Mit Staub und Stolz liegt der erste Roman von C. Dewi vor. In einer Welt, die Homosexualität ablehnt und verachtet, treffen sich zwei Männer aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Der Verbannte Forlán, der den eigenen Namen verloren hat und deshalb den seines Volkes trägt, verdingt sich als Leibwächter eines Kriegerprinzen. Iain ist ein mächtiger, manchmal grausamer Mann, der seit Kindesalter darauf vorbereitet wurde, im von Intrigen und Krieg gebeutelten Nordreich zu herrschen. Dennoch muss Forlán sich eingestehen, dass es etwas an Iain gibt, das ihn anzieht. Wider aller Vernunft nähern sie sich an, finden im Gegenüber einen Kampfgefährten, Freund und Ratgeber. Als sich unter den Augen des geifernden Adels mehr zu entwickeln droht, müssen sowohl Forlán als auch Iain Entscheidungen fällen, die ihr Leben nicht nur beeinflussen, sondern sogar beenden könnten.
As far as I know, this book isn't available in English.
Seit Ewigkeiten das erste deutsche m/m Buch das ich gelesen haben, und noch dazu ein überrschend gutes! Ein Kriegerprinz und sein Leibwächter in einer fremden und doch irgendwie vertrauten Welt...dies ist keine Fantasy im eigentlichen Sinne, eher sowas wie ein vage mittelalterliches alternate universe. Beim Lesen mußte ich immer wieder an Special Forces von Voinov denken--genauso widerstreitend sind die Gefühle zwischen Iain und Forlán. Abneigung und unwiderstehliche erotische Anziehung,Kampf und Sex, Selbsthass, Loyalität und eine Liebe, gegen die beide aus unterschiedlichen Motiven so unglaublich hart ankämpfen aber letztendlich machtlos sind. Auch die unverblümt geschilderte Brutalität des Krieges ist da, das Töten, die Unbarmherzigkeit, ja Grausamkeit beider Männer--gegen sich selbst, gegeneinander und gegen andere--kein Buch für schwache Nerven! Am meisten überrascht haben mich die Sexszenen, die wirklich erotisch sind und kein bisschen peinlich.
Das Buch ist keineswegs perfekt, die Schreibe wirkt gelegentlich reichlich unbeholfen, sowohl von der Grammatik als auch von den Formulierungen her. Sowohl in der Erzählsprache als auch in den Dialogen tauchen gelegentlich zu moderne Formulierungen und Phrasen auf, die mich jedesmal ein bisschen aus der Story gehauen haben.
Aber insgesamt ein absolut lesenswertes Buch! Kann ich nur empfehlen!
Leider ist das Buch derzeit nicht verfügbar, aber ich hoffe wirklich, dass C. Dewi es eines Tages wieder einem Verlag anvertraut oder es vielleicht selbst veröffentlicht.
Wenn man nicht aufhören kann zu lesen und das Buch kaum schnell genug verschlingen kann… nur um dann zu bereuen, dass man es nicht langsamer gelesen hat, um es voll auszukosten
Eines der besten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe Und ich muss Feliz zustimmen , dass es mich von der Richtung her an Voinov erinnert hat, was mich total freut, da ich diese Art von Geschichten sehr gerne mag.
"Staub und Stolz" ist eine großartige und großartig erzählte Geschichte, die mich total in ihren düsteren Bann gezogen hat. Ich fand die Geschichte die meiste Zeit sehr spannend, da sie echt wenig vorhersehbar war. Ich hatte am Anfang nicht die geringste Idee, wo mich diese Reise hinführen würde…außer dieses ungute Gefühl, das sie mich zum weinen bringen würde.
Ich mochte auch den letzten Teil (nachdem einer der Hauptkonflikte gelöst war), weil er mich wieder vor ein Rätsel gestellt hat…die ganze ahnungslose 'was passiert jetzt?' Spannung noch einmal von vorn. Und ja, ich fand dieser Teil hatte gewisse Längen, weil die Reise geschildert wurde, aber genau das hat es für mich eigentlich so gut gemacht - die Seiten wurden immer weniger und ich wurde (genau wie die Charaktere)immer gespannter, aufgeregter, ängstlicher, wie das alles enden würde.
Und ich mag auch den Stil sehr gerne. Ich finde ihn über die meiste Zeit sehr schön und poetisch und mitreißend… einfach eine toll erzählte Geschichte und auch die ganzen Geschichten in der Geschichte - über Menschen, Völker, Sagen, Kulturen und die Erinnerungen - sind einfach richtig gut erzählt. Und ja, manchmal bricht die Sprache mit gewissen Formulierungen und Worten ein bisschen aus dem Bild aus, das sie zeichnet - daran habe ich mich aber wenig gestört. Ich finde, das dies auch zu dem ganz eigener Charakter der Erzählung beiträgt und sie von anderen abhebt.
Allen in Einem hat mich dieses Buch einfach total begeistert und mitgerissen. Für mich absolut empfehlenswert - vor allem für Leute, die düstere und traurig-schöne Geschichten mögen! Richtig gute Fantasy!
Und dieses schöne Lied hier hat sich während des Lesens irgendwie in mein Bewusstsein gedrängt: Bittersweet Symphony - The Verve
Für die unausgeglichene Schreibweise gibt es Abzug, aber die Story ist wirklich klasse. Für das schön-schreckliche Ende gibt es noch einen halben Stern obendrauf.
In einer Welt der Phantasy stoßen zwei dominante Männer aufeinander, für die Gewalt kein Fremdwort ist: Iain, der Thronanwärter des Nordlands und Forlan, der verstoßene Krieger aus dem Südland, dem nur noch die Erinnerung an seine Jugend bleibt. Er wird der Leibwächter des Kronprinzen, der schon heute die Geschicke des Landes führt und Feldzüge leitet. Keiner der beiden Männer denkt auch nur daran, sich dem anderen zu unterwerfen, aber trotzdem kommen beide doch nicht voneinander los, weder durch Streit, Kampf oder Trennung. Dieser Teil des Buches bleibt abwechslungsreich, bis sich das Los der beiden entscheidet. Nach ungefähr zwei Drittel des Romans wird dann eine Art Endpunkt erreicht, über den die Geschichte dann aber in einer Art Epilog, Nachtrag oder zweitem Teil fortgesetzt wird, so als hätte Dewi noch nicht Abschied von ihrem Buch nehmen können. So folgt eine Reise in die Vergangenheit, die voller Rückblicke und Ausblicke beherrscht wird. Die Spannung verschwindet hier fast völlig aus der Geschichte und das Ganze plätschert leise vor sich hin, aber man mag das Buch doch nicht niederlegen, weil einem die beiden Männer so lieb geworden sind. Bis zum melancholischen Schluss. Für Freunde des Phantasy-Genres wahres Lesefutter.
Eine sehr gut geschriebene deutsche Fantasy-Gay-Romance. Die Autorin schreibt wortgewandt und manchmal sogar poetisch. Aber gefühlsmäßig fühle ich mich wie durch den Fleischwolf gedreht - und dieses Ende OMG!! So hassenswert, aber irgendwie auch schön.