Jump to ratings and reviews
Rate this book

Dracyr: Das Herz der Schatten

Rate this book
Ein mächtiger Drachenmagier herrscht mit seinen Schattenreitern über Albrastor. Bei der Machtübernahme verlor die junge Kay ihre Familie – und schwört Rache. Unter falschem Namen schleicht sie sich bei den Drachenherren ein. Bald findet Damian, der Sohn des Drachenmagiers, Gefallen an ihr. Und auch ein Junge namens Duke macht ihr den Hof. Ein gefährliches Spiel beginnt, bei dem Kay ihr Ziel jedoch nicht aus den Augen verliert: den Tod des Drachenlords. Aber ihr wahres Schicksal wartet tief unter der Burg auf sie, in den Pferchen der Dracyr. Denn in ihren Träumen hört sie immer wieder ihre Stimme. Besonders die des Mitternachtsdrachen Gormydas...

511 pages, Paperback

First published March 10, 2014

3 people are currently reading
59 people want to read

About the author

Susanne Gerdom

48 books36 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
58 (44%)
4 stars
47 (36%)
3 stars
18 (13%)
2 stars
5 (3%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 12 of 12 reviews
Profile Image for Lucina.
896 reviews70 followers
March 12, 2020
Re-Read März 2020: Mein erstes deutsches Buch und Jugendbuch seit Ewigkeiten. Aber immer noch so gut wie damals. 😊

5.0 Sterne

Warnung: Ein bisschen Gespoilere bleibt nicht aus. Ich versuche aber nichts weltbewegend überraschendes zu verraten...

Puh, dieser Roman ist wirklich sehr schwer zu bewerten. Ich glaube, dass er durchaus der einigen nicht gefallen wird, aber mich hat er einfach auf emotionaler Ebene so berührt, dass ich ihm keine schlechtere Wertung geben kann, obwohl der Roman nicht ohne Schwächen ist. Aber für mich zählt bei Geschichten am meisten, dass sie mich auch nach dem Lesen noch begleiten oder ob sie sofort aus dem Gedächtnis verschwinden, auch wenn sie einen beim Lesen selbst gut unterhalten haben. Und "Dracyr. Das Herz der Schatten" hat mich einfach in seinen Bann gezogen, die Dracyr und besonders Damian und seine Liebe zu Kay. Die Liebesgeschichte war berührend und dunkler als ich von einem Jugendbuch erwartet hätte.

Am Anfang hatte ich wirklich große Schwierigkeiten mich in den Roman einzufinden, da mir der Sprachstil keinen einfachen Zugang zum Roman gewährte. Abhängig von den Personen sind Szenen im Präteritum oder im Präsens geschrieben und die Wechsel haben für mich ein flüssiges Leseerlebnis verhindert. Speziell die Szenen, die im Präsens geschrieben waren, wirkten auf mich holprig. Was auch daran liegt, dass mir insbesondere die Mischung aus dritter Erzählperspektive und Präsens nicht gefällt. Zudem gab es einige Sätze, die fälschlicherweise im Präteritum geschrieben waren. Auch sonst gab es einige Szenen, die ich mehrmals lesen musste, was aber daran lag, dass die Beziehung zwischen Dracyr und Mensch nun einmal nicht in normale Worte zu fassen ist und das fand ich dann wiederum gut umgesetzt, wenn auch nicht unbedingt flüssig lesbar. Und dass ich mir besonders die Pferche architektonisch nicht wirklich vorstellen konnte, lag wohl auch eher an mir als an fehlenden Beschreiben. Es gab reichlich, aber ich wusste trotzdem nicht so ganz genau wie alles nun aufgebaut ist. XD

Vorneweg:

Der Klappentext deutet eine Dreiecksliebesgeschichte an, die es aber so überhaupt nicht gibt. Ein paar Flirtereien oder ein paar unbedeutende Küsse manchen einen Charakter noch nicht zum Love Interest!

