auf fliegenden Fahrrädern durch die Nacht jagen. Ihr Anführer Taha, dessen smaragdgrüne Augen einen unwiderstehlichen Sog auf Nele ausüben, erklärt ihr, dass sie eine von ihnen ist: ein Guardian of Secret Powers. Auserkoren, mit den anderen Jugendlichen gegen die Fantome der Finsternis zu kämpfen, die sich unerkannt unter den Menschen bewegen und die Erde zurückerobern wollen. Während Nele im Kampf gegen die Finsternis und in ihren ureigenen magischen Begabungen geschult wird, schmieden die Meister der Dunkelheit ihre teuflischen Pläne ...
Abgebrochen bei 35% – Bücher wie dieses sind der Grund, warum Jugendliche lieber auf dem amerikanischen Markt nach Lesestoffen suchen.
Das Buch erschien 2013 und ist für damalige Verhältnisse schon sehr altbacken. Heute ist es praktisch unlesbar. Die Fülle an Frauenfeindlichkeit, Rassismus und andren -insmen ist einfach nur unglaublich hoch.
»Guardians of Secret Powers - Das Siegel des Teufels« ist der erste Teil einer Jugendbuch-Reihe ab 12 Jahre, die zum Glück nie entstanden ist. Peter Freund ist 1952 geboren, war also zur Veröffentlichung 61 Jahre alt. Warum ist sein Alter wichtig? Ich glaube, dass es ältere Männer gibt, die sich sehr gut in die Welt einer 15-jährigen jungen Frau eindenken könne, deren Ängste und Hoffnungen verstehen. Aber Peter Freund ist nicht so ein Mann. Peter Freund schreibt Klischeebilder auf dem Niveau von wirklich schlechten Daily Soaps und spart dabei nicht an der Sexualisierung von (besonders aber nicht nur) Teenager-Frauen, die am laufenden Band mit dem Arsch wackeln und/oder ihre Titten den Jungs ins Gesicht halten. Incel lieben dieses Buch.
Aber von Anfang an! In »Guardians of Secret Power« geht es um Nele, die zu ihrem 15 Geburtstag erfährt, dass sie besondere Fähigkeiten hat und Teil der titelgebenden Guardians werden soll, die die Welt von dem Bösen beschützen. Soweit, so langweilig. Nele wird dabei leider als nicht besonders klug dargestellt. Ihr wird ellenlang erklärt, was das alles deutet, wer die Guardians sind und warum genau sie so special ist. Und sie steht trotzdem da und sagt »Ich versteh das alles nicht«, »Warum jetzt genau ich« und dann bekommen wir alles noch einmal erklärt. Aber es ist okay, Nele nicht zu möge, denn obwohl sie die Protagonistin ist, kommt sie eher selten vor. Viel lieber wollte der Autor eine Art »DaVinci Code«-auf-Wish-bestellt schreiben und erzählt uns von den super langweiligen Erwachsenen, die hinter den Guardians stehen, oder den ebenso super langweiligen Bösewichten, die … die die Welt eigentlich von den Menschen befreien wollen, weil diese die Natur zerstören … ja, also ich würde auch gerne mehr über die Bösen erfahren, die scheinen einen guten moralischen Kompass zu haben. In jedem Fall geht es viel mehr um Erwachsene, die labern, in Autos unterwegs sind, Vorträge halten, und langweilig sind. Also alles, was man als Teenie in einem Buch unbedingt lesen muss … * gähn *
Nele hasst fast alle Frauen um sich herum. Die Mitschülerin, die ihr den (3 Jahre älteren Freund – RED FLAG) ausspannt (indem sie mit Arsch und Titten wackelt (ca. OTon des Buches)), ihre Mutter, die alt und dumm ist, selbst ihre beste Freundin wird nur über Make-Up charakterisiert. Und der Autor spart nicht an Beleidigungen. Fat Shaming kommt nicht selten vor. Ich erinnere dran, das Buch ist ab 12. Aber nicht nur die Frauen kommen schlecht weg. Mit Taha, dem jugendlichen Anführer der Guardians, haben wir einen indigenen Amerikaner, der vom Autor als »Großstadt-In**ner« bezeichnet wird. Ein Wort das 2024 natürlich ein No-Go ist, aber 2013 wohl noch durchging, genauso wie zahlreiche andere Begriffe. Auch sonst versucht der Autor hier Menschen, besonders Jugendliche, verschiedener Nationalitäten mit einzubringen, kommt aber über Länderklischees nie hinaus. So wird der Agent Monsieur Truffaut beschrieben, wie ein Franzose aus der Käsewerbung (OTon), da fehlen nur noch Baskenmütze und Baguette. Der Isländer mit dem schwedischen Namen Kjell wird hingegen ständig als Wikinger bezeichnet. Sorry, aber da gab es mehr und bessere Repräsentation in »Power Rangers« und bei »Captain Planet«.
