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Les arbres voyagent la nuit

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Un professeur de français à la retraite est intrigué par une fillette qui habite son immeuble. Chaque soir, après l'école, Manon se réfugie dans le jardin. Assise sous le bouleau, elle parle aux chats et aux fourmis, quand elle n'est pas plongée dans un livre. Depuis quelques mois, sa mère semble avoir disparu. Brisant la routine et sa solitude, Anatole finit par l'approcher. C'est autour de la lecture du Petit Prince qu'ils échangent leurs premières confidences. En côtoyant Manon, le vieil homme va rencontrer d'autres voisins : Sophie, une femme singulière qui le met mal à l'aise, et Pierre, le père de la fillette. C'est tous ensemble qu'ils entreprendront un voyage inattendu jusqu'au Maroc.

304 pages, Hardcover

First published March 27, 2013

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About the author

Aude Le Corff

4 books1 follower

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Community Reviews

5 stars
30 (12%)
4 stars
75 (32%)
3 stars
85 (36%)
2 stars
31 (13%)
1 star
11 (4%)
Displaying 1 - 30 of 39 reviews
Profile Image for Inga.
1,603 reviews63 followers
July 1, 2019
Depressive Mutter verlässt Mann und Tochter. Mann fällt in Abgründe, Tochter vereinsamt. Rettung kommt in Form eines alten gebrechlichen Französischlehrers und einer Transgender-Tante. Vier sehr unterschiedliche Menschen machen sich schließlich auf zu einem Roadtrip nach Marokko, um die abtrünnige Mutter zurückzuholen.
Die Geschichte Bäume reisen nachts von Aude Le Corff ist sprachlich nett verpackt, gespickt mit Zitaten aus dem Kleinen Prinzen, die der alte Anatole der kleinen Manon vorliest. Die Kürze des Romans führt dazu, dass manche Innensicht und manches problematische Thema nur oberflächlich behandelt werden kann. Vor allem bei dem Kind bekommt man kein zusammenhängendes Bild, sie hält fest am Idealbild der Mutter, obwohl sie weiß, das diese nicht recht gehandelt hat. Sie schwebt an einem Abgrund der Verzweiflung und erlebt beide Elternteile als absolut unzuverlässig. Vor diesem Hintergrund wurde ein zu einfaches, zu rosarotes Ende gewählt, was den Leser unbefriedigt zurücklässt. Hier gab es viele gute Ideen, auch bezüglich der Charaktere, die aber mehr Raum gebraucht hätten.
Profile Image for Falko.
268 reviews1 follower
May 1, 2021
Ein Buch fürs Gemüt, mit viel Gefühl für Zwischenmenschliches... und Bücher.
Sehr fließend geschrieben (oder übersetzt). Kurze, knackige, schön geschriebene Kapitel.
Es ging mir recht nahe. Viel näher, als ich es gedacht hätte.


Lieblingsstellen:
"Wer ihn für verbittert hält, irrt. Er sieht die Dinge einfach so, wie sie sind."

"Im Grunde wusste er selber nicht, wer er war. Und ständig schwebte die Drohung des Verlassenwerdens über ihm."

"Seit sie weg ist, existiert der Tag nicht mehr, ist die Sonne versunken [...]"
Profile Image for Erlesenes.Zerlesenes [Berit] .
219 reviews36 followers
October 12, 2023
2.5 Sterne

Ich hatte mir eine ähnliche Leseerfahrung wie in "die Eleganz des Igels" erhofft, habe aber eine Menge Küchenpsychologie bekommen. Einfache Lösungen auf komplexe Probleme und ein absolut weichgespültes Happy End, das den schweren Themen des Romans kaum Rechnung zu tragen vermag.
Kurzweilige Lektüre, die allerdings nicht lange in mir nachhallen wird.
Profile Image for Cheap.And.Cheerful.
412 reviews22 followers
September 7, 2022
Das achtjährige Mädchen Manon wohnt zusammen mit ihrem depressiven Vater, der sie und sich selbst vernachlässigt. Der Auslöser dafür war das spurlose Verschwinden der Mutter, das die ganze Geschichte bestimmt. Rührend, aber auch etwas hilflos kümmern sich stattdessen Manons Tante und der alte Nachbar Anatol um das Mädchen, bis sie sich alle gemeinsam auf die Suche nach der Mutter machen.

Um diesem Buch folgen zu wollen, sollte man vorab 'Der kleine Prinz' von Antoine der Saint-Exupéry gelesen haben, da Anatol Manon daraus vorliest und die Erzählung den Rahmen für Manons Geschichte bildet. Dieser Teil des Buchs, indem Anatol und Manon beide ihre Verluste anhand des kleinen Prinzen abarbeiten, hat mir gut gefallen. Das war aber leider auch schon das einzige.

Die Figuren sind teilweise sehr flach und Klischeehaft gezeichnet, der Plot ist leider vorhersehbar. Man merkt, dass die Figuren durch spezifische Aspekte wie die depressive Erkrankung des Vaters oder die trans Identität der Tante eine Tiefe bekommen sollten, das hat meiner Meinung nach aber nicht gut funktioniert.
Im Gegenteil: die Charakterbeschreibungen machten auf mich einen eher küchenpsychologischen Eindruck, die Reaktionen und ganz besonders das Ende fand ich oft unrealistisch.

Doch am schlimmsten war die Reproduktion von sexistischer, ableistischer und vor allem transfeindlicher Sprache. All das war größtenteils aus Sichtweise des alten Nachbarn reproduziert, der die Tante immer wieder mit transfeindlichen Aussagen verletzt. Es gibt zwar einen Lerneffekt, aber gut gelöst fand ich es nicht.
Profile Image for Britsbookworld.
245 reviews13 followers
May 18, 2018
Hallo ihr Lieben <3

Endlich bekommt ihr die Rezension von mir, die ich auch versprochen habe :) Ach ja, die Franzosen haben es mir schon angetan und hier meine ich auf jeden Fall die französischen Autoren, die es so gibt <3 Dieses Buch bekommt von mir 5 von 5 Sterne 🌟🌟🌟🌟🌟weil es einfach nur wundervoll war :)

Bäume reisen nachts ist der erste Roman der Autorin Aude LeCorff und mit seinen gerade mal 200 Seiten erzählt der Roman eine tolle Geschichte.

Ihr wollt wissen worum es geht? Kein Problem. Und wie immer natürlich ohne Spoiler :)

In Bäume reisen nachts geht es um ein kleines Mädchen namens Manon. Diese sitzt immer nach der Schule unter einer Birke, liest und redet dabei aber auch mit Katzen und Ameisen. Was sie unbedingt tun muss? Nicht in die Fugen auf dem Bürgersteig treten, jede Katze dreimal über den Kopf und dann fünfmal über den Rücken streicheln und wenn die Katze dann noch schnurrt, ist dies ein perfektes Zeichen. Ein Zeichen? Ja, für Manon ist es ein Zeichen, dass sie nichts falsch macht und ihr größter Wunsch ganz schnell wahr werden muss.

Den einzigen Wunsch den sie hat ist es nämlich ihre Mutter wieder zu sehen. Diese ist vor einigen Monaten einfach verschwunden. Hat sie und ihren Vater allein gelassen und nur einen Brief hinterlassen, der aber mehr Fragen aufwirft als er eigentlich klärt. Gefangen in ihrer Einsamkeit wird Anatole auf Manon aufmerksam. Ein 80 Jahre alter Rentner, ihr Nachbar, der sich nicht mehr viel aus den Menschen in seiner näheren Umgebung macht. Doch Manon fasziniert ihn - bis er eines Tages nicht anders kann und sie ansprechen muss. Denn eins weiß der ehemalige Lehrer: dieses Mädchen ist allein und braucht Hilfe...