Desweiteren seien die Leser gewarnt, die es überhaupt nicht mögen, wenn der Held der Geschichte die Heldin schlägt oder verletzt. Dies macht Damian, er schneidet ihr in die Wange, er peitscht sie aus (bzw. er benutzt die Peitsche gegen sie), nicht in dem Maße, wie er es von seinem Vater kennt, aber er verursacht ihr Schmerzen und macht ihr Angst. Das ändert sich schnell, aber in den ersten (sagen wir drei bis vier) Szenen ist er nicht besonders heldenhaft, ganz im Gegenteil. Ich werde unten aber noch einmal erklären, wieso ich seine Wandlung innerhalb der Geschichte zumindest teilweise verständlich fand und ihm sein Fehlverhalten zumindest nicht zu sehr vorgeworfen habe. Aber ja, er benimmt sich am Anfang wie ein Bösewicht und nicht wie ein Held.

Nun aber zur Geschichte und speziell zu den Charakteren.

Unsere Heldin Kay ist mehr oder weniger einfach zu beschreiben. Sie schleicht sich in die Burg des Dracyrmeisters, um den Tod ihres Vaters und ihres Bruders zu rächen, und stößt dann auf unerwartete Komplikationen. Sie nimmt eine Verbindung zu Gormydas auf und wird damit nicht ganz freiwillig (von beiden Seiten) zum Schattenreiter des Dracyrmeisters. Und wie man sich vorstellen kann, bringt sie das in arge Bedrängnis, weil sie den Meister umbringen will und sicher nicht für ihn morden, aber auch nicht ihren Dracer zurücklassen möchte. Und dann ist da ja auch noch der junge Lord, der Sohn des Meisters und er macht ihr das Leben nicht unbedingt leichter.
Kay ist eine von diesen "perfekten" Heldinnen, sie ist mir speziell zu Beginn auf die Nerven gegangen, mit ihrer ganzen Art. Sie hat schlichtweg keine Schwächen, die sie wirklich sympathisch erscheinen lassen. Ich mochte sie, sie hat Esprit, Mut, Humor und lässt sich nicht unterkriegen, aber ich konnte mich mit ihr deshalb auch nicht richtig identifizieren. Das sie so ein Naturtalent im Umgang mit den Dracyr war, konnte ich dagegen verschmerzen, weil es im Rahmen des Romans Vorherbestimmung sein konnte. Vielleicht wird sie am Ende nicht was sie ist, weil sie so gut und toll ist, ein Meister wie Damian sagt, sondern ihr geht alles so einfach von der Hand, weil sie dazubestimmt ist, zu werden was sie am Ende ist. Äh... kryptisch genug formuliert, sodass niemand weiß was ich meine? Aber es ändert nicht daran, sie ist ein Naturtalent, in allem. Sie ist perfekt! Okay, während Damian sie körperlich verletzt, sind ihre "Sohn des Teufels" Ausrufe an ihn, wahrscheinlich eine seelische Verletzung, wobei Damian es wohl so sehr gewöhnt ist, dass es ihm gar nicht mehr aufgefallen ist. Ich verstehe, dass sie ihn hasst, aber teilweise fand ich es überzogen.