Ein Lektorat ist im Impressum übrigens nicht zu finden und so liest sich dieser Roman auch. Es gibt keinen Spannungsaufbau, keinen roten Faden. Szenen werden einfach abgebrochen, um zu einem anderen Setting zu springen. Dabei sind die Figuren langweilig und die komplette Story einfach nur einfallslos. Da ganze ist gespickt mit altmodischen Wörtern und Redewendungen, die 2013 wirklich kein Ding mehr waren. Diesen Platz im cbj Verlagsprogramm von 2013 hätte auch ein gutes Buch einnehmen können. Stattdessen findet man im Impressum, dass der Autor von Deutschlands größter Literaturagentur vertreten wird und das klärt dann auch meine Frage, wie so ein Quark in einem Großverlag landen konnte.
Ich für meinen Teil muss nicht lesen, wie Nele noch weiter über ihre Eltern, die sie Mechti (Mechthild) und Wladi (Waldemar) nennt, herzieht und sich über deren Sex-Leben auslässt. Ebenso wenig muss ich lesen, wie herablassend Nele über obdachlose oder dicke Menschen denkt. Der Autor scheint ein ganz hartes Problem mit allen Leuten zu haben, die nicht weiß, schlank und wohlhabend sind. Tatsächlich ist »Guardians of Secret Power« nicht sein letztes Buch, aber ich werde garantiert nie wieder etwas von ihm lesen.
Ausgerechnet am Abend ihres 15. Geburtstags wird Nele mitten in der Stadt bedroht. Eine Gruppe gespenstischer Gestalten tritt aus dem Dunkel ihrer Straße. Doch gerade als die Angreifer sie attackieren wollen, wird Nele von fünf Jugendlichen gerettet, die in seltsame schwarze Gewänder gehüllt sind und auf fliegenden Fahrrädern durch die Nacht jagen. Ihr Anführer Taha, dessen smaragdgrüne Augen einen unwiderstehlichen Sog auf Nele ausüben, erklärt ihr, dass sie eine von ihnen ist: ein Guardian of Secret Powers. Auserkoren, mit den anderen Jugendlichen gegen die Fantome der Finsternis zu kämpfen, die sich unerkannt unter den Menschen bewegen und die Erde zurückerobern wollen. Während Nele im Kampf gegen die Finsternis und in ihren ureigenen magischen Begabungen geschult wird, schmieden die Meister der Dunkelheit ihre teuflischen Pläne ...
"Das Siegel des Teufels" ist der Auftakt zu Peter Freunds neuer Fantasy-Reihe um die "Guardians of Secret Powers".
Peter Freund widmet in seinem neuen Roman genügend Zeit der Darstellung der Gegebenheiten und führt seine Hauptprotagonistin und ihr Leben in angemessenem Tempo ein. Doch auch schon während dieser Einführungen sorgen Spannungsmomente für die nötige Spannung und Kurzweil. Nach und nach baut sich eine Spannungskurve auf, die im Verlauf des Romans immer weiter oben anzutreffen ist.
Bücher dieses Autors lassen den Leser stets in ein Abenteuer voller Magie und den Kampf Gut gegen Böse eintauchen. Ab der ersten Seite verspürt man sofort, das man sich in einer Geschichte von Peter Freund befindet, da dieser in seinen Romanen immer ein wunderbares Gefühl heraufbeschwört, das für eine einzigartige Atmosphäre sorgt. So auch hier, ich habe mich in diesem Roman sofort wohl gefühlt und mit viel Begeisterung geschmökert.
Viele neue Wesen und Ideen sorgen in "Das Siegel des Teufels" für eine neue und frische Geschichte, während andere Elemente bereits bekannt sind. Aufgrund der Einführung fällt es dem Leser zu keinster Zeit schwer, sich in der Handlung zurecht zu finden.
Durch den locker leichten Schreibstil wird man flüssig durch die Seiten getragen, sodass die 600 Seiten wie im Fluge vergehen. Peter Freund wirft den Leser von einem Abenteuer ins nächste, sodass niemals Langeweile aufkommt, die die Lesefreude mindern würde.
Dadurch dass "Das Siegel des Teufels" der erste Band einer Reihe ist und die Charaktere und Begebenheiten erst einmal eingeführt werden mussten, wird es in den weiteren Bänden wohl noch um einiges spannender zugehen, sodass ich noch viel Potential nach oben sehe, auch wenn mir dieser Auftakt ein typisches Peter-Freund-Leseerlebnis beschert hat; Spannung, Magie und viel Phantasie.
Nach dem finalen spektakulären Showdown dieses Romans ist dieser in sich abgeschlossen und schafft es auch ohne Cliffhanger den Leser neugierig auf Band 2 zu stimmen. Man darf gespannt sein, was Peter Freund dort für den Leser bereithalten wird.