So entsteht eine neue Freundschaft, die sich langsam aufbaut und das durch die Hilfe eines Buches. Anatole liest Manon aus "Der kleine Prinz" vor und das Mädchen schöpft durch den Roman neue Hoffnungen, ihre Mutter irgendwann wieder zu sehen.... bis eines Tages ein Brief von ihrer Mutter sie erreicht. Sie ist in Marokko und es geht ihr gut. Viel mehr weiß Manon nicht, nur eins. Sie muss dahin, muss zu dem Ort reisen, an dem ihre Mutter sich befindet und auch wenn es nur eine fixe Idee ist, stimmt Anatole ihr zu.... Zusammen mit ihrem Vater, der die letzen Monate nur ein Schatten seiner selbst war und ihrer Tante machen sich die vier unterschiedlichen Charaktere auf den Weg, auf den Weg zu einer Reise ins Ungewisse....

Meine Meinung: Dies war ein Roman, den ich echt nicht mehr aus der Hand legen mochte. Die Wortwahl, die Sprache die LeCorff in ihrem Roman gefunden hat, sprach mich total an. Und vor allem diese vier Figuren, die jeder für sich so unterschiedlich sind, die aber eine Sache miteinander verbindet - Die Hoffnung auf ein besseres Leben, der Drang nach Veränderung und gleichzeitig der Drang nach Beständigkeit... Neue Leute, alte Bekannte, Eigenheiten, Verlust, Angst, Liebe und Vertrauen. Darum geht es in diesem Roman und ich kann ihn absolut empfehlen :)
Profile Image for Aurora  Fitzrovia.
594 reviews81 followers
June 20, 2014
Sicherlich kein schlechtes Buch, aber einfach nicht "meins". Ich war überrascht, wie viele wichtige Themen hier angesprochen wurden, aber mir war es oft einfach zu oberflächlich. Mit den Charakteren konnte ich nicht richtig mitfühlen und manches wirkte auf mich einfach zu klischeehaft und wie schon zehnmal gelesen (z.B. Anatole, der natürlich nur Klassiker liest und ständig irgendwas weises zu sagen hat oder irgendwas zitiert. "Der kleine Prinz" ist zwar ein schönes Buch, aber trotzdem muss ich nicht ständig darüber ausführlich lesen)
Profile Image for Natira.
572 reviews18 followers
November 10, 2015
1,5*
seufz...Ich hätte genauer hineinlesen sollen vor dem Kauf. Ich kann mit diesem Buch ebenso wenig anfangen wie mit Coellhos Alchimisten oder Bambarens Lebe-Deinen-Traum-Büchern. Sicher, sie enthalten Botschaften, aber ich denke beim Lesen von Büchern dieser Art, dass ich auch Plakate mit entsprechenden Hinweisen lesen könnte; sie sind nach meinem Empfinden ähnlich subtil. Viell. wäre ich "gnädiger", hätte es ein anderes Ende und nicht das vorhersehbare gegeben, aber nein. "Es war ok" als Bewertung erreicht das Buch daher bei mir nicht.
Profile Image for Blog-A-Holic.
267 reviews1 follower
June 5, 2017
In diesem Buch geht es um die Literatur, den Trennungsschmerz und die Gefühle eines verlassenen Vaters und einer zurückgelassenen Tochter.

Manon ist 8 Jahre alt, ihre Mutter hat sie und ihren Vater ein paar Monate zuvor ohne ein Wort der Erklärung verlassen. Seitdem siecht ihr Vater vor sich hin, sitzt den ganzen Tag vor dem Fernseher, vernachlässigt die Arbeit, die Hygiene und auch sein einziges Kind. Manon flüchtet sich in die Welt der Bücher und der Fantasie, wo noch alles in Ordnung scheint und findet in den Büchern ihre neuen Freunde. Sie kapselt sich von der Außenwelt ab, wird zu schnell erwachsen und schaut nach ihrem Vater, der sich regelrecht im Sessel festgesessen hat. Einzig und allein die Birke im Garten bietet ihr Trost und Schutz und Verbundenheit. Ihre Tante beobachtet sie, kommt jedoch nicht an sie heran. Erst der alte, kauzige, ehemalige Französischlehrer Anatol wagt einen Vorstoß zu dem kleinen, mysteriösen Mädchen, dass tagein tagaus unter dem Baum im Garten sitzt und liest. Er zeigt ihr eine Welt der Literatur und beginnt mit ihr das Werk von Antoine de Saint Exupery "Der kleine Prinz" zu lesen und es ihr zu erklären. Je mehr sie in dem Buch vordringen, desto mehr Parallelen finden sie zu ihren eigenen Leben und können sich so nicht nur mit dem kleinen Prinzen, sondern auch dem Piloten identifizieren.

Als eines Tages ein Brief ins Haus flattert, der den Aufenthaltsort von Manons verschollener Mutter preis gibt, sind Vater und Tochter Feuer und Flamme. Zügig wird gepackt mit dem Plan, ihr entgegen zu reisen und sie zurück zu holen. Tante Sophie und der alte Anatol begleiten die beiden auf der Reise, die einige Aufs und Abs für die Truppe bereit hält.

Doch wird am Ende alles gut? Wird die Familie wieder vereint und finden alle erneut zusammen? Oder soll doch die Einsamkeit triumphieren?

Das alles müsst ihr selbst lesen!

Die drei Sterne gab es von mir, da mich das Ende etwas erschüttert hat und in meinen Augen nicht ganz zu dem ansonsten wundervoll gestalteten Buch passt. Aber mehr will ich dazu nicht verraten.
Profile Image for Tealo.
430 reviews
October 10, 2025
Der Einstieg ins Buch ist sehr traurig: Das kleine Mädchen Manon vermisst ihre verschwundene Mutter so sehr, dass sie beginnt, mit Ameisen zu reden. Der Vater ist völlig antriebslos, scheint kaum noch im Leben zu stehen – man fragt sich unweigerlich: Wo ist das Jugendamt? Die Tante, selbst gefangen in ihrer eigenen Trauer und Problemen, sieht tatenlos zu, während alles um sie herum zerbricht. Erst als der ältere Nachbar, Monsieur Anatole, sich der kleinen Manon annimmt, beginnt wieder etwas Licht in ihr Leben zu kommen. Er blüht dabei selbst auf – bis schließlich eine gemeinsame Reise entsteht, die allen Beteiligten einen Neuanfang ermöglichen soll.

Als ich den Klappentext las, dachte ich zunächst: Oh je – ein älterer Herr reist einfach mit einem achtjährigen Mädchen, das nicht mit ihm verwandt ist, um die Welt? Das klang zunächst etwas fragwürdig. Doch schnell stellte sich heraus, dass auch der leibliche Vater und die Tante dabei sind – also Entwarnung. Trotzdem gaben manche Kommentare des älteren Herrn für mich gelegentlich seltsame Vibes.

Während der Vater langsam wieder Lebensmut schöpft, bleibt er für mich dennoch ein „Grinch“, mit dem ich keine Reise verbringen möchte. Jeder Charakter trägt schwer an seinen eigenen Wunden, und auf knapp 200 Seiten bleibt naturgemäß wenig Raum, ihnen allen die nötige Tiefe zu geben.