Damian ist degegen deutlich schwieriger zu beschreiben. Wie schon gesagt, zu Beginn ist er alles andere als heldenhaft. Er verletzt, droht und schlägt sie, und es hat mich schon etwas schockiert. ABER Damian denkt auch selber etwas wichtiges: Peitschenhiebe und Schmerzen sind die einzige Liebe, die er kennt. Für ihn ist das Liebe. Für alle anderen ist es Missbrauch und Hass, aber wenn man von seinem Vater nichts anderes erlebt, klammert man an sich an die Wahrheit, die man kennt, um nicht zu zerbrechen. Ich wird nicht wirklich klar, aber vielleicht ist seine "Aufmerksamkeit" am Anfang seine Art Zuneigung zu zeigen, seine Form von "Hallo! Hier bin ich! Nimm mich wahr, so wie ich dich wahrnehme." Es passt allerdings nicht ganz damit zusammen, dass er Scham empfindet als er später merkt, weshalb Kay Angst vor ihm empfindet oder weshalb er den Dracyr gegenüber ungerne die Peitsche verwendet. Aber er tut es, wenn auch widerwillig und auch nicht mit voller Härte und das obwohl er sie liebt.
Wie gesagt, besonders die Szene in seinem Gemach war nicht unbedingt ein Zeugnis für einen tollen Helden, aber er entwickelt sich. Wobei mir da der Umschwung von "Ich verletzte dich" zu "Ich tue dir nichts" zu schnell ging. Ja, sie gehört später zu den Neun, aber es ändert nichts daran, dass es ihm nicht leid tat sie verletzt zu haben, zumindest erfährt man es nicht. Ihm tut Leid, dass sie ihn nicht anlächelt, sondern voller Hass und Angst anschaut, aber was er sich am Anfang bei seinen Handlungen gedacht hat erfährt man leider nicht.
Als er dann aber erst einmal die Finger von Degen und Peitschen gelassen hat, hat er mir deutlich besser gefallen. ;)
Er ist der Typ Held, der all die Schmerzen, den Hass und das Leid hinter einer dicken fetten Mauer versteckt und nur Kay langsam hinter die Fassade blicken lässt. Sein Vater hat ihn so sehr im Griff, nicht nur durch ständige Gewalt, die als Liebe getarnt wird, sondern auch durch eine Macht die über natürliches hinausgeht. Mir hat er Leid getan und es ist erstaunlich wie "gut" er alles vor der Welt versteckt und über sich ergehen lässt. Aber man merkt auch sehr schnell, besonders im Umgang mit den Dracyr, das ein SEHR weicher Kern unter seiner harten Fassade steckt. Ich mochte seine Zerissenheit und diese Verwirrung, die er verspürt hat als seine Gefühlt für Kay stärker geworden sind. Aber ich fand nicht alles gut was er getan hat. Dass er das Verhalten seines Vaters verteidigt, wo es nur geht, kann ich verstehen, aber dass er so grausam Kay gegenüber war? Nee, dass musste nicht sein. Eine Entschuldigung wäre mindestens drin gewesen.

Die Dracyr selber bleiben etwas blass, ebenso wie die Nebencharaktere, was für mich aber in Ordnung war, weil ich normalerweise mit Drachen wenig anfangen kann und ich eher Angst hatte, dass es zu viel werden könnte. Allerdings fehlten mir tatsächlich manchmal ein paar Fakten, was in der Vergangenheit passiert ist, um die Dracyr zu "versklaven". Allgemein wurde sich nicht viel an der Hintergrundgeschichte aufgehalten, der Fokus lag auf Kay, ihren neuen Erfahrungen mit Gorm (der die meiste Zeit scheinbar seine Klappe gehalten hat? *hust*) und ihrem Verhältnis zu Damian.

Was mich an der Liebesgeschichte am Ende gestört hat, war der Gedanke, dass Kay Damian deutlich weniger braucht als Damian sie. Nicht, dass man jemanden brauchen muss, um ihn zu lieben und glücklich mit ihm zu werden, aber für Damian ist Kay die erste Person (nach Sam und da steht das Dienstboten - Lord - Verhältnis etwas im Weg), die ihn liebt und die er wirklich liebt, abgesehen von den Dracyr. Sie ist sein Licht in der Dunkelheit und ich hatte wirklich das Gefühl, dass er alles für sie tun würde und dass er es ihn brechen würde, sie gehen zu lassen. Aber bei seiner Vergangenheit ist es auch kein Wunder, dass er sehr emotional ist, in beide Richtungen. Kay dagegen liebt Damian, aber sie ist unabhängiger und ich bin mir nicht sicher, ob es für sie die wirklich große Liebe ist oder ob sie Damian deshalb liebt, weil er ein gebrochener Mann war, mit dem sie Mitleid hatte und dem sie Trost spenden wollte, und dessen Stimmungsschwankungen eine Herausforderung für sie waren? Sie liebt ihn, keine Frage, die beiden sind ein süßes Paar und ich gönne es Damian, aber es bleiben ein paar klitzekleines Zweifel. Und da wäre ein richtig schöner Epilog toll gewesen, aber auf den wurde wohl wegen einer möglichen Fortsetzung verzichtet (?), die es ja leider nicht gibt. Schade, ich hätte gerne mehr gelesen.

Ansonsten fand ich die Geschichte rund um die Dracyr sehr interessant, auch wenn leider nicht alles geklärt war. Speziell die eine Szene mit dem Dracyrfeuer oder wie die Verbindung zwischen Kay und Damian zu Stande kommt. Recht zu Beginn ihrer gemeinsamen Zeit, kann Kay seine Gedanken sehen, wieso? Später kann ich es verstehen, aber zu dem Zeitpunkt? Konnte Damian sich nach dem Dracyrfeuer wirklich an etwas erinnern? Was war das? Wieso der der Dracyrmeister deshalb so sauer? Und es gab auch noch so einige offene Fragen, wer nun wirklich welche Fähigkeiten hat. Was kann Kay was die anderen Zöglinge nicht können und was Damian nicht kann? Und wieso war er z.B. in der Szene mit den Jünglingen so zornig und eifersüchtig? Wer war diese Martan (?), das Mädchen, dass er wohl fallen gelassen haben soll wie ein Stück Dracyrkacke? Hatte er mit ihr eine Beziehung? Es wird nicht klar, ob er schon einmal mit einer Frau geschlafen hat und welche anderen Beziehungen er hatte und ich wollte das unbedingt wissen, wo der Köder schon ausgewurfen wurde. Ich gehe fast davon aus, dass es das Mädchen nicht gab und jemand Kay ärgern wollte, weil Damian zumindest mehrmals behauptet, dass niemand ihn je so berührt und angesehen hat. Und er schien von seiner Anziehung ihr gegenüber wirklich überrascht zu sein. Aber wie gesagt, nichts genaues weiß man nicht...

Ja, da gab es für mich so einige offene Fragen. Auch merkt man dem Roman an, dass Potential für eine Fortsetzung gelassen wurde, so ist der Bösewicht eben immer noch im Spiel und nur zeitweise vertrieben. Und auch andere Handlungsstränge blieben offen, aber keine Sorge, Damians und Kays Geschichte ist in sich abgeschlossen und lässt wenig Fragen offen.

Mich hat es nicht gestört, aber ein paar Mal gab es ein paar kleine Fehler. So hat ein Charakter mal kein Hemd an und dann kurz darauf doch wieder. Oder jemand hockt/sitzt aus der Sicht des einen und aus eigener Sicht steht er. Aber es kam selten vor und war für mich deshalb kein Problem.
Profile Image for Yuri.
31 reviews3 followers
May 9, 2024
Enemies to lovers ist einfach nicht meins.
Aber die Schreibweise saugt einen quasi nur so ein!

Und die Drachen sind einfach wunderbar dargestellt.
Profile Image for Sherin.
17 reviews
August 20, 2024
Zunächst: lieb das Cover. Und dass es eine deutsche Autorin ist.
Das Buch wird eingeordnet als Jugendbuch, bin mir da nicht so sicher. Auch wenn in Fantasy Gewalt "normal" ist... Ansonsten: empfehlenswert, wer in eine Drachen Welt eintauchen möchte.
Profile Image for Viola.
232 reviews23 followers
April 17, 2015
Der Anfang war so vielversprechend, dass ich von einer 4-Sterne-Minimum-Wertung ausgegangen bin. Diese Meinung hat sich dann aber nach ungefähr der Hälfte drastisch geändert.

Die Welt wurde zu keinem Zeitpunkt thematisiert (War es historische Fiktion? Fantasy? Wer weiß, vielleicht ein Paralleluniversum, in dem Altgriechisch gelernt wird?)
Die Sprache war inkonsistent; beispielsweise die Anreden, die anscheinend ausgewürfelt wurden. Ein "Mylord" hier, eine "Mistress" da und zwischendurch eine "Jungfer" mit eingestreut ohne ersichtliches System. Das mag vielleicht kleinlich sein, so etwas zu kritisieren, aber Kleinigkeiten machen ein Buch, vor Allem ein Fantasybuch(?), eben aus. Dieses unentschlossene Schwanken bei Bezeichnungen hat das fehlende world-buildung noch verstärkt und es dem Leser erschwert, diese Welt als real anzusehen.