Trotzdem hat mich die Geschichte gefesselt – traurig, eigenwillig, manchmal unbequem, aber auch tröstlich. Ich konnte das Buch in einem Rutsch durchlesen, auch wenn mir kaum eine Figur wirklich sympathisch wurde. „Bäume reisen nachts“ ist kein Wohlfühlroman, sondern eher eine stille, melancholische Erzählung über Verlust, Verantwortung und die kleinen Schritte zurück ins Leben.
Profile Image for Runenmädchen.
239 reviews8 followers
April 28, 2021
Inhalt:

Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem achtzigjährigen pensionierten Französischlehrer Anatole und dem achtjährigen Mädchen Manon, das Anatoles Aufmerksamkeit erregte, indem sie voller Kummer tagein tagaus lesend unter einer Birke saß und mit Katzen und Ameisen sprach. Der Grund für Manons Kummer ist, dass sie und ihr Vater von Manons Mutter Anaïs verlassen wurden, ohne dass die beiden den Grund kannten, geschweige denn wussten, was aus Anaïs geworden ist. Manons Vater Pierre, ebenfalls in Kummer versunken, ist nicht mehr in der Lage, Manon Halt zu geben. Abgerundet wird das Gespann durch Manons Tante Sophie, die Manon ebensowenig erreichen kann. Nach dem ersten Hinweis über den Verbleib der Mutter, machen sich die Vier auf den Weg, um sie zu suchen und zurückzuholen.



Meine Meinung:

Manon und Anatole wirken bezaubernd. Es ist eine der zwischenmenschlichen Beziehungen, die voller Magie stecken. Die beiden haben sich nicht gesucht, aber gebraucht! Der Prozess, in dem Manon sich Anatole ggü. öffnet, ist wunderbar zu beobachten. Ich habe das Buch verschlungen. Es war schön, zu sehen, wie sich eine tiefe Freundschaft entwickelte und Manon dadurch Hoffnung und Positivität zurückgegeben wurden. Ebenso spannend war es, zu verfolgen, wie sich die drei Erwachsenen näher kamen und ihre Beziehungen, die es ohne Manon wahrscheinlich nicht gegeben hätte, zueinander aufgebaut haben.

Das Cover mag ich sehr gerne. Insbesondere, weil die Blätter leicht strukturiert sind. Leider nur auf dem Frontdeckel, nicht auf dem Rückdeckel. Aber immerhin! Ich mag diese liebevollen Details.

Der Schreibstil ist flüssig, die Autorin wechselt stetig zwischen direkter und indirekter Rede, was abwechslungsreich zu lesen war. Auch die Zitate literarischer Größen sind passend gewählt und keinesfalls überladen. Dadurch bekommt der Inhalt leichte Poesie, was diese zauberhafte Freundschaft abrundet.

Mir gefällt der Klappentext überhaupt nicht, weil es inhaltlich nicht ganz stimmt. Der Plan wird (genau genommen) nicht von Anatole und Manon geschmiedet. Was mir zudem nicht gefällt, ist das Ende. Je näher ich dem Ende kam, desto mehr bekam ich den Gedanken, enttäuscht zu werden. Dem war schlussendlich auch so. Das, was Manon und ihre Familie aushalten musste, über Monate hinweg, mit all den schlechten Gefühlen, wie Sorge, Trauer, Wut, Verzweiflung usw. kann einfach nicht so aufhören, wie es aufhörte. Das Ende war für mich nicht authentisch genug.

Dennoch es ist ein sehr gutes Buch, dass ich gerne weiterempfehle.
Profile Image for Leselurch.
231 reviews23 followers
April 6, 2015
*Worum geht's?*
Seit Manons Mutter ihre Familie eines Morgens ohne große Worte verlassen hat, ist das Leben des achtjährigen Mädchens das reinste Chaos. Ihr Vater Pierre, der sich vor Trauer kaum rühren kann, kann sich nicht mehr um sie kümmern und auch ihre Tante Sophie ist mit der Situation völlig überfordert. Um ihrer eigenen Einsamkeit zu entkommen, setzt sich Manon Tag für Tag mit einem Buch unter die große Birke im Garten und leistet den Ameisen und Katzen Gesellschaft. Als Anatole, der mürrische Nachbar, auf Manon aufmerksam wird, ahnen weder das Mädchen noch der alte Mann, welche Bedeutung sie einmal füreinander haben werden. Gemeinsam entdecken sie die Welt des Kleinen Prinzen, lernen von seinen Reisen zu anderen Planeten und seinen außergewöhnlichen Freundschaften und werden selbst zu Freunden, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Als eines Tages plötzlich Briefe von Manons Mutter eintreffen, fassen sie gemeinsam mit Pierre und Sophie den Entschluss, nach Marokko zu reisen und sie zu suchen. Eine abenteuerliche Reise beginnt, die jeden von ihnen verändern wird…

*Meine Meinung:*
Das achtjährige Mädchen Manon, das aus Einsamkeit mit Katzen und Ameisen spricht. Ihr Vater Pierre, der sich aus Verzweiflung nicht rühren kann. Ihre Tante Sophie, die aus so vielen Ebenen des Lebens einen Ausweg sucht. Und Anatole, der alte Französischlehrer, der an seinem Lebensabend vergessen hat zu leben. Eine verquere Truppe, die zwar im gleichen Gebäudekomplex wohnt, sich aber nicht wirklich zu kennen scheint, beschließt kurzerhand eine Reise nach Marokko zu unternehmen, um nach Manons Mutter zu suchen, die ihre Familie eines Morgens urplötzlich verlassen hat.

Während ihrer abenteuerlichen Reise quer durch Europa finden die vier unterschiedlichen Figuren viel Zeit zum Nachdenken. Bekannte Orte beschwören Erinnerungen herauf, an die man schon viel zu lange nicht mehr gedacht hat, und anregende Gespräche fordern sie dazu auf, neue Perspektiven des Lebens kennenzulernen. Gemeinsam mit den Charakteren erlebt man eine außergewöhnliche Reise, die viel mehr bietet als einen Roadtrip mit unterschiedlichen Hintergrundgeschichten. „Bäume reisen nachts“ ist ein Buch über eine Reise, die jeden mitnimmt und weit über die Buchdeckel hinausgeht: eine Reise durch das Leben.

Aber „Bäume reisen nachts“ beginnt schon vor der Autofahrt nach Marokko. Aude Le Corff setzt ihre Erzählung dort an, wo für die junge Manon das Leben endlich einen Weg aus ihrer Verzweiflung bereithält. Nach Monaten der Trauer, der Sehnsucht und der Verzweiflung, die ihre Mutter mit ihrem plötzlichen Verschwinden ausgelöst hat, trifft das einsame Mädchen auf den alten Anatole. Obwohl die beiden Nachbarn sind, sind sie sich bisher kaum begegnet, doch ihr erstes Treffen und die daraus erwachsende Freundschaft verändert alles: Manon beginnt wieder zu Leben – und auch Anatole, der sich schon mit seinen letzten Tagen abgefunden hat, schöpft neuen Lebenswillen. Hier beginnt eine Geschichte über eine außergewöhnliche Freundschaft, über Verlust und Trauer, über Träume und Sehnsüchte und den Mut, sich diese zu erfüllen. „Bäume reisen nachts“ ist ein Roman mit klaren Aussagen, aus dem man als Leser vieles für sich mitnehmen kann.

Was mich persönlich ein wenig enttäuscht hat, war die grundlegende Entwicklung der Handlung. Steht zu Beginn noch ganz klar die bedeutsame Freundschaft zwischen Manon und Anatole im Vordergrund, zieht die Autorin Aude Le Corff im Verlauf der Geschichte immer mehr andere Handlungsstränge hinzu. Langsam, aber sicher entwickelt sich „Bäume reisen nachts“ von einem Roman über eine außergewöhnliche Freundschaft zu einem Buch über fünf Schicksale, die extrem unterschiedlich sind und doch alle miteinander zusammenhängen.