Unsere Helden haben außerdem Seelenfreundschaften mit Drachen. Das scheint aber eher unwichtig für sie, weil die Drachen nur als Vorwand für romantische Zusammenkünfte benutzt werden. Das führt natürlich auch dazu, dass man diese "treuen Seelengefährten" kein bisschen kennenlernt und ihre Charaktere flach und eindimensional bleiben, was sehr sehr sehr seeeeehr schade ist. Insbesondere Kay, die sich erst frisch mit ihrem Dracer verbunden hat, nutzt diesen unermüdlich aus und revanchiert sich - bis auf den gelegentlichen telephatischen Tätschler - mit Ignoranz und Gejammer über ihr Liebesleben.
Das führt mich auch gleich zum Hauptproblem: die Romanze. Einmal ganz unabhängig davon, dass der männliche Part von einem misshandeltem Misshandler besetzt wird, war die Liebesgeschichte viel zu dominant ab der Mitte des Buches. Der eigentliche Plott ist im Hintergrund verschwunden und wurde generell nur weiter ausgeführt, um das übliche und vorhersebare Drama in der Beziehung der Hauptfiguren zu sähen.

Insgesamt also eine Geschichte mit Potential, die nach ein paar hundert Seiten abstumpft und sich auf Teenager-Herzschmerz reduziert.
Profile Image for Svenjasblog.
8 reviews2 followers
August 25, 2014
Ich bin mit dieser Handlung einfach nicht warm geworden. Und breche es deshalb jetzt vorerst ab.
Profile Image for Ayanea.
269 reviews1 follower
September 17, 2017
*Hohe Erwartungen nicht erfüllt*

Dracyr hat mich vor allem durch die vielen positiven Rezensionen gelockt. Da ich zudem gerne Fantasy lese, habe ich mich dazu entschlossen, diesen Roman zu lesen. Natürlich ging ich bei den vielen Lobeshymnen mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch, welche nun rückblickend nicht so ganz erfüllt worden und somit das Buch bei mir einen eher faden Beigeschmack erhielt.

Es geht darin vorrangig um Kay. Sie macht sich auf den Weg um sich beim gefürchteten Drachenmagier zu rächen, der ihre Familie ins Grab brachte. Sie schmuggelt sich auf dessen Burg und taucht als Magd unter. Dabei trifft sie jedoch auf dessen Sohn Damian und verliebt sich in diesen. Ganz zu schweigen von den Drachen, die der Magier in seiner Burg gefangen hält.

Das Buch setzt genau da ein, wo der Klappentext aufhört. Kay geht auf die Burg und wird direkt angestellt. Da liest sich das Buch recht spannend und ich war sehr gefesselt. Auch wurde das erste Aufeinandertreffen von Kay und dem Drachenmagier gut geschildert. Damian wirkt auch zunächst sehr interessant und es war interessant wie fies er Kay behandelt hatte. Die ersten 150 Seiten lasen sich dementsprechend nur so im Rutsch weg und ich wähnte mich einem 5 Sterne Buch gegenüber.

Dann fing es jedoch an mich zu nerven. Woran das lag? Nun an der sehr konstruierten Liebesgeschichte. Die Chemie zwischen Kay und Damien stimmte gewollt zu Beginn so gar nicht. Umso überraschender war dann der Moment wo sie sich doch beide ganz anziehend fanden. Ich fand es einfach nicht stimmig rüber gebracht wieso Kay zu diesem Menschen auf einmal so etwas wie Liebesgefühle hervor bringen konnte. Er war und blieb ekelhaft zu ihr. Der erste Kuss kam dann auch nicht minder überraschend. Und ein Buch in dem es hauptsächlich um die Liebesgeschichte geht und diese dann nicht gut getragen wurde- das hat es nun mal schwer bei mir.

Zudem fand ich den Drachenmagier bis zu letzt sehr undurchsichtig. Seinen Werdegang dann doch etwas zu schnell abgehandelt und generell fehlten mir hier und da etwas Tiefgang. Die vielen sich wiederholenden Szenen bei den Drachen fand ich wiederum irgendwann sehr nervig. Ziemlich schnell fühlte ich mich gelangweilt und konnte immer weniger die im Schnitt glorreichen 5 Sterne Rezensionen verstehen. Vielleicht habe ich einfach zu viel erwartet? Schade- ich hatte mir so viel mehr erhofft....
Profile Image for Letanna.
1,950 reviews60 followers
June 22, 2019
Kay hat nur eins im Sinn, sie will den Tod ihrer Familie rächen. Dafür schleicht sie sich als Dienstbotin bei Dracyrmeister Lord Harrynkar ein. Dieser befehligt nämlich die Schattenreiter, die für den Tod ihrer Familie verantwortlich sind. Harrynkar ist ein mächtiger und gefährlicher Mann und Kay muss aufpassen, dass man sie nicht erwischt. Sie will den Drachenlord töten, was nicht so einfach ist wie sie zuerst dachte. Ausgerechnet Damian Harrynkar, der Sohn des Lords wird auf sie aufmerksam. Damian ist nicht weniger gefährlich als sein Vater, aber von ihm geht auch eine gewissen Faszination aus. Aber das Schicksal hat mit Kay andere Pläne.

Dieses Buch habe ich jetzt schon eine ganze Weile in meinem SUB. Der Klappentext und auch das Cover haben mich sehr angesprochen und ich weiß gar nicht, warum ich das Buch nicht schon viel früher gelesen habe. Die Autorin konnte mich bisher immer mit ihren Bücher überzeugen und auch mit Dracyr hat sie mich von der ersten Seite an fasziniert.

Erzählt wird die Handlung überwiegend aus der Sicht von Kay. Sie ist ein starker weiblicher Charakter, sie geht ihren Weg, was ich sehr mochte. Die Romanze zwischen ihr und Damian nimmt einer sehr große Rolle ein. Damian ist eigentlich der Feind und am Anfang benimmt er sich auch so. Aber Kay schaut hinter seinen harten Kern, da versteckt sich nämlich ein sehr verletzlicher junger Mann. Die beiden machen eine sehr gute Entwicklung durch und beide waren mit sehr sympathisch.

Die Geschichte rund um die Dracyr hat mir ebenfalls umheimlich gut gefallen. Ich liebe ja Drachen und diese hier war genau nach meinem Geschmack. Die Geschichte ist am Ende abgeschlossen, hätte aber rein theoretisch auch Potential für eine Fortsetzung. Da der Roman bereits 2014 erschienen ist und es bis heute keine Fortsetzung gibt, wird es wohl auch keine geben. Ich hätte mich aber gefreut.

Für mich ist dieses Buch ein richtiges Highlight gewesen. Ich vergebe die volle Punktzahl.
Profile Image for Ellie Loredan.
123 reviews49 followers
November 25, 2018
A heroine set out for revenge; a dark and mysterious, more or less evil love interest; dragons known as Dracyr – this should have been just my kind of YA high fantasy romance novel. Unfortunately, it wasn’t. Granted, it didn’t take me long to get into the novel and at first, I inhaled it – until I put it down. The more I thought about what I’d read, the more difficult it became to get myself to continue. The concept of the Dracyr is very cool, but that’s about the only redeeming quality of the novel. Not only was I disappointed that the protagonist was a far cry from the kickass assassin I’d expected, the romance had me cringe and my skin crawl.

I started out really liking Kay, although right from the beginning I felt she wasn’t up to the task of murdering the tyrant who’s responsible for the deaths of her relatives. She’s a little too naive, has no proper plan, and lacks that certain degree of stealth and caution that should be expected when going after a powerful ruler who has magic and dragons at hand. And yet, she’d been sweet, likable, and interesting enough – until she fell in love, turned totally hormonal and lost sight of her vendetta.