Dabei ist jedes dieser fünf Schicksal es wert, dass sie erzählt werden. Die Autorin schildert sie auf berührende Weise und hat mich mit jedem Kapitel mehr in die Geschichte hineingezogen. Ich wollte um jeden Preis erfahren, wie es mit Manon, Anatole, Sophie und Pierre weitergeht. Wollte erfahren, was sie zu erzählen haben, was für ein Leben sie geführt haben, dass sie zu den Menschen geworden sind, die sie sind. Dabei greift Aude Le Corff einige ungewöhnliche Themen auf, die sie ihren Lesern ebenso speziell nahebringt.

Obwohl mich die Schicksale berührt, bewegt und zum Nachdenken gebracht haben, hatte ich mir von „Bäume reisen nachts“ im Großen und Ganzen etwas anderes erhofft. Die Freundschaft zwischen Manon und Anatole ist und bleibt das Highlight des Romans, das jede andere Facette der Geschichte nicht einmal ansatzweise übertrumpfen kann. Zu lesen, wie die beiden sich trotz all der Unterschiede gegenseitig aufbauen und Mut schenken, wie sie sich durch ihre gemeinsame Zeit wieder dem Leben annähern, hat mein Herz höher schlagen lassen. Freundschaft kennt keine Grenzen – und Altersgrenzen erst recht nicht.

*Fazit:*
„Bäume reisen nachts“ von Aude Le Corff ist ein besonderer Roman, der mich tief berührt hat. Zwischen den Buchdeckeln wartet eine außergewöhnliche Geschichte über eine noch viel außergewöhnlichere Freundschaft auf den Leser, die zum Nachdenken bewegt. Manon und Anatole sind zwei Figuren, die sich genau in dem Moment das erste Mal begegnen, als sie sich gegenseitig am meisten brauchen. Ohne zu wissen, was sie einmal füreinander bedeuten werden, bringen das Mädchen und der alte Mann sich gegenseitig wieder dazu zu leben. „Bäume reisen nachts“ ist ein Roman mit so vielen Werten, aus denen man selbst lernen kann, und so lässt man die Figuren nach der letzten Seite zwar ziehen, aber doch nicht aus dem eigenen Leben verschwinden. Leider entwickelte sich die Geschichte mit der Reise der vier Charaktere in eine Richtung, die nicht ganz mit dem emotionalen Anfang mithalten konnte. Weniger lesenswert wird der Roman deshalb allerdings keinesfalls. Für „Bäume reisen nachts“ vergebe ich 4 Lurche.
Profile Image for Shanoe.
1,949 reviews17 followers
April 10, 2018
Schwierig, wirklich schwierig. Auf der einen Seite mochte ich das französische Flair (denn teilweise ist es wirklich liebenswert-skurril, so wie man es von den Filmen auch kennt), dann natürlich, dass die Geschichte sehr stark auf Literatur Bezug nimmt, allem voran auf den "Petit Prince" und ich mochte die Freundschaft zwischen Anatole und Manon. Auf der anderen Seite mochte ich weder Pierre noch Anais, das Ende war für mich ein Graus und auch den Handlungsstrang mit Sophie fand ich irgendwie ... unpassend. Insgesamt gesehen fand ich den Schreibstil auch ein wenig schwierig, ich hatte es schwer, mich in die einzelnen Figuren hineinzuversetzen, es blieb trotz der personalen Erzählweise irgendwie eine Außenperspektive.
Insgesamt gesehen kann ich leider nicht mehr als zwei Sterne geben.
Profile Image for Marieke Fiala.
130 reviews17 followers
February 26, 2021
Ich bin ehrlich gesagt nicht richtig reingekommen, und fand es anstrengend zu lesen. Gleichzeitig fand ich den Schreibstil aber auch interessant und neu, weshalb ich weitergelesen habe.
Die Charaktere waren sehr sonderbar, aber trotzdem konnte man sich gut in sie hineinversetzen!
Das Ende hat mir nicht gefallen, fand ich etwas zu einfacher gelöst.
Spannend waren die vielen literarischen Zitate!
Profile Image for Ingrid.
831 reviews7 followers
January 30, 2019
Ich muss gestehen, mir war hier ein bisschen zuviel an Problemen in knapp 200 Seiten gepackt. Eine untreue Ehefrau, mehrere Fälle von schwerer Depression, ein traumatisiertes Kind und ein/e (Mann)Frau auf dem Weg zu einer einer neuen Identität. So konnte jedes Thema nur leicht angerissen werden. Das ganze war zwar sehr poetisch geschrieben, aber am Ende doch nicht sehr befriedigend.
5 reviews
July 29, 2017
Hölzern geschrieben. Außerdem ist das Innenleben der Figuren ist viel zu plakativ beschrieben und im Falle der kleinen Manon alles andere als altersgemäß.
Profile Image for Andrea M.
384 reviews7 followers
June 2, 2019
Was für ein tolles Buch.
Und was für eine reizende Reisegruppe.
Ich habe geschmunzelt und ein paar Tränen verdrückt.
Profile Image for Frank Becker.
248 reviews4 followers
March 8, 2021
Nett, aber zu viele "große" Literaturreferenzen für eine letztendlich zu einfache Geschichte.
Profile Image for Alexandra.
128 reviews113 followers
April 10, 2014
Sie reckt ihr zartes Kinn dem Ozean entgegen und blickt mit nachdenklicher Miene zum Horizont, ihr Tuch weht im Wind. Der kleine Prinz auf seinem Planeten betrachtet die Unendlichkeit des Universums, sein Schal flattert. Die Bilder überlagern sich und werden eins. - Zitat Seite 103

Meine Gedanken zu dem Buch:

"Bäume Reisen nachts" ist der erste Roman der in Frankreich lebenden Autorin Aude Le Corff. In Frankreich erzielte dieses Debüt große Erfolge und verzaubert nun auch die deutschen Leser. Zu Recht! Denn dieses gerade mal 198 Seiten schmale Buch ist einfach eine schöne Buchperle.
Schon der Klappentext sprach mich sehr an und ich beschloss, einen Blick in die Leseprobe zu werfen. Ich war sofort begeistert und musste / wollte unbedingt weiterlesen. Die aufwändige Covergestaltung setzen dem Ganzen noch das i-Tüpfelchen auf.
Erzählt wird die Geschichte um die achtjährige Manon und ihrem neuen und einzig wahren Freund und Nachbarn Anatole aus der Sicht des allwissenden Erzählers. Dies erlaubt einen breitgefächerten Einblick in die verschiedenen Charaktere. Manon durchlebt gerade eine - oder besser ihre persönlich schwerste Zeit ihres jungen Lebens, denn ihre Mutter ist weg, hat sie allein gelassen. Sie ist einfach gegangen, hat nur einen Abschiedsbrief und eine große Leere hinterlassen. Da ihr Vater nicht ansprechbar ist, sich in seiner eigenen Sorgenwelt verschanzt und sie niemanden hat, dem sie sich anvertrauen kann, ihren Schmerz offenbaren kann, redet sie im Garten mit den Ameisen und einer Katze. Die Birke im Garten ist ihr Zufluchtsort. Standhaft und beschützend... Immer da und beständig...

"Der Wind zerrt an der Birke, als wollte er sie aus dem Boden reißen. Von ihren Blättern rinnen schwere Tropfen, die Manon gerne auffangen würde, aber ihre Hände sind zu klein, um so viele Tränen zu halten" - Zitat Seite 84

Immer da ist auch der Nachbar Anatole. Der ehemalige Lehrer hadert mit seinem einsamen Leben, dem Altern und den damit verbundenen Schmerzen. So griesgrämig er ist, den Anblick der jungen Manon im Garten beschäftigt ihn und er ist von ihrer Ernsthaftigkeit beeindruckt. Er beschließt, ihr Gesellschaft zu leisten und ihr zu helfen.
Obwohl Anatole zehnmal so alt ist wie Manon, verbindet die beiden etwas, sie finden zueinander und stützen sich gegenseitig. Die Welt der Bücher knüpft das zarte Freundschaftsband zwischen den beiden, vor allem "der kleine Prinz".

"Ihre Monologe mit den Katzen und Ameisen, ihr konzentrierter Gesichtsausdruck, wenn sie liest, ihr entrückter Blick, wenn sie in die Ferne starrt, all das berührt ihn." - Zitat Seite 17

Manon weckt seine Lebensgeister wieder und Anatole macht ihr Mut. Und gemeinsam gehen sie ein großes Abenteuer ein.
Ein Abenteuer, dass mit einem plötzlichen Lebenszeichen ihrer Mutter beginnt. Manon, Anatole, der Vater und Manons leicht exzentrische Tante Sophie brechen auf, um Anaïs zu suchen. Der Brief der Mutter kam aus Marokko und dem ungleichen Quartett steht eine lange Reise bevor. Eine Reise, die alle Beteiligten fordert. Eine Reise, die zum Nachdenken über das Leben und die Liebe, über Freundschaft , Mut, Achtung und Respekt animiert.

Aude Le Corff schreibt sehr feinfühlig, sie geht das doch bedrückende Thema sachte und behutsam an, so dass man sich als Leser nicht erschlagen fühlt. Ich litt und fühlte mit den Protagonisten mit und war gefangen von diesem gelungenen Schreibstil. Das Einflechten des kleinen Prinzen ins Geschehen berührte mich sehr und ich habe das Lesen wirklich sehr genossen.
Lediglich mit dem Abend konnte ich mich nicht so sehr anfreunden. Hier fehlt es etwas an Ernsthaftigkeit, es erscheint nicht passend und wird meiner Meinung nach der Geschichte nicht gerecht.

Kurz & gut - mein persönliches Fazit

Im Gesamten eine schöne und herzzerreißende Buchperle, die mich tief berührte und mir zum größten Teil wahre Lesefreude bescherte. Jedoch musste ich sehr über das Ende hinwegsehen, welches mich etwas enttäuscht zurück ließ.

© Rezension: 2014, Alexandra
buecherkaffee.blogspot.de
Profile Image for Heffa.
Author 1 book7 followers
December 30, 2014
LESEEINDRUCK / ZUR GESCHICHTE

Die 8-jährige Manon leidet im Stillen unter dem Verschwinden ihrer Mutter Anaïs. Ihr Vater Pierre hat sich selbst an den Sessel gebunden und verdrängt seinen Kummer mit Alkohol und Lustlosigkeit. Für ihn ist mit dem (scheinbar) grundlosen Verschwinden der Ehefrau die Welt zusammen gebrochen.

Von heute auf morgen verließ Anaïs ihre Familie. Lediglich ihrer Schwester Sophie offenbarte sie in einem Brief den wahren Grund: eine leidenschaftliche Liebe, die sie zur Flucht aus dem (grauen) Alltag nach Marokko zog.

Nachbar Anatol, ein alter, mürrischer Mann mit eingeschränktem Weltbild und ehemaliger Französisch-Lehrer, beobachtet seit einigen Tagen die kleine Manon. Das Mädchen hatte eine Art Ritual entwickelt, um über den Verlust der Mutter hinweg zu kommen. Sie begann viele Bücher zu lesen, redete mit den Ameisen und streichelte die Katzen akkurat fünfmal, wie einst ihre Mutter.

Manon wusste, dass ihre Mutter wieder kommen würde. Sie glaubte ganz fest daran und wollte bis dahin alles so machen, wie sie es bei Anaïs abgeschaut hatte. Schließlich sollte die Mutter bei ihrer Heimreise stolz auf die Tochter sein.

Irgendwann fasst sich der Nachbar ein Herz und spricht das Mädchen an. Manon vertraut sich dem fremden Mann an, wie sehr ihr das Verschwinden der Mutter wirklich weh tut. Anatol beginnt daraufhin Manon aus “Der kleine Prinz” vor zu lesen. Die beiden Menschen, zwischen denen Jahrzehnte liegen, werden auf besondere Art und Weise zu Freunden.

Manon gibt Anatol das Gefühl der Menschlichkeit zurück, während er dafür sorgt, dass sich Manon nicht mehr verlassen und einsam fühlt. Die 8-jährige verbringt daraufhin viel Zeit bei Anatol. Sie sprechen viel über das Leben des kleinen Prinzen. Anatol bringt Manon dazu dessen Geschichte zu interpretieren und auf ihr eigenes Leben zu reflektieren.

Als aus heiterem Himmel zwei Briefe für Pierre und Manon von Anaïs eintreffen, beginnt die Reise, auf der Suche nach Anaïs.

Die Geschichte selbst wird immer abwechselnd, jeweils aus der Sicht von den vier Charakteren erzählt. Hat man sich erst einmal an die etwas sprunghafte Erzählweise gewöhnt, fließt das Geschehen nur so vor sich hin.

MEIN FAZIT

Die Geschichte beginnt mit einem kleinen Drama. Als Leser versetzt man sich automatisch in diese zerbrochene Familie; leidet mit der Tochter mit und will, wie Anatol, das Mädchen in die Arme schließen und trösten. Für ihr Alter ist Manon sehr erwachsen.

Was mir besonders gefallen hat, waren die Sichtweisen von Manon, die noch vollkommen unvoreingenommen, naiv, kindlich und bunt sind. Unverbogen und offen für das, was die Welt für sie bereit hält. Anders dagegen Anatol, der die Zeit seines Lebens eigentlich schon erlebt hat. Quasi als letzte Aufgabe seines voran geschrittenen Lebens, lehrt er dem kleinen Mädchen, die Hoffnung im Leben nie zu verlieren und die Kraft zu haben, eigene Wege zu gehen.

Die beiden waren für mich ein super Charakter-Paar. Wohingegen Sophie und vor allem Pierre eher stille Nebencharaktere bildeten.

Was mir hingegen etwas schleierhaft vorkam, war die Geschichte von Sophie bzw. wie diese in die Handlung eingeflossen ist. Im Laufe der Geschichte enthüllt sich ihr tiefstes Geheimnis, dass auf Anatol abschreckend wirkt. Ohne zu viel zu verraten: Manon zeigt auch hier, dass ihre unvoreingenommene Art den “ältesten Baum” eine neue Welt offenbaren kann.

Die Geschichte ist total süß und verträumt. Einzig der Grund für die Reise nach Marokko und die Bedeutung von Sophies Geschichte ist für mich irgendwie nicht so ganz nachvollziehbar bzw. erkennbar geworden. Auch das Ende wirkte etwas erzwungen, obwohl ich die Auflösung irgendwie emotional empfand.

Alles in allem ist die Geschichte sehr schön zu lesen und vor allem für etwas Lesevergnügen zwischendurch geeignet. Der Leser wird auf eine Reise mitgenommen, die verschiedene Lebenswegen aufzeigt und gegensätzliche Freundschaften knüpft.