At first, her love interest Damian appeared to match my favourite type of male characters, which got me excited. However, I was disappointed and soon felt uneasy about this romance. Not only did it totally corrupt the protagonist and became the driving force of the plot, it also was the opposite of the slow burning and believable love story I’d hoped for. In fact, it’s highly unhealthy and even abusive. Underlying part of the problem is the well-known trope of someone protecting a loved one from danger by cruelly pushing them away, which is heavily used here. Consequently, he’s hot one second, cold the next; reaches out for her, and pushes her away; hurting her physically and emotionally time and time again. To be honest, Kay doesn’t even have a proper reason to fall for him, let alone fight for this love. And yet, she feels sorry for him, pines after him, makes up excuses for him and can’t free herself no matter how often she tells herself to carve him out of her heart. Just, no. The only positive thing about this situation: the advertised love triangle is non-existent.

The plot itself also has me scratching my head. For one, most of the twists are rather obvious and foreseeable, although there was one that came unexpected. I also cannot comprehend the tyrant’s actions. For a ruthless ruler, he seems awfully lax when it comes to Kay and conveniently forwards the plot with his unreasonable actions. Furthermore, Kay’s abilities are way over the top, especially since she doesn’t have to do anything, it all comes just naturally to her.

It wasn’t all bad though. The best part of this novel are the dragons and they are pretty damn awesome. I would have loved to see much more of them and their abilities. Unfortunately, their powers never truly get explained and are therefore a little confusing. However, they are just so adorable and deserved much more room. There are also a couple of interesting secondary characters, which all fell short because they had to fade into the background to let the romance take centre stage. Both of these elements have quite the setup; the ending is so open it suggests a sequel, but so far, there’s none in sight. It still sort of works as a standalone, but there are many loose ends that leave the reader rather dissatisfied. Although I didn’t quite like this one, I’d probably even pick up a sequel because the setup is actually pretty interesting.
Profile Image for Anorielt.
464 reviews49 followers
March 23, 2014
Dracyr 01. Das Herz der Schatten - Susanne Gerdom

Dracyr war eine der Neuerscheinungen vom März, auf die ich ganz besonders gespannt war. Drachenbücher gibts ja jetzt leider nicht SO viele wie so manch anderes, deswegen freue ich mich immer besonders wenn ich eines entdecke das sich auch noch interessant anhört. Zumal das hier von einer deutschen Autorin ist von der ich schonmal ein Buch gelesen habe und das mir gefiel.

Ich muss aber zugeben, der Anfang konnte mich nicht so mit sich reißen. Schon nach den ersten Seiten habe ich mir wirklich Sorgen gemacht, ob das Buch was für mich sein wird. Zum Glück wurde es recht schnell besser und ich fand gut in die Geschichte hinein. Die Art und Weise wie die Drachen - Dracyr - eingebunden sind fand ich unglaublich gut gelungen. Damit war ich also schonmal zufrieden. Womit ich nicht zufrieden war, waren der ein oder andere Charakter, allen voran Damian.

Man... was für ein kaltes, arrogantes Biest. Ehrlich, er hat mich mehrmals mit seinem Verhalten zur Weißglut gebracht. Hätte die Autorin keine Szenen aus seiner Sicht mit eingebunden die das ganze etwas näher beleuchteten, ich glaube ich hätte ihn in Rekordzeit gehasst. Was nicht so gut gewesen wäre, schließlich ist er neben Kay der Protoganist und noch dazu die zweite Hälfte der Liebesgeschichte. Die in der Kurzbeschreibung angedeutete Dreiecks-Geschichte gabs hier übrigens nicht, nur um euch zu beruhigen. Wie Karolyn sich in Damian verlieben konnte ist mir aber nach wie vor ein Rätsel. Er hat sich zwar zum Ende hin gebessert, hat im Laufe der Geschichte eine wirklich unmerkliche, aber ausschlaggebende Verwandlung durchgemacht, mein Liebling ist er trotzdem nicht geworden.

Die Geschichte ist wirklich sehr düster. Der Dracyrmeister ist ein angsteinflößender Mann mit fürchterlichen Fähigkeiten und es scheint wirklich so, als wäre er unbesiegbar. Trotzdem gefiel mir die Geschichte, trotz des vielen Leids und der manchmal merkwürdigen Dinge. Ein Lichtblick waren hier wirklich die Dracyr und die Kommunikation zwischen ihnen und ihren Reitern. Einfach klasse. Mir gefielen die Drachen hier wirklich um Welten besser als in Eona, wo sie ja praktisch nur Naturgewalten waren. Hier sind die Drachen aber real und echt und sie haben eigene Persönlichkeiten, Hoffungen, Wünsche und Gefühle.