Die Rezension gefällt dir? Besuche doch auch meinen Buchblog: www.secretsofrock.net
Profile Image for Svenja.
257 reviews
September 29, 2014
Seit ihre Mutter die Familie verlassen hat, ist Manon ein einsames und trauriges Mädchen. Ihr Vater ist in Depressionen versunken und findet nicht mehr die Kraft sich seiner Tochter so zu widmen wie sie es gerade jetzt braucht. Ihre Tante Sophie lässt Manon nicht an sich ran, da sie ihr die Schuld an dem verschwinden ihrer Mutter gibt.
Dadurch sitzt Manon den ganzen Tag unter ihrem Baum, liest in Büchern und spricht mit Katzen und Ameisen.
Anatole ein alter Mann, dessen Wunsch nach einer Familie nie in Erfüllung gegangen ist, nimmt sich dem 8-jährigen Mädchen an und so entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft.
Als dann ein erster Brief, ein erstes Lebenszeichen ihrer Mutter ins Haus flattert erweckt auch ihr Bater wieder zum Leben und gemeinsam machen Manon, Sophie, Anatole und Manons Vater Pierre, sich auf den Weg um die Mutter wieder nach Hause zu holen...


Gestaltung:
Das Cover gefällt mir unglaublich gut, ich finde es einfach sehr schön anzusehen, außerdem hat es mich unglaublich neugierig auf die Geschichte gemacht. :)


Meinung:
Auf dieses Buch hatte ich mich wahrlich sehr gefreut, der Titel und vor allem auch die Beschreibung des Buches, klang total nach meinem Geschmack und so entstand bei mir auch eine sehr hohe Erwartung an den Inhalt des Buches.

Im großen und ganzen ist dies auch eine sehr emotionale, tiefgreifende und vor allem auch zauberhafte Geschichte, die mich durchaus fesseln und berühren konnte. Trotzdem hatte ich andere Vorstellung vom Verlauf und war hier und da dann ein bisschen enttäuscht.
Das lässt sich gar nicht so sehr begründen, es war stellenweise einfach nicht mein Geschmack und das bezieht sich rein auf den Verlauf der Handlung.
So dreht sich das Buch zweitweise sehr viel um Sophie, Manons Tante, diese trägt ein Geheimnis mit sich herum, dass Manons Familie zwar bekannt ist, dem Leser aber erst im späteren Verlauf offenbart wird.
Dieses Geheimnis schneidet ein wirklich sehr tabuisiertes Thema an und geht damit auch wirklich sehr offen um, an sich sehr löblich, für mich passte es einfach nur nicht so wirklich ins Buch rein.

Generell dreht sich das Buch viel weniger um Manon selbst als ich erwartet habe, zu Anfang fand ich das schon sehr schade, letztendlich war es aber schon sehr schön und interessant auch sehr tief in die anderen Charaktere eintauchen zu können - ihr Leid, ihre Schwächen aber auch ihre Wünsche und Stärken zu erleben, all das hat mir letztendlich gut gefallen und sie wurden dadurch alle echt und lebendig, das hatte ganz viel Charme.

Manon selbst hat mich trotzallem vollkommen überzeugen können, sie ist ein sehr verletztes Mädchen, dabei sehr klug mit einer wunderbaren Sicht auf die Welt. Sie versteht sehr viel, ist neugierig und fragt viel nach, gerade im Zusammensein mit Anatole entstehen so sehr viele nachdenkliche Momente die einen sehr philosophischen Touch bekommen und diese Momente sind einfach unglaublich kostbar und wertvoll und daraus kann der Leser viel mitnehmen.

Die Geschichte war mir zuweilen ein bisschen zu langatmig, trotz der geringen Seitenzahl nimmt die Reise der Truppe viel Zeit in Anspruch und wird manches Mal auch mit Ereignissen gefüllt, die mir nicht so zugesagt haben, weil sie für mich einfach nicht so interessant waren, auch das fand ich sehr schade.

Der Schreibstil des Buches war für mich dann aber ein unglaublich großer Genuss, der ist nämlich sehr schön und gespickt mit vielen klugen Sätzen, die ebenfalls sehr nachdenklich stimmen können.


Fazit:
Ein Buch das mich wirklich auf eine tolle Reise mitnehmen konnte, voll von schönen und nachdenklichen Momenten, mit tollen Personen um einen herum und mich trotzdem stellenweise als Passagier verlor.
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March 8, 2014
Dieses dünne, kleine Buch offenbart dem Leser die Geheimnisse und liebevolle Entwicklung einer ganz besonderen Freundschaft und der Liebe des Lebens.

Seit Manons Mutter Anais urplötzlich verschwunden ist, sitzt Manon jeden Tag unter ihrer Birke im Garten, liest und redet mit Ameisen und Katzen, als plötzlich ihr ca 80 Jahre alter Nachbar Anatole sie fragt, ob sie zusammen "Der kleine Prinz" lesen wollen. Zusammen erleben sie die Reise und die Welt des kleinen Prinzen, sodass daraus eine tiefe Freundschaft wächst, was auch Manons Tante Sophie auffällt, wodurch sie Anatole zu weiteren Lesestunden ermutigt. Als plötzlich ein Brief von Anais aus Marokko auftaucht machen sich diese drei und Manons Vater auf den Weg Anais zurückzuholen.

Dass Manon erst frische 8 Jahre alt ist, habe ich ziemlich spät gemerkt, und dass Anatole zehn mal so alt ist, ebenfalls. Zunächst fand ich es etwas komisch, dass die junge Manon einfach so mit zu ihrem Nachbar in die Wohnung geht, obwohl man doch weiß, dass man nicht einfach mit fremden Männern mitgehen soll. ;) Aber gut.

Die Spanne des Alters zwischen diesen beiden Menschen ist so groß, doch trotzdem liegen sie beim Lesen auf der selben Wellenlänge und entdecken die Wichtigkeiten des Lebens und die Dinge, für die es sich zu leben lohnt, neu. Zusammen reden sie über die Absichten und die Gedanken des kleinen Prinzen und analysieren deren Bedeutungen. Ich habe dieses Buch nie gelesen, aber schon so einiges drüber gehört.

Die Reise der vier, Manons Vater mit eingeschlossen, ist zugleich hektisch, romantisch, freundschaftlich und herzzerreißend schön. Pierre, Manons Vater, ist nach dem Brief seiner Frau Feuer und Flamme und will so schnell wie möglich zu ihr, um sie zurück zu erobern. Manons hingegen möchte einfach nur ihre Mutter zurück und von ihr in den Arm genommen werden. Sophie, Anais' Schwester, wahrt ein Geheimnis über ihre Schwester, in welches sie de ganze Zeit & Reise denken muss, weshalb sie nicht ganz so optimistisch an die Sache herangeht und ihre Zweifel hat. Und Anatole, der Anais ja eigentlich gar nicht kennt, malt sich sein eigenes Bild über diese Frau und genießt, mehr oder weniger in dem Alter, eine große Reise über Flüsse, Meere, Dünen mit seiner neu gewonnenen Freundin Manon. Doch so unterschiedlich all diese vier Personen an dieses Abenteuer herangehen, so schweißt sie die Reise auf ganz bezaubernde Art zusammen. Ich vergleiche Bücher ungerne, aber "Bäume reisen nachts" kann gut mit "Sternenreiter" von Jando mithalten.

Fazit

Dass eine Freundschaft zwischen jungen und alten Menschen, zwischen rational-denkenden und Träumern und zwischen denen die an Liebe glauben und denen die sie bereits aufgegeben haben, existieren kann, beweist dieses Buch. Wer an die Liebe glaubt und für sie kämpft, kann so vieles erreichen, auch wenn der Weg beschwerlich und voller Stolpersteine ist. Die wichtigen Dinge, sind die, die man nicht sehen kann, sondern fühlt. 5/5 Punkte.
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November 18, 2015
Inhalt: Die 8-Jährige Manon fühlt sich nach dem Verschwinden ihrer Mutter furchtbar einsam. Jeden Nachmittag sitzt sie unter einer Birke im Garten, liest und spricht mit Ameisen und Katzen. Ihr Vater hat sich zurückgezogen und kämpft gegen die Trauer, auch er ist nicht für seine Tochter da. Doch Anatole sieht Manon in ihrer Einsamkeit unter ihrer Birke und will ihr helfen. Zusammen lesen sie den kleinen Prinzen und es entsteht eine tiefe Verbundenheit der beiden. Als Manon und ihr Vater Pierre ein Brief von der Mutter erhalten, machen sie sich mit Anatole und Manons Tante Sophie, auf den Weg zu ihrer Mutter.

Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir sehr gut, es passt toll zum Inhalt des Buches. Auch der Titel ist sehr ansprechend, geheimnisvoll und schön.
Das Buch fängt mit einer sehr düsteren und traurigen Stimmung an. Ich hatte viel Mitgefühl für Manon, da sie in einer Situation steckt, sie man keinem Kind zumuten will. Als sie sich mit Anatole anfreundet merkt man, dass sie aus dieser Beziehung Kraft schöpft und das es ihr besser geht. Aber auch Anatole, der am Anfang etwas mürrisch ist, findet zu neuer ungeahnten Lebenskraft. Ich fand die Beziehung zwischen dem Kind und einem schon alten Mann sehr schön dargestellt.
Als die Gruppe, zur Suche nach Manons Mutter aufbricht, gewinnt die Geschichte an Schwung und man kann fühlen, dass Manon und Pierre neue Hoffnung haben. Die Geschichte bleibt ruhig und hat hin und wieder lustige Momente. Mir haben vor allem die verschiedenen Stopps der Reise gefallen. Jeder Ort erzählt eine Geschichte und hat oft persönliche Zusammenhänge zu den Charakteren, dadurch lernt man auch etwas über die Vergangenheit der Personen kennen. Am Anfang fällt es mir echt schwer die Personen zu zuordnen und einzuschätzen, aber man lernt sie immer mehr kennen und versteht dann auch die Verhaltensweisen und Gefühle der Charaktere. Ich hatte das Gefühl, dass keine Person im Hintergrund steht. Jede war wichtig für die Geschichte und wenn eine Person fehlen würde, wäre die Geschichte uninteressant. Ich muss ehrlich sagen, dass sie mir etwas fehlen auch wenn das Buch so kurz war, sind mir die Charaktere ans Herz gewachsen.Mir hat es sehr gefallen, dass die Charaktere sich gegenseitig beeinflusst haben.
Das Ende ging mir etwas zu schnell, es gab keine Konsequenzen und ich hatte das Gefühl, dass das Verhalten der Mutter einfach hingenommen wird. Trotzdem habe ich mich für Pierre und Manon gefreut, die wieder ihrer komplette Familie hatten. Das hat mich berührt und gab mir ein gutes Gefühl.
Das Buch ist sehr flüssig und gefühlvoll geschrieben.
Fazit:
Bei dem Buch sind mir die Charaktere ans Herz gewachsen, vor allem die Beziehung von Manon und Anatole ist besonders und hat mich berührt. Das Buch ist toll geschrieben und wird mir noch lange positiv im Gedächtnis bleiben!
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September 8, 2019
Die 8 jährige Manon ist traurige und zieht sich seit Monaten zurück, denn ihre Mutter ist von ein auf den anderen Tag verschwunden. Der Vater von Manon verliert sich in seinen Schmerz und kümmert sich nicht um seine Tochter. Sophie, die Tante, von Manon und die Schwester ihrer Mutter, kommt an die kleine nicht ran. Und so sitzt Manon die meisten Nachmittage unter einer Birke im Garten. Meist liest sie ein Buch oder spricht mit Tieren. Eines Nachtmittags gesellt sich der mürrische Nachbar Anatole zu Manon und liest ihr den Kleinen Prinzen vor. Anatole schafft es so das Mädchen was zu trösten und so ist Manon nicht mehr allein mit ihren Kummer. Zwischen den beiden entsteht eine interessante Freundschaft. Eines Tages bekommen sowohl Pierre als auch Manon einen Brief. Pierre möchte darauf hin sofort zu seiner Frau reisen um sie wieder zu sehen und um mit ihr zu reden. Auch Manon möchte nichts lieber als das und bittet Anatole mit zu kommen, dieser ist anfangs nicht so begeistert da er sich für zu alt und gebrechlich für so eine Reise hält. Aber da ihm Manon so sehr ans Herz gewachsen ist willigt er ein. Und so sind, Pierre, Sophie, Anatole und Manon unterwegs nach Marokko.
Bäume reisen nachts ist eine angenehme Geschichte für zwischendurch. Manon kommt für ihre 8 Jahre sehr ernst rüber. Sie zieht sich eher zurück und hält so auch ihre Gefühle unter Verschluss. Der Vater Pierre ist so in seinem Schmerz gefangen das er auch Manon an mault erst als der Brief eintrifft wird er gerade zu verrückt lebhaft und handelt teils irrational. Beide versuchen mit ihren Gefühlen fertig zu werden und verlieren sich dabei aus den Augen. Anatole kommt sehr real rüber und handelt auch vernünftig. Er ist zwar alt möchte aber so gar nicht wahrgenommen werden, da er grad früher selber viel erlebt hat.
Die Geschichte von Sophie passt nicht zum Buch und auch fand ich den Klapptext nicht zutreffend da nicht Manon und Anatole die Reise planen. Die Geschichte lässt sich aber sehr schnell lesen da der Schreibstil einfach ist und an passenden Stellen nicht zu Oberflächig behandelt wird. Angenehm für zwischendurch.
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June 18, 2013
Manon a huit ans. Sa maman, Anaïs, a disparu depuis quelques mois. Chaque jour, la petite fille effectue son petit rituel de « ne jamais, même du bout du pied, marcher sur les traits du trottoir », de « caresser les chats deux fois sur la tête, puis cinq fois sur le dos, en respectant bien cet ordre » espérant que ceci fasse revenir sa maman. Chaque jour après l’école, elle se réfugie dans le jardin de son immeuble, sous un bouleau. Elle y parle aux chats et aux fourmis, se refermant dans un monde bien à elle. Son papa, Pierre, perdu dans sa tristesse, se morfond. Son incompréhension est totale. Manon en souffre. Elle est livrée à elle-même.
Anatole, lui, est un professeur de français à la retraite. La solitude est devenue son amie. Intrigué par cette petite fille, il va tenter de lui faire retrouver le sourire et le Petit Prince de Saint Exupéry va l’y aider.
A travers un récit tout à la fois doux, poétique, émouvant, Aude Le Corff nous emmène en voyage. Un voyage au Maroc. Un voyage qui va se transformer pour chacun de nos personnages en une découverte de soi, de l’autre. Une quête qui va les mener au plus profond d’eux-mêmes. Car détrompez-vous, sous ses airs innocents, ce récit traite de sujets profonds, sensibles, liés à l’enfance, la vieillesse, au couple, à la différence. Dès les premières lignes, nous sommes pris par ce récit, par ces nombreux détails qui nous permettent de nous attacher aux personnages, de nous plonger au cœur de leurs vies, de leurs sentiments. Vecteur de cette rencontre entre Anatole et Manon, Le Petit Prince de Saint Exupéry, n’est pas la seule référence littéraire présente dans le récit. A travers cet ancien professeur de français, Aude le Corff nous fait redécouvrir des auteurs comme Zola, Maupassant, Zweig. Un vrai bonheur !
Vous l’aurez compris, ce livre est un vrai coup de cœur tel que l’on rêve d’en avoir à la découverte d’un nouvel auteur. Ce premier roman, j’en suis sûre, laisse présager un très bel avenir d'écrivain pour Aude Le Corff !
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July 24, 2014
Ich mag so unaufgeregte "leise" Bücher sehr gerne - wenn sie auch noch so poetisch sind wie dieses und mehrere Traumata ansprechen, dann gefallen sie mir noch viel besser. Im vorliegenden Roman hat jeder so seine riesige Last zu tragen: Die kleine Manon kämpft mit der Einsamkeit und dem Umstand, dass Ihre Mutter sie einfach so verlassen hat, ebenso wie ihr Vater, der in einer tiefen Depression versinkt und seine Vaterpflichten dadurch nicht mehr wahrnehmen kann. Aus diesem totalen Familiendesaster hilft den beiden der sehr alte Nachbar Anatol heraus, der sich ob seines Alters, seiner Wehwehchen und des nicht mehr "gebraucht werdens" bisher völlig nutzlos vorkam und durch die Hilfe, die er Manon und der Familie gibt, total aufblüht. Ach ja und die Tante hat auch so ihre eigenen Probleme, die ich hier aber nicht verraten will. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise im Auto von Frankreich nach Marokko um die Mutter zu suchen und zurückzuholen.