Ich habe auch lange überlegt ob das wohl ein Einzelband werden wird, aber nachdem am Ende noch so viele lose Fäden offen sind, ist das mit Sicherheit ein Reihenauftakt und das ist auch gut so. Obwohl ich manchmal daran gezweifelt habe, möchte ich doch unbedingt wissen wie es weitergeht.

4/5 Sternen
Profile Image for Janina.
554 reviews10 followers
December 22, 2014
Das war mal ein richtig schoenes Buch. Sicherlich nichts was es auf eine "muss man gelesen haben bevor man stirbt" Liste schaffen wuerde, aber manchmal braucht es auch einfach eine mitreissende Geschichte ohne weiteren Anspruch. Die Hauptperson des Buches ist ein junges Maedchen (Kay) aus der ehemals adeligen Oberschicht, das sich in die Burg des Tyrannen, der das Land ueberrannt hat und nun mit Hilfe seiner Drachen unterjocht, einschleicht um diesen zu ermorden. Dort trifft sie dann recht schnell auf den Sohn des Drachenlords (Damian) und das ist dann der Anfang einer durchaus sehr lebenswerten Liebesgeschichte. Wobei es nicht nur um Liebe geht, sondern eben auch viel um Intrigen und den Weg, den Kay waehlt um ihr Ziel weiter zu verfolgen. Eine Dreiecksbeziehung kommt zum Glueck uebrigens ueberhaupt nicht vor auch wenn die offizielle Zusammenfassung das andeutet. Ich fand es wirklich spannend geschrieben und mochte auch beide Hauptpersonen sehr. Besonders haben mir die Schilderungen zu den verschiedenen Drachen und dem Umgang mit diesen gefallen (auch wenn es teilweise schon sehr an Eragon erinnert). Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, laesst aber gleichzeitig noch viel Raum fuer moegliche Folgebaende, was mich sehr freuen wuerde. Absolut empfehlenswert, wenn man nette Jugendfantasyunterhaltung mag.
Profile Image for Fabian  {Councillor}.
255 reviews510 followers
March 30, 2016
Je länger ich über dieses Buch nachdenke, desto schwammiger erscheint mir die Geschichte. Im Grunde genommen geht es um die stereotypische Heldin einer YA-Fantasy mit Romance-Elementen, die sich in einen 'Bad Boy' verliebt, der nicht viel davon hält, Frauen würdevoll zu behandeln. Der Antagonist war alles andere als interessant gezeichnet, während die beiden Protagonisten im Laufe der Geschichte immer langweiliger wurden. Auch die Nebencharaktere werden mir über das Buch hinaus nicht im Gedächtnis bleiben.

Als ich das Buch vor etwas mehr als einem Jahr in der Buchhandlung gefunden und das Cover entdeckt habe, habe ich mich von der Rahmenhandlung und meinen Erwartungen sogleich ansprechen lassen. Man kann tatsächlich einige interessante Passagen über die Drachen erwarten, die in der Tat eine wichtige Rolle in diesem Buch spielen. Dennoch wird der gesamte Plot (sofern man denn einen erkennen mag), in seiner Grundform ohnehin schon hunderte Male zuvor dagewesen, bald voll und ganz auf die sich konsequenterweise anbahnende Romanze verlagert, wie man sie heutzutage in jeder Young Adult-Fantasy-Geschichte findet. Während der Schreibstil malerisch und ansprechend ist, wird dies durch den Plot wieder zunichte gemacht, weshalb ich mich letztendlich nicht dazu durchringen konnte, dieses Buch mit drei Sternen zu bewerten.
Profile Image for Ann-Kathrin.
33 reviews
May 26, 2017
Dragons, magic, Drama... is there anything more you need in a fantasy novel? i dont think so.
Displaying 1 - 12 of 12 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.