Sehr einfühlsam und poetisch wird sowohl die Reise und die Interaktion der Protagonisten und ihre Gefühlswelt bzgl. des Umgangs mit den eigenen Traumata beschrieben. Herrlich!
Am Ende muss ich leider mit Bedauern einen Stern abziehen, denn das Ende ist mir doch zu happy peppi und damit völlig unrealistisch. Können solche riesiegen tiefgreifenden Verletzungen mit einer Umarmung einem dahingeschlenzten "tut mir leid" durch ein Fingerschnipsen plötzlich geheilt werden? Ich glaube nicht!
Da hat die gute Autorin Aude le Corff zuviel die rosarote Brille aufgesetzt.

Fazit wundervolles tiefgründiges Buch mit einem zu schnulzigen Happy End, das erstens nicht zur Vorgeschichte passt und mir gar nicht gefallen hat.
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April 12, 2014
A la bibliothèque, qui occupe une petite pièce adjacente à l'école à l'ombre de l'église, nous nous rendons tous les jeudi après l'école. Mes propres envies de lectures s'accumulent toujours en cloud ou en piles à lire plus vite que je n'arrive à les assouvir, alors je n'avais jamais pris de livre pour moi là bas, à part quelques ouvrages sur le jardinage, j'ai ce qu'il faut à la maison. La petite bibliothèque à l'ombre de l'église c'est pour les enfants, une dizaine de petits ouvrages par semaine. Mais cette semaine, alors que la dame remplissait les petites fiches cartonnées "à l'ancienne", un titre, juste un titre a attiré mon regard "les arbres voyagent la nuit." Au dos de ce livre il était question d'un vieil homme et d'une petite fille, de solitude, de littérature, de chat et d'un road trip. "Vous me direz ce que vous en avez pensé, je ne l'ai pas lu encore celui là." J’acquiesçais. La littérature c'est si intime. Petite pression au fil de la lecture "qu'est-ce que j'en pense? Qu'est ce que j'en pense?" Il est indéniable que les ouvrages qui me coupent le souffle ont surtout ces dernières années été anglo-saxons. Elle épouse souvent une échelle qui manque à la littérature française qu'il m'arrive de choisir. Peut être que je choisis mal aussi... Cependant "Les arbres voyagent la nuit", à son échelle, est un bon livre français, en tous cas, un livre qui ma plu. Plusieurs cordes ont vibré en dépit de quelques invraisemblances.
Profile Image for Sarah .
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December 28, 2020
Manon trauert - ihre Mutter hat sie und ihren Vater ohne ein Wort verlassen. Kaumt kommt das acht-jährige Mädchen mit der Situation klar, ihr Vater noch weniger. Ein älterer Herr aus dem Haus, Anatole, nimmt sich des Mädchens an - bis ein Brief der Mutter aus Marokko eintrifft. Der Vater wird aus der Lethargie gerissen und zusammen mit Manons Tante machen sich die vier auf zu einem Roadtrip.

Viele schwere Themen bilden das Zentrum des Buches - trotzdem kommt es sehr leichtfüßig daher. Im Großen und Ganzen war mir das Buch zu oberflächlich, idealisiert und naiv. Ich fand die Handlung nicht realistisch und auch das Ende wurde meines Erachtens den Themen (Identität, Depression, Verlust, Betrug, Einsamkeit) nicht gerecht, sondern erinnerte mich eher an Märchen, in denen dann noch schnell alles gut werden muss. Mit der konstruiert wirkenden Handlung und der Kürze war das Buch leider nichts für mich - vielleicht gefällt es Menschen, die Märchen mögen, mehr. Mir hat an allen Stellen die differenzierte Auseinandersetzung gefehlt, die Rührseligkeit konnte mich nicht berühren. Die "Der kleine Prinz" Zitate konnten dann auch nicht über die Substanzlosigkeit hinwegtäuschen.
Mein liebster Charakter? Sophie, Manons Tante - die kann nämlich genauso wie ich nichts mit dem "Kleinen Prinzen" anfangen.
Profile Image for Cassie.
97 reviews42 followers
August 15, 2014
Einiges war für mich nicht oder zu wenig logisch.
Was ich das ganze Buch lang nicht verstand, war, weshalb die Mutter von Manon und Pierres Ehefrau überhaupt ging. (Kein Spoiler, das ist von Anfang an bekannt). Die Gründe dafür schienen mir bis am Schluss zu wenig nachvollziehbar, was mich einfach gestört hat.
Das Buch hatte manchmal so seine Längen, und es wurde meiner Meinung nach zu wenig Spannung aufgebaut.
Die Beziehung zwischen Manon und Anatole, dem einsamen Rentner, fand ich jedoch ganz interessant. Wie er ihr gerne Geschichten vorliest, v.a. die von "dem kleinen Prinzen".
Auch Sophie, Manons Tante ist eine sympathische Figur, ganz im Gegensatz zu Pierre oder Anaïs, die Mutter, die bei mir v.a. den Geschmack von Egoismus hinterlässt ...

Vielleicht habe ich die Aussage der Geschichte einfach nicht ganz verstanden. Sagt sie einem, dass man seine Familie nicht im Stich lassen soll? Oder dass es okay ist, wenn man mal eine Auszeit vom Leben braucht, aber man sollte nicht vergessen, dass es immer Leute gibt, die sich um einen sorgen?
Das Buch war nicht ganz so, wie ich es erwartet habe. Vielleicht war ich von Beginn an zu wenig überzeugt von der Geschichte, sodass sich nun das Endbild mir etwas verzerrt zeigt. Das Buch ist ein Hauch poetisch mit Charakteren jeder Generation, die Geschichte einer Familie und dem Alleinsein.
3.5 Sterne von mir.
Profile Image for Desirée.
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August 13, 2016
Kein schlechtes Buch, aber sehr, sehr vorhersehbar. Die Reise nach Marokko - auf der Suche nach der verschwundenen Mutter - ist weitestgehend ereignislos und das Ende hat mir nicht mehr als ein Achselzucken entlockt. Die Charaktere sind teilweise ganz interessant angelegt, vor allem Sophie, die Tante, und Anatole, der ältere Herr, der nochmal aus dem Rentnerdämmer erwacht (obwohl das mittlerweile ein schrecklich abgegriffenes Klischee ist). Wirklich bewegt haben sich mich aber auch nicht. Sie tragen die Geschichte zwar, können ihre Schwächen aber nicht wettmachen.

Kann man also machen, vor allem wenn man diese Art von Geschichte mag, aber ich hatte nachher das Gefühl, ich hätte meine Zeit auch besser investieren können. Immerhin ist das Buch sehr schön aufgemacht und liegt extrem angenehm in der Hand.
Displaying 1 - 30 of 39 reviews

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